Bienenkiste Meinung??

  • ... und bei 60 bis 100 kg Gesamtgewicht stelle ich mir das nicht ganz einfach vor ...


    Lieber Traugott,
    Du redest Unsinn: FAQ: Wie schwer ist die Bienenkiste in etwa bei der Honigentnahme?


    @NMZ: Schau' Dir einfach mal verschiedene Systeme in der Praxis an und sprech' mit Imkern, die damit Erfahrung haben. Bei der Bienenkiste findest Du z.B. Leute in Deiner Nähe über das Bienenkisten-Netzwerk, bei der Warré-Beute im Warré-Forum (danke Bernhard :) )


    Ob eine Beute und Betriebsweise gut ist, oder nicht, kann man pauschal überhaupt nicht beantworten. Das hängt von den persönlichen Anforderungen ab. Die Bienenkiste richtet sich an Leute, die mit einem absoluten Minimum an Aufwand imkern wollen. Es gibt noch andere ähnliche Konzepte, wie z.B. Warré-Beute und top bar hive.


    Erhard

  • Also der Grundgedanke der Bienenkiste ist es ja, mehr Leute in die Imkerei zu bringen und das möglichst zu geringen Kosten. Ist ja ehrenwert und ich denke, jeder von uns unterstreicht dieses Ziel.
    Die Eingangsfrage "Was haltet ihr von der Bienenkiste" ist so einfach also nicht zu beantworten - was will denn der Autor der FRage genau wissen?
    Ob wir sie als sinnvolles Instrument zur Imkerwerbung betrachten?
    Ob sie generell geeignet ist zur Bienenhaltung?


    Ich denke, Bienen werden darin genauso "glücklich" sein können wie in einer normalen Beute, einem hohlen Baum oder anderem.
    Den Bienen ist es - so einfach mal gesagt - wurscht.
    Wie es dem Bienenhalter damit geht ist eine andere Frage.
    Wie es anderen Bienenhaltern der Umgebung damit geht die unter eventuellen "Nebeneffekten" (unerkannte Faulbrutausbrüche o.ä.) in Mitleidenschaftgezogen werden, ist wieder eine andere Frage.
    Wer sich als Bienenhalter am regen Summen erfreut, für den mag sie richtig sein. Wer dann aber weiter in die Materie einsteigen will, wird sie bald in die Ecke stellen müssen denn dazu braucht es zwingend Mobilbau.


    Ich persönlich halte auch nicht viel davon; gerade als Einsteiger will und sollte man doch mehr Einblick in das Volk gewinnen können - als erfahrener Imker beginnt man dann ja oft ganz gerne mit Stabilbauvarianten - sei es Figurenbeuten oder schlichtweg der Schwarm, der bei Rähmchenmangel mal eben einfach so in die Beute eingeschlagen wird. Aber für einen Anfänger halte ich es für wenig geeignet; vor allem wenn es eben doch nicht so günstig ist wie propagiert.
    Den Bienen aber wird es genauso gefallen wenn nicht gar mehr als in der Segeberger...da werden sie nämlich weitgehend in Ruhe gelassen und können so ihr eigenes Ding machen.


    Melanie

  • NNZ: Ich persönlich habe mich nach 15 Jahren mit DeutschNormalmaß-Beuten (die erste war 1982 sogar eine Hinterbehandlungsbeute) für Dadant entschieden.


    Den Bienen ist es tatsächlich egal, in was für einer Kiste sie hausen. Da kommen sie sogar mit der "Bienenkiste" klar. Melanie hat da Recht.


    Wenn Du Dich aber ernsthaft mit der Imkerei beschäftigen willst, dann such Dir einen Imkerpaten, kauf Dir ein paar gute Bücher, mach den einen oder anderen Imkerkurs an einer Imkerschule oder an einem Bieneninstitut, leg Dir eine Fachzeitschrift zu und besuche imkerliche Veranstaltungen wie z.B. die Berufsimkertage in Soltau und Donaueschingen.


