Futtermenge in Dadant

  • Hallo,


    ich habe meine 6 Dadantvölker, alles Kunstschwärme aus diesem Jahr nun weitgehend aufgefüttert. Sie besetzten nun gute 10 Dadantwaben und sind die letzten beiden Rähmchen teilweise noch am ausbauen. Mit der Taschenfederwage habe ich einseitig ein Gewicht von ca. 18-26 kg je nach Volk messen können. Es sollten ja demnach dann 40-50 kg Futter pro Volk enthalten sein. Was rechnet ihr an Gewicht für die leere Dadantbeute aus Holz und für die ausgebauten Waben? Die Bienenmasse beträgt zur jetzigen Zeit denke ich nicht mehr als 2,5 kg. Wäre sehr dankbar, wenn jemand Erfahrungen mit der Futtermenge bei Dadant hat!


    Gruß
    Thomas

  • ...da es für mich unwirtschaftlich wäre, jedes einzelne Volk auszutarieren, füttere ich standardmäßig auf Dadant 25 kg je Volk ein...

    Robert - Versuch macht kluch... - und natürlich: KISS ME - keep it simple and stupid and most efficient!

  • Hallo Xunil,


    Du meinst, die Völker wiegen jetzt 40 bis 50 Kg? Wenn ja sollte das reichen. Ableger müssen bei mir etwa 38 kg wiegen. Altvölker zwischen 44 und 55 kg. Je nach Volk. Solltest Du nicht bleischwere Beuten haben, sollte es reichen. Du kannst ja in der zweiten Septemberhälfte nochmal nachwiegen.


    Grüße


    Ronny

  • Wie Ronny schreibt ist eine 10 er Dadantbeute ab 40 kg gut zum Einwintern.
    Unter 35 kg : Lebensgefahr mit wenig Aussicht den Winter zu überstehen.
    Lieber im Ende September noch mal nachwiegen.


    Ciao, Norbert

    "Unmöglich", sagte der Stolz. "Riskant", sagte die Erfahrung. "Sinnlos", sagte die Vernunft. "Probier's doch aus", flüsterte das Herz.

  • Hallo,


    die Beuten wiegen jetzt 40-50 kg und die Aufütterung ist am Freitag abgeschlossen. Dann hat jedes Volk 3 x 5 Liter Zuckerwasser (Verhältnis 3:2) bekommen. Demnach sollten dann 11,25 kg Zucker drin sein, plus, dass welches sie seit ca. Mitte Juli noch selber eingetragen haben. Ich bin mir halt nicht ganz sicher ob das reicht, vorallendingen deshalb, weil ich mit dieser Taschenfederwage nur einseitig wiegen kann. Ich wiege dann quasi die hintere Seite der Beute und multipliziere den Wert mit 2. Es ist also nur ein ungefährer Wert aber dennoch sollte die Futtermenge doch reichen oder?


    Gruß
    Thomas

  • Hallo Xunil,


    besser wäre es, wenn Du an den Seiten oder vorn und hinten wiegen könntest. 11 kg Zucker scheinen mir etwas wenig. Oft ist jetzt das Brutnest fluglochnah und das Futter hinter, sodass du nicht ohne weiteres deinen hinten gewogenen Wert verdoppeln kannst.


    Grüße


    Ronny

  • ...ist eine 10 er Dadantbeute ab 40 kg gut zum Einwintern.
    ...


     
    Wenn ich sein Profil richtig deute, hat er 12er Dadantbeuten. Mit zehn Waben.
    Damit ändern sich all die Aussagen zur Masse der Beute.
    Oder ich habe mich verlesen, oder nicht richtig wahrgenommen, oder, oder...


    Deshalb wäre hilfreich zu wissen, wie die "Hardware" aussieht! Hast Du die Möglichkeit eine Beute, wie Du sie hast, mit Leerrähmchen zu füllen und auszuwiegen? Dann könntest Du ca. 1kg Wachs und 2-3kg Bienen und Brut addieren. Das subtrahierst Du dann von dem von Dir ermittelten Gesamtgewicht. Aber die besetzte Beute solltest Du auf alle Fälle hinten und vorn bzw. recht und links auswiegen. Die Futterverteilung ist _meist_ einseitig!


    Gruß
    Ralph

  • Hallo,


    schonmal vielen Dank für die nützlichen Tips. Ich selber benutze auch 12er Dadant nach Ries aus Holz. Sollte ich dann lieber einmal hinten und einmal vorne wiegen und die Messwerte addieren, oder doch lieber selbes an den beiden Seiten? Wenn das Brutnest ja jetzt Fluglochnah ist, wäre dass wiegen von den Seiten doch besser oder?


