Totenfall und paar Kacker

  • Hi,
    war heute noch mal gucken. Bei einem Volk waren ein paar Kacker auf dem Anflugbrett und auf dem Dach (hielt sich aber in Grenzen). Darauf hin habe ich durch die Folie versucht rein zu schauen. Das Volk ist in einer 12er Dadant Kiste mit 6 Rähmchen, dann kommt ein Schied und dann Leerraum. Auf dem Gitterboden waren geschätzte 2 Kaffeetassen tote Bienen verstreut (ich kann allerdings auch recht schlecht schätzen). Die Bienen hatten den Rüssel Nicht raus gestreckt. Es ist kein Schieber drinne und das Volk hat Futter bekommen bis es nichts mehr abgenommen hatte. Ich habe aber nicht überprüft, wie schwer die beute noch ist.
    Die anderen Völker sind unauffällig. Bei dem Volk habe ich ohnehin kein gutes Bauchgefühl in Bezug auf die erfolgreiche Überwinterung. Gerettet können die jetzt ohnehin nicht mehr bzw finde ich, dass es keine gute Idee ist, dieses Volk jetzt auf biegen und brechen zu versuchen durch zu bringen.
    Allerdings würde mich schon mal interessieren was das denn gewesen sein könnte. Vielleicht hat ja jemand eine Idee.
    Ich werde zumindest morgen noch mal schauen, ob noch genug Futter drinne ist.
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Noch ein Nachtrag - bin noch mal hin und habe Fotos gemacht damit die Menge besser ersichtlich ist.
    Waren sogar 7 Waben drinne. Futter ist auch noch enthalten.

  • Hm wie meinst du das? Wo sollen die denn zu Hause sein?

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  • honig ,
    für mich sind auf Bild1 eher besorgniserregend wenig Bienen in den Gassen.
    Da müsste mehr los sein. Auch bei Ablegern sind die Bienen bei den Temperaturen bis an die Oberträger und die Gassen voller Bienen.
    Schätze das Volk ist schwach, ev. weisellos.
    Wie waren die Bienen, nervös, ehr letargisch, haben die Pollen eingetragen?
    beehead

    give bee`s a chance- all together now- give bee`s a chance

  • Hallo Olli


    so sahen meine Völker vergangenes Jahr auch aus. Futter voll eingetragen,so gut wie keine Bienen drin und die abgearbeiteten toten Bienen. Bei dir kann man eben nicht erkennen ob da noch genügend drin sind.
    Meiner Meinung ist die Königin zu zeitig aus der Brut gegangen, die Königin unbegattet oder nicht mehr da. Bei größeren Völkern hatte ich auch noch das Schwärmen in Betracht gezogen.
    Da das Wetter milde wird, würde ich mal nachschauen, wenn natürlich eine richtige Wintertraube zu sehen ist nicht.
    Die Ursache Milben kommt meiner Meinung nach an letzter Stelle.
    Viel Glück.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo honey,
    schau zumindest mal wie viele Bienen noch in der Beute sind.
    Das Gewicht kannst du einfach durch anheben der Beute ermitteln.


    beehead

    give bee`s a chance- all together now- give bee`s a chance

  • Beehead und Drobi danke für eure Meinungen. Das Volk ist schon das Jahr über klein gewesen (das hatte aber auch noch andere Gründe) - es stammt aus einer aufgelösten Warre.
    Futter ist noch genug drinne - ich habs mal angehoben.
    Ich denke nicht das es irgendwie noch Sinn macht da jetzt darin herum zu fummeln - es würde am Ende nur meine Neugierde befriedigen. Wenn sie es nicht schaffen sollten ist es sicher besser so.
    Wie groß das Volk ist sehe ich auch an der Bodeneinlage.
    Ich werde es alles so lassen - entweder das Volk schafft es oder nicht. Futter ist da, Varroa ist behandelt.


    Der Grund für das Massensterben da hätte mich nur interessiert. Es gibt verschiedene Theorien aber die Symtome passen nicht 100%tig. Ich habe gestern unter der Beute noch Vogelkot gefunden - die Vögel könnten dort Stress gemacht haben und versucht haben ein paar tote Bienen zu holen. Wie dem auchs ei - jetzt habe ich einen Schieber rein gemacht und damit dürfte das auch alles gegessen sein.


    Olli

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  • ... finde ich, dass es keine gute Idee ist, dieses Volk jetzt auf biegen und brechen zu versuchen durch zu bringen.


    Solange Du keine sichere Diagnose hast, fehlt aus meiner Sicht jeder Ansatz für eine Sanierungsmaßnahme.


    Selbst für eine vorläufige Ferndiagnose, die naturgemäß immer an Krücken geht, reichen Deine Informationen nicht aus.


    Deshalb hier mal einige Fragen:


    Wann hat die letzte Varroabehandlung wie stattgefunden?


    Wie hoch ist der natürliche tägliche Milbenfall zur Zeit?