    Und (auch für die anderen) wenn Du möglichst viel von den Bienen sehen willst, ohne sie großartig zu stören - da gibt es ein ganz einfaches Mittel. Leg Dir mittelfristig einfach mehr Bienenvölker zu, da bekommst Du automatisch mehr zu sehen und lernst auch mehr.


    Die Rähmchenmaße Dadant, Langstroht und Zander sind meiner Meinung nach die Maße, auf die sich die Imkerei (hoffentlich) in Zukunft beschränkt. Alle anderen Maße haben ausgedient, sind wie z.B. das DeutschNormalmaß eine Erinnerung an Zeiten, als die Bienenvölker klein und der Zucker teuer war. Dann gibt es noch so ein paar exotische Geschichten, deren Aufrechterhaltung aber nur zur Folge hat, daß die Produktion von Bienenkästen und Rähmchen teuer bleibt. Wo der Zukauf des Imkerzubehörs aber hohe Kosten bedingt, wird Imkerei auch unattraktiv gemacht.


    Insofern finde ich, daß die Idee, die sogenannte Bienenkiste zu etablieren, letztendlich nur dazu beiträgt, die Imkerei und Bienenhaltung noch unattraktiver zu machen - ein Schuß ins Knie!


    Gruß, Klaus

  • Hallo

    Ja ich weiss aber ich habe zu Hause schon viele andere Tiere von Ponys zu Katzen, Ziegen usw. und will die Imkerei nur zum Hobby haben. Ich möchte auch nur 2-3 Völker halten. Ich werde jetzt mal schauen was ich mache. Noch einen schönen Abend wünsche ich euch

    Gruss NNZ

    • Offizieller Beitrag

    Dann werde ich mir 2-3dadant beuten kaufn sind die ok????oder auch nicht.freuemich auf eine antwort.


    Gruss NNZ



    Ganz gute Idee. Da machste eigentlich nichts falsch und alles richtig :)
    Ach ja und ehe ich es vergesse - sehr wertvoll um einen Überblick zu bekommen http://www.dadant.org
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Danke dir für diesen super Link. ICh werde da mal für ne Weile lesen.


    ICh wohne hier in der Schweiz und wollte Fragen ob man auch Bienen kaufen kann wenn man nicht in einem Verein ist. Und, Was für Waben habt ihr? Ohne Mittelwände oder mit. Kann ich auch einfach ein Volk mit ein paar Waben übernehmen und dann das Volk selber bauen lassen. Die Frage versteht sich ein bischen schwer aber ja?????


    Gruss NNZ

  • ICh wohne hier in der Schweiz und wollte Fragen ob man auch Bienen kaufen kann wenn man nicht in einem Verein ist


    Ja das ist erlaubt. Neue und wieder in Betrieb genommene Bienenstände müssen aber beim kantonalen Landwirtschaftsamt gemeldet werden. Ausserdem empfiehlt sich ein Abo der Bienenzeitung weil darin eine Haftpflichtversicherung speziell für Imker inbegriffen ist.


    Anfängern sei aber grundsätzlich geraten, einen Kurs in Sachen Bienenhaltung zu absolvieren, bevor man sich Völker zulegt!

  • Hallo,


    ich möchte mich als Anfängerin gar nicht allzuweit aus dem Fenster hängen.
    Jedoch hört sich Dein Posting insgesamt so an, als ob Du noch gar nicht schlüssig bist, wie es denn gehen könnte. Sehr unsicher hört sich das alles an, nur dass Du Bienen halten willst, wird deutlich.
    Du solltest wirklich einen Imkrpaten haben, das bringt die Praxis nah. Wenn Du keinerlei Vorerfahrungen hast und nicht der blühende Autodidakt, dann mach in jedem Fall nen Kurs. Völker gibts da auch oft für Anfänger umsonst, Imkerpaten geben gerne Ableger ab etc.


    Die Idee der Bienenkiste finde ich eigentlich gut - viele Interessierte schreckt der zunächst immens aussehende Aufwand und das unüberschaubare an Möglichkeiten ab. Beutensysteme, Rähmchen, die einzeln bewegt werden können. Ich formulier es mal so platt. Das erscheint wie eine nie erreichbare Wissenschaft für sich. Für viele. Sehr viele finden Bienenhaltung toll, liebäugeln mit dem Thema, trauen sich aber nie zu nem Anfang.


