Wie lang gärt ein 10L Metansatz?

  • Mein Metansatz gärt seit 2 Wochen, doch schon langsam habe ich das Gefühl, dass die Gärung langsam weniger wird. Normalerweise gärt Met doch 3-4 Monate?!
    Was kann ich dagegen tun, dass mein Met evtl. nichts wird?
    Es ist mein erstes Mal und ich möchte natürlich, dass es was wird mit dem Met.
    Mfg Lupus

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von lupus () aus folgendem Grund: Rechtschreibung:)

  • Hallo lupus


    kann dir nur raten schaffe dir das Büchlein "Met" von Karl Stückler an.
    In deinem Fall kann dieTemperatur zu gering sein, oder es besteht ein Mangel an Hefenährsalzen. Möglich wäre auch eine zu hohe Zuckerkonzentration.
    Man muss bei allen Dingen, oft Lehrgeld bezahlen, viel Glück.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo !


    Mein Metansatz gärt seit 2 Wochen, doch schon langsam habe ich das Gefühl, dass die Gärung langsam weniger wird. Normalerweise gärt Met doch 3-4 Monate?!
    Was kann ich dagegen tun, dass mein Met evtl. nichts wird?
    Es ist mein erstes Mal und ich möchte natürlich, dass es was wird mit dem Met.
    Mfg Lupus


    Was für eine Hefe ? LowAlk ?
    Die "stürmische" Gärung kann relativ rasch beendet sein ...
    ... die Umgebungstemperatur ist auch wichtig für den Gärungsfortschritt.
    Wie arbeitest Du ? ... alles Honig rein und gut ... oder zuckerst Du nach ...
    ... hast Du einen Alkoholanstieg zu verzeichnen ?


    Du kennst den Honigweinkeller ?



    Drobi schrieb:


    kann dir nur raten schaffe dir das Büchlein "Met" von Karl Stückler an.


    Ich kann Dir nur raten, kauf Dir nicht dieses Buch (mußt meine Fehler nicht wiederholen), das ist auch nicht besser als viele der sicheren "Internet-Rezepte" !


    Horstus schrieb:


    Ich habe schon Kübel gehabt die über ein Jahr gärten mit Cherie-Hefe.


    ... Du meinst Sherry Hefe ?


    Das in meinen Augen beste deutschsprachige Forum zum Thema Fruchtwein / Honigwein findest Du hier:
    Fruchtwein- & Honigweinforum


    Gruß
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Also ich arbeite mit Portwein-Hefe.
    Ich habe einfach allen vorgeschriebenen Honig nach Rezept aufgelöst.
    An Nachzuckern habe ich bis jetz noch nicht gedacht:)
    Mfg Lupus

  • Klar Knecht, ich meinte Sherry-Hefe, hatte wohl ein Glas zu viel. Übrigens, meine letzten Ansätze habe ich alle mit Portwein-Hefe gemacht, nach Kinzinger´s Weinbuch. Kann ich nur empfehlen, ist nicht ganz so trocken wie der mit Sherry-Hefe.


    MfG Horstus

    - Zweifel ist das Wartezimmer der Erkenntnis -

  • Wie viel sollte ich eig maximal nachzuckern? Bzw. wieviel Gramm Honig soll ich noch beimengen?
    Ich habe leider kein Messgerät zum messen des Säuregehalts und des Alkohlgehalts.
    Mfg Lupus

  • Hallo !
    Hallooooo ??


    Wie viel sollte ich eig maximal nachzuckern?


    eig (?) kannst nachzuckern soviel Du willst ...
    ... was erwartest Du jetzt ?
    Ohne Rezept ? Was weiß hier einer was Du schon alles in den Ansatz geschmissen hast ?
    Erwartest Du so ein gutes Met Ergebnis ?
    Säure ? (Auch ich habe erst sehr spät verstanden wie wichtig die ist).
    Willst Du den Met durchgären / filtern ... ?


    Bzw. wieviel Gramm Honig soll ich noch beimengen?


    s.o.


    Bei 10l Ansatz + 1%vol = ca. 200g Saccarose / oder ca. 260g Honig ... Erklärung steht bei meinem Link oben !



    Ich habe leider kein Messgerät zum messen des Säuregehalts und des Alkohlgehalts.
    Mfg Lupus


    Na dann erwartest Du hoffentlich auch kein halbwegs reproduzierbares Ergebnis Deines Lupus ääähhh Mets ...


    Gruß
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Ich habe in meinen Met folgende Zutaten:
    3 Liter naturtrüben Apfelsaft
    5 Liter Wasser
    4kg Honig
    80g Milchsäure
    2 Äpfel(gerieben)
    5 Nährsalztabletten
    Portweinhefe


    Ich mächte den Met am Schluss filtern.


