Brutnestgröße im September

  • Hallo alle miteinander!
    Ich habe dieses Jahr mit der Imkerei begonnen und mache beim hiesigen Imkerverein einen Lehrgang mit und habe mir über den Verein 2 Ableger gekauft. Nun meine Frage:
    Beim letzten Treffen sagte unser "Imkerlehrer" das das Brutnest in dieser Jahreszeit noch höchstens 3 bis 4 Waben Groß sein darf und das Völker mit größerem Brutnest durch den Varroabefall nicht über den Winter kommen.
    Nach der letzten Durchsicht habe ich festgestellt, das das Brutnest bei einem Ableger aber noch fast 7 Waben groß ist.
    Wie ist eure Meinung dazu? Bin ein Neuling und hab noch nicht so viel praktische Erfahrung.
    Und noch eine Frage: Wie lange kann man ohne Bedenken weiter einfüttern, da dieser Ableger viel eingefüttertes Futter zum Brüten verbraucht hat?


    Danke im vorraus für viele nützliche Antworten!!!:wink:


    Schöne Grüße Tobi

    Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont. (Konrad Adenauer)

  • sagte unser "Imkerlehrer" das das Brutnest in dieser Jahreszeit noch höchstens 3 bis 4 Waben Groß sein darf und das Völker mit größerem Brutnest durch den Varroabefall nicht über den Winter kommen.



    Erstmal herzlich willkommen hier! Das hört sich eher nach ner Binsenweisheit an.
    Wie Klaus schon schreibt, sind gerade Völker mit jungen Königinnen gerne länger besonders aktiv bei der Brut. Das ist varroamäßig aber weitgehend unproblematisch, solange im Winter bei Brutfreiheit eine Restentmilbung (naja, alle erwischt man nie) durchgeführt wird. Dabei ist es doch egal, ob das dann mehr Milben sind, die sich in der vielen Brut vermehren konnten oder weniger - Hauptsache, man erwischt die.


    Völker, oder vielmehr "rausgewachsene Ableger" sind in irgendeiner Form immer kritischen Faktoren ausgesetzt, die es im Auge zu behalten gilt: Sind genug fitte (!) Bienen da, zunehmende Brut zu pflegen und zu wärmen? Hat der Imker das dabei draufgehende Futter im Auge? Welche Restpopulation Milben nach der Sommerbehandlung wirkt in welcher Dynamik auf die entstehenden Winterbienen ein? Kommt genug Pollen rein? Bei einer schlechten Sommerbehandlung eines vermilbten Volkes ist oftmals unerheblich, ob ein Brutnest klein genug ist - das Volk dürfte es auch so nur schlecht in den Winter schaffen, weil sich viele Milben auf wenig Brut konzentrieren konnten.


    Die Restauffütterung hat man idealer Weise abgeschlossen, bevor es tagsüber nicht mehr zweistellige Temperaturen hat.

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Danke für die schnellen Antworten!


    Im Moment liegt die zweite Runde Ameisensäure ( Apiguard - Säureapplikator ) auf der Zarge!


    Grüsse Tobi

    Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont. (Konrad Adenauer)

  • Hallo Tobi,
    die übliche Auffassung ist die, dass die Größe des Brutnests nichts mit dem Varroabefall zu tun hat, solange die Zahl der Varroen deutlich unter der Anzahl der Brutzellen liegt. Ich halte daher das, was der Imkerlehrer gesagt hat für falsch.
    Gruß Ralph

  • Hallo


    ich kann dem gesagten nur zustimmen, du kannst froh sein das deine Ableger noch so viel Brutwaben haben, du hast für sie optimale Bedingungen geschaffen. Viele Imker die ihre Völker im Futter auf Sparflamme laufen haben, sind fast brutlos und dieser Winter scheint wieder kalt zu werden. Völker die den Winter durchbrüten bieten der Milbe günstige Entwicklungschancen und verbrauchen sehr viel Futter. Eine Brutpause ist erstrebenswert, die Völker sitzen dann ruhiger, ist meine Meinung.
    Dir weiterhin ein glückliches Händchen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Im Moment liegt die zweite Runde Ameisensäure ( Apiguard - Säureapplikator ) auf der Zarge!


    Du meinst sicher Apidea statt Apiguard, oder? Letzteres ist eher ein Thymolprodukt. Aber nicht weniger gut.

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Japp, meinte den Apidea Verdunster!!


    Danke für die hilfreichen Antworten!


    Fazit ist also: Alles ok, weiter Einfüttern bis genug Futter (12-15 kg) für den Winter drin ist!
    Dann im Winter wenn's nötig ist, eine Oxalsäure-Behandlung!


    :-D Schöne Grüße Tobi

    Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont. (Konrad Adenauer)


  •  
    Hallo, Ja alles Ok , weiter Einfüttern auch ruhig etwas mehr!!!

    Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück