Erlanger Beuten modifizieren?

  • Hallo,


    meine Beuten habe ich bisher selbstgebaut, wobei noch nicht ganz klar war, auf welches Maß ich setzte. (Ein Volk auf DNM und eines auf Zander bekommen, wollte nächstes Jahr entweder auf Zander oder auf Dadant setzen.)


    Nun habe ich jedoch vor einigen Wochen eine Anzahl gebrauchter Beuten geschenkt bekommen, Zanderbeuten von sehr guter Qualität wie mir gesagt wurde. Mir wurde erst später klar, dass es tatsächlich verschiedene Zanderrähmchen gibt, nämlich mit langen und kurzen Ohren. Die gebrauchten Beuten verlangen kurze Ohren, es handelt sich um Erlanger Beuten.
    Ok, also das ist bei mir nun nicht vorgesehen: Zander mit kurzen Ohren. Bleibt mir nur:
    - entweder die Rähmchenauflagen mit der Fräse erweitern, so dass normale Zanderrahmen eingesetzt werden können. Dann blieben aber nur ca. 4 mm Holz nach außen hin. Wahrscheinlich wäre es dann sinnvoll, gleich eine Griffleiste anzubringen, wie bei der Hohenheimer Beute. Das wiederum würde aber wohl mit dem System der Kippbeschläge und Verriegelungsbeschläge kollidieren, die ein Merkmal der Erlanger Beuten sind.
    - oder ich schreibe die ganze bisherige Arbeit ab (habe z.B. alle Zargen in heißer Lauge gereinigt, was fast zwei Tage gedauert hat) und versuche die Erlanger Beuten zu verkaufen. Sie sehen z.T. schon etwas angekaut aus, da wird es wohl keinen guten Preis mehr für geben, zumal sowas sich auch nicht per Paket verschicken lässt. Außerdem frage ich mich, wie ich das den Leuten gegenüber erklären soll, von denen ich die Beuten habe...


    Oh je...
    Robert

  • Hallo Re-Mark,
    ob geschenkt oder nicht. Benutze nichts was Du später bereust, bzw. nicht in Deinem Konzept passt. Was meinst Du, warum einer so "gut" erhaltene Beuten verschenkt.


    Mr.BeanE

    Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe. (René Descartes)

  • Verschenkt wurden die, weil die Familie das Imkern schon vor einigen Jahren u.a. aus Altersgründen eingestellt hat. Die Beuten standen seitdem im Schuppen. Auf den ersten (Laien-)Blick sahen sie auch wirklich nicht so schlecht aus, nur dass eine Grundreinigung anstehen würde war klar. Bei der Reinigung wurde mir erst bewusst, wie stark die Propolis-Krusten an den Rändern waren, dass Stockmeisel über die Jahre doch einige Scharten hinterlassen haben, und dass einige Zargen innen großflächig Nagespuren aufweisen (Wachsmotte?). Das Bad in der heißen Natronlauge hat das Holz nun natürlich noch rauher gemacht, der nächste Schritt wäre nun abschleifen. Und dann Auflagen erweitern, Griffleisten anbringen, Beschläge umbauen...? Läuft so langsam auf einen ähnlichen Arbeitsaufwand hinaus wie komplett selber bauen... :(
    Na ja, jeder bezahlt Lehrgeld, ich bezahle bisher halt mehr mit evtl. unnützer Arbeit statt mit Euronen (wobei Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid, die Edelstahl-Bain-Marie und einige Austauschbeschläge sich auch summieren...)


    Bin jetzt trotzdem hin- und hergerissen zwischen Beuten weiter renovieren und umbauen oder doch lieber versuchen jemanden zu finden, der original Erlanger zu schätzen weiß.
    Hat jemand hier schonmal Erlanger modifiziert, um normale langohrige Zanderrähmchen nutzen zu können?


    Grüße,
    Robert

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Re-Mark ()

  • Nochmal hallo Re-Mark,
    das ein Hobby oftmals viel Arbeit beschert ist doch normal, sollte jedoch spass machen.:daumen:
    Ich brauche jedoch kein Material, wo ich tagelang dran rumbastel, was nicht zu meiner Betriebsweise passt, um es anschließend zu entsorgen.:wink:
    Meine zerrissene Arbeitskleidung geht ohne Reinigung in den Müll.:wink:
    Entscheiden must Du selbst.


    -Mr.BeanE

    Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe. (René Descartes)

  • Wenn es nicht gar zu viel Durcheinander bringt: Rähmchen mit kurzen Ohren kaufen und warten, bis Not am Mann ist?
    :wink:


     
    Was heißt das, warten bis man so dringend eine Beute braucht, dass man sogar die mit dem Sonderformat verwendet?


    Ok, im nachhinein wäre das klüger gewesen... hier die Weisheit des Tages: Es genügt nicht, sich bei der Herstellung von Griffleisten alle dreißig Sekunden die Gefährlichkeit von schnell rotierenden scharfkantigen elektrischen Werkzeugen ins Gedächtnis zu rufen. Die Zeit dazwischen ist zu lang.
    Meine Basteltätigkeiten werden eine Weile ruhen.


    Bye,
    Robert

  • Hallo Re-Mark,


    ich bin auch in diese Falle getappt - allerdings hatte ich zwei Erlanger Beuten neu gekauft :-(


    Habe am Anfang vieles ausprobiert (Beuten mit Falz, ohne Falz, usw.), weil ich keine Erfahrung hatte und mir selbst einen Eindruck verschaffen wollte. Mittlerweile bin ich bei der Hohenheimer Einfachbeute angekommen.


    Lange Rede - kurzer Sinn:
    Mit den unterschiedlichen Rähmchen hast Du nur Theater. Die langen passen nicht in die Erlanger. Die kurzen passen zwar in ein normales Zander-Magazin, sobald man aber die Beute bewegt droht Gefahr für die Bienen weil die Rähmchen von der Auflage rutschen können und nach unten Fallen. Außerdem hat man immer die falschen Rähmchen dabei, wenn man am Freistand mal welche braucht. Von der Handhabung der kurzen Ohren brauch ich wohl nix zu sagen.


    Ich habe versucht meine Erlanger zu verkaufen. Leider gab es nur die allseits beliebten "Geiz-ist-geil" Interessenten, die alles für 50EUR wollten und dann noch zugeschickt (Neupreis mit allem Zubehör war ca. 320EUR). Jetzt stehen die Sachen halt in meinem Gartenhaus rum...


    Gruß Wolfgang

  • Wenn es nicht gar zu viel Durcheinander bringt: Rähmchen mit kurzen Ohren kaufen und warten, bis Not am Mann ist?
     
    :wink:


     
     
    Schneide doch einfach die langen Ohren ab mit einer Säge oder zwicke sie mit einer Baumschere ab. Bei der Verwendung einer Baumschere mußt Du nicht einmal die Bienen abschütteln.
     
    Gruß, Hans-Hagen