Nur ein großer Brutraum

  • Hallo, Mitimker,
    ich möchte gerne mehr wissen über die Erfahrungen, die andere Imker mit
    nur einem Großen Brutraum machen.
    Ich habe das Thema schon mal angesprochen, aber mir wurde die Türe zugeknallt.
    Das "Zuknallen" ist nicht brauchbar für eine gute Diskussion.
    >Schließt sich eine Tür, öffnet sich eine Neue.<
     
    In dieser interressanten Diskussion sollte kein Denkverbot herrschen,
    denn es geht um die Erhaltung der Bienen.
    Es sollten möglichst viele verschiedene Sichtweisen aufkommen,
    das ist sehr wichtig.
    Egal, ob Varroabehandlung oder nicht oder wie, mir geht es um
    einen Erfahrungsaustausch, der in einem Forum ja möglich sein sollte.
     
    Damit wir untereinander lernen können, benutze ich dieses Imkerforum.
     
    Beste Grüße, Udo

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • Servus Udo,
    Ich imkere mit nur einen Brutraum (eigenbau Beute,eigenbau Rähmchenmaß),Naturwabenbau,12 Hochwaben.
    Ich bin mit dieser art zu imkern sehr Zufrieden,(wenig störungen bei der Durchsicht,gute Überwinterung.)
    Herzliche Grüße
    von Schorsch

  • Servus!
     
    Habe nun Erfahrung gesammelt mit Dadant (12er nach Adam), 1,5 Zander, Trogbeute mit Zanderrähmchen und Zander mit geteiltem Brutraum (normale Heroldmagazinbeute).
     
    Zum Vergleich:
    Der wesentliche Vorteil des ungeteilten Brutraums liegt darin, dass man viel weniger Rähmchen bei einer Komplettdurchsicht ziehen muss (12 bei Dadant, 20 beim Heroldmagazin). Spart also Zeit und Material.
     
    Das Volk gerät viel mehr in Aufruhr wenn ich die Magazine und somit den Brutraum für eine Durchsicht teilen muss, als wenn ich nur ein Schied entnehme. Schweres Kästenheben entfällt zudem auch! Ich bin kein Freund der Kippkontrolle, daher kommt diese für mich nicht in Frage. Jemand der das praktiziert sieht natürlich die Voteile klar beim geteilten Brutraum.
     
    Imkert jemanden mit geteilten Bruträumen würde ich immer empfehlen Beuten ohne Falz zu nehmen. Gibt viel weniger gequetschte Bienen und erleichtert die Arbeit enorm, auch bei der Kippkontrolle.
     
    Die Trogbeute kann man ohne weiteres für Standortimker empfehlen, ideal für Bienenhaus oder Freistand. Für Außenaufstellung und Wanderimker ist sie nicht geeignet. Vom Prinzip her aber auch nur ein Brutraum mit aufgesetztem Honigraum. Nachteil natürlich die unhandlichkeit und das Gewicht.
     
    Oft hörte ich das Argument: "Bienen wollen nach oben bauen. Dadant und Trogbeute sind unnatürlich." Dies halte ich aber für nicht zutreffend. Wenn ich mir ansehe wo ich schon überall Schwäre gesehen habe sieht es nicht so aus als würden sich die Bienen immer eine Behausung suchen die röhrenförmig nach oben verläuft.
     
    Mein Fazit:
    Ich persönlich möchte nicht mehr weg vom ungeteilten Brutraum. Hauptächlich aus dem Grund weil ich die Handhabung dieser Beuten für mich als Imker wesentlich einfacher finde als mit gestapelten Magazinen und geteiltem Brutraum. Ich imkere allerdings im Bienenhaus und nicht in Freiaufstellung.
     
    Im Vergleich Zander 1,5 und Dadant fällt meine Wahl auf Dadant, weil die Rähmchen ein wenig kleiner und somit handlicher sind. Außerdem gibt es für Dadant wesentlich mehr Anbieter als für Zander 1,5 Zubehör (wer sich natürlich alles selber baut der ist darauf nicht angewiesen).
     