    Gruß
    Thomas

  • Hallo Zusammen,


    eine Beute wird mit der Federwaage auf zwei Seiten gemessen und der Wert dann addiert. Vorne + Hinten oder Links + Rechts ist egal. Eine 12er Dadant Beute wiegt aufgefüttert mindestens 55 kg, abhängig von der Beute an sich, der Volksskärke usw. Die beste Methode das optimale Gewicht der Beute zu ermitteln ist, die Beute vor dem Einfüttern zu wiegen und danach noch einmal. Bei den Aufzeichnungen sollte man zusätzlich notieren, ob das Gewicht mit Deckel, Fütterer usw. gewogen wurde.


    Dann solltest du nicht die Menge der Zuckerlösung notieren, sondern den Zucker in der Lösung. 3 x 5L (3:2) ist nicht 3 x 5kg (3:2).
    Noch einfacher hast du es dann wenn du nach dem Auffüttern jede Beute wiegst und die Abnahme im Sept. noch einmal kontrollierst. Dann siehst du auch ob da geräubert wurde usw.



    Grüße!
    Arnd

  • Danke für die Erläuterung wie ich beim wiegen vorgehen soll. Ich habe oben ja bereits erwähnt, dass ich ca. 15 Liter Zuckerwasser (Verhältnis 3:2) in je 3 Schüben zugegeben habe bzw. am Samstag die letzten 5 Liter fütter. Anhand des Arbeitsblattes 503 "Bienenfutterarten" des Bieneninstituts Kirchhain konnte ich ablesen, dass ich ca. 11,25 kg Zucker in den Völkern habe. Da ich aber immer etwas mehr als 5 Liter Zuckerwasser gefüttert habe und die Völker noch seit Mitte Juli sammeln konnten, gehe ich davon aus, dass genug Futter da ist. Ich werde nachher mal wiegen gehen!


    Gruß
    Thomas

  • Wenn du dir komplett unsicher bist, mach eine Stichprobe. Nimm ein Volk,
    wiege es von beiden Seiten und ziehe dann die Waben, das geht ja ganz
    schnell bei Dadant. Schau dir einfach die Futterwaben an. Eine ausgestreckte
    Handfläche bedeckt ungefähr 2 Kilo Futter unter sich(einseitig). Damit du ein
    einheitliches Maß hast, nimm die Wabe, vermesse sie mit der Handmethode,
    rechne es zusammen und wiege dann die Wabe. Du kannst auch versuchen
    mit der Federwaage zu wiegen, wenn z.B. unten an der Wabe noch ein kleiner
    Schlitz frei ist. Dann kennst du deine Handflächengröße :) So kannst du dann
    einfach vorgehen und zusammenrechnen, wie viel Futter dieses Volk hat.
    Wenn du dann im Sept. noch mal wiegst, kannst du dir ein Bild machen, wie
    viel Futter weggefressen wurde und ob es noch einer Fütterung bedarf. Der
    Futterbedarf liegt auch bei Dadantvölkern um die 15-20Kilo pro Winter. So
    viel Futter muss im Volk sein.
    Die Handmethode ist ganz nett, da sie schnell ist, einfach und du auch im
    Frühjahr schnell und ohne Wiegen dir ein Bild vom tatsächlichen Vorräten
    machen kannst.


    LG


    Der Bien
    Dominik


    PS: Da ich selbst auf Dadant dieses Jahr umgestiegen bin, ist dies der
    Ratschlag, der mir selbst zugetragen wurde. :)

  • Hallo Thomas,
    wann hast Du die 3x5 l gegeben? War noch Läppertracht? Wie brütet dieses Volk?


    Du glaubst nicht, was ein stark relativ brütendes Volk (gibt es jetzt immer noch) so wegputzt, ohne dass etwas als verdeckeltes Futter in den Zellen landet...


    rst

  • Hi


    Die Futtergaben waren jeweils am 30.07.2010, 06.08.2010 und am 25.08.2010. Ich denke es waren immer so fast 6 Liter. Alle Völker sind noch in Brut jedoch nur noch auf ca. 4 Waben und jeweils mit einem dicken Futterkranz oben auf den Brutwaben. Das Messen des Futtergewichtes mit Hilfe der eigenen Hand ist für mich persönlich nicht geeignet, da ich zur jetzigen Zeit nicht mehr so extrem in den Völkern "rumrühren" möchte. Meine Völker stehen in der Nähe der Sieg, an deren Ufer sich große Flächen von Springkraut befinden. Offensichtlich fliegen sie dort auch hin und nicht gerade wenig. Ich werde einfach von hinten und vorne einmal wiegen und das ganze im September nochmal. Zur Not kann ich dann immer noch mit Sirup nachfüttern.


    Gruß
    Thomas