• Meine eigenen Völker sind bereits fertig aufgefüttert. Nun habe ich von einem verstorbenen Kollegen 2 Völker, die nur schwach aufgefüttert waren, bekommen. Ist das bereits die gesunkene Temperatur, dass sie Apiinvert nur sehr langsam annehmen?
    Kann es sein, dass Futterteig besser angenommen wird?

  • hallo Johannes
    mußte letztes Jahr auch einen spät füttern Oktober.
    Da hab ich mich erinnert was mir ein alter Imker mal gesagt hatt wenns schnell gehen soll mit füttern nimm ein Essiggurkenglas ca 1 L und hau in den Deckel 15 - 20 Löcher mit einem Nagel
    und stells auf s Spundloch .
    Ich kanns mir nicht erklähren aber die nehmen den Liter in 12 STD auf auch bei sehr kalten Wetter.
    Futterteig dagegen dauer ewig .


    servus der Moikaner

  • Hallo Johannes,


    Futterteig wird deutlich langsamer abgenommen als Sirup, weil dazu auch noch Wassereintrag notwendig ist (ich habe es letztes Jahr probiert und musste bei den Ablegern doch noch auf Flüssigfütterung umstellen).
    Was man eventuell versuchen könnte: die anderen Völker überfüttern und dann ein paar Futterwaben umhängen.


    Ich drück' Dir die Daumen, dass es doch noch klappt.

    Mit freundlichen Grüßen -- Traugott Streicher

  • hallo,


    was heist gesunkene Temperatur?
    für diese Zeit kommt nur Sirup in Frage, auf keinen Fall Futterteig.
    Wenn die Völker das Futter nicht abnehmen, kann das auch andere Gründe haben. Ist das Volk gesund? Wie sieht es mit dem Varroadruck aus?
    Ein gesundes Volk nimmt Futter ab, ausser es hat schon zuviel.
    1 Liter / 12 St. ist keine große Leistung, ein starkes Volk nimmt in dieser Zeit auch mehr ab.

  • Hallo,


    Du must ihnen den Weg zum Futter zeigen. Ich mache immer wieder die Erfahrung, wenn einige Zeit nicht gefüttert wird, dann dauert es etwas, bis sie es wieder abnehemen.
    Ich füttere ausschließlich durch das Spundloch im Deckel, teils mit 5 Liter Eimer bei jungvölkern mit Honigglas mit Löchern im Blechdeckel.
    Wenn ich zu füttern beginne, dann schmiere ich immer ein wenig Futterteig um das Spundloch und auf die Oberträger und verschmiere auch den Deckel mit Sirup.
    So müssen sie zwangsläufig das Futter finden.


    Wenn man keinen Futterteig hat, geht es auch das Spundloch und die Oberträger mit Sirup einzuschmieren.


    Nach einer Fütterung sind genug Bienen daran gewöhnt, das die nächsten Gläser zügig abgenommen werden.


    Ich füttere immer noch ohne Probleme in kleinen Mengen auch bei den bereits tiefen Nachttemperaturen. Ein 1 Kg Glas ist in normalerweise in 24 Std leer.


    Was ich absolut nicht machen würde ist, Waben von anderen Völkern rein zu hängen.

  • N`Abend zusammen!


    Ich füttere derzeit auch noch ein, bin allerdings zum Großteil über die Hälfte fertig oder schon "in den letzten Zügen".
    Die Futterannahme ist je nach Volk sehr unterschiedlich, allerdings nehmen alle, wenn auch teilweise erst nach dem Legen einer Futterspur, ihr Futter gut ab.
    Je nach Volk ist so eine 6-7 kg-Schüssel nach 1-3 Tagen annähernd oder sogar komplett leer.
    Bis Mitte / Ende kommender Woche möchte ich soweit durch sein mit der Fütterung, dann können Herbst und Winter von mir aus kommen.


    Gruß
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!


  •  
    klingt nach "Arbeitsbeschaffungsprogramm"
    Nichts für ungut, es wird funktionieren, aber einem Jungimker sollte doch auch der rationellere Weg erklärt werden.
    Wenn sich jemand dieses kg Gläser rumgeklaube antut, wird er bald genug vom Füttern haben. Auch bei geringer Völkerzahl ist es angenehm z.B. mit Futtertrog in 3x das ganze Futter zu geben. Bei 1kg Gläsern heist das 15-20 mal pro Volk füttern.

  • Hallo,


    ich nehm Dir Deine Meinung nicht übel, jeder wie er mag.


    Zitat

    Ich füttere ausschließlich durch das Spundloch im Deckel, teils mit 5 Liter Eimer bei jungvölkern mit Honigglas mit Löchern im Blechdeckel.


    Vielleicht hab ich mich ja ungenau ausgedrückt:


    Bei Vollvölkern, die ich mit Apilive Var behandle, gebe ich das Futter indem ich einen Futtereimer (5Liter) umgedreht mit Siebdeckel auf das Spundloch stelle.


    Wenn man ab Mitte Juli so füttert, hält sich der Arbeitsaufwand in Grenzen, die Bienen knallen nicht alle Zellen zu sodas noch Platz zum Legen bleibt und die Kö wird durch den steten Futterstrom auch bei Laune gehalten, was bei 2 großen Futtergaben vermutlich nicht der Fall wäre.


    Bei totalerneuerten Völkern oder Schwärmen oder Kunstschwärmen füttere ich jeden 2. oder dritten Tag ein Kg Glas voll Zuckerwasser, am Anfang 1:1, dann immer dicker bis 2:3.
    So halte ich den Bautrieb aufrecht. Bei wenigen großen Futtergaben würde das nicht funktionieren.


    Das das Ganze ein gewisser Arbeitsaufwand ist, ist klar. Da ich ohnehin fast jeden Tag bei meinen Bienen bin, da ich mich nirgens so entspannen kann, wie am Flugloch, ist mir das egal.


    Ich rühre einen oder zwei 5 Liter Kanister an und verteile die am Stand auf die Völker. Das Zuckerrühren dauert mit warmem Wasser keine 10 Minuten, das aufteilen auf die Gläser je Volk 1 Minute.


    Für einen Profiimker keine rationelle Lösung, für mich ideal.


    Und eigentlich wollte ich damit auch nicht für meine Füttermethode werben sondern darauf hinweisen, das man eine Futterspur legen muss.:roll:

  • Hallo


    die Futteraufnahme bei Temperaturen von unter 10° C, ist bei Völkern die von der Seite oder unten gefüttert werden, verzögert oder kommt ganz zum erliegen. Die Fütterung von oben ist immer günstiger, wegen der aufsteigenden Wärme, sind zu wenig Bienen in der Beute verzögert sich die Aufnahme des Futters ebenfalls.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)