    Was den Bienen wirklich am liebsten ist wird man wohl immer nur vermuten müssen, solange man sie nicht fragen kann.
     
    Gruß Christian

  • Hallo Udo,


    so langsam solltest Du bemerkt haben, dass wir deine Masche durchschaut haben.
    Es geht Dir nicht darum, eine Diskussion über Grossen oder kleinen Brutraum zu führen, Du möchtest lediglich zeigen, was Du doch für ein toller Imker bist.
    Du möchtest keine gleichberechtigten Gegenüber, Du willst jemanden, der voller Andacht deinen Worten lauscht.
    Vergiss es.
    @ Markus :daumen:

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo Michael,
    solche Beiträge finde ich hier unpassend. Schreib das doch pesönlich per PM, anstatt hier die Stimmung zu vermiesen! Und von den Typen, die zeigen wollen was für tolle Imker sie sind, gibt´s ja wohl mehr als genug!!! Hier und auch außerhalb des Forums.


    Ich habe seit diesem Jahr Abeger auf Zander 4/3 mit 10 W. Hab ich übrigens erst jetzt bei meiner Nachbestellung von BR festgestellt, dass da etwa 3 cm Unterschied sind zwischen 4/3 und 1,5. Ich dachte immer, ich hätte auch 1,5. Alle Wirtschaftsvölker habe ich noch mit 2 BR, deshalb bin ich gespannt auf das Frühjahr zur Schwarmzeit. Da wirds dann zeitig schon ziemlich eng. Heißt das, ich muss oder kann mehr Ableger von denen bilden, als bei der 2-räumigen Betriebsweise? Und den Wabentausch muss ich auch noch hinbekommen. Die Dunklen nach außen rücken, oder?

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Hallo Holmi,
    das Thema "Grosser Brutraum" ist doch wohl unbestritten, oder?
    Aha!
    Wir könnten genau so gut über die bahnbrechende Erfindung des Rades diskutieren.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Servus
    ill be back

    ....
    Damit wir untereinander lernen können, benutze ich dieses Imkerforum.


    Der Meinung bin ich auch.
     


    Spart also Zeit und Material.
     


     
    Das kann man aber auch anders sehen .
    Setz das mal in Relation mit Zeit und Kosten die die Umstellung auf ein neues Systhem machen??
    Und es giebt auch andere Gründe für ein Systhem !
     


    ... würde ich immer empfehlen Beuten ohne Falz zu nehmen. Gibt viel weniger gequetschte Bienen und erleichtert die Arbeit enorm, ...


     
    Das halte ich für ein Gerücht , hängt eher vom Geschik des Imkers ab.
    Und sind einfacher zu bauen.
     


    Was den Bienen wirklich am liebsten ist wird man wohl immer nur vermuten müssen, solange man sie nicht fragen kann.


     
    100% meine Meinung
     
    hab mal einen Schwarm bekommen der sich selbst in eine Schuhkartong eingenistet hatte.
     

    Hallo Udo,...
    der voller Andacht deinen Worten lauscht.


     
    ich glaub Du bist wohl der erste der Lauscht?
     
     
    Servus

  • Hallo
    da ich mit der Umstellung auf einen Brutraum liebäugel, hoffe ich in dieser Diskusion mehr zu erfahren OHNE das die wieder kaputt gemacht wird ,naja die ersten Ansätze sind ja schon wieder da wie bei vielen Diskusionen hier im Forum


    Erzählt doch auch mal bitte welche evtl. Nachteile bei einem Brutraum sind gegenüber einer Mehrraumbeute ( Honigeintrag; bildung von Ablegern ;ist der Austtausch von Altwaben durch komplette Bauerneuerung bis mitte Jull möglich ; Königinnenzucht ; welche Behandlungsmöglichkeiten gegen Varoa sind möglich bzw.dosierung von Mitteln z.B. Oxalsäure bedampfen;Thymovar;Thymol usw.


    Gruss
    Markus


    ps.: ich Imker mit DNM 11Waben in Holz und möchte wenn auf DNM1,5 11Waben umsteigen

    "Willst du Gottes Wunder seh'n, musst Du zu den Bienen geh'n."

