Genug Futter gegeben?

  • Ein erstes "Hallo" in die Runde der WEB-Imker meinserseits, ich habe sicher ganz viele Fragen an euch, freue mich aber wenn ich selber auch bald die ein oder andere Frage beantworten kann...


    Ich stehe als Jungimker vor meinem 2. Winter und habe eine Frage an euch zum Thema richtige Fütterung.


    Gemäß meinem Imkerpaten habe ich auf die oberen Rähmchen zwei Abstandsleisten gelegt, darüber eine PE-Folie mit abgeklapptem Ausschnitt und je einen Futterteigkarton in der Leerzarge aufgesetzt.
    Mein Imkerpate lässt die Kartons nach der Abschleuderung über den ganzen Winter auf den Völkern stehen, (er gibt auch das ganze Jahr über keine Flüssigfütterung).
    Auf einem gerade absolvierten DIB Honiglehrgang hörte ich nun es sei nicht nötig das Futter stehen zu lassen - die Bienen hätten sich das benötigte Futter längst entnommen und im eigenen Wabenwerk eingelagert.


    Meine Fragen:


    Wie mache ich es es jetzt richtig? In der vorliegenden Literatur finde ich immer Flüssigfütterung und nichts zu "meiner" abgeschauten Methode (ob das wohl ein gutes Zeichen ist... :confused: )


    Woher weiß ich ganz sicher das genug Futter im Volk ist, wenn ich zu so später Zeit nicht mehr ins Volk eingreifen möchte (Ist jetzt schon Winterruhe angesagt?)


    Ich möchte dazu noch ergänzen: Nach einer Bürokratischen Meisterleistung und der positiven Begutachtung durch einen BSV bin ich erst vor wenigen Wochen aus der schönen-kühlen Nordeifel in das "vielgrüneralsgedachte", deutlich wärmere Ruhrgebiet gezogen. Das war für die Mädels sicher anstrengend und ich bin bemüht sowenig wie möglich in die Kiste einzugreifen... (Menge Opa hät ald verzällt, dat mer wenigstens met drej Völkcher aafange moss - zwej luurt me nämich mindestens kapott...)


    Freundliche Grüße


    Der Helmut

  • Glück Auf Helmut,
    was denn, du hast einen 15 Kilo Teigbatzen aufgelegt? Irgendwie komisch.
    Auffüttern tut man in der Regel doch flüßig.
    Ob genug aufgefüttert ist prüft man am besten durch wiegen, vorher - nachher.

    "Wenn Neider, Hasser dich umringen, dann denk an Götz von Berlichingen."

  • Hallo Helmut


    willkommen im Forum. Eins muß ich aber gleich loswerden, was du beschreibst habe ich noch nicht gehört. Nun kann man schlecht eine Ferndiagnose machen, wenn die Bienen den Futterteig in die Waben eingetragen haben ist ja alles OK, oder eben genug Futter in den Waben ist. Wenn aber die Waben zu wenig Futter enthalten und der Futterteig noch drüber liegt, hätte ich meine Bedenken. Machen kannst du jetzt eh nicht mehr viel, aber die Bienen sind ja auch flexibel, die lassen sich auch was einfallen. Wünsche dir viel glückmit deinen Bienen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Herzlich Willkommen! Klar kannst Du grundsätzlich auch per Teig einfüttern; ist für die Bienen ein wenig anstrengender, weil sie das zur Umarbeitung erforderliche Wasser sammeln müssen. Einige Imker finden daran gut, dass sich die Altbienen so noch vor dem Winter abarbeiten. Muss jeder selber beurteilen.


    Zur Menge ist entscheidend, wieviel von den 15 Kilo sie abgenommen und eingelagert haben und wieviel Futterbestand zuvor noch in den Waben war. Um´s Wiegen kommt man da vor allem als Anfänger wirklich nicht rum; irgendwann später hat man´s auch ohne Waage im Gespür beim Anheben. Wenn die Kartons inzwischen leer sind, würde ich sie mit der Leerzarge und den Leisten jetzt noch weg nehmen - umso geringer ist das Risiko, das im Frühjahr zu spät zu tun und dann vielleicht einen mit Brut und Honig verbauten Karton raussezieren zu müssen..

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • was denn, du hast einen 15 Kilo Teigbatzen aufgelegt? Irgendwie komisch.
    Auffüttern tut man in der Regel doch flüßig.


    Teig ist Luxusfutter. Hat aber neben dem höheren Preis einige Vorteile. Er verdirbt nicht so leicht, erlaubt bei Fernständen die Auffütterung in einer einzigen Anfahrt und die Räubereigefahr ist kleiner als bei Flüssigfütterung.

  • Hallo, stimmt so nicht ganz, mit ner Futterzarge lässt sich auch eine entsprechende Menge einfüttern und wenn Sirup verwendet wird gibt es auch keine Räuberei.
    Den Karton mit entprechender Zarge den ganzen Winter über stehen zu lassen, find ich Ungewöhnlich.


    beehead

    give bee`s a chance- all together now- give bee`s a chance

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  • Hallo Helmut, willkommen imForum.
    Futterpaket muß jetzt raus.
    Wenn die im Frühjahr anfangen zu bauen, wirst Du sonst viel Spaß haben...


    Behalte die Futtermenge im Auge.
    Machen kannst Du jetzt nichts mehr.
    Wenn es aber im Frühjahr knapp wird mit dem Futter, frag nochmal nach.
    Nimm Kontakt auf zu einem Imkerverein in der Nähe.
    Dann bist Du auch versichert und findest Hilfe.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Nigra ,
    war nur auf die geringere Räubereigefahr von Futterteig bezogen.
    Sirup ist in der Beziehung fast noch besser, ist jedenfalls meine Erfahrung.
    Kleiner Nebeneffekt, ist auch noch günstiger.


    beehead

    give bee`s a chance- all together now- give bee`s a chance

  • Die Kristallisation von Sirup wird immer wieder erwähnt, ist bei mir aber noch nie ein Problem gewesen(600ü.n.N.), auch nicht im letzten, sehr kalten, langen Winter.
    Jeder Kollege der dieses Futter bei sich zu ersten mal verwendet hatte, war überrascht, dass keinerlei Räuberei auftrat. Das gilt nur, wenn es nicht verdünnt wird.


    beehead

    give bee`s a chance- all together now- give bee`s a chance

  • Da hätte ich doch gleich mal eine Frage:
    "Wenn das Futter kristallisiert, schaffen es die Bienen genügend davon wieder
    aufzulösen oder droht verhungern?"


    Genügend Wasser vorausgesetzt.

    "Wenn Neider, Hasser dich umringen, dann denk an Götz von Berlichingen."