Rapshonig 22.-€/kg

  • Okay, die Hartkunststoffbeuten (und komisch bekleckert) passen nicht zur Bio Aussage, das ist aber so ziemlich das Einzigste was ich in der Darstellung monieren möchte.


    Also Dich stört es nicht, wenn jemand unlauter mit angeblichen NBL-Spenden Imagepflege betreibt, seinen Honig aber ohne den dafür erforderlichen Aufkleber verkauft? Vielleicht stören die Aufkleber aber auch nur ihr ästhetisches Empfinden und sie klebt die Teile jeweils auf Honigrechnung :wink:


    Ihr Marketing ist in meinen Augen einfach nur "GUT" !

    Darin waren wir uns ja soweit auch alle einig, wobei mir als Marketing-Mensch persönlich ein Höchstmaß an Transparenz wichtig wäre.


    Wer hier > im Imkerforum < hat es ähnlich gut verstanden, sich und sein Produkt so professionel zu präsentieren ?

    Da gibt es einige, die nicht nur hinter der Beute eine gute Figur machen

    *) Es gibt in Deutschland auch Produkte die sich "Rote Grütze" nennen und nicht ein Stück Frucht enthalten.


    Es gibt in Deutschland nur ein Lebensmittel, für das ähnlich hohe und nirgendwo übertroffene Vorschriften gelten wie für unser Trinkwasser, nämlich Honig. Und um den geht´s hier schließlich.

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Was mich auf den ersten Blick ziemlich stört, ist dass einerseits viel von Bio die Rede ist, die Imkerin selbst aber offenbar kein eigenes Biosiegel vorweisen kann. Man sollte nicht ganz oben auf die Verbrauchertäuschung mit "kaltgeschleudert" hinweisen und gleichzeitig "Bio-Täuschung" betreiben. Hartschaumbeuten passen meiner Meinung nach überhaupt nicht zum Bio-Mäntelchen.



    Ich sehe nirgends, wo sie damit wirbt, daß sie nach Demeterrichtlinien (oder anderen Biosiegelrichtlinien) Honig produziert.
    Lediglich auf der Seite mit den Aromen schreibt sie, daß die Zutaten alle rein biologisch seien. Natürlich zählt der Honig faktisch auch als Zutat. Das ist schon etwas zwiespältig, wenn man es so 150%ig genau sehen will.


    "Die perfekte Verbindung: Flügelchen-Honig verschmilzt mit Espresso, Vanille, Zimt, Zitrone oder Minze – alles aus kontrolliert biologischem Anbau!" Text der HP.


    Ich verlange jetzt demnächst mal ein Glas von diesem Superhonig als Honorar für die Verteidigung. Ich weiß garnicht, warum ich das mache, ich kenne sie ja garnicht.

    Gruß Otto Übrigens:Wenn man etwas will, findet man Wege! Wenn man etwas nicht will, findet man Gründe!

  • Hallo Freunde, hallo Flügelchen,
    der Bienenknecht hat Recht und Dollhos hat auch was los. Es besteht wohl Einigkeit in zwei Punkten. 1. Seite und Konzept sind stimmig und gut. 2. Wir sind fast alle vom Neid zerfressen. Mich würde es sehr freuen, wenn zu allen anderen Punkten mal eine Stellungnahme vom Flügelchen selbst kommen würde. Warum und für welches BIO-Label hat sie sich nicht entschieden, wieviel Honig wird zugekauft und warum, usw.
    Viele Grüße
    Wolfgang, der so früh nur holprog reimt

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Es besteht wohl Einigkeit in zwei Punkten.2. Wir sind fast alle vom Neid zerfressen.


    Woran machst Du diese Annahme fest? Das sollte wohl eher jeder für sich selbst beurteilen. In meinem Fall etwa halte ich es nicht für Neid, wenn ich Verbrauchertäuschung kritisiere. Und das ist der Kern meiner Kritik. Und auf Verbrauchertäuschung werde ich kaum neidisch sein.


    Mich würde es sehr freuen, wenn zu allen anderen Punkten mal eine Stellungnahme vom Flügelchen selbst kommen würde.


    Spätestens jetzt, wo ihr Name im IF auch einen Treffer bei Google zeigen wird, dürfte sie ja über das Forum stolpern.

