• Moin,
    ich hatte die Frage schon vor ein paar Tagen gestellt, die ist aber wohl im Thread untergegangen:
    können die Milben in adulte Bienen mit hartem Chitin noch selbst neue Löcher beißen/stechen oder geht das nur bei den Nymphen, und die Milben im Stock können sich lediglich bei bereits mit Futterloch geschlüpften Bienen bedienen?

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hi, bin ja keine Milbe aber ich glaube, dass erfahrene Milben den Chitinpanzer der älteren Honigbiene bei Bedarf anstechen um an deren Blut zu kommen; für mich eine offene interessante Frage -sollte zum Nachdenken anregen-.
    Grüße, Horstus

    - Zweifel ist das Wartezimmer der Erkenntnis -

  • Hallo


    das es bei Jungbienen möglich ist, glaube ich gelesen zu haben. Altbienen sind dagegen sogut wie sicher ????

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Liebig schreibt in "Einfach Imkern" (S148) dass junge Milben auf den "jungen Stockbienen" ihren Reifungsfrass durchführen. Von alten Bienen habe ich auf die Schnelle nichts gefunden.

  • Hallo Sabine,
    sitzen die Milben bei den Altbienen nicht an den Weichteilen zwischen den Chitinpanzern und saugen dort?
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Ich hab' ja keine Ahnung von der Anatomie der Biene,
    aber braucht es wirklich Löcher im Chitinpanzer?
    Was ist mit den "Schwachstellen" Atemöffnungen, Filzbinden(?). Ansätze der Flugmuskulatur, ...?


    (Lothar war schneller - viel schneller...)

    Mit freundlichen Grüßen -- Traugott Streicher

  • Moin,
    ich hatte die Frage schon vor ein paar Tagen gestellt, die ist aber wohl im Thread untergegangen:
    können die Milben in adulte Bienen mit hartem Chitin noch selbst neue Löcher beißen/stechen oder geht das nur bei den Nymphen, und die Milben im Stock können sich lediglich bei bereits mit Futterloch geschlüpften Bienen bedienen?


     
    Hallo
    Ist es nicht so das sich die erwachsenen Varroen auf den Bienen überwiegend nur im Bereich zwischen den Bauchschuppen ernähren dort ist ja auch die einfachste Möglichkeit gegeben so jedenfalls hab ich dies bisher beobachtungsmäßig und lesemäßig auf genommen,das anstechen durch den Chitinpanzer hab ich bisher noch nicht so richtig beweismäßig und glaubwürdig nachvollziehen können.wäre schön wenn sich dies forumsmäßig mal genauer diskusionsmäßig klären lässt denn es wäre schon sinnvoll dies zu wissen wie sich die Varroen genau ernährenmäßig verhalten sicherlich wird es da auch gewisse streungen und Unterschiede geben.Alleine der Gedanke das möglicherweise ja das Larvenblut und das Bienenblut in der Beschaffenheit wahrscheinlich auch gewisse Unterschiede besitzen und wahrscheinlich gewissen Einfluß ausüben im Varroaleben ist ein intressanter Gedankengang.Sicherlich wird es auch irgendwo genaue Beobachtungsergebnisse der Nahrungsaufnahme der Varroen geben vielleicht weiß ja jemand nee Infoquelle zum schlaulesen und nachvollziehen .Jedenfalls hab ich schon bei meinen Spielerein und Beobachtungsversuchen gesehen das aus gehungerte Varroen auch ohne auf einem Bienenkörper sitzen versuchten Nahrung auf zu nehmen und an gebotene Flüssigkeit aus einem Bienenkörper anliefen und mit ihrem Mundwerkzeug aufnahmen.
    imkerliche Grüße

  • Da stimme ich dir zu Herby, die Schwachstellen bei der Biene sind die dachziegelartig übereinander liegenden Segmente des Abdomens und ganz besonders die der Sternite (unteren 6 Segmente). Egal ob jung oder alt hier finden sie einen sicheren Unterschlupf und können in Ruhe saugen; ähnliches findet sich auch bei der Feldwespen Polistes dominulus wobei es sich hierbei um ein Fächerflügler (Xenus vesparum) handelt deren Primärlarve sich zwischen zwei Segmente der Tergite oder Sternite schiebt und sich dort entwickelt.
    Kopf, Thorax und äußere Chitinfläche des Abdomens sind sicherlich zu hart zum Anstechen.
    Grüße, Horstus

    - Zweifel ist das Wartezimmer der Erkenntnis -

  • Angeblich verhungern Varroen innerhalb weniger Tage, wenn sie nichts zum Fressen bekommen. Wenn sie denn über den Winter kommen wollen, müssen sie wohl die Bienen anstechen. Ob sie dabei den Chitinpanzer durchstechen weiß ich nicht.
    Gruß Ralph

  • Dr. Pia Aumeier :p_flower01:


    schreibt in dem sehr lesenswerten Buch


    "VARROOSE erfolgreich erkennen und behandeln"


    von Dr. Friedrich Pohl


    http://www.amazon.de/Varroose-erfolgreich-behandeln-Friedrich-Pohl/dp/3440112330/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1289926725&sr=8-1


    auf Seite 6 unten:


    "Mit stilettförmigen Mundwerkzeugen sticht das Spinnentier in die weichen Häute, die die einzelnen Segmente des Bienen-Hinterkörpers beweglich miteinander verbinden ..."


    Mit freundlichen Grüßen
    Rubikon
    ---
    Vertrauen ist gut, Varroakontrolle ist besser

  • Hallo


    im Buch "Die Varroatose der Bienen" von Eva Rademacher steht:Die Milbe durchbohrt mit Hilfe der Mundwerkzeuge die Körperdecke ihres Wirtes und saugt wiederholt, in kleinen Portionen, Hämolymphe der Bienen oder Bienenbrut, ohne jedoch anzuschwellen. Hunrige Milbenweibchen können in einem Zeitraum von 2 Stunden etwa 0,1mg Hämolymphe aufnehmen (Smirnow 1979)


    Die Milbe kann auch bei den unbelasteten Altbienen Nahrung aufnehmen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)