Wespenplage was tun?

  • Hallo zusammen,


    ich habe seit 4 Jahren Bienen (also noch Neuling) und habe ein großes Problem, das erstmals auftaucht. Wespen räubern meine Bienstöcke aus. Eines meiner 6 Völker ist bereits dahin. Ich habe die Fluglöcher auf 1 cm verkleinert und trotzdem bringen die Bienen die Invasion nicht abgewehrt. Die Wespen zerren die Bienen vom Flugloch weg und stechen sie ab. Es sind Wespen unterschiedlicher Arten. Ich sehe vor dem Flugloch mehr Wespen als Bienen.


    Was kann ich tun?


    Ich brauche dringend Hilfe, sonst kann ich von vorne anfangen.


    Hilfesuchender Gruß


    Rudi

  • Hallo Uwe,


    danke für die Antwort. Ich habe mir Ameisensäure behandelt 2x. Der kontrollierte Fall war normal bis wenig.


    Hilf mir mal bitte, und erkläre mir, wie die Zusammenhänge zwischen Varroa und Wespen sind.


    Danke und Gruß
    Rudi

  • Hallo Rudi


    Was kann ich tun?


    Als Greenhorn, das ich bin, kann ich auf keine eigenen Erfahrungen zurückgreifen.
    Aber im Buch "Beekeeping for Dummies" beschreibt Howland Blackiston unter dem Titel "Räuberei unterbinden" eine interessante Methode:


    "Tauche ein Leintuch in Wasser und bedecke damit das angegriffene Volk. Das tropfnasse Leintuch soll auf dem Boden aufliegen und die Räuber daran hindern, zum Flugloch zu gelangen. Es scheint, dass die Bienen im betroffenen Stock den Weg hinaus und wieder zurück finden. Netze das Leintuch bei heissem oder trockenem Wetter nach Bedarf. Entferne es nach einem oder zwei Tagen, dann sollte die Räuberei beendet sein."
    (Übersetzung sinngemäss; das gleiche Vorgehen empfiehlt Blackiston übrigens auch, wenn bekannt ist, dass der Nachbar sein Feld spritzt - das soll die Zahl der Flugbienen reduzieren.)


    Das setzt natürlich voraus, dass die Bienen in Magzinen wohnen; für ein Bienenhaus dürfte ein Leintuch allein nicht reichen. Und ob sich Wespen ebenso abhalten lassen wie Räuberbienen, ist auch nicht bekannt – falls die Methode bei diesen überhaupt funktioniert wie beschrieben. Aber immerhin wird es Dir das Gefühl geben, wenigstens etwas versucht zu haben.



    Viel Erfolg gegen die Räuber!


    Gruss BeeBoot





    PS: "Beekeeping for Dummies" ist auch sonst ganz interessant, im positiven wie im negativen Sinn. Es offenbart jedoch mehr über die US-amerikanische Imkerei (und den American Way of Life allgemein), als dem Verfasser lieb sein dürfte...

  • Na oder etwas anderes. Fakt ist daß die Wespen eigentlich nur so eindringen können wenn die Bienen nicht gegenhalten können; also geschwächt sind. Schau mal kritisch durch das Volk - am besten mit einem erfahrenen Imker. Wie sieht die Brut aus, wie dicht sind die Waben belagert. Daß sich Wespen unter dem Flugloch Krabbler holen ist normal und vernünftig (die sind oft auch krank und werden so aus der Welt geschafft ehe sie die Krankheit verbreiten). Aber am Flugloch sollte das nicht passieren. Wenn ich schon lese, daß ein Volk ist dann schrillen bei mir die Alarmglocken. Schick mal ne Futterkranzprobe ein; ev. eine schwer zu erkennende AFB, die da wütet. Wie sieht das Brutnest aus??


