Varroa-Inhibitoren

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    .. bereits 2012 ein Patent in Europa angemeldet?! Hallo? es ist bald 2015. Geht das immer so langsam? oder ist die Anwendung einfach noch nicht "serienreif"?
    klingt ja erstmal vielversprechend ...


    Doch wie kann man sooo viel Varroa-Stink gewinnen? Ein weiteres Standbein einer Imkerei: Varroa züchten und einsenden :-)))))


    Danke für den Link - ist auch schön beschrieben.
    (wie bekommst du immer nur diese guten Infos zusammen :-) ?


    LGF

  • Hallo,
    in der Apidologie 44 und 39, wer sie hat bzw. einen Zugriff darauf, könnte fündig werden.
    https://bienenkunde.uni-hohenh…tina-ziegelmann#lsftabs-4
    Ich hab sie nicht.
    In der jährlichen Veranstaltung der "Gesellschaft der Freunde der Landesanstalt für Bienenkunde" konnte man in den letzten Jahren immer ein Kurzreferat von Frau Ziegelmann zum Stand der Forschungen hören.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Warum denkt eigentlich niemand an Propolis?


    http://idosi.org/aejsr/11(5)16/1.pdf


    Major Honey Bee Health Problem with Particular Emphasis to Anti-Varroa Investigation of Propolis in Toke-Kutaye District, Ethiopia


    Antivarroa investigation of propolis as through bio assay revealed that the length of narcosis and rate of mortality of varroa dependence on the concentration of propolis used, the duration of contact time and the origins of propolis. Thus, treatment with a 20%, propolis solution in 55%ethanol resulted in 100% mortality rate at a contact time of 5s regardless of the origins of the propolis. However, treatment with 5% of propolis (Eastern hararge) narcosis lasted from 37.8 ± 4.41% to 30 ± 5% at 5s and 10s contact times respectively and 100% mortal at 20s contact time.


    Hier in Deutschland hat doch auch einer mal dazu geforscht, der war sich aber nicht sicher, ob nicht der Alkhol die Milben narkotisiert hat.


    Trotzdem hat die Idee was, den Bienenstock zur Varroabehandlung mit Propolis zu benebeln. Oder dick auszustreichen.

  • Zum Propolis und der damit verbundenen Varroatoleranz:


    "Die Ergebnisse zeigten, dass nicht-tolerante Bienenvölker mehr Harz als die toleranten Bienenvölker sammelten. Der Anteil der vier biologisch-aktiven Verbindungen - Kaffeesäure und Pentenylcaffeate - war höher im Propolis aus toleranten Bienenvölkern. Die Ergebnisse dieser Studie zeigen den Weg zum Verständnis der Wirkung von Propolis der individuellen und der sozialen Immunität bei Honigbienen. Weitere Studien sind erforderlich, um die Beziehung zwischen der chemischen Zusammensetzung des Propolis und der Bienenvolkgesundheit zu klären."
    http://immenfreunde.de/forum/viewtopic.php?f=31&t=287&start=20#p12836


    Um die varroazide Wirkung von Propolis zu untersuchen, wurden Propolisproben von Bienenvölkern am Institut für Zoologie der Freien Universität Berlin genommen und in 40 % und 70 % Ethanol extrahiert. Der Propolisextrakt aus der 70 % Ethanollösung wurde in einer 55 % Ethanollösung im Biotest appliziert (Lösung B), und der Propolisextrakt aus der 40 % Lösung in einer 40 % Ethanolverdünnung (Lösung A). ... Die Behandlung von Varroamilben mit Propolis führte zu Narkose und schließlich dem Tod der Milben. Die narkotische Wirkung und die Mortalität der Milben waren abhängig von der Extraktionsmethode, der Propoliskonzentration und der Kontaktzeit. ... Dieses Ergebnis deutet darauf hin, dass in 70 % Ethanol extrahiertes Propolis quantitativ und/oder qualitativ am wirkungsvollsten ist.
    aus:
    The varroacidal action of propolis: a laboratory assay
    Assegid Garedew, Ingolf Lamprecht, Erik Schmolz, Burkhard Schricker
    Apidologie 33 (2002) 41–50
    https://hal.archives-ouvertes.…filename/hal-00891682.pdf
    (Zusammenfassung auf Deutsch ganz unten)

  • Während die Studien in Petrischalen stattfanden, haben Argentinische Imker mit Propolis in den Bienenvölkern selbst experimentiert. Ursprünglich, um die Amerikanische Faulbrut zu verhindern, wirkte es auch gegen die Varroa. Drei Wochen lang haben die Völker jeweils einmal die Woche eine Sirup-Propolisalkoholauszug-Mischung bekommen.


    Hier berichtet ein Franzose darüber: http://www.immenfreunde.de/forum/download/file.php?id=1538


    Bienenwohl hatte ja auch mal Propolis mit drin in der Mischung.

  • In Kürze: 200 g Propolis wurden in einem Liter 96-prozentigen Alkohol aufgelöst, gefiltert und mit Sirup vermischt, wobei der Anteil (Volumenanteil? Gewichtsanteil?) des Propolisalkoholauszuges bei 10 Prozent liegt. Also Propolislösung in Sirup.


    Davon wurden 50 ml pro Volk (eine Langstrothzarge) einmal die Woche für drei Wochen gefüttert. (Gegen Faulbrut, wie gesagt.)


    Der Alkohol scheint dabei kein Problem zu sein, ist ja auch mit Sirup verdünnt. In den Rezepten von Pfarrer Christ wird ja auch reichlich Rotwein den Bienen gefüttert. :daumen:


    Aber: wenn zu viel Propolislösung gegeben wird, dann stellt die Königin die Eilage ein. Sie hört also auf zu legen. Mit der angegebenen Mischung oben jedoch wurde das Brutgeschäft sogar angeregt.

  • Das wurde nicht großflächig getestet. Vielleicht sollten wir selbst mal vorsichtig kleinere Versuche starten. Ein Wunderheilmittel wird es nicht werden.

  • Hallo Sanni

    Zitat

    Wie verhält sich die Biene bei der Alkohlkonzentration?
    Hab es downgeloadet, aber ist in Französich

    Ein verstorbener Imker aus unserem Verein hat seinen Bienen immer im Spätsommer ein Knoblauchschnäpsle verabreicht. Sie haben es wohl überlebt. Wie er das gemacht hat, wissen wir nicht, weil er stark genuschelt hatte.
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol: