Verdampfung von Oxalsäure

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    jetzt machst Du mir aber schlaflose Nächte.


    Die Verdampfung war tatsächlich sehr heiß. Der Vorgang lief mir zu schnell ab.
    Deshalb habe ich in diesem Jahr die Gasflamme schon etwas weggedreht - so nach Bauchgefühl.


    ... das ist ja das Problem aller (!!!) OX-Verdampfer mittels Gasflamme. Die Sache wird i.d.R. vieeeeeel zu heiß eingestellt. Wir hatten ja schon weiter oben die Diskussion mit der Temperaturführung. Das wurde ja nicht so richtig ernst genommen. Der Oxamat kann eine gleichmäßige Temperur gut halten. Die Gasgeräte definitiv nicht.


    Bei GAS Leute, nur mit ganz weicher Flamme!!!!!!!!!!!!! arbeiten. Es geht nicht an, so wie bei dem Video (weiter oben ist der Link dazu) das Rohr mittels Bauchgefühl mal anzuwärmen und dann auch noch mit harter Gasflamme (vorne blau und spitz zulaufend und starkem Geräusch)


    Die Kartuschengeräte kann man nicht gut auf 'weiche Flamme' einstellen. Dafür sind sie ja auch nicht entwickelt worden. Aber es geht trotzdem mit einem kleinen Trick. Ein-zwei Luftlöcher am Brenner mittels Alu-Klebeband verschließen. Schwupp wird die Flamme vieeeel weicher. Radix@ einfach austesten. Der Pizeozünder hat aber beim Verschluss zu vieler Löcher, dann das Problem, das Gas zu zünden. Es könnte eine kleine Verpuffung (bei Geräten die halboffen sind wie der GTM) stattfinden. Bitte austesten, wo die Grenze ist.
    Bei Edelstahlgeräten sollte es auf keinen Fall rot werden. Das Metall soll in seiner Farbe so bleiben. Dann kann man davon ausgehen, das die Temperatur so ungefähr (!) stimmt. Und bei Kupfergeräten und dann direkter Erwärmung und Einbringung und Verdampfung der OXsäure in diesem Rohr, ist es von Haus aus viel schwerer, weil ja Kupfer extrem gut Wärme leitet, dass gut hinzubekommen. Die Säure verdampft i.d.R. sofort mit sichtbarem Aufschäumen. Zudem sind die mir bekannten Geräte und Selbstbauen, alle allseitig offen. Da wird viel Wärme regelrecht verbraten. Da reicht ein kleines aber stetiges Lüftchen und schon..... fällt die Temperatur.


    Nachtrag:
    Was mich noch interessiert ist, ob sich bei den Selbstbauern@ die mit langer Kunststoffschlauchzuführung in die Beuten, der Kristallstaub nicht im Schlauch kondensiert und hängenbleibt und gar nicht bis in die Beute gelangt.

  • ...Sobald die Gaserei beginnt, beschlägt der Deckel und es bilden sich Tropfen...


    Das könnte daran liegen, dass du nicht reine Oxalsäure sondern Oxalsäuredihydrat verdampfst. Dabei werden pro OS-Molekül 2 Wassermoleküle frei. Hinzu kommt, dass das Paraffin der Kerze zu CO² und Wasserdampf verbrennt. Der so gebildete Wasserdampf kondensiert an kalten Oberflächen.
    Gruß Ralph

  • ... das ist ja das Problem aller (!!!) OX-Verdampfer mittels Gasflamme.


    Tja, was so einfach aussieht... :oops:


    Zitat

    ...ob sich bei den Selbstbauern@ die mit langer Kunststoffschlauchzuführung in die Beuten, der Kristallstaub nicht im Schlauch kondensiert und hängenbleibt...


    Definitiv nicht, Jonas.
    Meine 1. Version hatte ein relativ kurzes Cu-Rohr in die Beute.
    Das war im Nu zu.


    Jetzt habe ich ca. 2m Plastikschlauch dran.
    Der ist innen mit einem ganz feinen weißen Belag belegt.
    Den habe ich noch nie sauber gemacht.
    Der Austrittsnebel ist deutlich sichbar - kommt also in der Beute an.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Das könnte daran liegen, dass du nicht reine Oxalsäure sondern Oxalsäuredihydrat verdampfst. Dabei werden pro OS-Molekül 2 Wassermoleküle frei. Hinzu kommt, dass das Paraffin der Kerze zu CO² und Wasserdampf verbrennt. Der so gebildete Wasserdampf kondensiert an kalten Oberflächen.
    Gruß Ralph


    Alles richtig! Aber auch Oxalsäure ist nur unter Laborbedingungen wasserfrei.

