Imkern mit der östlichen Honigbiene?

  • Gibt es hier eigentlich Imker (oder kennt ihr welche), welche mit der östlichen Honigbiene (Apis cerana) imkern?


    Ist das überhaupt möglich bzw. in Deutschland erlaubt, da ja keine einheimische Rasse (aber das ist m.W. nach die westliche Honigbiene (Apis mellifera) ja auch nicht)?


    Wenn meine bisherigen Recherchen richtig sind, so soll die östliche Honigbiene zwar aggressiver und weniger honigertragreich, dafür aber robuster und varroaresistent sein.


    Achtung: Ich stelle die Frage aus reinem Interesse und nicht, weil ich da konkrete Pläne in diese Richtung hätte!

  • Gibt es hier eigentlich Imker (oder kennt ihr welche), welche mit der östlichen Honigbiene (Apis cerana) imkern?


    Nein, kenne keine.

    Ist das überhaupt möglich bzw. in Deutschland erlaubt, da ja keine einheimische Rasse (aber das ist m.W. nach die westliche Honigbiene (Apis mellifera) ja auch nicht)?


    A. cerana ist eine eigene Art. Es gibt also keine Kreuzungen zwischen A. cerana und A. mellifera.
    Cerana- Völker sind sehr viel schwächer, als von A. mellifera. Die Ernte beträgt zwischen 6 kg/pro Jahr aus Klotzbeuten und bis zu 15 kg/pro Jahr aus Magazinen. Cerana ist sehr viel friedlicher, als unsere heimische Honigbiene. Varroa-resistent ist sie.
    Den Winter dürfte A. cerana bei uns nicht überleben. Denn in ihrem Verbreitungsgebiet gibt es keine Winter, wie wir sie kennen.


    Hier gibt's ein paar Bilder von dieser Biene (und Apis dorsata und Apis laboriosa).

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Hallo


    ich weis nun nicht ganz genau, ob es da einen Unterschied zwischen Apis cerana und Apis dorasta, bzw Apis laboriosa gibt, aber ich denke schon. Was beeindruckend ist, Apis cerana lebt mit der Varroamilbe, ohne durch sie geschädigt zu werden.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo


    ich weis nun nicht ganz genau, ob es da einen Unterschied zwischen Apis cerana und Apis dorasta, bzw Apis laboriosa gibt, aber ich denke schon. Was beeindruckend ist, Apis cerana lebt mit der Varroamilbe, ohne durch sie geschädigt zu werden.


    A. cerana ist etwas kleiner, als A. mellifera. Und viel friedlicher.


    A. dorsata und A. laboriosa sollen zwei Unterarten einer Art sein. Andere Taxonomen meinen, es wären zwei verschiedene Arten.
    Während A. laboriosa dunkel/schwarz aussieht, ist A. dorsata gelber. Und die Stiche von A. dorsata schmerzen sehr viel stärker, als von A. laboriosa. Beide arten (oder Unterarten) sind sehr aggressiv, wenn sie gestört werden. Sie verfolgen Störer mehrere Hundert Meter.

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  • Hallo Miteinander,
    das mit der fehlenden Winterfestigkeit möchte ich bezweifeln.
    die Cerana kommt ja auch im Himalaja, Sibirien und Japan vor.
    Mag sein, das sie unsere fechtkalten Winter nicht verträgt, aber da hat Ruttner glaube ich schon in dieser Richtung geforscht.
    Mit bekannten Folgen...
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Zitat

    ....sie unsere fechtkalten Winter nicht verträgt, aber da hat Ruttner glaube ich schon in dieser Richtung geforscht.
    Mit bekannten Folgen...


    Hallo Lothar,


    mir sind die Folgen jetzt nicht bekannt bzw. worauf Du anspielst - klärst Du mich auf? (und vermutlich ein paar andere :wink:)


    :Biene:


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo Marion,
    doch, sind Dir bekannt, nur nicht bewusst:
    Dadurch vermutet man die Einschleppung der Varroamilbe, zumindest einige Jahre eher.
    Viele Grüße
    Lothar

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    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hä-Äm.....


    ups,


    ja, doch, hast recht, ich stand auf der Leitung. - Danke für`s Runterschubsen :wink:
    Klar, hab den Werdegang der Varroa schon gelesen.



    Marion

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    Hans Kasper