Bienenmonitoring - macht da jemand mit?

  • Leider nein - aber ich hab' gegoogelt (ob und wie man dort mitmachen kann) und das hier gefunden:
    http://www.apiservices.com/artikel/bienenmonitoring.htm
    Mir ist nicht ersichtlich, inwieweit dies ein offizielles Statement darstellt, aber der Autor Walter Häfeker ist Präsident des Europäischen Berufsimker Verbandes und Vorstandsmitglied im DBIB.

    Mit freundlichen Grüßen -- Traugott Streicher

  • Den Beitrag "Verraten und Verkauft - das deutsche Bienenmonitoring" habe ich seinerzeit übersetzen lassen und rundgeschickt. Hat einiges aufgewirbelt. DBIB und EPBA haben noch nie viel vom Monitoring gehalten.


    Momentan ist das DeBiMo mal wieder Gegenstand einer Abgeordnetenanfrage an die Bundesregierung. Da bin ich mal gespannt auf die Antwort.


    Aber das war nicht Gegenstand der Frage, ich wollte wissen, ob hier im Forum jemand mitmacht.


    Gruß, Klaus

  • Die EPBA hat nie mitgemacht, das ist ja auch nicht deren Aufgabe als europäischer Verband. Der DBIB macht noch mit, um einerseits kritisch zu hinterfragen und andererseits zu sehen, was überhaupt läuft.


    Von einer Erwartungshaltung à la "Endlich erklärt uns jemand die Ursachen für das Bienensterben" ist beim DBIB aber keinesfalls die Rede.


    Gruß, Klaus

  • Nein, Leute DAS ist nicht das DeBiMo. Das Monitoring verfolgt den Zustand und die Gesundheit von Bienenvölkern bei den teilnehmenden Imkern über einen längeren Zeitraum von einigen Jahren hinweg und soll Rückschlüsse auf die Gründe des Bienensterbens ermöglichen. Es gibt hier im Forum zumindest einen der mitgemacht hat und einen der sich dagegen entschlossen hat ...

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    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • ... über einen längeren Zeitraum von einigen Jahren hinweg und soll Rückschlüsse auf die Gründe des Bienensterbens ermöglichen. ...


    Hallo,


    hier liegt, nicht nur nach meiner Meinung, das Prizip des Monitorings. Solange es läuft, kann keine Aussage gemacht werden. Also wird weiter verkauft. Wenn dann am Schluss doch noch rauskommen sollte, dass es bestimmte Pflanzenschutzmittel sind die das Bienensterben verursacht haben, hat man auf jeden Fall Zeit gewonnen 1. zum Weiterverkaufen 2. zum Entwickeln neuer Produkte.


    Schaut mal, wer das Monitoring unterstützt!


    Gruß
    Werner

  • 2. zum Entwickeln neuer Produkte.


     
    Die Zulassung für das systemische Insektizid Movento/Spirotetramat läuft zurzeit!


    Bayer achtet bei offiziellen Verlautbarungen peinlich genau darauf, daß dieses Insektizid nicht Neonicotinoid genannt wird! Es heißt "systemisches Insektizid".
    Statt wasserlöslich ist es besonders fettlöslich, was für die Bienen mit ihren Wachswaben natürlich viel besser sein wird. Vor allem bedeutet das, daß die Pollen stärker belastet sein werden. Und da die Pollen als Grundlage für das Bienenbrot, das wiederum Grundlage für den Weiselsaft und das Futter für die Brut ist, eine wichtige Schlüsselrolle einnimmt, dürften eher mehr Probleme zu rechnen sein, als mit Neonicotinoiden.


    Die Probleme fangen also erst an.
     
    Soweit ich dem Aktionärsbericht der Bayer AG, Teilbereich Bayer Crop Science, entnehmen konnte, stehen in den nächsten fünf Jahren Dutzend weitere neuartige Wirkstoffe zur Zulassung an. Es ist davon auszugehen, daß die Formeln bezüglich der Wirksamkeit "verbessert" werden, wobei die Wirksamkeit das Potential besitzt, auf den Bioindikator Honigbiene durchzuschlagen, insbesondere aufgrund der systemischen Wirkungen.


    Die Bundesregierung hat laut offiziellem Statement derweil nichts besseres zu tun, als die Zulassungsregeln "zu vereinfachen". Damit die Zulassungen nicht so lange dauern. Die Bienen werden es nicht danken.


