Oxalsäurebehandlung: wann?

  • Hi IMKER!
    Ich wollte mich mal bei euch erkundigen, ob ihr schon eine Oxalsäurebehandlung (Träufelmethode) angewendet habt?! Oder ist es jetzt noch zu früh, sodass die Bienen noch brüten?

  • Wir hatten heute ganztägig minus 5°C - wenn du bei solchen Temperaturen deine Bienen naßmachst, brauchst du dich nicht zu wundern, wenn sie sterben.
    Bienen vertragen ausschließlich Kälte ohne Nässe - also nicht unter +5°C träufeln.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hi IMKER!
    Ich wollte mich mal bei euch erkundigen, ob ihr schon eine Oxalsäurebehandlung (Träufelmethode) angewendet habt?! Oder ist es jetzt noch zu früh, sodass die Bienen noch brüten?


    Servus TBP
    Warte mal lieber noch bis ca. 15 Dezember. Nach der jetzigen Kälteperiode dürften sie bis dahin aus der Brut sein.
    Wenn dann keine Plusgrade herrschen,(Wetterbericht studieren) gehts zur Not auch bei 0 Grad oder sogar bei Minusgraden, wenn du schnell bist. Nur keine Angst, die Mädels stecken das schon weg.
    Jetzt bringt die Behandlung noch nichts. Die Brut muß noch auslaufen.
    Viele Grüsse
    Summsi

  • Hallo,
    "Eine gute Wirkung durch Beträufeln der Bienentraube mit Oxalsäure wird nur erreicht, wenn die Völker eng sitzen. Deshalb sollte eine Behandlung am frühen Morgen nach einer kalten frostigen Nacht erfolgen"
    So in:
    https://bienenkunde.uni-hohenheim.de/79762.html?&tx_ttnews[tt_news]=7910&cHash=42286ca541fed17280425dd03fd44463


    Zeitpunkt kann ich dir nicht sagen, weil du keinen Wohnort hast.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • er sogar bei Minusgraden, wenn du schnell bist. Nur keine Angst, die Mädels stecken das schon weg.
    i


     
    ....mhh spricht hier ein Kenner? Oder wird hier einfach mal was in den Raum gestellt? Das vermute ich mal.
    Ich würde es überhaupt vermeiden den Deckel oben zu lupfen.... weil der nämlich i.d.R. NIE wieder so aufgelegt werden kann wie er mal war. Nein, auch Folie macht bei dieser Kälte nicht dicht. Die wird steif. Und was ist dann?
    Es wird eine Lücke/Schlitze/Spalt geben, der Durchzug ist vorprogrammiert. Selbst wenn die 'Mädels' es wollten, werden diese nicht aus der Traube gehen und es neu verkitten.
    Ich hätte schon 'Angst' um meine anvertrauten Bienen. Und nass, wie Sabine es schreibt, sollten sie auf gar keinen Fall werden. Das ist tödlich.
    Fazit: lass Deine Bienen einfach in Ruhe bei einer Temperatur unter 3...5 Grad. Und wenn Sie an Varroa sterben sollten, dann hast Du im Herbst was falsch gemacht. Das wiederum sollte Deiner zukünftigen Arbeitsweise berücksichtigen.

  • Da mag ja jeder seine persönlichen Vorstellungen haben.
    Ich werde, wie immer, anfang Dezember bei ca. 6 ° mit Oxuvar nach B. Vorschrift behandeln.
    Wenn es keine 6 ° mehr werden sollten dann kann nur noch Beten helfen.


    Gruß hannes

  • Hallo Jonas,
    es geht hier (um diese Zeit)nicht mehr um das, was du im Herbst falsch gemacht hast ,es geht um die "Restentmilbung" die nur z.Z.im brutlosen?? zustand möglich ist.(nächste"Warmphase"abwarten frühestens am 16.Dez.)
    Also bei natürlichen Totenfall, über 0,5 Milben behandeln,dann gehen Deine Bienen mit sehr viel weniger Milben ins Frühjahr.
    Gruß
    Schorsch

  • Hallo Jonas,
    es geht hier (um diese Zeit)nicht mehr um das, was du im Herbst falsch gemacht hast ,es geht um die "Restentmilbung" die nur z.Z.im brutlosen?? zustand möglich ist.(nächste"Warmphase"abwarten frühestens am 16.Dez.)
    Also bei natürlichen Totenfall, über 0,5 Milben behandeln,dann gehen Deine Bienen mit sehr viel weniger Milben ins Frühjahr.
    Gruß
    Schorsch


