Vorstellung und Fragen: Bücher und Aufstellungsorte

  • Zuerst mal ein herzliches "HALLO" an alle hier, dies ist mein erster Beitrag hier im Forum.


    Als Neuling bzw. erstmal "nur" als Interessierter (d.h. ich würde mir gerne nächstes Jahr 1-2 Völker zulegen) würde ich gerne folgendes wissen, bzw. zunächst sollte ich vielleicht sagen, in welchem Umfang und mit welchem Ziel ich die Imkerei betreiben möchte: In kleinem Stil (wenige Völker), als reiner Freizeitimker (weder Neben- oder gar Haupterwerb), in meiner Nähe an einem geeigneten Standort (keine ewige Hin- und Herfahrerei), maximaler Honigertrag steht nicht an erster Stelle ("die Völker durchbringen" wäre mir wichtiger).


    Nun zu meinen Fragen:
    1. Welches Buch ist den speziell für den Imker-Einsteiger zu empfehlen? Zum einen möchte ich allgemeines zur Honigbiene wissen (Aufbau, Verhalten, Biologie halt) aber zum anderen auch die "Ersten Schritte des Imkerns".
    2. Wo kann man seine Beuten aufstellen, wenn man keinen eigenen Garten besitzt (damit steht und fällt natürlich, ob ich nächstes Jahr imkere oder nicht)? Ein Arbeitskollege erzählte mir, die Landwirte würden sich immer freuen, wenn ihnen jemand ein paar Bienenvölker an den Feldrand stellt (wegen Bestäubung).


    Danke schon mal für eure Antworten. :)

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  • Auch Hallo!


    Beiträge können nach dem Abschicken noch kurze Zeit bearbeitet werden.


    Grössere Bibliotheken und manche Imkervereine haben Imkerliteratur zum Ausleihen. In aller Ruhe ein paar Bücher lesen und erst dann kaufen. Tipps gibt es hier unzählige (Suche benutzen).


    Der gute Aufstellungsort in der Nähe ist aber tatsächlich ein Knackpunkt, wenn man nicht selber geeignetes Land besitzt. In stark besiedeltem Gebiet können Flachdächer ein guter Standort sein. Geschützt und kaum jemand wird vom Bienenflug beeinträchtig.


    Forstleute sind nach meinen Erfahrungen zugänglicher als Naturschützer (wollen keine Massentierhaltung im Naturschutzgebiet). Irgendwann wird auch ein bestehender Standplatz frei. (Die Imkerei geht nicht immer auf die Erben über)


    Bei den Landwirten kommt es halt darauf an, was sie anbauen. Mit Netzen überspannte Intensivanlagen sind beispielsweise nicht meine Traumstandorte.
    Ideal ist eine durchgehende Tracht und die ist in der Landwirtschaftszone heute weniger gegeben als in Grossstädten!

  • Der gute Aufstellungsort in der Nähe ist aber tatsächlich ein Knackpunkt, wenn man nicht selber geeignetes Land besitzt. In stark besiedeltem Gebiet können Flachdächer ein guter Standort sein. Geschützt und kaum jemand wird vom Bienenflug beeinträchtig.


    Ja, daran könnte mein Vorhaben noch scheitern, schließlich ist ohne Aufstellungsort ja kein Imkern möglich. Wohne in einer Kleinstadt, zur Verfügung steht mir aber nur ein Balkon und die Nachbarn würden mir wohl was husten, wenn ich da ein Bienenvolk halte (die "armen Kinder" u.ä.).


    Forstleute sind nach meinen Erfahrungen zugänglicher als Naturschützer (wollen keine Massentierhaltung im Naturschutzgebiet). Irgendwann wird auch ein bestehender Standplatz frei. (Die Imkerei geht nicht immer auf die Erben über)


    Wo könnte man solche potenziellen Standorte in Erfahrung bringen?
    Vermutung von mir: Einen örtlichen Imkerverein ansprechen?

  • Moin nach Schleswig-Holstein aus Schleswig-Holstein,


    Willkommen hier im Forum.


    -Frage einmal bei einem Lokalen Imkerverein nach. Kontakte und Infos aus Deiner Umgebung.
    -Mache auf jeden Fall einen Imkerkurs mit.
    -Lese viel im Forum und in Büchern ( z.B.: einfach Imkern, von Gerhard Liebig )


    Imkern in der Stadt ist fast schon sinnvoller als auf dem Land (Mais).
    Du findest immer irgendwo einen Platz.


    Gruß,
    Jörg

  • Einen örtlichen Imkerverein ansprechen?