    Könnte es sein, dass sich unter den besetzten Waben auf dem Gitter eine dichte Schicht toter Bienen befindet, die den natürlichen Milbenfall auf das Diagnosebrett verhindert?


    Ist die Volksstärke in der letzten Zeit auffällig schnell zurückgegangen?


    Hast Du einige tote Bienen unter dem Mikroskop auf Nosemasporen untersucht?


    In diesem Zusammenhang möchte ich Dir das Imkern mit einem hohen Unterboden empfehlen.
    Ist ideal für beobachtungsgeile Imker und verursacht mit Sicherheit weder dem Bienenvolk noch dem Imker Schmerzen.


    Guckst Du hier:



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    Mit freundlichen Grüßen Rubikon
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    Vertrauen ist gut, Varroakontrolle ist besser

  • Also die Varroabehandlung war vor 1-2 Wochen mit OS. Ich beobachte aber den natürlichen Varroafall nicht wirklich weiter zumal ich eigentlich mit offenem Gitterboden überwintern wollte.
    Ich habe auch keine Bienen mit dem Mikroskop untersucht.
    Wie ich schon schrieb war das Volk schon immer bissel klein. Auffällig stark ist sie nicht zurück gegangen aber ich schaue jetzt im Herbst auch nicht mehr so oft rein - irgendwann wollen die Bienen schließlich auch ihre Ruhe haben.
    Da jetzt der Scheiber drinne ist werde ich in ein paar Tagen ohnehin noch mal schauen was sich so sehen lässt.


    Eine Ferndiagnose ist schwer. Ich hatte mit meinem ersten Post auch eher darauf spekuliert dass jemand sagt "Ja das habe ich auch schon mal änlich gehabt ... das lag an dem und dem".
    Wenn der Totenfall nicht abschließend geklärt wird kann ich damit auch leben.
    Olli

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  • Hallo Olli,


    nach Deinen Angaben lässt sich weder eine Varrose noch eine Nosematose (Nosemose) feststellen oder ausschließen.


    Konkrete Anhaltspunkte für eine andere Bienenkrankheit sehe ich nicht.


    Damit verbietet sich aus meiner Sicht zur Zeit jede Behandlungsmaßnahme.


    Ob Du weitere Untersuchungen durchführst, einen Bienensachverständigen hinzuziehst oder einfach gar nichts unternimmst, ist Deine Sache.


    Deine Bienen werden Dir die richtige Entscheidung danken.:daumen::Biene::Biene::Biene:


    Mit freundlichen Grüßen
    Rubikon
    ---
    „Ob ihr wirklich richtig steht, seht ihr wenn das Licht angeht.“

  • Hallo honey,
    kleiner Tipp für nächste Saison.
    Wenn ich merke das ein Volk nicht richtig in die Gänge kommt, ev. auch vitalitätsprobleme hat, weisle ich rechtzeitig um.
    Mitte/ Ende September ist es easy. Meist verschwinden dann auch solche Erscheinungen.
    Bei einer Dadantbeute MUSS die Königin dem Brutraum auch gewachsen sein, d.h. sie sollte richtig fit sein.
    Hatte auch ein Volk, dass ich im August gegen Varroa behandelt hatte und danach nicht richtig in die Gänge kam da der Befall hoch war.
    Hab es Umgeweiselt und jetzt sitzt es fett auf 10 Waben.


    beehead

    give bee`s a chance- all together now- give bee`s a chance

  • Danke für eure Antworten. Ich habe dieses Jahr schon ein zu kleines Volk aufgelöst. Bei dem habe ich das aus irgend einem Grund verbummelt. Das Umweiseln ist für die nächsten Jahre auch auf der Tagesordnung.
    An Nosema glaube ich eher nicht (zumindest aufgrund der Bilder die ich von Nosemavölkern gesehen habe) weil in der Beute nichts vollgekotet ist.
    Danke zumindest für die ganzen Hinweise. :)
    Olli

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  • An Nosema glaube ich eher nicht (zumindest aufgrund der Bilder die ich von Nosemavölkern gesehen habe) weil in der Beute nichts vollgekotet ist.


    Bei Nosema ceranae tritt kaum Verkotung der Beute oder des Wabenwerks auf.


    http://de.wikipedia.org/wiki/Nosemose


    Eine Nosemose sollte man -ebenso wie die Varrose- auf jeden Fall ausschließen, bevor man z. B. einen Mickerling mit einem starken Volk vereinigt.


    Ist eine Krankheit auszuschließen, halte ich das Auflösen von Schwächlingen durch Vereinigen mit einem stärkeren, ebenfalls gesunden Volk für eine empfehlenswerte Maßnahme, die auch zu dieser Jahreszeit noch problemlos möglich ist.


    Mit freundlichen Grüßen
    Rubikon
    ---
    Leitspruch eines Vereinskollegen:
    Jeder macht es anders und jeder meint, er macht es richtig.