• Moin,
    wir haben ein schönes großes Hornissennest in einem Eulenkasten am Haus.
    Es ist jetzt das zweite Nest in diesem Kasten.
    Das letzte Nest habe ich nach dem Winter vor zwei Jahren weggenomen.
    War das eigentlich richtig, oder sollte man das Nest für das nächste Jahr hängen lassen?
    Bevorzugen Hornissen neue saubere Nistplätze, oder gehen sie auch in einen "Altbau".
    Wer weiß darüber mehr?
    Gruß,
    Jörg

  • Hallo Jörg,


    das war, soweit ich weiß, richtig, denn Hornissen beziehen nicht wieder ihr altes Nest. Die Geschlechtstiere verlassen das Nest, paaren sich und kommen nicht zurück, sondern suchen sich eine neue Bleibe.


    Da ca im November Schluß ist mit dem Volk, war es gut, das Nest hängen zu lassen, denn da können noch andere drin überwintern.



    Grüße


    Marion (die auch gern welche in der Nähe hätte)

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Moin Imkers,


    Gestern habe ich etwas sehr interessantes beobachtet.
    Eine Hornisse brummt suchend ums Bienenhaus
    und brummt und sucht und brummt und sucht........
    Unterhalb des Ausstellfensters hatte eine Spinne
    ein recht stabiles Netz gewoben. Im Netz befand sich ein nicht mehr
    zu definierendes Insekt, besser eine Insektenkarkasse.
    Die Hornisse nähert sich dem Netz, bleibt in der Standschwebe
    und beginnt das Tier zu bearbeiten, zu zerbröseln und
    fliegt dann mit einem kleinen Rest davon. Kein Insektenrest mehr im Netz.
    Aasfresser?


    schön Tach
    Bernd

    "Wenn Neider, Hasser dich umringen, dann denk an Götz von Berlichingen."

  • Moin zusammen,
    das alte Nest bitte drinlassen bis zum Frühjahr (Ende Schnee/Frost), dann bis auf den Anfang rausmachen - dann wird der Kasten mit hoher Wahrscheinlichkeit doch wieder besiedelt.
    Es gibt viel zuwenig Nistgelegenheiten für die dicken Brummer, da nehmen sie im absoluten notfall auch gebrauchte Wohnungen.
    Meist ist das alte Nest durch Feuchtigkeit (besteht ja nur aus Papier) bis dahin eh schon abgerissen und "uumph-tig".
    Hier bei mir fängt ein Nest jedes Jahr im Meisenkasten(!) neben der Hintertür an, und irgendwann ziehen sie um.


    Bernd : ja, wenn das Viech noch nicht zu lange tot war, nehmen sie mit, was sie kriegen können, auch am Boden liegende tote Insekten.
    Den Bienen werden sie aber nicht gefährlich, dafür sind sie zu langsam.
    Aber sie nehmen auch gern ausgeräumte Puppen mit, wenn die Meisen nicht schneller waren...

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • ...und nur das Nest bitte "grob" entfernen; also nur herausbrechen und den Kasten nicht sauber putzen! Gerade Flugloch und Anheftungsstellen des Nestes sind stark chamisch markiert und das ist noch für viele Jahre besonders attraktiv für heimsuchende Hornissen - ob Königinnen in Gründungslaune oder "Migranten" im Sommer!


    Grüße
    Melanie


    P.S. Habe einen Hornissenkasten der echt jedes Jahr durch Filialen belegt wird - nur noch Spucke und Bindfaden halten den zusammen aber die Hornis liiiiiiiieeeeeeben ihn; so sehr "stinkt" er nach einem schönen Heim...


  • Hier bei mir fängt ein Nest jedes Jahr im Meisenkasten(!) neben der Hintertür an,


    So beginnt es auch bei uns.


    Da der Eulenkasten einen zu großen Eingang hat ist dieser von den Hornissen passend kleiner gebaut worden.
    Der Kasten hat innen Holzlatten mit Schlitzen, so dass ich immer ganz dicht bei Ihrer Bautätigkeit zusehen kann.
    Im Winter werde ich an der Rückseite des Eulenkastens eine kleine Plexiglasscheibe einbauen, die verdunkelt werden kann. Dann könnten auch gute Fotos geschossen werden.
    Ab und zu ruht sich einmal eine Hornisse auf unserem Terassentisch aus, wenn man dann näher kommt heben sie ein Vorderbein und legen sich leicht schräg in Abwehrhaltung.
    Sie sind richtig interessant und so schön laut. :cool:
    Schade nur, dass so viele Menschen Angst vor ihnen haben.
    Gruß,
    Jörg

  • Beim googeln gefunden:


    ja, Hornissen können im Flug Gift verspritzen. Doch auf der menschlichen Haut gibt das keinerlei Reaktionen - es sei denn, man hat dort wo das Gift auftrifft eine Verletzung, einen frischen Kratzer oder ähnliches. Bin im letzten Jahr selber zum Ersten mal in meinem Leben von einer Hornisse gestochen worden, und es war gar nicht so schlimm!
    Es kommt aber darauf an, wie die Hornisse zusticht. Bei mir war es damals ähnlich wie jetzt bei Dir - nur eine Art Warnstich! - den ich zunächst gar nicht als Stich bemerkt hatte.
    Anders ist es wenn sie richtig zusticht. Dann krallt sich die Hornisse mit ihren Klauen regelrecht auf der Haut fest, und drückt ihren Hinterleib mit dem Stachel mit aller Kraft auf die Haut. In solch einem Fall dringt der Stachel viel tiefer ein und es wird auch mehr Gift injiziert. Meistens versucht sie dann sogar mehrfach hintereinander zuzustechen.


    Gruß,
    Jörg

  • Hallo Sabine,
    stimmt nicht, sie fangen auch Bienen.
    Interessant: sie halten das Hinterende von sich weg, "filetieren" dann das Bruststück heraus.
    Der Rest bleibt liegen.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Das Hornissen im Flug Gift verspritzen könne, hat mir ein Umsiedler erzählt. Würde wie Feuer brennen, wenn was ins Auge kommt.:evil:


    "Interessant: sie halten das Hinterende von sich weg, "filetieren" dann das Bruststück heraus." => clever Tierchen, die wollen auch nicht gestochen werden. :daumen:

    Wer immer mit dem Strom schwimmt, erreicht die Quelle nie (Peter Tille).

  • Moin,


    ich war vor ein paar Tagen am Stand eines Kollegen.
    Dort roch man, welche Bienen gut drauf waren.
    Eine Beute roch intensiv nach Bienengift.
    Ich kannte das nicht, der Kollege machte mich darauf aufmerksam.
    Also auch die verspritzen offenbar ihr Gift - warum auch immer...

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.