Varroa-Inhibitoren

  • ...passt einfach nicht in ein Imkerforum.
    Wer versteht das noch, hier geht der Bezug auf die Bienen vollkommen verloren...



    Ich hoffe Bernhard und Michael (Mindelsee) und viele weitere verstehen das - ich nicht. Mag sein dass es den Thread nicht exakt topict, aber wie honig schon mal wo sinngemäss schrieb: wo sonst soll sowas diskutiert werden. Ja, in den Instituten und unter forschenden Wissenschaftlern. Aber -soweit wir Imker das verstehen - interessiert es uns doch auch. Also mich schon, denn ich möchte dass es nicht nur dem Bien gut geht, sondern auch der einzelnen Biene.


    Das eine geht nicht ohne das andere, aber da dürften wir uns ja alle hier einig sein ;-))


    Ich verfolge den Thread weiter mit Interesse und hoffe auf Erklärungen / Worte, die auch ein einfacher Handwerker verstehen kann ;-))

  • Dafür müssen dann aber auch die richtigen Arten aufeinander treffen.



    Und nicht nur das - sie müssen auch genetisch aufeinander abgestimmt sein. Und das wiederum bedeutet, daß sie sich über längere Zeit neben- und miteinander entwickelt haben. Einfach um die Form der Zusammenarbeit zu entwickeln.


    Schwierig unter den heutigen Bedingungen.


    Viele Grüße
    Bernhard

  • Hi Bernhard!
    Denkst du, daß man damit die Varroa sinnvoll bekämpfen kann? Oder läufts "wieder" nur auf eine Selektion raus?


    ich könnte mir ähnlich wie beim Borkenkäfer eine Befallsdiagnose vorstellen ...
    das wär ja auch schon eine willkommene Alternative zu Puderzucker und Ölwindel :-) ... sofern in der Praxis umsetzbar ...

  • Das mit dem Bekämpfen muß ja stets verlieren, wie wir ja schon mal festgestellt haben. Das Patent wurde irgendwann 2010 beantragt(?) und jetzt veröffentlicht (2014). Was daraus gemacht wird, mal sehen. Witzigerweise verwenden die Amis Buttersäure, um die Honigräume bienenfrei zu machen. Sprich, sie sprühen Buttersäure auf spezielle Deckel, die sie auf die Honigräume auflegen und damit die Bienen nach unten zu treiben.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von BernhardHeuvel ()

  • Naja, die Deutschen haben für den gleichen Zweck mit Fabispray gearbeitet, also DEET. Bis es im Honig auftauchte und verboten wurde. Taucht aber immer noch in den Analysen auf, weil es über den Wachskreislauf und den Mittelwänden weiter im Umlauf ist.

  • Witzigerweise verwenden die Amis Buttersäure, um die Honigräume bienenfrei zu machen.


    Buttersäure? Wie bekommt man den Gestank aus dem Honig?


    Bienen können Buttersäure nicht leiden und verschwinden.... wie soll das dann die Milben bekämpfen, wenn die Träger der Milben (die Bienen) vor dem Gestank davon laufen?


    ... irgendwie reicht meine Fantasie nicht aus, um mir den Einsatz der Buttersäure vorstellen zu können.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal gefährlich."

  • Kommt vermutlich auf die Konzentration an. Irgendwie ist Buttersäure (in einer bestimmten Konzentration) attraktiv für Varroa. Es kann doch nur so sein, daß Brut, die kurz vor der Verdeckelung steht, etwas nach Buttersäure riecht. Vermutlich verdeckeln die Bienen deswegen auch die Brut. :wink:

  • Ja, das ist krass, die eigenen Bienen mit einem Giftcocktail vertreiben ... mal ganz abgesehen von der Rückstandsproblematik ... also zumindest bei DEET.
    Das Patent bezieht sich ja wohl auch auf eine Rezeptur, in dem die Buttersäure neben anderen Inhaltsstoffen enthalten ist ...

  • In den Nachrichten: http://www.vbio.de/information…news/e17162?news_id=18988


    Zitate daraus:

    Zitat

    Eine neue Erfindung der Universität Hohenheim, die das Sexualverhalten der Milben manipuliert, bietet erstmals umweltfreundlichen Schutz.
    [...]
    Der Feldversuch bestätigt, dass das Verfahren nicht nur mit dem gesamten Pheromon-Cocktail sondern auch mit einer Einzelkomponente, nämlich der Ölsäure, erfolgreich durchgeführt werden kann.
    [...]
    Derzeit wird das Verfahren in Zusammenarbeit mit einem etablierten Spezialisten für Milbenbekämpfung hinsichtlich der Dosierung und der Einbringung in die Brutzelle optimiert.


    Um wen es sich bei dem "etablierten Spezialisten für Milbenbekämpfung" wohl handelt...


  • Ist mir egal, wenn es funzt. Die Imker paktieren sogar mit dem Teufel, wenn es sein muss. Siehe den ständigen Exportversuch des Beutenkäfers.
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Tolle Idee


    Oleinsäure (UFOPs neues Kind) ist ein Tensid,
    viel Spass beim Unbedenklichkeitsnachweis :lol:


    Ich will das Zeug nicht im Honig aus den Völkern holen.
    [ironie an]
    Aber was soll's, dann hilft der Honig auch noch gegen Krebs. Darf der dann gesundheitsbezogen beworben werden?
    [ironie aus]


    Gruss vom warmen


    Mindelsee

    Imkerei Mader, Radolfzell-Stahringen

  • Also ich weiß nicht.


    "Wird der Lockstoff vor der Verdeckelung mit einer einfachen Sprühapplikation in die Brutzelle eingebracht,..." (aus dem vorher verlinkten Artikel)


    Schön, allerdings frag ich mich, wie das ist mit der Oxidation und was auf die Bienenlarve und das Ei übergeht. Wie oft soll das ganze präventiv durchgeführt werden. Wird das ganze dann so wie bei den PSM die nach Kalender gespritzt werden sollen?


    Gibt es irgendwo eine Überproduktion von Ölsäure bzw. Oleinsäure die anderweitig ganz teuer als Sondermüll entsorgt werden müsste ähnlich Fluorid?


    Gruß GM