Kampf gegen die Varroen mit Oxalsäure

  • Hallo!
    Ich muss nun doch mal schreiben denn ich bin langsam am verzweifeln. Ich habe die ganzen Jahre meine Völker mit Oxalsäure bedampft. Meist haben 4 Behandlungen ausgereicht um sie für den Winter varroafrei zu bekommen. Dieses Jahr ist der Wurm drin. Von meinen 3 Völkern habe ich eins fast frei bekommen aber die anderen beiden Völker sind befallen und die 6 bisherigen Behandlungen zeigen kaum Wirkung. Ich habe jetzt mal die Dosis erhöht und auch neue Oxalsäure genommen da ich dachte die 3 Jahre alte Oxalsäure wäre evtl nicht mehr so wirkungsvoll - mit wenig besserem Resultat. Die Bienen haben immer noch um die 100 Milben/Tag. Hat jemand eine Idee? Kann es sein dass Varroamilben irgendwann resistent gegen Oxalsäure werden?

  • Hallo!
    Ich muss nun doch mal schreiben denn ich bin langsam am verzweifeln. Ich habe die ganzen Jahre meine Völker mit Oxalsäure bedampft. Meist haben 4 Behandlungen ausgereicht um sie für den Winter varroafrei zu bekommen. Dieses Jahr ist der Wurm drin. Von meinen 3 Völkern habe ich eins fast frei bekommen aber die anderen beiden Völker sind befallen und die 6 bisherigen Behandlungen zeigen kaum Wirkung. Ich habe jetzt mal die Dosis erhöht und auch neue Oxalsäure genommen da ich dachte die 3 Jahre alte Oxalsäure wäre evtl nicht mehr so wirkungsvoll - mit wenig besserem Resultat. Die Bienen haben immer noch um die 100 Milben/Tag. Hat jemand eine Idee? Kann es sein dass Varroamilben irgendwann resistent gegen Oxalsäure werden?


     
    Hallo sherry,
    muss man bei der Oxalsäure behandlung wirklich so oft behandeln. Ich behandle meine Bienen mit Ameisensäure. Da muss ich nur 2-3x je Jahr behandeln.
    Und ja, Varroamilben werden auch mal schnell resistent. Nun solltest du es mit etwas anderem versuchen, vielleicht auch mit Ameisensäure.


    Imkerei Fläming

  • Ja!
    Gratuliere zur erfolgreichen Zucht.:wink:


    Gruß
    Werner


    NA so schnell wirds wohl nicht gehen .
    Aber mir schwebt ein Behanlungskonzept vor dass in groben zügen so aussieht
    1. Juli/August ( Ameisensauere)
    2. September (Evtl Tymol hab aber noch nix gefunden das besser wirkt als stinkt)
    3. Winter (Oxal)


    Jehweils mit anderen Mitteln so das die die vieleicht Überleben und erste Resistenzen bilden mit dem nächsten Hammer erledigt werden.


    Und was haltet Ihr eigentlich, wie es die Tchechen machen mit Ihrer zentral gesteuerten Behandlungswoche?
    Ich mein damit könnte sich das Theman der Re Invasion etas vermindern?


    Servus der Moikaner

  • Hallo Alois,


    was ist daran so schwer sich vorzustellen.
    Jede Behandlung, egal mit was, überleben mehr oder weniger viele Milben. Wer was Anderes behauptet glaubt auch noch ans Christkind:p. Diese überlebende Milben haben eine Methode oder Anlage warum sie die Behandlung übelebt haben. Eine große Anzahl von Nachkommen übernimmt diese Eigenschaften. Diese werden wieder mit der gleichen Methode behandelt. Ich rotte noch die Nachkommen aus, welche nach dem Mendelschen Gesetz diese Eigenschaft nicht mit in die Wiege gelegt bekommen haben. Die Überlebenden vermehren sich ...


    Es genügen einige wenige Generation um jede Gattung gegen jede Art der Behandlung resistent zu machen. Das ganze nennt sich dann Evolution oder wenn man es bewusst betreibt Zucht.


    Wir sind in der Varroazucht schon sehr weit fortgeschritten:p.


