• Ist es jetzt noch sinnvoll gegen die Wachsmotten Schwefel zu verbrennen?:confused: Ich habe mir zu diesem Zweck ein Verbrennungsgefäß gekauft. Ist es eigentlich uberhaupt sinnvoll- die Schwefelverbrennung. Oder gibt es andere Bekämpfungsverfahren? Ich habe in einigen Völkern recht viele Wachsmotten.:-( Ich zerquetsche schon immer die Larven, wenn ich denn welche sehe!
    Außerdem bin ich bestrebt eine Bio-Imkerei :daumen:zu haben. Ist Schwefel da überhaupt zulässig?:confused:


    Viele Fragen und hoffentlich viele Antworten!:wink:


    Imkerei Fläming

  • Moin,
    Wachsmotten IM Volk sind ein großes Alarmzeichen - normal haben die Völker keine Probleme damit, den Stock von ihnen sauber zu halten.
    Ich kenn das Problem nur von Lagerwaben, und da hat sich ergeben, daß wir unsere alten Brutwaben entweder bewußt den Motten vorwerfen (guck mal im Tierfutterhandel, was Galleria Mellonella kosten pro 6 Stück...:lol:) oder den Hunden füttern, denen tut das supergut.


    Aufbewahren ohne Schwefel geht gut in großen verschlossenen Plastiksäcken mit regelmäßig erneuerten Schwammtüchern mit techn. Essigsäure 85%, oder gekühlt (Achtung, Schimmelgefahr, dann muß ein Entfeuchter dazu), weil sich die Motten überhaupt erst ab 15° und am besten bei 28-30° entwickeln .

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Im Volk ist schlecht, wie Sabine schon sagte.


    Warum überhaupt alte Schinken aufheben?
    Laß doch neu bauen.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo


    Wachsmotten in den Völkern ?, da können ja nicht viele Bienen drin sein, das heißt zu viele unbesetzte Waben. Gute Entwicklungsmöglichkeiten für Wachsmotten bieten auch sehr dunkle Waben. Möglichst mit Wachsmotten verseuchte Waben austauschen, aber nicht den Bienensitz anrühren.
    Ein biologisches Wachsmottenbekämpfungsmittel gibt es bei Bienenweber mit Namen B 401, zum verdünnen mit Wasser.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Für die Lagerung habe ich von älteren Imkern gehört, dass Nussblätter und Farn helfen.
    Das schichte ich immer dazwischen... Obs tatsächlich hilft oder ich bis jetzt einfach nur Glück hatte sei mal dahingestellt ;)


    Allerdings lagere ich auch nur helle Waben ein und ein paar dunklere separat.


    Gruß Mimi

  • Anfangs hatte ich auch sehr große Probleme mit der Wachsmotte und habe sie mit Schwefelstreifen bearbeitet. Allerdings nicht im Volk sondern bei der Lagerung. Ein erfahrener Imker hat mir dann den Tip gegeben die Waben kalt und luftig zu lagern, da ja die Larven sich erst bei ca. 14 ° C entwickeln und Zugluft mögen die gar nicht. Ich lagere die Waben, die nicht arg dunkel sind, jetzt im zweiten Jahr kalt und in Zugluft ohnen Wachsmottenprobleme. Kann ich nur empfehlen.
    Gruß Cathleen

  • Also ich hatte zuerst einfach nur die Schwefelplättchen so rein gelegt (Anfang des Jahres). Das hat natürlich nichts gebracht:eek:, jedoch wusste ich damals noch nicht recht etwas mit diesen Plättchen anzufangen. (Vermutlich, nach euern Reaktionen zu urteilen, sind diese auch gar nicht für die Behandlung im Volk gedacht.:confused:) Da habe ich bemerkt, dass die Wachsmottenlarven sich unter diesen Plättchen sammelten - weil sie da ja vor den Bienen sicher sind. Jedoch - so scheint es zumindest - habe ich die Wachsmotten, vielleicht auch nur durch diesen Fehler, nur im Gemüll auf dem Beutenboden und nur selten finde ich auch Waben mit eindeutigen Fraßspuren, welche ich dann sofort entferne. Allerdings war ich im Frühjahr und im Sommer oft etwas zu eifrig den Völkern weitere Waben zuzusetzen.:Biene: Ich wollte ja erreichen, dass sie auf keinen Fall ihre Entwicklung stoppen (durch Platzmangel). Meine 9 Völker sind Ableger von 2009. Ich habe sie im Frühjahr auf 9-12 Waben bekommen. :daumen: Leider waren schon sehr viele dunkle Waben dabei, welche auch viel im Brutraum waren. Brut war im April natürlich schon vorhanden. So konnte ich diese nicht mehr entnehmen. Das darf ich nächstes Jahr nicht versäumen.:Biene:


    Imkerei Fläming

  • Nimms mir nicht übel was ich jetzt frage, aber du nennst dich ja "Imkerei".


    Also so wie ich das verstehe, hast du die Schwefelblättchen in die Beuten (mit Bienen besetzt) gelegt:confused: Und das hast du gemacht, ohne zu wissen, warum:confused: und wie man Schwefel anwendet:confused: Hoffentlich wendest du jetzt den Schwefel in den Beuten nicht richtig an, sonst hast du nicht nur keine Wachsmotten, sondern auch keine Bienen mehr.


    Hast du denn keinen Patenimker? Hast du einen Lehrgang besucht? Wenn nicht, schnellstens nachholen!


