Warum mögen Bienen nicht gefüttert werden?

  • Moin, moin,


    unsere Bienen (ein Schwarm und ein diesjähriger Ableger) waren im Sommer sanft und gut, ich konnte im T-Shirt hingehen und sie anschauen, aufmachen, und hineinsehen. Um sie in den eigenen Kasten umzuhängen, habe ich einen Hut mit Schleier getragen, was nicht nötig gewesen wäre...


    Mit jeder Futtergabe (Ambrosia Sirup) werden sie giftiger und schwirren zorngemut um die Beuten und bis ans Haus heran. Ich habe daher bereits einen Schutzoverall gekauft, aber eigentlich nicht als Freizeitkleidung für den Garten... Heute morgen habe noch mal gefüttert, und im Moment werde ich gestochen, wenn ich nur in den Garten gehe. Einfach so, und von anderen böse angeschaut.


    Meine These ist, dass sie das Futter als Unordnung in den Vorräten wahrnehmen und daher verteidigungsbereit reagieren.


    Ich habe das zunächst mit der Futtertasche hinten, als das nicht mehr passte, oben draufgesetzt, mit einem Futtereimer mit Siebdeckel und von unten probiert: Die Empörung ist zunehmend, egalweg. Ist das bei anderen auch so?


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

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  • Hallo Clas,


    dass Bienen durch das Füttern stechwütig werden, wäre mir nicht bekannt.

    • Hast Du Räuberei am Bienenstand? Hast Du das Flugloch eingeengt?
    • Ist das Volk weisellos?
    • Gibt es im Haus oder am Haus etwas, das für die Bienen von Interesse ist?
    • Bei "Futtereimer mit Siebdeckel" bekomme ich immer Bauchweh. Ich hab' einmal gesehen, wie so ein Eimer ausgelaufen ist. Funktioniert das bei Dir reibungslos?

    Mit freundlichen Grüßen -- Traugott Streicher

  • Ich füttere die Bienen z.Zt. auch und sie sind etwas giftiger als sonst und zwar beim Öffnen des Kastens. Aber so krass wie das hier beschrieben wird, ist das bei mir nicht. Meine Erfahrung: Wenn Völker wachsen, nimmt mit der Größe auch die Angriffslust zu. Hängt möglicherweise damit zusammen, dass die Anzahl der Wachbienen steigt und damit auch die Wahrscheinlichkeit, dass eine durchdreht und zum Angriff bläst. Auch haben die Bienen jetzt zunehmend räubernde Wespen, die durch den Futtersirup angelockt werden, abzuwehren und sind dadurch gereizter. Vorsicht mit dem Verkleckern von Sirup! Die Bienen reagieren darauf kaum, die Wespen schon!
    Gruß Ralph

  • Moin Traugott,


    an Räuberei glaube ich nicht, die Fluglöcher sind so eng, dass der den Bienen nötige Verkehr mit etwas hupen und drängeln und übereinandersteigen abgewickelt werden kann. Diese Ärgerlichkeit und ein deutlich verstärktes Vorspiel, aber auch einzelne Bienen, die sich den Aufenthalt von Bienenfütterern im Garten verbitten, gibt es jedesmal, sobald die das Futter entdeckt haben. Deswegen habe ich Fütterung auch schon abends vorgenommen, geht auch nur, wenn den nächsten Tag keiner im Garten sein will...


    Weisellos glaube ich nicht, sie sagen bei Erschütterung der Beute "Sum!", flogen die letzten Tage eifrig und trugen ordentlich Pollen ein. Durchsehen um diese Zeit...? Ich weiß nicht recht.


    Den Futtereimer gibt es hier natürlich, aber den gibt es immer und der interessiert sie auch nicht. Sie wollen hier nicht essen, es ist mehr eine Kundgebung mit zweigestrichenem Summ! und deutlichem Aggressionspotential. Das ist auch seit den ersten Futtergaben im Prinzip so, jedenfalls seit der zweiten.


    Reibungslos, wenn auch beim Aufsetzen etwas kleckernd, auf die Bienen... so ein paar Tropfen sollten ja eigentlich nicht unten rauskommen, und soweit ich sehen konnte, kam da auch nichts. Und es war ein Versuch, ob es so vielleicht friedlicher zugeht.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Moin, moin,


    inzwischen konnte ich jetzt gerade immerhin ohne Schutzkleidung zum Kompost gehen, die meisten haben sich etwas beruhigt und gehen ihrer Arbeit nach. Und morgen kann ich bestimmt wieder wie gestern und immer, wenn kein Futter drin ist, vor dem Flugloch sitzen und Pollenträgerinnen zählen...


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...