Einfüttern dann Varroa-Behandlung oder umgekehrt

  • Gestern habe ich mir Ambrosia besorgt und will nun einfüttern. Durch Urlaubsreisen ist es etwas spät geworden, aber hoffentlich nicht zu spät.


    Die Varroa-Behandlung mit dem Nassenheider will ich nach dem Einfüttern machen. Da kommen mir plötzlich Bedenken, ob es nicht richtiger sei, erst die Varroa-Behandlung zu machen und dann das Einfüttern. So hatte ich es ursprünglich (im Lehrgang) kennen gelernt, nämlich gleich nach dem Abschleudern die Varroa-Behandlung durch zu führen.


    Was spricht gegen die Reihenfolge Einfüttern - Varroa-Behandlung und was dafür?


    Holbee

  • Hallo Holbee!


    Ich würde jedenfalls sofort eine Varroabehandlung (Kurzbehandlung) machen, denn es ist wie du richtig schreibst bereits sehr spät und könnte beim Zuwarten auch zu spät sein. Nach dem Auffüttern kannst du eine ordentliche Behandlung durchführen.


    Die Futterabnahme wird auch zusehens schwieriger, da doch die Nächte bereits sehr kühl sein können, aber auf die paar Tage wird es auch nicht mehr ankommen.



    Das war aber ein langer Urlaub, ich habe heuer um den 15. Juli gegen die Varroa behandelt.


    MfG
    Honigmaul

  • Möglicherweise sind die jetzigen Temperaturen für die AS-Behandlung nicht geeignet, insbesondere die Nachttemperaturen. Dürfte auch von der Wärmeisolation der Beute abhängen. Habe damit leider keine ausreichende Erfahrung, du solltest das aber bedenken und Rat suchen. Falls AS nicht mehr geht, solltest du über Alternativen nachdenken.
    Gruß Ralph

  • Hier noch eine Ergänzung aus einem parallelen Thread. AS scheint zur Zeit nicht anwendbar zu sein.

    Hallo Petra!
    Direkt kann ich dir die Antwort nicht liefern, aber guck doch mal hier rein, da kann man Rückschlüsse ziehen, welche Wetterbedingungen optimal sind bzw. waren:
    http://www.am.rlp.de/Internet/…7393002c7003?OpenDocument


    hilft das weiter?


    Gruß Ralph

  • Hallo Leute
    Tut mir leid, ich muss so schreien. Imker scheinen ein schwerhöriges Volk zu sein.
    Wir schreiben September.
    S:E:P:T:E:M:B:E:R:
    Auf was wollt ihr denn noch warten?
    Die Winterbienen sollten bereits erbrütet sein, zumindest ein Großteil.
    Es gibt jetzt kein vielleicht erstmal teilfüttern...etwas warten...suboptimales Wetter... mal sehen... längere Schönwetterperiode abwarten...kühle Abende...Nachts wirds mir zu dunkel...- Ausreden mehr.
    Haut rein. Its now or never.
    Ihr behandelt jetzt tot kranke, teilweise zusammenbrechende Völker.
    Das sind die Kisten, die im März leer sind.
    Ich fürchte, je nach Ausgangslage könnte es schon arg knapp werden.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hi Leute,


    entschuldigt bitte, wenn ich bei diesem Thema etwas emotional reagiere, aber ich habe meine Gründe.
    Wir hatten in unserem Verein im Winter 2009/2010 mehr als 60% Verluste.
    Mehrere "Kollegen" mit Totalverlusten.
    Wir haben im Sommer bei den Monatsversammlungen extra einen Lichtbildervortrag zum Thema Varroa organisiert.
    Ratet mal, wer ständig dazwischen gequatscht hat und mittendrin seelig eingeschlummert ist.
    Stimmt.
    Die, denen wir regelmäßig im Frühjahr Völker verkaufen. Auch 2011. Wetten?

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo Michael,
    dein Einwurf ist nur teilweise sachgerecht. Jetzt nicht AS heißt nicht NICHT BEHANDELN. Es gibt Alternativen. Ich würde jetzt erst einmal den Befall ermitteln: Windel rein und täglich nachschauen, Sicherung gegen Ameisen nicht vergessen. Wenn schon in den ersten Tagen ein deutlicher Befall sichtbar ist, muss schnell behandelt werden, aber nicht mit AS. Ich persönlich würde nur dann behandeln, wenn innerhalb einer Woche mehr als 2 Varroen fallen. Anderenfalls würde ich die Winterbehandlung abwarten.
    Gruß Ralph

  • Wegen AS hab ich bis jetzt noch keine Völker verloren.
    Ich hab dieses Frühjahr auch Ableger verkauft.
    Nach dem Honigjahr hab ich mich fast ein wenig geärgert, was hätt ich Honig schleudern können.......


    beehead

    give bee`s a chance- all together now- give bee`s a chance

  • Moin,


    ich habe nach dem Abschleudern erst 5 l Flüssigfutter gegeben, dann einmal mit AS-Schwammtuch behandelt. Dummerweise hat es 3 Std. nach dem Einlegen der Tücher gegossen. Das war Ende Juli.
    Ich hab dann angefangen, mit Teig zu füttern, wie mir ein älterer Imkerkollege das gesagt hat. Erst jeweils einen halben Block pro Volk, dann einen ganzen. Daran knabbern sie z.Zt. noch.


    Frage: Ist es sinnvoll, den restlichen Teig in den Völkern zu lassen und sie den auffressen zu lassen oder sollte man das Zeug runter nehmen und noch ein paar Kilo flüssig füttern? Dann könnte die weitere AS-Behandlung auch schneller erfolgen


    Ich habe bisher keine weitere Behandlung gemacht, weil 1. Futter drin war und 2. es hier seit Wochen ständig regnet. Soviel zur Rechtfertigung. :wink: Milbenfall ist nicht besonders hoch, muß morgen aber nochmal genau schauen.


    Gruß
    Dirk

  • Futterteig wird zu langsam abgenommen.
    Ist was für Ableger.
    Jetzt würde ich auch kein Zuckerwasser mehr geben, sondern Sirup.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Ich danke für die vielen Stellungnahmen und guten Ratschläge. Da ich erstaunlich wenig (z.T.gar keine) Milben auf den Windeln fand, werde ich erst einfüttern und dann mit dem Nassenheider die AS-Behandlung machen. Dass die Temperaturen es Mitte September gar nicht mehr zulassen, kann ich mir nicht denken. Es wird allerdings bei nur 14 bis 18 Grad tagsüber entsprechend länger dauern.


    Zu dumm, dass mich jetzt auch noch eine sehr starke Erkältung zusammen mit Pflichten bei der Enkel-Versorgung hindern, mit dem Einfüttern zu beginnen. Dadurch verzögert es sich noch einmal um ein bis zwei Tage.


    Holbee