Flugloch schützen nach Heiner Storch

  • LIebe Kollegen,
    ich habe mir jetzt mal das Büchlein "Beobachtungen am Flugloch" zugelegt und studiert.
    Nun stammt das ja aus einer anderen "Imkerzeit" und da fällt es manchmal schwer zu bewerten in wie fern das alles noch Bestand hat (zumal er nur mit Hinterbehandlern und Fensterchen arbeitet). Die Beobachtungen dürften ja noch stimmen aber die Konsequenzen daraus sind doch immer etwas zu hinterfragen.


    Wichtiger Aspekt bei ihm ist ja das "Einpacken" - etwas, das ja heutzutage unmodern ist wo es überall heisst "offener Gitterboden im Winter". Wie sieht es aus mit einem "Fluglochschutz" durch einen vorgelegten Dachziegel? Das hat doch bei Segebergern mit offenen Gitterböden auch keinen Bestand mehr, oder? Weiterhin empfiehlt er - unabhängig vom Mäuseschutzgitter - das Verengen der Fluglöcher als Schutz gegen Wind, Räuberei und andere Gebresten. Mache ich so auch nicht - Gitter vor und mehr eben nicht. Vermutlich würde Heiner Storch auch empfehlen, im Winter wenigstens die Segeberger tiefer zu stellen und rundum mit Steinen gegen Durchzug zu schützen wenn schon unten offen. Allerdings wollte ich die Beuten nun gerade erst höher stellen damit sie mehr Abstand zum sommerlich eher kühlen und gelegentlich nassen Steinfussboden zu haben...so von wegen abtrocknen und so.


    Mich würde interessieren wie andere "Segeberger" ihre Beuten winterfest machen.


    Es dankt und grüßt
    Melanie

  • Ich habe zwar keine Segeberger aber das kannst Du getrost alles vergessen. Ich überstreue auch keine Schneefläche. Im Gegenteil ich bin der festen Überzeugung, dass ein Teil der Bienen auch im Winter und Vorfrühling abgehen muss. Klar ist wenig Wintertotenfall zu begrüssen, ich will aber die Unterschiede sehen. Und keine Völker haben die auf solche Tricks und Gags angewiesen sind.

  • Hallo Melanie


    eine Kletterzarge rechts und links mit 2 Waben ist auf alle Fälle ein Vorteil für die Bienen, wenn sie auf der Erde stehen, zumindest machen es die Nordländer so. Ich habe bei Sturm meine Schubladen drin, weil ich die Bienen sehr frei am Berg stehen habe, der Südwind haut voll in die Fluglöcher. Ich bin noch dabei ein breites Brett so zu platzieren, damit der Wind nicht mehr direkt in die Fluglöcher kann. Abstand etwa einen halben Meter. Eine geschützte Lage ist auf alle Fälle Gold wert, da sehe ich auch kein Problem mit dem offenen Gitterboden. Das Buch ist sehr gut und empfehlenswert.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo Melanie,


    Deckel drauf, Boden auf, Flugloch auf, Mäusegitter vor - und nicht mehr anfassen.
    (Die Beuten stehen ca. 50 cm hoch auf Holzböcken mit gutem Windschutz in der Hauptwindrichtung.)


    (Allerdings überlege ich immer wieder, ob ich die PVC-Platte, die anstelle einer Folie auf der oberen Zarge liegt, über den Winter wegnehme, da zwischen dieser und den Rähmchenoberträgern nicht immer genug Platz für die Bienen ist.)


    Robert

    Was auch immer geschieht: nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken! (E. Kästner)

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  • Nun meine alten, aber mir vertrauten Beuten besitzen einen Zwischenboden. Eine `Segeberger Beute habe ich mir auch im Vergleich hingestellt. Fest steht in meine alten Beuten sitzen die Völker ruhiger. Wenn " Familie Segeberger bereits bei einem einzelnen Sonnenstrahl am Flugloch erscheint, bewegen die anderensich noch nicht. Trotzdem Ertragsunterschiede stelle ich nicht fest. Also gut "verpackte" und über den Doppelboden weitgehend "abgeschirmte" Völker sind in ihrer Jahresentwicklng und Leistung genau wie die Völker, welche von unten offen da stehen. In welcher Beute die Bienen sich wohler fühlen, haben sie mir allerdings nicht verraten.

  • Danke schön, allerseits - da bin ich ja beruhigt. Da meine Bienen in einer recht geschützten Senke stehen wo ich eher mal das Problem habe, das der Ort nur verzögert abtrocknet weil eben so windgeschützt, sollte es also kein Problem sein, sie so wie bisher stehen zu lassen.


    Na dann auf ein frohes Überwintern allerseits!


    Grüße
    Melanie

  • Bei mir liegt unter den Segebergern alter Teppichboden und das schon 3 Jahre, da wächst nichts durch und vor dem Stand kann man Totenfall und ähnliches gut beobachten.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)