Wintergewicht schon vor dem Auffüttern

  • Das stimmt, Atouba, es sind sogar drei Völker, die von der Beute des einen fett geworden sein müssten. Die haben offenbar auch noch fleißig Nektar eingetragen, und der kann eigentlich nur von der Heide und vom Wald gekommen sein.


    Auf solchem Honig, so las ich nun schon oft, überwintern die Bienen schlecht. Ich werde also heute noch möglichst viele der mit Honig gefüllten Waben aus den Bruträumen heraus nehmen und gegen leere ausgeschleuderte und -geleckte Honigwaben austauschen, damit Platz für Ambrosia ist (vielleicht auch mehr Platz für Brut!).


    Und das Restvolk voller Drohnen, also drohnenbrütig oder ausgeräubert oder beides, abfegen.


    Mir ist nicht gut bei dieser Arbeit. Aber es sind wohl notwendige Schritte.


    Holbee

  • Hey Holbee


    das Abfegen des Drohnenvolkes bleibt dir nicht erspart, bei dem anderen würde ich erstmal prüfen ob es sich tatsächlich um reinen Heidehonig handelt, hier bei mir herrscht heuer immer noch Tracht (Goldrute) und ich spar mir das endgültige Auffüttern, jetzt den Honig klauen aus dem Brutraum, die Vorstellung ist Horror, die werden sich wehren sonst sind es keine Bienen ;)


    gruß

    "One of nature's biggest forces is exponential growth" (A.Einstein)

  • Was kann schlimmstenfalls passieren, wenn die Bienen tatsächlich vorwiegend Wald- und Heidehonig in den Bruträumen gelagert haben? Wie dringend wäre ein Entfernen solchen Honigs vor dem Winter?


    Heute ist Vereinstreffen meines örtlichen Imkervereins. Da werde ich mal fragen, ob überhaupt Heidehonig eingetragen wurde und ob auch bei anderen die Bruträume so voll Honig sind, dass man sich das Einfüttern sparen kann. Kommt das durchaus mal vor oder ist das ein höchst seltenes Ereignis, das vielleicht alle zehn zwanzig Jahr mal auftritt? Ich bin Anfänger und bereite die Bienen zum drittenmal auf den Winter vor, deshalb fehlen mir hier die Erfahrungen.


    Grüße aus der Nordheide
    Holbee

  • Genügt das? Gibt es hier jemanden, der dieses Jahr auf Einfüttern verzichtet, weil die Völker sowieso schon um die 40 kg wiegen?


    Hängt doch vom Beutensystem ab, + weiteren Sachen ab. Was sagen denn die örtlichen Imkerfürsten zur aktuellen Tracht und zu deinem vermeintlichen Heidehonig und hat jemand Erfahrung mit der Überwinterung ohne Zufütterung in der Region ?


    Gruß

    "One of nature's biggest forces is exponential growth" (A.Einstein)

  • Egal wieviel die Zweizarger wiegen. Ganz spät kriegen die nochmal etwas Sirup. Es haut die nicht um, wenn die 44 oder auch 48 Kilo haben. Die verteilen das schon so wie die das brauchen.
    22 Waben * 2.5kg Futter = 55 kg + Beute + Boden und Deckel. Eine Kiste die 50 kg wiegt ist also nicht gänzlich ohne Leerzellen im Wintersitz. :wink:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Egal wieviel die Zweizarger wiegen. Ganz spät kriegen die nochmal etwas Sirup. Es haut die nicht um, wenn die 44 oder auch 48 Kilo haben. Die verteilen das schon so wie die das brauchen.
    22 Waben * 2.5kg Futter = 55 kg + Beute + Boden und Deckel. Eine Kiste die 50 kg wiegt ist also nicht gänzlich ohne Leerzellen im Wintersitz. :wink:



    Richtig so mache ich es auch.

    Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück

  • Bei 55 kg eines Zweizarges, alle Waben voll Futter, wie ist es denn bei dem Gewicht mit der Brut? Und Pollen? Ich habe eben sechs Waben voll Honig aus der oberen Brutzarge eines Volkes genommen, die restlichen 5 Waben waren voll Brut und Pollen. Ich nahm die Honigwaben raus, weil ich befürchte, dass sie vorwiegend Waldhonig enthalten, auf dem die Bienen schlecht überwintern können sollen. Jetzt fütter ich weiter ein.


    Bei dieser Aktion kamen leider viele Bienen um, weil die Waben dick ausgebaut waren und beim Ziehen teilweise kaputt gingen. Die Bienen verklebten im auslaufenden Honig. Meine große Angst war, dass die Kö dabei sein könnte. Ich frage mich jetzt, ob das Risiko, dem Volk durch diesen Eingriff zu schaden nicht größer war als das Risiko, dass mit dem Überwintern auf Waldhonig verbunden ist.


    Holbee

  • Hallo Holbee und Imkerfreunde


    man sollte schon beachten ob man Segeberger oder Holzbeuten hat, aber auch das nicht zuviel Futter vorhanden ist. Die Bienen sollten in der Winterkugel nicht auf Futter sitzen. Wenn mich jemand Fragen würde ob er noch Waben um diese Jahreszeit bei den Völkern auswechseln soll, würde ich sagen ::::NEIN::::

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Genügt das? Gibt es hier jemanden, der dieses Jahr auf Einfüttern verzichtet, weil die Völker sowieso schon um die 40 kg wiegen?



    Hallo,


    ich hatte nach dem Abschleudern 4kg und nach den Schwammtuchbehandlungen 14kg Sirup eingefüttert. Das war vor der Goldrute, auf die ich mich nicht verlassen mochte. Eben habe ich mal die Völker am Hausstand (Segeberger, 2 Zargen DN) durchgewogen - der Mittelwert lag bei 54 kg, das Maximum bei 60kg... Und die Bienen fliegen wie in der Sommertracht ...


    Robert

    Was auch immer geschieht: nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken! (E. Kästner)