  • Aus Eisen wird nichts gemacht. Edelstahl enthält zwar Eisen, aber Stähle als Eisen zu bezeichnen, zeugt nicht gerade von Kompetenz. In der Anleitung zum GTM-Gerät steht auch nichts von Eisen aber es steht, worauf man achten sollte: http://www.gt-montage.at/Betri…g_OXSV%201,5%20V_2004.pdf



    ... nigra@, Du bist ein Erbsenzähler.
    Aber für Dich ändere ich gerne meinen Bezeichnung 'Eisen' in Edelstahl. Was umgangssprachlich vielleicht verständlich ist, mag bei einen Fachmann wie Du es bist, dafür sorgen, dass ihm die Haare zu Berge stehen.


    Nigri@, ich habe trotzdem den Verdacht, dass Du ein reiner Theoretiker bis. Dein Wikipedia-Link und dann obiger Link lassen mich das vermuten. Ablesen und verlinken kann (fast) jeder.
    Frage; was von dem Wissen was Du hier einstellst, hast Du in Deiner Imkerei wirklich selbst ausgetestet?


  • Meine 1. Version hatte ein relativ kurzes Cu-Rohr in die Beute.
    Das war im Nu zu.



    ... das ist das Problem, welches immer dann auftritt, wenn der OS-Pulver-Dampf sich an einer kälteren Stelle abkühlt (i.d.R. Metall) und dort sich als feiner Kristallstaub niederschlägt und festsetzt. Es kann dort auch hart verkrusten. Dann ist das Rohr zu. Wenn's dumm läuft, wie beim GTM-Gerät, weicht der Überdruck mit einer kleinen Dampfwolke dann über den Kugelverschluss aus oder verstopft auch den Einblaseeinlass des Lüfters - wenn man vergessen hat, diesen einzuschalten.


    radix@
    wie ist es bei dem Übergang vom Deinem Verdampfer in den Kunststoffschlauch? Das Stück Rohr müßte sich doch mit der Zeit auch zusetzten? Anderseits wie haiß wird das Stück Rohr an dem der Schlauch dranhängt. Verbrennungen/Verschmorungen? Welche Art von Schlauch. Ich nehme mal an PE, Klarsichtschlauch aus dem Baumarkt bis 50 Grad?

  • Dein Wikipedia-Link...

    :confused: Wo?


    Danke der Nachfrage, kann mich über Winterverluste nicht beklagen bis heute. Es gibt Benutzerprofile die wesentlich spärlicher ausgefüllt sind als meines :wink:


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    Vor allem lernt Theorie, sonst bleibt ihr praktische Stümper ein Leben lang !

  • ... ...OS-Pulver-Dampf sich an einer kälteren Stelle abkühlt (i.d.R. Metall) und dort sich als feiner Kristallstaub niederschlägt und festsetzt. ......



    Ja, diese Problem kann man umgehen, wenn man einen Verdampfer einsetzt, der ein viel kürzeres Metallrohr hat (z.B. der, den man bei Warnholz/Bienen-Voigt kaufen kann) einsetzt.
    Darum überlege ich, das Rohr beim GTM-Gerät zu kürzen oder man erhitzt es mit einer anderen Wärmequelle kurz vor dem Betrieb. Das werde ich mal am Wochenende ausprobieren.


    ...
    wie ist es bei dem Übergang vom Deinem Verdampfer in den Kunststoffschlauch? Das Stück Rohr müßte sich doch mit der Zeit auch zusetzten?


    Nö, setzt sich absolut nicht zu. Klar wird es heiß, aber der PE-Schlauch aus dem Baumarkt hält das ohne Probleme aus. Das Gute am Schlauch ist, dass man sieht, ob bzw. wann der Dampf erzeugt wird.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal gefährlich."

  • ...wie ist es bei dem Übergang vom Deinem Verdampfer in den Kunststoffschlauch? Das Stück Rohr müßte sich doch mit der Zeit auch zusetzten? Anderseits wie haiß wird das Stück Rohr an dem der Schlauch dranhängt. Verbrennungen/Verschmorungen? Welche Art von Schlauch. Ich nehme mal an PE, Klarsichtschlauch aus dem Baumarkt bis 50 Grad?


    Hi Jonas, ich kann Wald und Wiese nur zustimmen.
    Da setzt sich nichts zu.
    Das Rohstück ist ca. 5cm lang, der darüber geschobene Schlauch ist ein 2m langer Saugschlauch für Tauchpumpen (PVC?).


    Die ganze Einheit ist so kurz, daß nach dem Anheizen auch das kurze Cu-Rohr noch gut warm wird.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • J
    Darum überlege ich, das Rohr beim GTM-Gerät zu kürzen oder man erhitzt es mit einer anderen Wärmequelle kurz vor dem Betrieb. Das werde ich mal am Wochenende ausprobieren.



    ... probiere es doch mal, bevor Du es absägen willst, mit einer ca. 1cm-dicken Ummantelung bis 2cm zur Spitze mittels hitzebeständigem Silikon. Das gibt es welche, die gehen bis über 300 Grad. Das Silikon isoliert sehr gut. Da bleibt das Rohr heiß/warm. Selbst die Spitze wird wesentlich wärmer und der OS-Säuredampf wird weniger an der Spitze kondensieren und als Kristallstaub ausfallen.