    Das erfrischend simple der Bienenkiste mit der Ermunterung, dass es auch einfacher gehen kann, läßt viele einen Einstieg wagen. Immer zusammen mit dem Infomaterial: Die Filme sind klasse, gut eingeteilt und zeigen, dass es auch ohne viel Brimborium gehen kann. Der Anfang ist gemacht. die Behandlung wird auch nicht außen vor gelassen.
    Insgesamt ist es immer noch viel, was der Neuanfänger lernen, lesen und gucken sollte, bevor er einfach mal so loslegt. Aber es kommt in zu bewältigender Form rüber, erscheint strukturiert, einfacher als es letztendlich ist. Auf dieser Basis kann man weiter bauen.


    Letztendlich pflichte ich Melanie voll bei.


    Allerdings solltet ihr die Bienenkiste nicht so sehr herunterputzen. Wer hat es denn schon in anderer Betriebsweise geschafft, den Kleingärtner, den Rentner von nebenan zur Bienenhaltung zu verhelfen? Es auf die nötigen Grundsätze zu reduzieren. Gerade das brauchen viel Anfänger um überhaupt zum Erhalt der Bienen beitragen zu können.
    Tut bitte nicht so, als ob jeder Bienenkistenhalter ein dösbaddeliger Anfänger ist, der sein varroaverseuchtes oder sonstwie erkranktes Volk dann eh verlieren muß, nicht bevor es natürlich seinen Imkernachbarn extremen Schaden zugefügt hat. Den Künstlern, den Spezialisten, den "Richtigen".
    Sorry für diese Äußerungen, bei manchen hat man den Eindruck, dass Anfänger ja gar nicht gehen, egal wie. Am besten werden nur noch fertige Vollprofis geboren oder Berufsimker *Ironieaus*.
    Verhindert grobe Fehler, laßt die Interessierten machen, laßt sie sich austauschen und es wird mehr Imkernachwuchs geben. Die Feinheiten kommen von selbst, denn dann sind sie "angefixt" - Ihr wißt, was ich meine :wink:


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo
    Ich wiederum pfichte keinem zu oder bei es hat alles zwei seiten. Es ist gut das alles so unüberschaubar ist Rähmchen, Beuten, ect. Stellt euch vor jeder 3 Mensch wäre Imker oder Imker Anfänger. Wer kauft dann den ganzen Honig ? Wie sollen wir draußen rumlaufen im Vollschutz? Was wird mit Belegstellen ist das dann noch Reinzucht? Das währe das aus für jeden Berufs Imker. Es gibt genügend Anfänger und aufhörer Es ist gut so wie es ist .


    PS:Meine erste Kiste hab ich genagelt duch die Ritzen konnte man eine Kuh werfen .Mein Pate sagte ich soll mir lieber eine kaufen ,das tat ich,habe trotzdem in meiner Kiste überwintern lassen und von dem Volk eine halbzarge Weidenhonig geerntet. Jedes noch so Abartige Ding Kann Funktionieren.


    Gruß orion


  • Jedes noch so Abartige Ding Kann Funktionieren.
    Gruß orion


    Stimmt vollkommen, ich Hab mal ne Schuhschachtel mit Vollausgebauten Waben bekommen.
    Hab die Königin rausgefischt und mit Absperrgitter in einen Zarge gesetzt den Kartong
    als Aufsatz genommen und die Brut auslaufen lassen hatte sich entwickelt.


    Jetzt mal zum Thema


    Die Kosten für eine Bienekiste sind nicht gering und wenn man es weiter betreiben will
    wird die schnell wieder in die Ecke gestellt.


    Meine Meinung zu so wilden Systemen glaube ich sind bekannt oder nachzulesen.


