• So,
    nun haben wir seit fast 10 Jahren es endlich so weit gebracht, dass wir uns relativ friedlich über Varroabehandlung oder keine Varroabehandlung unterhalten können.
     
    Nun wird der Drohn anfangen die zweite der heiligen Kühen auf die Schlachtbank zu führen!
     
    Müssen wir wirklich immer unsere Völker füttern?
    Führt dieses Füttern auf lange Sicht nicht zur Degeneration unserer Völker?
     
    Der Drohn würde sich gerne über solche Fragen mit Euch auseinander setzen:daumen:
     
     
    Der
    Drohn

  • Sicher nicht wenn man entsprechende Trachtgebiete hat....?


    Der Drohn hat die Erfahrung gemacht, dass 1/3 seiner Völker wirklich schleppen!
    1/3 der Völker schleppen!
    1/3 der Völker würden verhungern wenn sie nicht gefüttert werden!


    Lassen wir mal den Pollen aus dem Spiel jetzt noch!
    gelle Sabiene ;-)


    Der
    Drohn

  • 1/3 der Völker würden verhungern wenn sie nicht gefüttert werden!


     
    Darum wird ja auch verschiedentlich empfohlen, viele Jungvölker zu bilden und entprechend scharf zu selektieren.
    Auch wenn man die Jungvölker füttert, erkennt man doch Unterschiede in der Vitalität?
    Im 1. Leistungsjahr wird dann wieder gesiebt und es werden einfach keine vom letzten Drittel in den Winter genommen.


    Die "Schwächlinge" muss man ja nicht (absichtlich) verhungern lassen nur weil das vielleicht natürlicher wäre.

  • Dazu müsste man wissen ob Bienen einen Vorrat über dem Notwendigen zur Überwinterung anlegen oder nur so viel dass es für die Überwinterung reicht.

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Hallo Drohn,


    schön, dass das Thema mal angesprochen wird. Mir erscheint das Zufüttern von unter hohem Energieaufwand erzeugtem Zucker irgendwie unsinnig. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, im nächsten Jahr nur das zu entnehmen, was ich für mich brauche und den Rest im Volk zu belassen. Würde bedeuten, dass ich die Frühblüte kriege und die Bienen dann alles was danach noch kommt.
    Hängt es nicht generell davon ab, zu welchem Zeitpunkt man wieviel schleudert/presst/wegfuttert?


    Anfängergrübeleien von
    Henrike

    Das Ganze ist mehr als das Summen seiner Teile.

  • Hängt es nicht generell davon ab, zu welchem Zeitpunkt man wieviel schleudert/presst/wegfuttert?


    Eher weniger. Die Unterschiede zwischen der Aufteilung des Futterstromes in Brut und dem Anlegen von Vorräten folgt zwar einem jahreszeitlichen Rhytmus, die Unterschiede von Volk zu Volk sind aber sehr stark. Einmal abgesehen davon, dass durch Platzmangel eine Brutbeschränkung eintreten kann, hat der Erntezeitpunkt nach meinen Beobachtungen nichts mit der Erntemenge und den verbleibenden Wintervorräten zu tun

  • Hallo Zusammen,


    die Frage des Fütterns beschäftigt mich vor allem bei den im April gebildeten Ablegern. Diese haben einmalig je 250 ml. 1:1 Lösung als Starthilfe bekommen, mehr gegen den "Durst" als wegen mangelnder Tracht. Seit dem nichts entnommen und nichts gegeben. Sie sind schnell und stark gewachsen und besetzten im Juli/August alle zwei Zargen (und das wirklich gut!). Als ich sie Anfang September gewogen haben, hat die Segeberger Beute ca. 21 Kg gewogen.


    Wenn man davon ausgeht, dass eine Segeberger auf 2 Zargen inkl. ca. 15.000 Bienen etwa 13 Kg wiegt, dann waren Anfang September ca. 8 Kg Futter abzüglich ein bisschen Pollen eingetragen. Selbst wenn die es Bienen schaffen trotz rapide nachlassender Tracht und noch vorhanenem Brutgeschäft diese Vorräte stabil zu halten, wären Anfang Dezember noch immer 8 Kg vorhanden. Die müssten dann aber bis Mitte März reichen.
    Frage an den erfahrenen Imker - ist das genug ?


    Erstaunlich ist allerdings, dass die Ableger (3 an der Zahl an verschiedenen Standorten) alle in etwa dasselbe gewogen haben. Eigentlich müsste man davon ausgehen, dass die Bienen ihre Volksgrösse den Ernährungsumständen anpassen - aber viele Imker geben einen Mindesfuttervorrat von 14-20 Kg je nach Volksstärke an. Einige Füttern Segeberger bis auf 38-45 Kg auf, habe ich hier gelesen.


    Ist das alles humbuk ? Sprich....kann ein Jungvolk mit evtl. 8-10 Kg Futter durchhalten ? UNd wie wäre es im Winter...würde das Volk nach und nach auf ein überlebensfähiges Mass schrumpfen oder bis zum "Ende" stark bleiben um dann komplett zu verhungern. Mir fehlt die Erfahrung, aber evtl. kann ein alter Hase etwas dazu sagen ?
    Ich weiss nur eins - meine Völker habe ich bis ca. 28-30 Kg aufegfüttert (letzten Winter)...die haben alle noch gute Reserven gehabt....habe nur nicht genau berechnet wieviel übrig war....also halte ich 20 Kg Futter für komplett übertrieben. Aber ob 8 reichen...???


    Der Weimaraner

    Meine Betriebsweise ist es keine Betriebsweise zu haben - jedes Jahr ist anders !

  • Weil es komplexer ist!


    Du spielst darauf an, dass es Völker gibt, die ihren Wintervorrat im Spätsommer/Herbst selber sammeln, während andere Völker am Stand gefüttert werden müssen, um nicht zu verhungern?

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • ....also halte ich 20 Kg Futter für komplett übertrieben. Aber ob 8 reichen...???


    Das kommt immer auf den Winter an! (Bzw. das Frühjahr ist meist ausschlagebend).
    Und als Faustregel: Starke Völker verbrauchen realtiv weniger Futter, als schwache.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"