    Alle die in Deiner Reichweite sind. Im Siedlungsgebiet ist noch tarnen eine Möglichkeit. In alten Scheunen kann man Bienen perfekt verstecken. Eine alte Bretterfassade hat meist ein paar Spalten und grössere Astlöcher da kann man auch noch etwas nachhelfen. Die Beuten stehen ca. 1-2 Meter hinter der löchrigen Wand. 2-3 Beuten funktionieren so erwiesenermassen in nächster Nähe zu den Nachbarn. Von aussen betrachtet sind die Einflugöffnungen aber deutlich über Kopfhöhe. (Ev. Zwischenboden innen erstellen)

  • Hallo Cyberdrohn,


    wegen des Standortes würde ich schlicht einmal überlegen, eine Anzeige im Lokalblättchen aufzugeben. Nett formuliert mit Deinen Plänen, und dann schaust Du mal, wer sich so meldet :wink:


    Viel Erfolg


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Zitat

    Mache auf jeden Fall einen Imkerkurs mit.


    Das hatte ich auch vor, Informationen eines Arbeitskollegen entsprechend soll im März ein Imkerverein in Gettorf einen kostenlosen Kurs anbieten, das mit dem Kurs glaub ich ja, aber das mit dem kostenlos nicht ganz. ;)


    Zitat

    Imkern in der Stadt ist fast schon sinnvoller als auf dem Land (Mais).


    Du meinst sicher, in der unmittelbaren Umgebung einer Stadt, oder? Direkt in einer Stadt stelle ich mir doch eher weniger ertragreich für die Bienen vor.


    Zitat

    Im Siedlungsgebiet ist noch tarnen eine Möglichkeit.


    Auf die Idee wäre ich nicht gekommen, aber so ein summender Kasten aufm Balkon ... ;)


    Zitat

    wegen des Standortes würde ich schlicht einmal überlegen, eine Anzeige im Lokalblättchen aufzugeben.


    Die Idee ist gut, die hatte ich nämlich auch schon. *g*

  • Hallo CyberDrohn,


    frag mal bei der Stadt nach (Umweltbeauftragter) oder beim Förster oder beim Gartenbauverein.
    Wird schon irgendwo klappen...

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Moin CyberDrohn,


    Zitat

    Du meinst sicher, in der unmittelbaren Umgebung einer Stadt, oder? Direkt in einer Stadt stelle ich mir doch eher weniger ertragreich für die Bienen vor.


    Imkern in der Stadt ist z.Zt. total "trendy".
    Laut "Werbung" ist sogar der Stadhonig "gesünder" als Landhonig. Es gibt immer!! Tracht, keine Pestizide, keine Gen-Pflänzchen ....die Stadt ist DAS Paradies für Bienen und für den Imker, der Honig verkaufen möchte.:wink:
    In der Oktober-Ausgabe der Imkerzeitschrift "die biene" kannst Du alles nachlesen....mittlerweile gibt es auch ein Buch über städtische Bienenhaltung..


    Viele Grüße
    Regina, die nach dem Lesen fast in die Stadt gezogen wäre....aber nur fast.:wink:

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)

  • Hallo !


    @CyberDrohn


    Willkommen im Club ...
    ... lies hier im Forum einfach mal quer ...


    Deine Fragen zu Buch und wie man an Standort für Bienen kommt wurde hier schon mehrfach diskutiert.
    Aber das ist fast sicher: den ersten Standort findet man sehr schwer ... wenn die Leute dann erstmal wissen das man Bienen hat kommen die Plätze fast von allein.



    Viele Grüße
    Regina, die nach dem Lesen fast in die Stadt gezogen wäre....aber nur fast.:wink:


     
    ... würde mich auch wundern wo Du die ganzen anderen Viecher in der Stadt unterbringen wolltest ...


    ~~~ ICH glaub ich muß ins Bett ...


    Gruß
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.


  • Imkern in der Stadt ist z.Zt. total "trendy".
    Laut "Werbung" ist sogar der Stadhonig "gesünder" als Landhonig. Es gibt immer!! Tracht, keine Pestizide, keine Gen-Pflänzchen ....die Stadt ist DAS Paradies für Bienen und für den Imker, der Honig verkaufen möchte.:wink:


    Hallo Regina,


    imkern in der Stadt ... mit so was hätte ich als Anfänger nicht gerechnet, allerdings stellt sich bei mir diese Möglichkeit nicht, mit nur einem Balkon ohne Gartenfläche bin ich da etwas schlecht aufgestellt. ;)

  • Ich nutze als Standort meinen eigenen Garten am Stadtrand einer 10.000 Einwohnerstadt und kann nur aus eigener Erfahrung sagen, dass Imkern am Stadtrand mit vielen Hausgärten ideal ist. Die Bienen finden in der gesamten Flugperiode Nektar und Pollen. Von Schädlingsbekämpfung auf Mais und Raps ist man nicht betroffen. Wenn man die notwendigen Maßnahmen konsequent durchführt (Wabenerneuerung, Varroabekämpfung, Königinnenerneuerung und Einfütterung), kann man über Jahre ohne Volksausfälle imkern.