Honigauftauen mit Weckautomat

  • Hallo,


    wer von euch hat Erfahrung mit Auftauen von Waldhonig mit einem Einweckautomat?
    Bin Jungimker und habe gehört, dass mit einem Weckautomat der Honig wieder schon flüssig wird und anschließend nicht mehr kristallisiert.


    Liebe Grüße


    Andi

  • Hallo Andi,
    das Gehörte stimmt - zum Teil.
    Wasserbad - Einweckautomat - geht bei Einstellung; maximal 40 grad Celsius. Wenn der Honig flüssig ist, raus aus dem Wasserbad. Je länger die Wärmeeinwirkung dauert je schlechter wird die Honigqualität.
    Versuche lieber bei einem Imkerkollegen einen Mellitherm oder ein ähnliches Gerät auszuleihen. Geht schneller und das Ergebnis ist besser.
    Dass der Honig danach nicht wieder kristallisiert ist nicht richtig. Bei beiden Verfahren und unabhängig von der Honigsorte.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Hallo


    könnte mir vorstellen, das der Honig wenn er vielleicht über 60°C erhitzt wurde, das er dann nicht mehr kristallisiert. Der Honig ist dann aber von einer minderwertigen Qualität.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • ...wer von euch hat Erfahrung mit Auftauen von Waldhonig mit einem Einweckautomat?
    ...und anschließend nicht mehr kristallisiert.


    Hallo Andi,


    ich taue sämtliche Honige im Weckautomaten auf.
    Allerdings hatte ich noch nie Wald.


    Wenn Du nach dem Auftauen nichts machst, kristallisiert er wieder zu Beton.
    Also: Nach dem Auftauen rühren, rühren, rühren...


    Wie das genau geht ist hier schon mehrfach beschrieben worden.
    Nutze mal die Suchfunktion.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Die Sache mit dem Weckautomat
    sollte aber auch noch aus einer anderen Sicht eher kritisch betrachtet werden.
    Honig zieht immer Wasser an, und wenn Du ihn (selbst mit geschlossenem Deckel :daumen:) zu lange stehen lässt, kannst Du Probleme mit gärigem Honig bekommen.
    Also Vorsicht.
    Rühren musst du danach sowieso.
    Auf längere Sicht ist ein Melitherm sicher eine lohnenswerte Anschaffung.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Ich habe auch so einen Einkochtopf und finde das sehr praktisch. Pack nur etwas aus Edelstahl auf den Boden damit der Honigeimer Abstand zum durchaus heiß werdenden Boden hat. Außerdem während des Auftauens immer wieder versuchen, das Ganze zu rühren. Nach meiner Erfahrung schmilzt der Honig im unteren Bereich gut und darüber bleibt es dann lange fest - mit Rühren geht es schneller und das Ergebnis ist besser. Allerdings nach meiner Erfahrung bekommt man einen grob kristallisierten Honig so auch nicht mehr fein - die Konsistenz sollte schon vorher stimmen; ungeachtet aller Tipps die das Gegenteil behaupten.


    Melanie

  • Hi Melanie,


    das stimmt natürlich.
    Die gröberen Kristalle müsste man (wie man beim "Hochkochen" von Honig für die Metproduktion sehen kann) deutlich höher als 40°
    erhitzen.
    Was ich auch schon gemacht habe, war die groben Kristalle in einem Seihsack aufzufangen. Ist aber eine ziemliche Kleckerei und gab damals für mich die Erlaubnis meiner Frau, einen Melitherm zu kaufen.:liebe002::liebe002:
    Diese Anschaffung ist sicher nichts für unsere Jungimker, aber irgendwann sollte man dann doch mal darüber nachdenken.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • ...Außerdem während des Auftauens immer wieder versuchen, das Ganze zu rühren. Nach meiner Erfahrung schmilzt der Honig im unteren Bereich gut und darüber bleibt es dann lange fest - mit Rühren geht es schneller und das Ergebnis ist besser. .


    So isses!

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Michael,


    grobe Kristalle lassen sich zum größten Teil verhindern, wenn sofort nach der Klärung (nach dem Schleudern) gerührt wird, bis er cremig kandiert.


    Meli ist natürlich Klasse - aber leider auch teuer...