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Es ist doch grenzenloser Neid, welcher hier produziert wird. Wenn ich nicht so faul wäre, meinen Computer, mein Akkordeon, meine Ahnenforschung und, und nicht auch so lieben würde, ich würde mich in's Zeug legen. Man sollte nicht die Nadel im Heuhaufen suchen, vergleicht man es mit anderer Werbung und deren aufdringlichen Behauptungen ist das Flügelchen, mit dem Vornamen meiner Lieblingsvorfahrin, bescheiden. Hässlich ist das Mädel ja gerade auch nicht.(Letzter Satz leistet keinen Beitrag zur Wahrheitsfindung)


    Gruß
    Remstalimker. Neidhammel aus Faulheit:-(:wink::-D:lol::daumen:

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Ein richtiges Wort zur richtigen Zeit. Die meisten hier ärgern sich eher darüber, dass sie selbst weniger kreative Ideen haben und jemand anderes sich einen tollen Namen und eine Marke entwickelt hat. Einige werden sich auf der Homepage umgesehen haben und dachten dann, "boah super gestaltet, super Name und wo "die" sie überall ihren Honig verkauft.... da finden wir doch sich noch 10 Haare in der Suppe".


    Wenn die Winzer auch so vorgehen würden, Prost Mahlzeit. Dort gibt es auch kreative Vermarkter, die sich Marken entwickelt haben, tolle Namen überlegt, beste Qualität anbieten, Ihre Produkte vollmundig und "Speicheltriefend" beschreiben können und in diesem Markt findet man auch Weinflaschen von 3,90 - unendlich. Daran ist nichts verwerflich, jeder kann genauso handeln, wenn er mag und entsprechende Ideen hat. Wie sagte schon Jost von Dyke:


    "Je mehr Du akzeptierst was jetzt ist, desto mehr Kraft hast du zu handeln", übrigens Akzeptanz hat nicht mit Mögen oder Lieben zu tun :-).


    Nehmt dies als Herausforderung an und macht es genauso gut oder besser, wenn ihr es wollt. Wenn nicht, ist dies auch der richtige Weg, denn man macht jetzt immer das Richtige.


    Von mir gibt es einfach ein grosses Kompliment für diese Vermarktungsstrategie, super Idee, hat sicher sehr viel Arbeit gemacht. Da kann sich der DIB mal ne Scheibe abschneiden.

  • ......viel Arbeit gemacht. Da kann sich der DIB mal ne Scheibe abschneiden.


    Hallo Mahlitzer,
    und dann? Dann hätte wieder min. die halbe Imkerschaft dasselbe Etikett auf dem Glas. :roll:
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Eisvogel ()

  • Hallo Malitzer,


    das ist der Forderung zu viel. Der DIB kann nicht halbjährlich sein Etikett ändern. Hier gibt es genau so viele Kritiker wie in einem Forum. Du kannst mit dem DIB-Etikett auch Waldhonig zu 9.90 € kaufen (Titisee). Der Imker bekommt da sicher nicht mehr als 2 €. Den Rest die Abfüller und der Handel. Du kannst aber sicher auch Waldhonig zu 3.80 € mit DIB-Etikett kaufen und der arme Teufel hat mehr an seinem Honig, weil er als Hobbyimker der Zeit nicht rechnet.


    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Es ist doch grenzenloser Neid, welcher hier produziert wird.


    Wir haben ja inzwischen mitbekommen, dass Du das so siehst. Viel mehr würde mich ja wie gesagt interessieren, ob Du es auch unter Neid verbuchst, wenn man kritisiert, dass eine Imkerin werbewirksam mit der Unterstützung des NBL wirbt, ohne die hierfür erforderlichen Etiketten zu verwenden. Aber darüber schweigst Du Dich irgendwie aus. Wie auch immer, wir sollten die Diskussion auch gar nicht an Flügelchen Honig festmachen, Grund zur Kritik und zum Hinterfragen gibts weiss Gott auch woanders. Budikowski - die Nordlichter werden diese Drogeriekette kennen - hat heute einen neuen Honig im Programm. Ebenfalls gut gemachter Auftritt. Das "Logo Hamburg Heide Honig", unter dem er verkauft wird, soll wahrscheinlich entweder die Lokalpatrioten hier oben ansprechen oder aber suggerieren, mit diesem Glas hamburger Heidehonig zu kaufen.


