"Geruch" von Wachspastillen

  • Hallo zusammen,
     
    ich habe mir zum ersten Mal Wachspastillen zum Kerzengießen bestellt. Diese riechen aber kein bißchen nach Bienenwachs, sondern stinken irgendwie chemisch/künstlich.
     
    Ist dieser Geruch bei Wachspastillen normal? Wenn ja, woher kommt das?
     
    Die daraus erstellen Kerzen stinken zwar nicht mehr chemisch, aber der Bienenwachsgeruch ist kaum wahrnehmbar. Absolut kein Vergleich zu Kerzen aus Mittelwänden.
     
    Gruß, Heike

    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung, daß etwas anderes wichtiger ist als die Angst.
    (Ambrose Redmoon)

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  • Moin , Moin aus Hamburg , chemisch künstlich nach was ?
    Bei Farbe und Geruch wird da meines Wissens etwas nachgeholfen. Ist (deshalb) jedenfalls nicht für Mittelwände geeignet !!!


    Grüße aus dem Norden
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Moin,


    Daniel, nach was genau die Pastillen riechen, kann ich nicht sagen, sehr unangenehm halt.


    Radix, Paraffin-Beimengungen? Das will ich doch wohl nicht hoffen! Lt. Händler ist es 100% reines Bienenwachs.


    Werden da vielleicht irgendwelche Zusätze zum Reinigen/Klären benutzt, die diesen unangenehmen Geruch verursachen?


    Wer benutzt denn sonst noch diese Pastillen und kann mir was zu dem Geruch sagen?


    Gruß, Heike

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    (Ambrose Redmoon)


  • Wer benutzt denn sonst noch diese Pastillen und kann mir was zu dem Geruch sagen?


    Gruß, Heike


    Hallo Heike,
    ja mir geht es ähnlich!Wie riecht das nun? Ich würde sagen "technisch-industriell", alles andere als Bienenwachs. Zumindest kann ich unter Garantie sagen, dass da nicht mit Bienwachsduftaroma dran herum hantiert wurde.


    Eigentlich habe ich da auch keine gro0e Lust, das Zeug zu verarbeiten.


    Ich habe jetzt noch etliche Kilogramm vom eigenen Wachs, das ich garantiert nicht umtauschen, sondern selbst ordentlich zum Kerzenmachen vorbereiten werde. Nur verlangt der Energie- und Arbeitsaufwand dafür einen Kerzenpreis. den kein "normaler" Marktbesucher zu zahlen bereit ist. Aber am Duft und an der Farbe wird man schon erkennen, dass genau dieses Wachs das ist, was wir mit unseren Kerzen weiter geben wollen: Eingefangenes Sonnenlicht, sorgsam und mit viel Fleiß von Bienen gewandelt, vom Imker verarbeitet, mit dem Duft nach unterschiedlichen Honigen und Propolis!


    Wenn mir einer der Mitleser hier einen Tipp geben könnte: Wer kann mir mein Wachs so vorbearbeiten, dass es sauber und leicht verarbeitbar ist, wie diese Pastillen, aber garantiert noch die Inhaltsstoffe hat, die den guten Duft ergeben?


    Gruß
    Ralph


  •  
    ... mach doch mal eine Versuch. Erwärme einen Teil des Pastillen und gieße es in eine Form. Schon während des Aufwärmes, sollte der Geruch vergehen. Wenn nicht, wäre immer noch die Möglichkeit Dein eigenes Wachs mit den Pastillen zu mischen um duftende Kerzen zu bekommen. Ob Wachs duftent, hat auch was mit der Umgebungstemperatur zu tun.

  • Hallo Heike,
    mischen würde ich auf keinen Fall.
    Du haftest mit deinem Namen fürs Endprodukt.
    dann bist DU der Paraffinuntermischer.
    Es wäre aber interessant , die Pastillen mal untersuchen zu lassen.
    Gruß
    Helmut

  • Hallo,


    jonas : ich habe es ja schon ausprobiert. Die fertigen Kerzen stinken nicht mehr chemisch, riechen aber auch nicht nach Bienenwachs.