    Gruß
    Werner

  • Hallo Moikaner,


    doch es geht so schnell, wenn ich immer mit dem gleichen Mittel und der gleichen Methode behandle. Mit deinem Vorschlag dauert es wesentlich länger, weil die Milben eine Multiresistenz entwickeln müssen.


    Die zentral gesteuerte Behandlungswoche ist hier im Forum schon sehr oft diskutiert worden. Zudem habe ich dazu meine persönliche Meinung, die ich auch schon oft genug dargelegt habe und in meinem Profil nachzulesen ist.


    Gruß
    Werner

  • Hallo Sherry,


    kannst Du mal die Daten der 6 Behandlungen nennen, insbesondere die genauen Zeitpunkte der letzten Bedampfung und der letzten Milbenfallkontrolle?


    Beim Verdampfen kann es über 40 Tage dauern, bis alle durch die Behandlung abgetöteten Milben gefallen sind, allerdings fallen 80% innerhalb von 5 Tagen.


    Guckst Du hier:


    http://www.agroscope.admin.ch/imkerei/00316/00329/02081/index.html?lang=de&download=NHzLpZeg7t,lnp6I0NTU042l2Z6ln1acy4Zn4Z2qZpnO2Yuq2Z6gpJCDeHt,fmym162epYbg2c_JjKbNoKSn6A--


    Seite 6


    Mit freundlichen Grüßen
    Rubikon
    ---
    Vertrauen ist gut, Varroakontrolle ist besser

  • Werner
    na ich nehme mal an das Du kein Freund davon bist.


    Aber zu meinem Tymohl problem ich habs heuer mit api lifevar versucht der Erfolg war sehr gering und der Gestank sehr groß !
    Kann mir einer etwas zu einem anderen Produkt sagen bei dem es umgekert ist?

  • Werner
    na ich nehme mal an das Du kein Freund davon bist.
    ...


    Stimmt!


    Ich hätte andere Ideen was man flächendecken einführen könnte. Dazu ist aber die Zeit noch nicht reif, der Leidensdruck noch lange nicht hoch genung und die Varroazucht noch nicht ausgereizt. Noch kann man stärker und öfters dosieren und behandeln. :-(
    Ich bin ja noch jung, ich kann warten:wink:


    Gruß
    Werner
    der in diesem Fred eigentlich nicht mitreden sollte, weil er kein Kämpfer ist.

    Id schwäza, schaffa!

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von Werner Egger () aus folgendem Grund: rsf

  • Hallo Rubikon,
    danke für den Link. Ich wußte nicht dass die Bedampfung derartig langfristig wirkt. Ich habe eben nachgeschaut - es waren nur 5 Behandlungen. Ich habe die Bienen dieses Jahr recht früh auf 2 Zargen eingeengt weil durch das Hundswetter im Sommer kaum was los war. Behandlungen erfolgten dann am 22.8., 29.8., 16.9., 19.9. und die letzte am 12.10. - Erstaunlich ist halt dass das im August am schlimmsten befallene Volk jetzt fast milbenfrei ist und bei den beiden anderen kaum Veränderung zu sehen ist. Ich war eben mal bei den Bienen und habe die Mäusegitter angepasst. Die Sonne scheint und die Bienen sind quietschfidel. Wenn nur nicht die blöden Milben wären...

  • Werner Egger schrieb:

    Gruß
    Werner
    der in diesesm Fred eigentlich nicht mitreden sollte, weil er kein Kämpfer ist.


    Werner,
    sag sowas nicht....für mich bist Du der Vorkämpfer,der seiner Zeit weit vorraus ist.:daumen:


    Gestern habe ich einen interessanten Spruch gelesen, es ging zwar um einen Gorilla, aber statt Gorilla könnte man auch Biene nehmen.


    "Gibt es ohne den Menschen Hoffnung für die Biene?"

    Der Spruch ist herrlich zweideutig....


    Herzliche Grüße
    Regina, die um Entschuldigung bittet, weil sie wieder OT ist....:oops:

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)

  • Hallo Miteinander,
    irgendwie bin ich in der Zeit weit zurück...
    lese ich hier doch immer was von "Winterbehandlung".
    Bei mir ist noch Herbst.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.