    Dass diese in HH allerdings eher nur in Vorgärten als Einzelpflanzung vorkommen dürfte und bei genauerem Hinsehen das Ganze von Dreyer geliefert wurde, wird den potenziellen Kunden sicher nicht auffallen oder bewusst sein. Die sind währenddessen wahrscheinlich vom Hinweis auf dem Glas abgelenkt, dass ein Teil des Erlöses an die Budni-Stiftung geht. Und sowas stört mich als Imker, der unter lokalem Bezug arbeitet genauso wie mich oben das Thema NBL-Etikettenschwindel stört, weil ich es da nicht beim Werben belasse, sondern spende wie hunderte andere Imker auch.


    Ich hatte schon als Dreijähriger einen erheblichen Gerechtigkeitssinn, hab ich mir sagen lassen. Grund zum Neidisch sein habe ich auch gar nicht, weil ich meinen Honig sehr gut zu anständigen Preisen verkauft kriege.

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Liebe Bienenfreunde,


    1.
    ich gehe davon aus, dass Frau Flügel 90-95% über Wiederverkäufer vertreibt. Somit wird sie umgerechnet auf´s Kilo im Schnitt etwa 12 Euro erhalten, das ist angemessen und fair bei der vielen Arbeit, keinesfalls viel. Wir wissen alle, wie viele Stunden wir bei der Sache sind. Die Website und das Marketing kosten ja auch was.


    2.
    Ein gutes Produkt braucht eine Geschichte. Diese Geschichte ist sympathisch, der Partner von Frau Flügel, der aus der Werbung kommt, hat was draus gemacht. Die Hartschaumbeute ist ein dummer Fehler, sollte sie Biohonig verkaufen. Das geht jedoch aus der Website nicht eindeutig hervor, es wird suggeriert, dass es ein Bioprodukt ist. Ob sie nur die Zutaten oder auch den Honig meint, ist nicht klar. Schlecht gemacht (oder geschickt gemacht, je nachdem).


    3.
    Imker verkaufen selten ein Glas um diesen Preis, Mutterland zB. schon. Mutterland hat aber teure Läden und Mieten zu berappen. Das ist der Unterschied.


    4.
    Dass Imker den Honig günstig verkaufen, wissen wir. Es ist jedoch nicht einfach, Kunden zu finden, die bereit sind, einen angemessenen Preis dafür zu bezahlen. Manche von uns bieten viel zu billig an. Auch das ist dumm. So manches Produkt wird erst dann angenommen, wenn es einen bestimmten Preis hat. Der Konsument lässt sich vorerst vom Äußeren beeinflussen und überzeugen. Tolles Glas, tolles Etikett und vielleicht noch eine Geschichte, die das Produkt interessant macht. Aber letztendlich zählt die Qualität. Einmal ein Glas teurer zu verkaufen, ist keine Kunst. Aber eine Kundenbindung aufzubauen, dazu gehört mehr. Dazu gehört jedoch Wissen im Marketing und Verkauf sowie viel Erfahrung. Woher sollte das ein Imker im Allgemeinen haben?


    Flügelchen ist eine angenehme Ausnahme in dieser langweiligen Imkerei-Landschaft von Einheitsgläsern. Wir sind alle eingeladen, es besser zu machen.


    Gruß,


    Summ!

  • .... Es ist jedoch nicht einfach, Kunden zu finden, die bereit sind, einen angemessenen Preis dafür zu bezahlen...


    Das wäre die einfachste Aufgabe!

    Viel schwieriger ist es Imker zu finden die wissen was Qualität ist.
    Aber da wären wir wieder bei der Diskussion vom IFT 2009.
    Ansätze zu einem Melligusto Treffen hatten wir schon:p_flower01:
    TF wird sich sicher noch mal melden!

    Wir sollten das Thema noch mal bearbeiten:daumen:

    Der
    Drohn

  • Zitat von Summ!
    .... Es ist jedoch nicht einfach, Kunden zu finden, die bereit sind, einen angemessenen Preis dafür zu bezahlen...


    Das wäre die einfachste Aufgabe!




    Das bestreite ich. Siehe die Realität. Außerdem gibt es einen überwiegenden Anteil an Kunden, die leider nicht wissen, was Qualität ist.

  • .....Das das Etikett gerade sitzt :wink: Duck und wech:cool:

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)