  • Hallo
    Nachteile grundsätzlich keine aber auch keine Vorteile.
    Ich persönlich finds nur unnsinnig mit zwei Größen rum zu hantieren .
    Auserdem kenn ich einen Imker der Mehrere Systheme im Einsatz hat dessen Aussagen hierzu sind klar,
    die Biene sind im Durchschnitt gleich gut entwickelt ,haben gleich viel Ertrag und leider auch die gleche menge Milben,
    Das ist allso nur eine Geschmaksfrage,
    Und über Geschmak lässt sich Streiten!!
    Hier.
    Servus der moikaner

  • Hallo zusammen, es geht eigentlich nicht um die Frage, welches System besser ist. Das kann nur jeder für sich ausprobieren und entscheiden. Es geht um Vor- und Nachteile.
    Was soll bei der Varroabehandlung anders sein? Die Menge kann man sich berechnen. Ich habe die Menge durch 4 geteilt und mal 3 genommen, oder anders: Der Mittelwert zwischen einzargig und zweizargig. Umstellung? Die Ableger werden in das neue Maß gesetzt und wenn brutfrei, werden die kleinen Rahmen ersetzt. Mit nem Kunstschwarm gehts auch.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi


  • Erzählt doch auch mal bitte welche evtl. Nachteile bei einem Brutraum sind gegenüber einer Mehrraumbeute ( Honigeintrag; bildung von Ablegern ;ist der Austtausch von Altwaben durch komplette Bauerneuerung bis mitte Jull möglich ; Königinnenzucht ; welche Behandlungsmöglichkeiten gegen Varoa sind möglich bzw.dosierung von Mitteln z.B. Oxalsäure bedampfen;Thymovar;Thymol usw.


    Gruss
    Markus


    ps.: ich Imker mit DNM 11Waben in Holz und möchte wenn auf DNM1,5 11Waben umsteigen


    Warum sollen die von dir genannten Dinge denn mit einem großen Brutraum NICHT möglich sein? :roll: Weshalb soll sich die Varooabehandlung unterscheiden? DIe Dosierung kann angepasst werden etc. pp.
    -> www.dadant.org

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    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Hallo


    August Ludwig schrieb schon vor reichlich 100 Jahren: Über die Bienenwohnung (Brutraum) wird in Imkerkreisen sehr viel geredet und gestritten.....ganz aktuell.
    Weiter schreibt er: Für die Bienen selbst spielt sie (Bienenwohnung) aber gar nicht die ausschlaggebende Rolle.


    Meine Erfahrung mit dem 1,5 Segeberger Brutraum DNM sind noch nicht so groß, das ich da eine genaue Aussage über vor und Nachteile treffen kann. Aber eins kann ich jetzt schon sagen und das schreibt auch August Ludwig( und da möchte ich mich nicht, mit ihm auf eine Stufe stellen), der Brutraum muss der Volksstärke angepasst sein. Zu kleine Völker entwickeln sich im Frühling zu langsam. A.L. schreibt: eine ordentliche Bienenkugel hat auch im Winter einen Durchmesser von 25cm.
    Hier sehe ich den Vorteil von großen Waben im Brutraum.


    Noch ein mal A.L: will man starke und volkreiche Stöcke sich anziehen, so muß man erstlich bei seinen Bienen das Schwärmen, nämlich das öftere und unzeitige Schwärmen verhindern, und sodann geräumige Wohnungen verschaffen , die man aber erst nach und nach geräumig machen muß.( Gleich zu große Wohnungen hemmen die Volksentwicklung).


    Naturwabenbau ist erstrebenswert, aber wer MW verwendet sollte sie am Oberträger festmachen und unten etwa 5mm Luft lassen, da sie sich in der Stockwärme ausdehnen können und dann unten sich wölben, ist mir passiert, jetzt nicht mehr.


    Wenn man die Völker richtig führt und das beginnt schon im Juli, kann man mit allen Beutentypen und Betriebsweisen gute Honigerträge erzielen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)