    Melanie

  • BeeBoot
    Wespen- und Bienenräuberei sind zwei verschiedene Ursachen. Aber wir wollen doch Wespen als unsere Freunde...
    Rudi
    Hast Du vieleicht ein Wespennest in unmittelbarer Nähe?
    Mit dem Leinentuch kannst Du Bienenräuberei verhindern, aber Wespen lachen über solche Hindernisse.
    Da must Du Dich entscheiden zwischen Bienen und Wespen.
    Gruß Peter

  • Kranke Völker wehren sich nicht mehr und werden dann von Wespen ausgeräubert. Da hilft dann auch kein Verengen mehr. Es hat nicht so sehr was mit der Volksstärke zu tun. Ich habe noch 60 MiniPlus auf dem Stand stehen mit großem Flugloch, die werden von Wespen auch nicht belästigt, obwohl ich drei große Wespennester auf meinem Gelände habe.
    Letztes Jahr wurden varroageschwächte Völker bei mir auch ausgeräubert und vernichtet. Da hilft dann nichts mehr.


    Gruß, Klaus

  • "Freuen" fällt Imker-Rudi hier sicher schwer,
    insbesondere wenn alle Völker betroffen sind.


    Kann man denn nicht noch irgendwie etwas retten?
    Vereinigen um starke Völker aufzubauen und nochmal gut behandeln?

    Mit freundlichen Grüßen -- Traugott Streicher

  • Wie hat „Liebig“ mal so treffend gesagt: „Die letzten - machen das Licht aus“


    Wespen, sind eine Art Indikator am Bienenstand. Es sind hundsgemeine Biester. Es gibt kein erbarmen. Täglich werden es immer mehr. Bis letztendlich alles tot und leergeräumt ist. Das einzige was noch helfen kann, ist das Volk wegschaffen auf einen anderen Stand. Aber das ist meist auch nur von kurzer dauer. Wespen, setzen Duftmarken und alarmieren dadurch andere Wespen.


    Grüße


    Dieter

    Götter haben die Zeit erschaffen - von Eile haben sie nichts gesagt!

  • Hallo Dieter,


    ist das wirklich so?
    Ich bin nun auch Anfängerin und kann nur meine diesjährige Erfahrung beisteuern:


    Bei meinen zwei Schwärmen in Warré war es so, dass gesichert zwei Wespennester in der Umgebung waren. Wespen um die Beute immer, auch Versuche hat`s immer gegeben, jedoch wurden die abgewehrt.
    Allerdings gelang es ihnen in meinem langsam schwächer werdenden Volk Nr 1, welches sich später als drohnenbrütig erwies immer öfter in die Kiste einzudringen. Zum Schluß sind sie einfach so hineingeflogen, das war der allerletzte "Wink"- leider zu spät - hineinzuschauen.
    Die Wespennester waren immer noch da, das Interesse an den Bienenkisten auch aber in mein verbliebendes Volk sind sie nie reingekommen. Falls es mal versehentlich geklappt hatte, tauchten sie schnell mit Verhaftungs- und Abstechkommandobegleitung draußen wieder auf.
    Mittlerweile ist Ruhe.


    Aus meiner Beobachtung heraus würde ich also auch die Auffassung vertreten, dass irgendwas nicht stimmen könnte mit den Bienen.


    Werden denn starke gesunde Völker tatsächlich Wespenopfer - bis zum Tod?


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Nun sollte der Rudi wohl ganz dringend mal seine Völker begucken und gegen evtl. Schwächezustände was tun (behandeln z.B. mit Henrys "Handgranaten", vereinigen, Flugloch noch kleiner machen, ...)


    Aber, gegen die Wespen kann man ja auch mal aktiv werden.
    Ich hab mal gelesen, Wespenfallen mit gährendem Inhalt, würden jene anziehen - Bienen aber abstoßen.


    MfG André, der trotz aller logischsten Erklärungen, dass die Völker nicht mehr zu retten wären, jeden Tip versuchen würde seine Bienen zu retten.


    MfG André

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Der Vogtländer () aus folgendem Grund: "Tip" vergessen

  • ...Ich hab mal gelesen, Wespenfallen mit gährendem Inhalt, würden jene anziehen - Bienen aber abstoßen.


    Hi Andre´,


    ja, Apfelsaft mit Essig lockt Fliegen, Wespen und (leider auch) Hornissen an.
    Ist aber jetzt zu spät dafür.
    Im Frühjahr die Wespenkönigin damit locken...
    (Hoffentlich liest das jetzt kein Wespenfreund...:-( )

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.