    Bitte frag vorher, wenn du die richtige Anwendung nicht kennst und leg nicht irgendwas zu den Bienen!

  • Hallo Fläming,
    also von neun Ablegern aus 2009 müsstest Du dieses Jahr neun Völker haben und mindestens genausoviele Ableger 2010...
    Die Waben werden außerhalb der Völker gelagert und auch dort geschwefelt.
    Recht sicher geht das mit den im Imkereifachhandel erhältlichen Brennbehälter.
    Diese Behandlung mindestens alle vierzehn Tage wiederholen, da man beim Schwefeln die Eier nicht erwischt.
    Zum Aufbewahren empfehle ich eine ausgediente Kühltruhe oder einen Gefrierschrank.
    Wichtig ist, das diese eine unversehrte Gummidichtung am Deckel/an der Tür haben.
    Diese bekommst Du bei entsprechenden Elektrikern.
    Am Besten ohne Motor, sind dann leichter zu handhaben.
    (Die Kühltruhen sind auch gut für rattensichere Aufbewahrung von Tierfutter, das mal nebenbei)
    Im Volk schwefeln ist kontraproduktiv, da letal für die Bienen.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Holzwurm1,


    keine Sorge ich nehme es dir nicht übel. Lehrgänge habe ich zwei Stück besucht: einen im Januar und einen im April. Ansonsten habe ich das mit den Schwefelplättchen gelesen und wohl falsch verstanden:-?:. Nimm du mir bitte nicht diesen Anfängerfehler allzu übel:-?: Zwar hatte ich in diesem Fall tatsächlich Glück (das ich sie nicht gleich abgebrannt habe), jedoch habe ich nun ja auch aus deiner Kritik gelernt :daumen: und werde in Zukunft besser darauf achten, was ich zu meinen Bienen gebe. Also danke ich dir für deine Kritik. :daumen::daumen::daumen:
    Der Name "Imkerei" bezieht ja auch mehr oder weniger erst auf die Zukunft.:wink: Ich hoffe, du verstehst das.


    Imkerei Fläming

  • Achso und Patenimker, naja! Also ich habe die Imkerei halt erst mit meinem Vater angefangen. Dies kam daher, dass meine Großeltern schon früher Bienen hatten und mein Vater daher schon Erfahrung mit Bienen hatte. Er war damit nicht (ganz) Anfänger. Zudem habe ich mcih auch seit September letzten Jahres intensivst belesen und habe viele Informationen zur Imkerei und den Bienen gesammelt.


    Also ich weiß nicht recht mit den Ablegern. Könnte natürlich sein, dass ich es mich einfach nicht getraut habe, welche zu bilden. Ich würde es jedoch damit begründen, dass bei uns dieses Jahr der ganze Mai und Anfang Juni, also eigentlich fast das ganze Frühjahr Regenwetter war und die Bienen damit nur wenig geflogen sind. Ich bin eben noch nicht so erfahren. nächstes Jahr ist das schon anders. Dann ist nur nochmal die Auswinterung neu (soviel ist das ja glaube (!!! Falls doch bitte mich darauf hinweisen!) ich nicht). Ansonsten habe ich dann ein Bienenjahr Erfahrung gehabt und es ist zumindest nicht mehr ganz so neu. Dann kann ich mich auch "in Ruhe" (mehr oder weniger) auf die Ablegerbildung konzentrieren. Ich werde vermutlich auch nochmal einige Lehrgänge besuchen.
    Schwefeln werde ich vorerst vermutlich gar nicht, da die befallenen Waben sowieso sehr alt sind. Ich werde sie einschmelzen.


    Imkerei Fläming

  • Guten Abend, Imkerei Fläming,



    Der Name "Imkerei" bezieht ja auch mehr oder weniger erst auf die Zukunft.:wink:


    Deine Einstellung gefällt mir.:daumen:


    Wachsmotteneier kommen natürlicherweise in fast jedem Bienenvolk vor,
    aber Maden überleben normalerweise nicht allzulange.
    Dass sie bei Dir in größerer Zahl auftreten macht mir Sorgen,
    insbesondere, wenn ich an das von Dir woanders geschilderte Wespenproblem denke.
    Beides ist ein Zeichen, dass mit Deinen Völkern etwas nicht in Ordnung ist.


    Ferndiagnosen sind schwierig (und ich verdächtige sowieso immer die Varroa :wink:)
    Auch wenn Du (noch?) keinen Patenimker hast - gibt es bei Dir im Verein jemanden,
    der einen Blick in die Völker werfen könnte?


    In der Hoffnung, dass alles gut wird...

    Mit freundlichen Grüßen -- Traugott Streicher

  • Kleiner Nachtrag:


    Das soll keine Kritik an Dir oder Deinem Vater sein.
    Du erinnerst mich ein bisschen an meine Situation vor vier Jahren, als wir die Völker von meinem Onkel geerbt hatten. Ein bisschen Kenntnisse hatten wir (mein Vater mehr als ich; deshalb durfte er sich anfangs auch praktisch allein um die Bienen kümmern) und dann wurde noch jeden Monat fleißig die "Bienenpflege" studiert. Das ging so leidlich; optimal war so manches nicht und der Anfängerkurs kam erst später.
    Am Anfang braucht man einfach ein bisschen Unterstützung...

    Mit freundlichen Grüßen -- Traugott Streicher