    Ich finde es absolut unverständlich, nachdem das Debimo seit Jahren (!) von Bayer zu Werbe- und Argumentationszwecken mißbraucht wird, und von nichts anderem als einem Mißbrauch kann hier die Rede sein!, daß der DIB und DBIB weiterhin am Debimo teilnehmen.


    Ich habe Verständnis für taktisches Vorgehen und politisches Handeln. In diesem Fall des wiederholten Mißbrauches aber fehlt mir das Verständnis, warum sich die Verbände wiederholt an der Nase herumführen lassen.


    Selbst die Wissenschaftlichkeit des Projektes ist stark anzuzweifeln, da es unter anderem bei der Datenerfassung und - verwertung wohl einige Pannen gegeben hat. Solche und ähnliche Aspekte zeigen sich ja auch in den bisherigen "Berichten". die ein professionelles Projektmanagement missen lassen. Bei der Qualität der Teilnehmer und Unterstützer des Debimo ist doch wohl zu erwarten, daß diese ein ordentliches Projekt mit Planung und eigenem Projektmanager auf die Beine stellen können. Ich kann mir kaum vorstellen, daß die Projekte z. B. bei der Bayer AG ein solches Niveau haben, geschweige denn solche "Ergebnisse" jahrelanger Arbeit von der Geschäftsführung akzeptiert würden. Wieso mangelt es dann beim Debimo so daran?


    Aber ich will der Frage, wer hier bei uns sich daran beteiligt und dessen Eindruck davon, nicht zu sehr vorgreifen.


    Viele Grüße,
    Bernhard

  • Die Bundesregierung hat laut offiziellem Statement derweil nichts besseres zu tun, als die Zulassungsregeln "zu vereinfachen". Damit die Zulassungen nicht so lange dauern.


    Naja, passt doch in´s Bild - was Schwarz-Gelb vor der nächsten Bundestagswahl nicht mehr schafft, werden sie auf Jahre nicht mehr schaffen. Bleibt nur zu fragen, ob sie, wie aktuell bei der Laufzeitverlängerung, ebenfalls vorsorgen werden, dass ihre Freunde nach einem Regierungswechsel nicht plötzlich von anständigen Vorschriften gefesselt werden, ohne vorher gigantische Entschädigungsansprüche für diesen Fall versprochen bekommen zu haben. Nur weil sie ganz unerwartet nicht mehr tun und lassen können, was ihre Lobbyisten dem Gesetzgeber in die Feder diktiert haben.:cool:

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Ich mach auch mit.
    Bis jetzt sehe ich auch die positiven Seiten.
    Untersuchungen erfolgen 3x pro Jahr. Bienenproben, Futterkranzproben, Bienenbrot(Pollen), Stärkeeinschätzungen, Allgemeinzustand
    auf Brutkrankheiten, Ruhr, Faulbrut, Milben usw., auf Gifte in Honig und Bienenbrot, Pollenarten im Honig, für mich persönlich interessante Ergebnisse.
    Ich hoffe auch auf eine richtige Information und Auswertung, denn die erfolgt nicht vom JKI.
    Ich bin mit den positiven Gedanken an die Sache gegangen und werde Euch berichten.
    Gruß Peter

  • http://www.honighaeuschen.de/h…3temp/pics/aa3d0c7bab.jpg


    @ Peter aus dem Erzgebirge: Sind zu Dir im Herbst 2010 eigentlich Informationen bezüglich der Validität der Daten geflossen?


    Da hat es Murks gegeben, die Daten sollen dann bereinigt worden sein.


    Dr. Rosenkranz hat auch ausführlich geantwortet (Antwort) , aber mich würde mal interessieren, ob die, die am Monitoring teilnehmen, auch über die Fehler informiert wurden.


    Der DBIB, der ja auch im Monitoring-Rat sitzt, wundert sich nämlich auch über eine sehr, sehr späte Information.


    Mein Grafiker und ich haben das wie man oben sieht entsprechend gewürdigt. Ist auch im aktuellen Imkerei-Technik Magazin abgedruckt.


    Gruß, Klaus

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von hartmut () aus folgendem Grund: Bitte behalte Deine Grafiken auf Deinen Webseiten.