Wie sicher vereinigen?

  • Hallo ihr erfahrenen Imker,
     
    ich hätte da mal eine Frage:
     
    Ich habe einen spät gebildeten Ableger, derzeit 6 Waben, mit einer Königin, die einen guten Eindruck macht (sehr lieb und hat voll losgelegt).
    Dann habe ich noch ein Volk, wo irgendwie der Wurm drin ist, die haben dieses Jahr 2x umgeweiselt, eine zugegebene (Käfig) gezeichnete Königin wurde auch nie wieder gesehen. Trotzdem sind sie 2Zargig, aber net so superstark.
     
    Diese beiden Völker möchte ich gern vereinigen und die neue Königin einweiseln. Wie mache ich das am geschicktesten?
     
    Die Völker stehen an einem Stand, sind frisch behandelt und teilgefüttert (da kommt noch was). Da die zweizargigen in der besseren Kiste sind, wäre mir am liebsten ich könnte den Ableger einfach aufsetzen.
     
    Was ratet Ihr mir?
     
    Vielen Dank!
     
    Sonnige Grüße
    Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • Hallo Jule,
    nur nichts verkomplizieren:
    Zweizargiges Volk entweiseln, Ableger über Zeitungspapier aufsetzen und gut ist.
    Evtl. Ableger auf volle Wabenzahl in der Zarge bringen.


    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Habe ich jetzt auch schon ein paar Mal gemacht;klappt gut. Einziger Nachteil ist der nachfolgende Aufwand um die obere Zarge leer zu bekommen - die Brut muß auslaufen und das Futter sollen sie ja auch noch umlagern.
    Habe daher die aufgesetzte Zargen des Ablegers einige Tage nach dem Vereinigen unter Folie/Leerzarge untergesetzt und hoffe, sie tragen das jetzt auch ordentlich um.


    Melanie

  • Da ja wahrscheinlich zweizargig überwinter werden soll, ist's evtl.besser, beim Entweiseln des Zweizargers, diesen auf einen Raum zu reduzieren und erst ein oder zwei Tage später den Ableger über Zeitungspapier aufsetzen (siehe Lothar). In die Zeitung ein paar kleine Löcher bohren, damit schnell eine Kontaktaufnahme und Geruchsangleichung stattfindet.
    Günter

  • Ich danke Euch für eure Antworten!:liebe002:


    Dann werde ich mich mal auf die Suche nach der ungeliebten Königin machen. Das wird mühsam....


    Ich dachte, dass ich den Ableger in der dann vorübergehend 3. Zarge auslaufen lasse und wenn die Brut geschlüpft ist, eine Folie mit Spalt auflege, sodass die mir die Waben sauberschlecken und ich die 3. Zarge wieder abnehmen kann. Und die alten Waben entsorgen kann.


    Wie schnell geht das denn, dass die sich durch das Zeitungspapier aneinander gewöhnen? Und dann die Durchbrüche schaffen?


    Gruß
    Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • Hallo,


    Warum lässt du die denn nicht einfach auf 3 Zargen überwintern? Zugegeben ist vielleicht biessel viel raum, aber dann verpennt man auch nicht so schnell das erweitern. Keine Angst, die verlieren das Futter schon nicht n den 3 Zargen.


    Gruß Thorsten

    wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten, da hab ich noch genug von... Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt....

  • Ich überwintere kein Volk auf 3 Zargen (Zander), so stark sind die nicht. Außerdem wäre die oberste Zarge ja nicht voll mit Rähmchen und ich müsste mit Schied und so rumwursteln.


    Gruß Jule

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  • Hallo Jule,
    habe ich nicht geschrieben, evtl. den Ableger auf volle Wabenzahl der Zarge aufzufüllen?
    Was riskierst Du denn bei dreizargiger Überwinterung?
    Im Frühjahr kannst Du die untere leere Zarge wegnehmen.
    Die Bienen sitzen dann in den oberen Zargen.
    Sabine schreibt Dir sicherlich noch was dazu;
    und selbst Henry macht so was ähnliches mit seiner Kletterwabe.
    Viele Grüße
    Lothar

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    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Wie schnell geht das denn, dass die sich durch das Zeitungspapier aneinander gewöhnen? Und dann die Durchbrüche schaffen?


    Ich hab's grad vor zwei Wochen gemacht. Die Zeitungsblätter doppelt (weil ich zu faul war die auseinanderzufriemeln). Nach zwei Tagen wollte ich die Zeitungsreste entfernen, da war aber nichts mehr. Alles lag schon fein zernagt vor der Beute (siehe Beitrag Hymenoptera).


    Drei Überwinterungszargen wollte ich auch nicht, deswegen habe ich das zweizargige zu entweiselnde Volk auf eine Zarge reduziert. Da in diesem die Königin zu suchen ist, muss es eh zerlegt und die in einem schwachen Volk ohnehin vorhandenen Leerwaben können dabei gleich entfernt werden.


    Gruß
    Günter

  • So, ich hab das jetzt heut gemacht:


    ungeliebte Kö weggefangen, Zeitungspapier aufgelegt, Ableger mit KÖ drauf. Ich habe nicht mehr so viele Waben, als dass ich auffüllen könnte, darum lasse ich die auslaufen.


    Als ich dann die vielen heimatlosen Flugbienen vor und in ihrer leeren Hütte sah, entschloss ich mich eine Wabe zurückzulassen um die restlichen Bienen dann umzuhängen, wenn sie alle daheim sind. Ich hoffe nur, dass die Zeit bis die Eingesperrten sich durch die Zeitung gekaut haben reicht, dass nicht alle anderen Bienen auch wieder zum alten zuhause zurückfliegen. (Abstand ca 6m).


    Ich hoffe, dass ich alles richtig gemacht habe.


    Und vielen Dank für Eure Tipps!


    Gruß Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.


  •  
    Hallo Jule ,und denke daran ,wenigstens 7 besser 9 Tage warten bevor Du die Beute wieder öffnest !


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.