     
    ... ich habe das Problem nicht mit der OS- "Restentmildbung". Ich mach das ganze Jahr was gegen die Milbenvermehrung. Nämlich: eine regelmäßige Bestäubung mit einem modifizierten Puderzucker. Sonst nichts. Die Kontrollen (also nur eine Kontrolle der Güte der Wirksamkeit - wie hoch ist der Abfall - erfolgten heuer bei einigen Völkern mittels unterschiedlicher OS-Verdampfungsgeräte. Weshalb ich bei diesem Thema (vom Wissensstand) auch mitreden kann.
    Wenn ich das Wort "Restentmilbung" schon höre, stellen sich mir die Nackenhaare auf. Ein derartige Restentmilbung gibt es nicht. Das kannst Du gerne mal nachprüfen, indem Du im Frühjahr ein-zwei Völker komplett auflöst und deren Brut komplett (!) anschaust. Ja aber....huch... ja wo kommen den diiiie jetzt her, ich hab' doch restentmilbt?. Reinvasion kann es nicht sein, weil im Winter bei Minusgraden das mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden kann.
    Also ist das Wort Restentmilbung eine Worttäuschnung. Es sagt etwas aus, was es nicht halten kann. Ob der Erfinder dieses Wortes sich darüber klar ist, wissen wir nicht. Aber.... es wird im besten Fall durch eine OS-Beträufelung, eine starke Reduzierung der Milben geben. Der Rest der übrig bleibt, warum wissen wir ebenso wenig, könnte vielleicht durch die Behandlung gestärkt hervorgehen. Trotz der Behauptung das Säuren keine Resistenzen erzeugen.


    Ich bleibe dabei. Wer jetzt noch OS-Beträufelung machen MUSS, der hat in der Zeit davor (Herbst) was falsch gemacht. Oder, auch das ist möglich, er hält sich verkrampft an die Empfehlungen eines Behandlungsplanes - ohne Hinterfragung desselben - und zieht es einfach nur durch. Ist auch ok.


    Mir kommt in den Sinn: Wenn doch die Imker mehr auf ihre Bienen schauen würden, als auf die Milben. Bei Zitat:"...über 0,5 Milben behandeln..." Ich habe noch nie eine halbe Milbe fallen sehen. (kleiner Scherz) Machst Du Dir auch so viele Gedanken, wenn pro Tag 0,5 Biene fällt?
    Wenn ich das jetzt hier auch ein wenig überspitzt dargestellt habe, so ist es trotzdem nicht am Thema vorbei.

  • ....mhh spricht hier ein Kenner? Oder wird hier einfach mal was in den Raum gestellt? Das vermute ich mal.
    Ich würde es überhaupt vermeiden den Deckel oben zu lupfen.... weil der nämlich i.d.R. NIE wieder so aufgelegt werden kann wie er mal war. Nein, auch Folie macht bei dieser Kälte nicht dicht. Die wird steif. Und was ist dann?
    Es wird eine Lücke/Schlitze/Spalt geben, der Durchzug ist vorprogrammiert. Selbst wenn die 'Mädels' es wollten, werden diese nicht aus der Traube gehen und es neu verkitten.
    Ich hätte schon 'Angst' um meine anvertrauten Bienen. Und nass, wie Sabine es schreibt, sollten sie auf gar keinen Fall werden. Das ist tödlich.
    Fazit: lass Deine Bienen einfach in Ruhe bei einer Temperatur unter 3...5 Grad. Und wenn Sie an Varroa sterben sollten, dann hast Du im Herbst was falsch gemacht. Das wiederum sollte Deiner zukünftigen Arbeitsweise berücksichtigen.


    Gehen denn deine Bienen bei plus 5 Grad aus der Traube?
    Ich schätze, genausowenig wie bei 0 Grad.
    Schließt dein Deckel bei plus 5 Grad besser?
    Ich schätze, genausowenig wie bei 0 Grad.


    Wie schon vorher beschrieben wurde, wirkt OS geträufelt umso besser, je dichter die Bienentraube.
    Nasse Bienen ?
    1. Ich spritze ja nicht mit dem Gartenschlauch in die Beute, Bienis werden nur angetröpfelt.
    2. Die Beute ist max. 1 Minute geöffnet, zumindest bei mir.
    Aber wie sollte das ein "Puderzuckerbehandler" nachvollziehen können.


    Da es meine Völker bis jetzt immer überlebt haben, schließe ich daraus, daß ich wahrscheinlich robustere Bienen habe als du.:wink:
    Viele Grüsse
    Summsi

  • Hallo Spessartimker!


    Erläutere mal genauer! Was genau ist Tierquälerei? Im Bienenjournal (ich glaube Ausgabe Oktober 2009) war einmal ein Artikel zur Puderzuckerbehandlung. Da wurde auch eher abgeraten mit Puderzucker zu behandeln.


    Freundliche Grüße
    Imkerei Fläming


    P.S. Ich halte auch nicht viel von der Behandlung mit Puderzucker!

  • Ich weiß, dass selbst Bieneninstitute dieses Verfahren anwenden, allerdings nur um lebende Varroen zu "ernten"; ...ist für mich noch nachvollziehbar.
    Mit Puderzucker löst du apruppt bei allen Bienen eines Volkes den Putztrieb aus. D.h. alles andere stoppt! Das gesamte Volk kommt in Aufruhr. Ein heilloses Durcheinander beginnt. Und für was? Dass lebende Milben abgestreift werden. Da Puderzucker natürlich nicht in der Brut wirkt, und schwerlich in der brutfreien Zeit angewendet werden kann, musst du eine Blockbehandlung durchführen, um vieleicht eine Chance auf ausreichende Wirksamkeit zu haben. Welcher Imker will das seinen Völkern antun.
    Wie sieht ein Bienenstand mit 20 Völkern nach der Behandlung aus? Wie sieht es mit der anschließenden Räubereigefahr aus?


    Hier ein "Baukastenimker" in Aktion: http://www.youtube.com/watch?v=Y7C_pV9ig4c


    Gruß
    Andreas