Vom Zander zur Flachzarge nur wie?

  • Einen imkerlichen Gruß in die Runde,


    nachdem ich schon einen Weile mitlese habe ich mich heute entschlossen
    mal mein Problem zu schildern. Aktuell imkere auf Herold Zanderbeuten
    womit ich eigentlich gut zurecht komme bis auf zwei Punkte.


    Das eine ist der viele Überbau wegen des nicht korrekten Abstand der
    Rähmchen zwischen den Zargen, der andere, die Zanderhonigzargen sind
    mir eigentlich zu schwer. Eine Bandscheibe ist schon raus und
    Ratschläge wie Hubfix am Stand erscheinen mir zu umständlich.


    Jetzt habe ich mal Zandertrogbeuten ausprobiert allzuviel kann ich
    dazu noch nicht sagen, die sind zwar ganz nett aber ich fürchte das
    ist auch nicht der Durchbruch. Der Überbau bleibt und letztlich muss
    man die auch abheben und schleppen. Davon abgesehen sind das wirklich
    ziemliche dicke Dampfer, obwohl der Boden abnehmbar ist. Ich wandere
    nicht, es ist aber trotzdem blöd dass immer nur eine Kiste in mein Auto
    passt. :-)


    Beim Grübeln über diese Problem habe ich mir natürlich die
    Magazinimker-Seite genau angesehen und da das Langstroth System. Mit
    dem dicken Oberträger hatte ich schon gute Erfahrungen gemacht und das
    Teilen des Ganzrahmen find ich ganz interressant. Allerdings alle
    meine 25 Beuten wegzuwerfen macht auch keinen Sinn. Daher wollte ich
    die Zargen unten um einen Zentimeter kürzen, so dass die untere
    Zargenkanten mit den Rähmchenunterkante in einer Ebene ist. Hat damit
    jemand schon Erfahrungen gemacht?


    Jetzt hatte ich weiter darüber nachgedacht ob man nicht auch wie beim
    LS das Ganzrähmchen teilen kann. Ich habe etwas von 1/2 2/3 und 1 1/2
    Zanderzarge gelesen. Im Imkereifachandel kann man soweit ich weiß
    diese Maße nicht kaufen. Das heißt also selbermachen, oder?


    Beim LS wird das 2/3 und 3/4 Rähmchen als besonder gut für den
    Flachzargenbetrieb beschrieben. Auf die Rahmenlänge vom ZM gerechnet
    wären das ungefähr die Wabenhöhen (Rähmcheninnenmaß) 14cm und 16cm.
    Die werden aber garnicht erwähnt. Kann man mir sagen warum?


    Gerade der 3/4 LS erscheint mir, aus theoretisch Überlegungen :-),
    recht sinnvoll. 20 Zanderähmchen erscheinen mit oft als ein zugroßer
    BR und 2x3/4LS hat ungefähr Dadant BR-Größe. Jetzt mal einen Frage
    speziell an Flachzargenimker. Reichen 2 Zargen im 3/4 LS als Brutraum
    in der Regel (Superköniginnen mal außen vor und Ableger muss man ja
    auch noch machen)? Greifen bei diesem Maß schon die Vorteile die
    üblicherweise für Flachzargenbetriebsweise angeführt werden. Kleine
    Schritte bei der Erweiterung, gute Frühtrachtausbeute, etc.., oder
    geht das erst bei dem kleineren 2/3LS?


    Ich weiß dass Beutendiskussionen mit großen Glaubenseifer geführt
    werden, daher habe ich lange gezögert hier zu posten aber meine
    restlichen Bandscheiben wünschen sich eine Lösung. Ich weiß auch dass
    Dadant Imker ihre zwei Zargengrößen als optimal ansehen. Ich möchte
    aber trotzdem erstmal versuchen mit nur einem Rähmchenmaß auszukommen.


    Meine Überlegung war wenn ich an meinen Zargen rumsägen muss um den
    Zargenabstand zu korrigieren kann ich auch gleich etwas mehr absägen.
    Rähmchen werden viel schneller ersetzt als Zargen und so könnte ich
    mit einer Übergangsphase wieder zu einem Zargenmaß kommen. Bei 3/4 LS
    werden 20kg für eine Honigzarge angegeben was mir verglichen mir 35kg
    annehmbar erscheint. Die Grundfläche bleibt dieselbe, wenngleich
    Herold Zander um blöde 1.5 cm breiter ist als das Kompatible System,
    aber ich bliebe zu herkömmlichen Zanderrähmchen kompatibel. Was in
    meiner Gegend absolut vorherrschend ist.


    So das wärs für's erste,


    Gruß furoscame


  • Das eine ist der viele Überbau wegen des nicht korrekten Abstand der


    Haben deine Rähmchen 10 mm oder 19 mm Oberträger?


    Zitat

    ...dem dicken Oberträger hatte ich schon gute Erfahrungen gemacht und das
    Teilen des Ganzrahmen find ich ganz interressant. Allerdings alle
    meine 25 Beuten wegzuwerfen macht auch keinen Sinn. Daher wollte ich
    die Zargen unten um einen Zentimeter kürzen, so dass die untere
    Zargenkanten mit den Rähmchenunterkante in einer Ebene ist. Hat damit
    jemand schon Erfahrungen gemacht?


    Mit kürzen nicht, habe mir meine Zargen vor nicht allzu langer Zeit selbst gebaut. Ich wollte eigentlich den Bienenabstand unter den Rähmchen haben, damit beim Abstellen einer vollen Zarge keine Bienen zerquetscht werden. Offenbar ist es aber eher Standard, über dem Oberträger Platz zu haben, bei den Magazinimkern sind die Unterträger glaube ich nur ca. 2 mm über der Zargenunterkante. Genau auf einer Ebene würde ich nicht machen.


    Zitat

    Jetzt hatte ich weiter darüber nachgedacht ob man nicht auch wie beim
    LS das Ganzrähmchen teilen kann. Ich habe etwas von 1/2 2/3 und 1 1/2
    Zanderzarge gelesen. Im Imkereifachandel kann man soweit ich weiß
    diese Maße nicht kaufen. Das heißt also selbermachen, oder?


    Ich glaube doch, dass es die im Handel gibt. Bei Bienenweber habe ich jedenfalls eben Zander modifiziert Hoffmann auch in 337 mm und 159 mm Höhe gesehen, das müssten Zander 1 1/2 und Zander 2/3 sein.


    Zitat

    ...
    mit einer Übergangsphase wieder zu einem Zargenmaß kommen. Bei 3/4 LS
    werden 20kg für eine Honigzarge angegeben was mir verglichen mir 35kg
    annehmbar erscheint.


    Höhe um 25% reduziert soll trotz größerer Länge (LS gegenüber Zander) gut 40 % weniger Gewicht bedeuten, bist du sicher?


    Zitat

    Die Grundfläche bleibt dieselbe, wenngleich Herold Zander um blöde 1.5 cm breiter ist als das Kompatible System, aber ich bliebe zu herkömmlichen Zanderrähmchen kompatibel. Was in meiner Gegend absolut vorherrschend ist.


    Verstehe ich jetzt nicht. Wenn du eine andere Höhe nimmst, dann bist du doch nicht mehr zu den anderen Leuten in der Gegend kompatibel!?
    Hier ist ein Bild von einer meiner selbstgebauten Heroldbeuten mit den Außenmaßen des Kompatiblen Systems:


    Grüße,
    Robert Gummi

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