Bienen und Windparks

  • Hallo Leute,:confused:
    folgende Situation:
    In der unmittelbaren nähe meines Bienenstandes wird nun ein Windpark errichtet bzw ich stehe später mit meinem Stand genau in dem Windpark.
    Haben meine Bienen damit ein Problem. Wegen Schattenschlag den Geräuschen der Rotoren usw.
    Hat jemand von Euch schon Erfagung damit oder hat schon mal was darüber gelesen?
    Ich habe da nämlich so meine Bedenken ob ich umziehen soll (Mit meinem Stand).
    Binn mal gespannt was Ihr berichten könnt.
    Gruß Andy

  • Hallo Andy,
    bin zwar Bienen-Anfänger, (aber mit Windparks kenne ich mich ein bisschen aus): ich glaube nicht, dass die Bienen durch das Rotorengeräusch gestört werden, da das ein ziemlich regelmäßiges Rauschen ist. Vielleicht könnte schon da eher der Schlagschatten stören, da der ja nicht ständig gleich ist, sondern mit Sonnenstand wandert und mal auf die Beute trifft und mal nicht. Vielleicht sollte der Schatten nicht direkt auf das Flugloch fallen. Direkt unter den Anlagen kann es zum Eisabwurf kommen, wenn die Rotorblätter im Winter/Frühjahr stehen und dann Eis ansetzen. Aber auf den Stellflächen werden Deine Bienen ja wahrscheinlich eher nicht stehen, oder?
    Frag doch mal die WP-Planer (oder die Untere Naturschutzbehörde), wo die Ausgleichsmaßnahmen angelegt werden. Für Windparks werden inzwischen fast ca. 1ha pro Anlage naturschutzfachliche Maßnahmen für das "Landschaftsbild" hergerichtet, meistens sind das Anpflanzungen (oft Streuobstwiesen, Blühflächen o.ä.) Vielleicht ergeben sich da schöne zusätzliche Standorte?
    Gruß, Henrike

    Das Ganze ist mehr als das Summen seiner Teile.


  • Frag doch mal die WP-Planer (oder die Untere Naturschutzbehörde), wo die Ausgleichsmaßnahmen angelegt werden. Für Windparks werden inzwischen fast ca. 1ha pro Anlage naturschutzfachliche Maßnahmen für das "Landschaftsbild" hergerichtet, meistens sind das Anpflanzungen (oft Streuobstwiesen, Blühflächen o.ä.) Vielleicht ergeben sich da schöne zusätzliche Standorte?
    Gruß, Henrike


    Die aber meist nicht in der Nähe zu finden sind, da das umliegende Gelände durch die Windkraft mehr oder weniger zerstört ist.


    Dann gibt es noch den Infraschall:


    Aus medizinischer Sicht ist eine dauerhafte Beschallung durch Infraschall für den Menschen schädlich. Infraschallquellen sind zum Beispiel Wind zwischen besonders langen Häuserzeilen, Föhn, Musikanlagen, Maschinen, Industrieanlagen und eben auch Windkraftanlagen.


    Hören heißt Luftschwingungen auffangen und auf Nerven übertragen


    Menschen können Töne im Bereich von 20 - 16000 Hz hören, am besten hören wir den Bereich 2000 - 5000 Hz. Frequenzen unterhalb der menschlichen Hörgrenze werden als Infraschall, oberhalb als Ultraschall bezeichnet.


    Wir können Infraschall zwar nicht hören, aber unser Körper kann ihn fühlen.


    Aus medizinischer Sicht traten durch dauerhafte Infrabeschallung folgende Veränderungen im menschlichen Körper auf:


    * Veränderungen der Hirnströme im EEG
    * Herabsetzung der Atemfrequenz
    * Verminderung des Sauerstoffpartialdrucks im Blut
    * Erhöhung des Blutdrucks
    * Vergrößerungen der Erythrozyten (rote Blutkörperchen)
    * Durchblutungsstörungen
    * Veränderung der nächtlichen Hormonausschüttung der Nebennierenrinde (Cortisolausschüttung)


    Quelle: Institut für Hirnforschung ; SCHUST et al.



    wie das auf Bienen wirkt weiß ich nicht.
    Aber :
    positiv kann eine Windkraftanlage nicht auf einen empfindlichen Organismus wirken.

    Es is ja wie es is

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Mr. Bien ()

  • Hallo Mr. Bean,
    die Ausgleichsmaßnahmen liegen meist im Umkreis von wenigen Kilometern, weil der Ausgleich möglichst nah am Eingriff hergestellt werden muss.
    Lass uns hier aber keine Diskussion über Pro und Contra Windkraft führen.
    Ich denke schon seit längerem darüber nach, dass die Imkerverbände eigentlich ganz gut politisch Einfluss nehmen könnten, um an großflächigen Ausgleichsmaßnahmen teilzuhaben, die sich "nebenbei" auch positiv auf Bienen und andere Bestäuberinsekten auswirken.
    Da die Förderprogramme von Landwirten eher selten umgesetzt werden, sehe ich hier eine gute Möglichkeit für die Anlage von großen Blühflächen, Ackerrandstreifen usw. Gezahlt und gesichert für die Laufzeit der Windkraftanlagen und nicht nur für 3 oder 5 Jahre.
    Gruß, Henrike

    Das Ganze ist mehr als das Summen seiner Teile.

  • Da stellt sich die Frage: WAS hören Bienen? Hören sie überhaupt? Ist garantiert nicht mit menschlichem Hören und seinen Auswirkungen zu vergleichen.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi


  • Bei Offshore Windparks hat man erkannt, dass die Schwingungen die Delfine /Tümmler stören... (diese Info habe ich von jemandem der bei der in Genehmigungsverfahren für Windparks involviert ist)...


    Aber Bäume werfen auch Schatten und machen Geräusche... Bienen leben neben Zugtrassen.... hör und fühl es dir doch erst selbst mal an, wegstellen kannst du die dann immer noch...
    meint Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • Da stellt sich die Frage: WAS hören Bienen? Hören sie überhaupt? Ist garantiert nicht mit menschlichem Hören und seinen Auswirkungen zu vergleichen.


     
    Für diese Frage eigentlich völlig uninteressant.
    Allgemein ist die Frage zu stellen, ob und ggf. wie sich die Luftschwingungen, ob gehört oder nicht, und evt. der Schattenwurf einer Windkraftanlage auf die Bienen auswirkt.

  • Ich glaube Bienen können sich recht schnell an Veränderungen anpassen.
    Schall wie wir ihn hören, können sie nicht, da sie kein Hörorgan besitzen,
    Erschütterungen schon. An den Schattenschlag gewöhnen sie sich bestimmt auch.
    Wenn sie im Frühjahr munter werden und raus kommen meinen sie,
    dass die Welt schon immer so war, mit Schattenschlag.
    Denk ich mir mal so.................


    schön Tach
    Bernd

    "Wenn Neider, Hasser dich umringen, dann denk an Götz von Berlichingen."

  • Hallo Bernd
    Ich denke genauso Hirsche, Rehe und anderes Wild lassen sich auch nicht stören, nur wir Menschen sind so empfindlich, Tiere ziehen weg wenn es ungemütlich wird. Menschen regen sich auf (keine bewertung).


    schönes Sonntag Peter

  • Hallo zusammen,


    ihr habt Probleme.


    Was machen die Bienen deren Beute unter einem Baum stehen?


    Der Schatten wird sich ständig durch die Bewegung der Blätter im Wind ändern.


    Vermutl. macht das die Bienen alle irre und die werden zum Stechervolk. :wink:

    Gruß Thomas -- Wer Tipfehler findet, darf sie gerne behalten. :-)

  • ...Was machen die Bienen deren Beute unter einem Baum stehen?...


    Moin Bienen-Tom, so einfach ist das nicht.
    Menschen finden es unter Bäumen angenehm.
    Windräder mit ihrem ständig gleichmäßig wechselndem harten Schatten hingegen nerven kolossal!
    Denk mal an eine Autofahrt bei Sonnenschein zwischen Alleebäumen...

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Zudem könnte es sein, dass der Schatten der Rotoren nur z.B. im März und September auf die Beute fällt. Gerade bei tiefstehender Sonne im Herbst/Frühjahr kann der Schatten schon mal ein paar hundert Meter lang sein, die Schattenlänge ist eben stark abhängig von den Jahreszeiten bzw. dem Sonnenstand. In dem Fall könnten sich die Bienen nicht daran "gewöhnen". Muss man wahrscheinlich wirklich einfach ausprobieren und vielleicht dreht man die Kiste gleich so, dass der Rotorenschatten nicht auf die Flugfront fallen kann.
    Gruß, Henrike

    Das Ganze ist mehr als das Summen seiner Teile.