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Einweckautomat?i


     
    ... ich halte überhaupt nichts davon. Etliche Einwände wurde ja hier bereits aufgeführt. Hauptursache für zu feuchten Honig kann sein, das der Honigeimer im Wasserbad steht. Kein Eimer sind ganz dicht.


    Mein Vorschlag an alle Honigauftauer@ und Hobby-Imker mit kleineres Mengen.
    Man nehme ein Brett und montiere darauf eine Lampenfassung, überdecke diese mit einem Winkel aus Alublech (wie ein U) und baue von zwei Seiten einen kleinen Holzbock, auf welchem der Honigeimer stehen kann ohne (!) das Alublech zu berühren. Es sollten ca. 5 cm Abstand sein. Auf diese Brett stelle einfach soviel Zargen, dass der Honigeimer darin Platz hat. Normaler Dämmdeckel drauf und nun Lampe einschalten. Die Wattzahl kann von 80-40 Watt reichen. Die vollständige Durchwärmung und Verflüssigung wird durch 2-5x Durchrühren mittels Holzstabes beschleunigt. Innerhalb 1-2 Tagen ist ein 40 kg Eimer handwarm (!) verflüssigt. Fertig. Kostenpunkt ca. 25 Euro. Ein praktische Lösung für alle sparsarmen Imker.
    Wer will darf sich auch gern einen Wärmefühler einbauen.


    Nachtrag:
    Dieser Lösungsvorschlag bedarf keines Umfüllens des harten/festen Honigs in irgendein zusätzliches Gerät oder extra Auftauvorrichtung.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von jonas () aus folgendem Grund: nachtrag

  • Hallo


    "... ich halte überhaupt nichts davon. Etliche Einwände wurde ja hier bereits aufgeführt. Hauptursache für zu feuchten Honig kann sein, das der Honigeimer im Wasserbad steht. Kein Eimer sind ganz dicht.


    Ich halte nichts davon was da oben steht!
    Das auftauen im Einweckautomat halte ich als eine bessere Alternative zum Wärmeschrank ,das Wasser leitet die Wärme viell besser als die Luft,wenn man noch
    den Honig im Eimer umrührt ist mann in etwa 2 Stunden fertig was wie oben beschrieben in einem Wärmeschrank 24 bis 48 Stunden heizen muss sehr Honigschonend ist.
    Die Ausssage mit erhöhtem Wassergehalt sollte man zwischen die Märchhien stecken,-vorhrer messen ,dann schreiben !
    Mfg
    Stevo
    Ps
    Kein Eimer ist ganz dicht -lach!!








    .


  • Kein Eimer ist ganz dicht -lach


     
    ... ich behaupte weiterhin, dass KEIN Kunststoffeimer dicht ist. Vielleicht habe ich mich unverständlich ausgedrückt. Natürlich ist der Eimer selbst dicht. ABER nicht die die Verbindung Eimer > Deckel.
    Du kannst Dich gerne über meine Aussage lustig machen, was soviel für mich bedeutet, dass Deinerseits keine Erfahrungen mit dem Wasserziehen des Honigs in Kunststoffeimern vorhanden ist.


    ... und Deine Aussage Stevo@, dass Du in etwa 2 Stunden Deinen Honig im Einweckautomat fertig hast, halte ich für ein nicht gelungene Behauptung. Wir haben es noch NIE mit unserem Einweckautomat innerhalb 2 Stunden geschafft, unseren festen Honig zu verflüssigen. Würden wir auch nie wollen. Das wird wohl nur gehen, wenn das Wasser kocht oder?


    stevo@ Du hast das Wort 'handwarm' in meinem Text überlesen oder? Handwarm wird der Honig auch in der Beute.
    Wo ist also da das Problem?

  • Hallo Jonas,


    die Lampenversion hatte ich in einen alten Kühlschrank gebaut.
    War absolut nicht zufrieden damit (Wärmeleitung per Luft).


    Die Einweckmethode ist durchaus zufriedenstellend.
    Allerdings braucht es 1 Tag, bis der Honig rührbar wird.
    (Nach 2 Stunden und 40° Tautemperatur ist der noch knochenhart...)


    Umgefüllt wird da nix. Einfach Hobbock rein, mit Deckel.
    (Es gibt schmale und breite Hobbocks. Die schmalen passen.)


    Von erhöhter Honigfeuchte habe ich bisher noch nichts bemerkt.


    Bin so zufrieden, daß ich dabei bleiben werde.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.