    Es gibt genügend alte Imker die ihre Ausrüstung verschenken, wenn jemand neu
    einsteigen will.
    Die freuen sich total, wenn Sie einen "Imkererben bekommen" und zum Dank erwarten Sie nur mal ein Glas Honig.
    Nur mal am Stammtisch umhören, sagt daß nur ein zwei mal und jeder bekommt
    ,Garantiere ich, mindestens drei Adressen.


    Tipp
    Moikaner

  • ... Alle anderen Maße haben ausgedient, sind wie z.B. das DeutschNormalmaß eine Erinnerung an Zeiten, als die Bienenvölker klein und der Zucker teuer war...


    Das ist Unsinn. DNM ist in Mittel- und Norddeutschland das mit Abstand am weitesten verbreitete Maß.
    Gruß Ralph

  • Das ist eine Meinung und kein Unsinn
    Ich hab selbst ein Exotisches Maß Hofmann ähnlich DNM und bin in meiner gegend damit alleine .
    Ich Persönlich find mein Maß gut da Zargen kombinierbar sind mit Zander und DNM +++
    Ich rate aber jedem neuen zu Zander ist bei uns gängig .
    Für mich stellt sich die Frage des umstellens Nicht , ich hab Material für 40 Völker.
    Daß reicht Dick .
    Und die Variabilität ist beim verkauf von Völkern ein vorteil .


    MFG Moikaner

  • beetic schrieb

    Zitat

    Die Idee der Bienenkiste finde ich eigentlich gut - viele Interessierte schreckt der zunächst immens aussehende Aufwand und das unüberschaubare an Möglichkeiten ab. Beutensysteme, Rähmchen, die einzeln bewegt werden können. Ich formulier es mal so platt. Das erscheint wie eine nie erreichbare Wissenschaft für sich. Für viele. Sehr viele finden Bienenhaltung toll, liebäugeln mit dem Thema, trauen sich aber nie zu nem Anfang.


    Und warum in drei Teufels Namen jetzt noch wieder ein zusätzliches System, wenn alles schon so unübersichtlich ist? Nebenbei bemerkt, als ich vor fast 30 Jahren mit der Imkerei anfing, was es noch viel schlimmer. Wer redet heute noch von der "Nenninger-Dreiraumbeute? Oder von Rieders Auszugsbeute? Hat es alles mal gegeben, war seinerzeit der letzte Schrei und von seinen Erfindern DAS hochgelobte und Epoche machende System. Heute verschwunden oder höchstens noch Museumsleuten bekannt. Ich empfehle mal den Gang in ein Imkermuseum und das Studieren alter Jahrgänge der Leipziger Bienenzeitung um die Jahrhundertwende des vorigen Jahrhunderts. Ich wage auch mal die Prognose, daß es den Liebigschen Erfindungen so gehen wird wie vielen anderen Ideen von Wissenschaftlern und Imkern vor ihm.


    Zitat

    Das erfrischend simple der Bienenkiste mit der Ermunterung, dass es auch einfacher gehen kann, läßt viele einen Einstieg wagen. Immer zusammen mit dem Infomaterial: Die Filme sind klasse, gut eingeteilt und zeigen, dass es auch ohne viel Brimborium gehen kann. Der Anfang ist gemacht. die Behandlung wird auch nicht außen vor gelassen.


    Das ist eine sowas von verarschende und simple Werbestrategie, die ich fast schon wieder bewundere. Im Angesicht eines großen Angebotes von verschiedenen Bienenkästen und Rähmchenmaßen kommt da jemand daher und erklärt sein neu erfundenes System zum Maß aller einfachen Dinge. Es ist so einfach, daß es nur 230 EURO kostet. Mit ein bißchen "Back-to-the-Roots"- und "Imkern-kann-jeder"-Feeling, gewürzt mit ner Prise "Es gibt zuwenig Imker" sowie der Imker-Erfinderitis "Am deutschen Wesen wird die Welt genesen". Selbstredend ist das alles völlig "natürlich".


    Hrmpf, ich muß mal ne (virtuelle) Valium einwerfen, sonst schreibt mir wieder irgendein Mod einen Ordnungsruf.


