Ansatzvorschlag für Honigmet

  • Ich habe heute im Geschäft eine Reinzuchthefe Portwein gekauft und da war eine Beschreibung dabei für einen Honigmet-Ansatz. Ich würde gerne wissen, da dies mein erster Met ist, was ihr davon haltet:
    3kg Honig
    7l Wasser
    1l Apfelsaft
    40g 80% Milchsäure
    5St. Nährsalztabletten
    Portwein- Hefe
    Da mein erster Honigmet natürlich klappen soll und gut sein soll weis ich nicht ob ich diese Menge auch in einen 20l Ballon füllen kann weil ich leider keinen anderen habe(kleines Erbstück meiner Oma:D).
    Und natürlich ob dieser Ansatz gut ist....
    Wenn einer Verbesserungsvorschläge hat oder diesen Ansatz totalen Mist findet könnte mir bitte schreiben.
    Mfg Lupus

  • Hallo !


    Habe selbst den Ansatz nicht verfolgt.
    Denn ich habe vor Jahren, zu diesem Arauner Met-Rezept, schon folgendes Zitat von Birgit aus dem Honigweinkeller gelesen:
    ... Rezept ist dem Kitzinger hat für uns altbekannte Probleme: Zuviel Zucker, zuwenig Trübstoffe, falsche Säureeinstellung. ...


    Schau einfach hier: LINK


    Gruß
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Ich würde die Milchsäure auf jeden Fall weg lassen, im Apfelsaft ist genung Säure.
    Dann noch nen Esslöffel Mehl dazu, zwecks Trübstoffe, damit sich die Hefe auch wo festhalten kann.
    Ergibt dann ca. 10l Metansatz. Wenn du also nen 20l Gärballon hast, einfach die doppelte Menge machen.
    Aber daran denken, das Gärgefäß nicht bis ganz oben hin voll machen, da bei der Gärung oft Schaum entsteht und der braucht Platz.

  • Die Hauptgärung kann ruhig im großen Ballon gemacht werden.
    Die entstehende Kohlensäure verdrängt den Sauerstoff.
    Für die Nachgärung aber möglichst ein passendes Gefäß nehmen.
    Da Honigwein lange gärt, sollte das zweite Gefäß möglichst voll sein.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo,


    :roll:
    nee, nee, im Apfelsaft ist überhaupt nicht genug Säure, das mit dem Säurezusatz muß schon sein, sonst schmeckt der Met fad, unausgewogen, körperlos!
    Oben ist aber ein bißchen viel Milchsäure angegeben, meine ich.


    Im oben genannten Ansatz ist bloß eine geringe Menge Apfelsaft! (zu gering)
    Wird so auch schwierig werden: Besser mit mehr Apfelsaft, außerdem Reibeäpfel rein, da sonst Trübstoffe (und anderes) fehlt.
    Mehl kann man sich dann auch sparen, zumal das die Weinklärung erschwert.....
    etc., etc.


    Lies wirklich mal den Link! Die Seite ist spitze :daumen:


    und dann Prost!


    Oder Du übst erst einmal an einem einfachen Fruchtwein, Met ist nämlich gar nicht so "mal eben"!


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo zusammen,


    da ist zu wenig Honig im Ansatz.


    1/3 Honig + 2/3 Wasser in kg
    1 Liter Wasser durch naturtrüben Apfelsaft ersetzen
    Hefe nach Masse dosieren
    Nährsalz nach Masse dosieren.


    Honig/Zucker Menge muss zur Hefe passen.


    Über das "weniger" steuerst Du den Alc.-Gehalt,
    über das "mehr" steuerst Du u. a. auch die Restsüsse.


    Gutes Gelingen wünscht


    Petra


    (WICHTIG: NUR guten Honig verwenden)

    - Ich benutze die Suchfunktion, bevor ich ein neues Thema eröffne! -

  • Werner ,


    jep, am besten naturtrüben Apfelsaft. Mit Zucker 2-3 El., 0,5 g Nährsalz und der Hefe. Hält sich auch ein paar Tage im Kühlschrank wenn`s fertig ist, also gut in die Gänge kam seitens der Gärung.
    Aber dann nicht kalt in den Ansatz geben!


    Grüße von


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo zusammen,
    gerade heute habe ich einen neuen Metansatz aufgestellt.
    Bei mir hat sich dieses Grundrezept für einen 30 Liter Gärballon bewährt:

    • 12 kg besten Blütenhonig.
    • 2 Liter naturtrüben Apfelsaft
    • Saft und Fleisch von 6 Zitronen (aber ohne Kerne!)
    • 1 Teelöffel feines Weizenmehl
    • Hefenährsalz
    • 90 ml Milchsäure 80%


    Den Gärstarter habe ich zuvor mit 7 g Trockenhefe, Apfelsaft und Hefenährsalz angesetzt und nach den ersten Lebenszeichen in den Behälter gegeben. Jetzt steht die Soße im Keller und es hat auch schon mal geblubbert.


    Auch ich nehme nur noch Blütenhonig, das gibt den feinsten Met. Und ich bin wieder mal total gespannt, was draus wird.
    Viele Grüße,
    Rudi

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  • Auch ich nehme nur noch Blütenhonig, das gibt den feinsten Met.



    Das kann ich bestätigen!! Aber wirklich so was vom Allerfeinsten!!:daumen:


    Zitat

    Und ich bin wieder mal total gespannt, was draus wird.


    Bestimmt ein super Stöffchen.....
    Muss auch....denn.... wie sonst soll ich den vorhergesagten, langen und sehr bitterkalten Winter überstehen??


    Sonnige Grüße
    Regina, die schon seit einer Woche mit allerfeinstem "Maurer´schem" Met aufheizt..... ein kalter Winter hat auch seine schöne Seiten...:wink:

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)

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  • Hallo zusammen,

    Regina schrieb:

    .... wie sonst soll ich den vorhergesagten, langen und sehr bitterkalten Winter überstehen??

    Wie war das nochmal: Der Winter wird beese, Imkersmann macht viel Met? :)
    Wohlsein und viele Grüße ins kalte Owrhässe,
    Rudi

  • Ich habe blos ein Problem...
    Ich weis nicht wieviel ich von der Portweinhefe nehmen muss oder ist das egal?!
    Evtl müsste ich ja noch eine Flasche kaufen....
    Und ist der Met aus Waldhonig wirklich so schlecht denn ich habe leider keinen anderen mehr....
    Danke für die vielen Antworten!