    Helmut : Du meinst auf Paraffinbeimischung zu untersuchen? Oder auf Stoffe zur Reinigung des Wachses? Wer könnte das?


    Inzwischen bin ich allerdings mit dem Händler übereingekommen, daß ich die Pastillen gegen Wachsplatten umtauschen kann.
    Die Wachsplatten dieses Händlers riechen i.d.R. so, wie Wachs eben riechen sollte.
    Eine Ursache für den unterschiedlichen Geruch Wachsplatten/Wachspastillen konnte man mir nicht nennen.


    Gruß,
    Heike

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    (Ambrose Redmoon)

  • Helmut, es "riechen" auch die, zu dem Du ein Zertifikat bekommst.
    Ja, ich weiß um die unterschiedlichen Untersuchungsmethoden, und ja, die MW hatten amals auch ein "Zertifikat". Ist halt wie bei so vielen Zertifikaten...
    Ist auch kein Händlerspezifisches Problem, haben wir festgestellt, eher ein allgemeines.


    rst

  • ... und ewig grüßt das Murmeltier!


    Nachdem ich mich im Sommer mit stinkenden Mittelwänden, bzw. dem Lieferanten rumschlagen mußte, gibt´s nun wieder Ärger mit den Wachspastillen.


    Habe heute eine Lieferung erhalten (von einem anderen Lieferanten als 2010) die auch wieder zum Gotterbarmen stinkt. :evil:


    Erklärung des dortigen Mitarbeiters: Ja nun, das sei nun mal ein "Naturprodukt", wo Farbe und Geruch auch mal voneinander abweichen können. Wenn ich´s nicht wollte, soll ich es halt zurückschicken.


    Dieser Geruch hat mit "Natur" reinweg nichts, aber auch garnichts zu tun! Es riecht einfach nur nach Chemie. Und zwar derart penetrant, daß ich den Karton mit den verschlossenen Tüten auf die Terrasse verbannen mußte.


    Ich hab das so satt, daß ich überlege, daß Wachs tatsächlich mal untersuchen zu lassen. Irgendwo gab´s hier mal einen Link, wo man das machen lassen kann, ich kann ihn aber nicht mehr finden. Erinnert sich jemand daran oder kann mir ein entsprechendes Labor nennen? Preise?


    Gruß, Heike

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    (Ambrose Redmoon)

  • Hab´s grad im DBJ gefunden. Es ist die Fa. Ceralyse in Celle. Die Kosten sind allerdings beachtlich. Lt. DBJ 09/2011 ca. 200,- Euro.


    Ich werde trotzdem Kontakt aufnehmen und nachfragen, ob die dort angebotenen Analysen die Ursache des Gestanks ans Licht bringen können.



    Hat in diesem Jahr jemand von euch Probleme mit MW / Wachspastillen gehabt? Wie habt ihr reagiert?


    Gruß, Heike

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    (Ambrose Redmoon)

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  • Hallo,


    der Eigentümer der Fa. Ceralyse kommt bei mir aus dem Ort. Vor zwei Jahren, direkt nach dem
    Wachs-Skandal, besichtigte er meinen Imkereibetrieb und erläuterte mir den Wachsmarkt. Er
    kennt diesen seit Jahrzehnten. Nach seiner Aussage wurde Bienenwachs in der Vergangenheit
    immer wieder systematisch gestreckt, es war üblich am Markt, nur die Größenordnung der
    Streckung war damals neu. Unsere Unterhaltung bezog sich jedoch in erster Linie auf die
    Umarbeitung von Mittelwänden. Er empfahl mir dem Umarbeiter eine Kontrolluntersuchung
    der MW im Vorfeld der Eigenwachsumarbeitung anzukündigen und auch durchführen zu lassen.
    Ein alteingesessener Familienbetrieb der Wachsumarbeitung aus dem LK Uelzen wurde mir
    aus seiner Erfahrung als seriöses Unternehmen empfohlen. Dieses kann ich aus eigener
    Erfahrung bestätigen.


    Grüße


    Frank