    Imkern à la Bienenkiste ist in etwa so, als würde man dem Fahranfänger suggerieren, er bräuchte keine Fahrstunden und keinen Führerschein, sondern könne sich mit einem überteuerten Auto und dem passenden Handbuch zum Auto den ganzen Quatsch mit den Verkehrsregeln sparen.


    Also zurück zum Thema.


    Zitat

    ohne viel Brimborium

    Besuch mich mal, Du würdest Dich wundern, mit wie wenig Brimborium ich auskomme.


    Zur Zeit etwa 100 Dadantbeuten, etwa 200 MiniPlus, mehrere Stockmeißel, Handbesen, zwei Schleudern, Entdeckelungseinrichtung, Filtersystem, Vorratsbehälter, Abfülleinrichtung, Dampfwachsschmelzer, Hochdruckreiniger, div. Nassenheider und Apidea-Verdunster und ein paar Kleingeräte, die man an einer Hand abzählen kann wie z.B. ein Trafo zum Mittelwände löten usw.


    Es gibt natürlich auch die Imker, die möglichst viel Spielzeug brauchen, etwas kaufen, einmal verwenden und dann nie wieder anrühren, weil man es in der Tat eigentlich nicht braucht.


    Zitat

    Allerdings solltet ihr die Bienenkiste nicht so sehr herunterputzen. Wer hat es denn schon in anderer Betriebsweise geschafft, den Kleingärtner, den Rentner von nebenan zur Bienenhaltung zu verhelfen? Es auf die nötigen Grundsätze zu reduzieren. Gerade das brauchen viel Anfänger um überhaupt zum Erhalt der Bienen beitragen zu können. ... Sorry für diese Äußerungen, bei manchen hat man den Eindruck, dass Anfänger ja gar nicht gehen, egal wie. Am besten werden nur noch fertige Vollprofis geboren oder Berufsimker *Ironieaus*.


    Doch, genau das mache ich in voller Überzeugung, ich putze die Bienenkiste herunter. Im Laufe des Jahres hatte ich zwei Anfragen von Bonner Schulen, die mich fragten, ob sie für die Einrichtung einer Bienen-AG solche Bienenkisten anschaffen sollten. Ich konnte die Lehrer davon überzeugen, das wenige Geld aus diesem Etat nicht zum Fenster heraus zu schmeißen.


    Es gibt in Oberbayern bspw. die Landsberger Imkerschule, die von Arno Bruder geleitet wird, Fachberater für Bienenzucht. Hier ein Artikel dazu: Landsberger Imkerschule Da gibt es Anfängerkurse, die von um die 250 Anfängern à la "Kleingärtner und Rentner von nebenan" besucht werden. Auch er ist der Ansicht, daß die Bienenkiste völlig überflüssig ist, die Imkerei an sch sogar behindert und zurückwirft und bildet seine Anfänger mit Schwerpunkt Dadant aus.


    Ich blicke nun mal auf fast dreißig Jahre Imkerei zurück, davon zwölf mit beruflichem Hintergrund und kenne also beide Seiten, da ich als Schüler mit einer alten Hinterbehandlungsbeute angefangen habe. Da kann ich mir schon das Recht nehmen, eine Fehlentwicklung auch als solche zu benennen und die Bienenkiste ist definitiv eine abzulehnende Verschlimmbesserung der Imkerei, die Umsetzung eines realitätsfremden Hirngespinstes.


    Wer nur so aus Spaß Bienen im Garten halten will, kann das ohne weiteres auch mit den bestehenden Systemen. Derjenige hat dann aber den Vorteil, daß er daraus jederzeit doch noch sinnvoll erweitern kann, sollte er soviel Spaß an der Imkerei entwickeln, daß er Lust auf 20, 30 oder mehr Völker bekommt.


    Auf der anderen Seite und das Recht kann man den Bienenkistlern ja nicht nehmen, haben die Bienenkistler das natürliche Recht, jeden schon mal gemachten Fehler zu wiederholen. Man muß ja nicht aus der Vergangenheit lernen.


    Gruß, Klaus