Bienentransport in die Schweiz?

  • Hallo zusammen, habe dieses Jahr in Hannover mit dem Imkern angefangen und muss jetzt beruflich nach Zürich umziehen. Weiss vielleicht jemand, ob und was für den Grenztransport vorgelegt werden muss? Und ich denke mal, für die Bienen wäre der beste Zeitpunkt nach der Winterruhe, oder? Das sind mindestens 7h Fahrt. Danke und Gruß!

  • Hallo zusammen, habe dieses Jahr in Hannover mit dem Imkern angefangen und muss jetzt beruflich nach Zürich umziehen. Weiss vielleicht jemand, ob und was für den Grenztransport vorgelegt werden muss? Und ich denke mal, für die Bienen wäre der beste Zeitpunkt nach der Winterruhe, oder? Das sind mindestens 7h Fahrt. Danke und Gruß!


     
    .. ich meine es ist besser Du verkaufst Deine Bienen und nimmst nur die leeren Stöcke mit. Am Zielort angekommen, kaufst Du Dir einfach neue. Die Schweiz ist kein EU-Land wie I, F, E, oder P. Es wird ein hoher bürokratischer Aufwand werden - außer 'schwarz die lebende Ware mitzunehmen' - und die Frage wird sich Dir stellen, ob der Aufwand sich lohnt. Zudem sollte auch bedacht werden, ob Deine Bienen sich in der Schweiz so wohl fühlen und welche Rasse zu hast und ob diese dort überhaupt gehalten werden darf.


    Ich wollte mal die gute Frühtracht in der Rheinebene in der Schweiz ausnutzen, doch der Rat und von toyotafan@ geschilderte bürokratische Aufwand des Raus- und Reinfahrens, haben mich davon abgehalten.

  • Nach meinem Kenntnisstand ist lediglich das Europäische Gesundheitszeugnis notwendig, das von jedem Veterinäramt auf Basis eines normalen Gesundheitszeugnisses ausgestellt wird.


    In der Schweiz Bienen zu bekommen, ist gar nicht so einfach. Die haben dort nämlich massive Probleme wg. der Europäischen Faulbrut. Ich hatte im Frühjahr von dort viele Anfragen.


    Gruß, Klaus

  • Ich kenne den Aufwand nicht genau, aber er muss recht groß sein:


    Meine ersten Bienen habe ich von einem gekauft, der auch in die Schweiz ausgewandert ist und nach Erkundigungen beschlossen hat hier alles zu verkaufen und in der Schweiz eine neue Imkerei aufzubauen.

  • Hallo zusammen,


    ich kann gut verstehen, dass Du Deine Muttervölker nicht einfach verkaufen willst.


    Nachts 1100 km mit Anhänger sind für die Bienen kein Problem. Das habe ich dieses Jahr in der 1. Juni-Woche bei Regen selbst gemacht und einige Ableger in ein Naturschutzgebiet gebracht.


    Einfuhr ist völlig unproblematisch. Siehe:
    http://www.bvet.admin.ch/ein_a…/01222/index.html?lang=de


    Die Mitgliedschaft in einem Imkerverein nahe Deines zukünftigen Standortes ist sehr hilfreich. Mein Pate ist aus der Zentralschweiz und behilflich sind Dir die Imker dort sicher gerne. Gute Vorbereitung ist der Grossteil des Erfolges und dafür hast Du bis März 2011 noch einiges an Zeit.


    Viel Glück wünscht


    Petra

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  • Hallo,
    in diesen Zusammenhang die Frage, speziell an Königinnen-Züchter:
    "Wie versendet man Königinnen (Österreich hat keine Inselbelegstellen) oder Ableger
    besondes günstig und auf welchen Wege von Deutschland nach Österreich?"
    LG IMME

  • Schonmal vielen Dank für die vielen Antworten! Habe mich noch nicht über die Preise in der Schweiz informiert, aber ist sicher teurerer, wie sonst alles auch. Und ja, hänge schon ein bisschen an meinen 3 Völkern, von denen mir eins zugeschwärmt ist. Obwohl sie mich ein paarmal übel erwischt haben ;)

  • Bevor man Bienen in die Schweiz importieren kann, muss man eine Bewilligung beim kantonalen Bieneninspektor einholen. Das ist auch interkantonal so, oder bei Wanderung auch innerhalb der Schweiz - es gibt Sperrzonen wegen der Faulbrut. Es ist wohl am einfachsten, den Bieneninspekor deines zukünftiges Kantons einmal anzurufen und Dein Projekt zu besprechen. Falls nötig kann ich Dir beim Adressensuchen behilflich sein.
    Liebe Grüsse
    Ulla


  • Gute Vorbereitung ist der Grossteil des Erfolges und dafür hast Du bis März 2011 noch einiges an Zeit.


    Petra


     
    ... ich darf als Alpenbewohner darauf hinweisen, dass bis in den April (!!!!!!!!!) hier noch viel Schnee und Kälte sein kann. Ein Wandern mit Hänger über 1100km ? Wie soll das dann gehen? Das würde ich keinem Imker raten. Sonnige und besonders (!) warme Frühlingstage mal ausgeschlossen. Für die Bienen im (!) Auto selbst wäre das aber kein Problem. Besser wäre dann eine Nachholen der Bienen im Sommer. Im Grund bleibe ich aber bei meiner obigen Aussage. Völker in D. verkaufen und in der Schweiz neue kaufen. Die richtige 'Sorte' am richtigen Standort.

  • Schonmal vielen Dank für die vielen Antworten! Habe mich noch nicht über die Preise in der Schweiz informiert, aber ist sicher teurerer, wie sonst alles auch. Und ja, hänge schon ein bisschen an meinen 3 Völkern, von denen mir eins zugeschwärmt ist. Obwohl sie mich ein paarmal übel erwischt haben ;)


     
    ... dafür sind die Löhne dort wesentlich höher. Über teuer dort zu klagen, wenn man dort wohnt, sollte vermieden werden.

  • Über teuer dort zu klagen, wenn man dort wohnt, sollte vermieden werden.


    Global gesehen hast Du natürlich recht. Finanzplatz und andere subventionerte Branchen, Staatsangestellte und Rentner aus diesem Bereich profitieren übermässig von der aktuell zu hohen Kaufkrauft des Schweizer Frankens. Ebenso die Importeure, die nur sehr zögerlich die Preise senken.


    Auf der anderen Seite gibt es aber eine starke Minderheit, die ohne Subventionen zu Weltmarktpreisen arbeitet und deshalb auch noch irgendwie begründet zu Weltmarktpreisen einkaufen möchte. In diesen Branchen resultiert durch die stagnierenden Löhne für die Angestellten Kaufkraft- und Wohlstandsverlust.

  • Völker in D. verkaufen und in der Schweiz neue kaufen. Die richtige 'Sorte' am richtigen Standort.


    Schutzgebiet ist heute einzig der Kanton Glarus, sonst wird hier alles gehalten was vier Flügel hat. Klar wäre es begrüssenswert, wenn sich weitere Imker an der Erhaltung der ursprünglich einheimischen Biene beteiligen möchten.