    Mfg. Lupus

  • Hallo Lupus,


    Du brauchst kein Buch.
    Erwarte aber auch hier keine schnellen Passenden" Lösungen.
    Ohne Messen ist`s schon eher ungünstig von der Verlaufsbeeobachtung her.


    Lies wirklich mal im Honigweinkeller (Links oben) g e n a u nach!
    Dein Rezept hört sich doch als Ansatzt schon recht passabel an.


    Im Link findest Du eine ganz genaue Beschreibung des Vorgehens bei Nachzuckern und warum und wie usw.


    Viel Erfolg!


    (Und schreib Dir auf, was Du wann gemacht hast, Temperatur am Standplatz - für das nächste Mal)



    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo,
    ich denke der Gärverlauf ist abhängig vom Zuckergehalt des "Honigwassers" der (umgebungs-)Temperatur und der enthaltenen Hefen. So sind u.U. Temperaturschwankungen während der Gärung negativ, da eine ins stocken gekommene Gährung nicht immer befridigend weiter geht. Je nach Hygiene und der Umgebung können auch Hefen aus der Umgebungsluft (etc) eine Rolle spielen und u.U. die Reinzuchthefen dominieren. Auch bei den Reinzuchthefen sollte man die "richtige" verwenden sie sollte neben dem gewünschten Alkoholgehalt auch der Temperatur während der Gährung rechnung tragen (verwendet man Kaltgähr-, Sekt-, Sherryhefen...). Jede Hefe "verträgt nur einen bestimmten Alkohol (%).
    Vom Aufzuckern würde ich absehen, da der Zucker im besten Fall mehr alkohol bringt aber nie mehr "Honiggeschmack"!!!
    Ebenso das Filtern sollte kritisch gesehen werden, da neben den Trübstoffen oft auch der "Geschmack" herausgefiltert wird....


    Ich denke das ist ein ziemlich komplexes Thema - Es gibt Menschen die studieren Lebensmittelchemie (und kapierens dann immer noch nicht). ;-)


    Klar kann mann ein Naturtalent sein oder eben Glück haben - was ich jedem gönne!


    Beste Grüße von der Stechmugg


  •  
    Dein verwendetes Rezept entspricht wohl etwa einem, was auch auf der Webseite "Honigweinkeller" (o.so ähnlich) aufgeführt ist.
     
    Meine persönliche Meinung dazu:
    Ich habe zwei Ansätze gemacht, einen im wesentlichen wie bei Bruder Adam beschrieben, ohne Nährsalztabletten, ohne Milchsäure. Portweinhefe als Starter in 2 l Apfelsaft (auf 20l Ansatz) angesetzt, Zitronensäure dann in den Mostansatz. Ziel ist ein mittelsüsser Desertwein, mal sehen.
     
    Den zweiten etwa nach Deinem Rezept, wobei auch hier auf Milchsäure verzichtet und nur die Hälfte an Hefenährsalz. Wieder mit Starteransatz. Hier habe ich allerdings anfänglich nur etwa 3/4 der vorgesehenen Honigmenge gegeben, um die Gährung zu beschleunigen.
     
    Der zweite Ansatz gärte viiiieeel schneller und heftiger als der erste und war auch so nach 3 Wochen nahezu zu Ende. Da habe ich dann den Resthonig zugegeben, die Gärung wurde wieder stärker. Insofern kann es schon sein, dass die Gärung Deines Ansatzes auch nach zwei Wochen fast zu Ende war. Das der Met *nichts wird*, brauchst Du deshalb nicht unbedingt zu befürchten.
     
    Die letzte Entscheidung über die Qualität meines Mets steht noch aus. Erste Verkostungen beim Abziehen von der Hefe ergaben für Ansatz Nr. 1 Vorteile. Ausserdem macht der geriebene Apfel den Ansatz irgendwie unansehnlich und die Filterung ist wohl unumgänglich, mir gelang es nicht, beim Abziehen diese Teile komplett rauszuhalten.
     
    Letztlich stimmt es zwar, dass die Apfelkomponente geschmacklich wenig wahrnehmbar wird, aber irgendwie sträube ich mich jetzt dagegen, einen Met mit Apfelwein *zu verschneiden*. Dasgleiche halte ich von der Zugabe von Zucker ... was soll der im Met?
    Da ist wohl wieder auf Bruder Adam zu verweisen, der da sagte, streng aromatische Honigsorten eignen sich nicht für Met. Im Honigweinkeller wird alles vorgeschlagen, bis zum Waldhonig.
     
    Ich bin mittlerweile im Zweifel, ob die ganzen *Gährungsbeschleuniger* immer Sinn machen. Ein langsamer Gärverlauf könnte doch qualitätsfördernd sein?
     
    Hier ist wohl wie bei vielen Dingen: Versuch macht kluch.
     
    Gruss
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Erzgebirgler () aus folgendem Grund: :..20 l Ansatz hinzugefügt