ZBA zur Schwarmtriebdämpfung bei 1/2 DNM im Honigraum

  • Hallo,
    bisher habe ich zu diesem Thema nur per PN mit Henry diskutiert, weil ich eingeschätzt habe, dass es von der Jahreszeit her OT ist und deshalb keinen interessiert. Er hat mich aber darauf hingewiesen, dass das ein Problem aller Beuten mit unterschiedlichen Rähmchenmaßen für Brut- und Honigraum ist, sodass ich mich doch entschlossen habe, ein Thema zu erstellen.
    Das Problem: Bei dem ZBA-Verfahren muss man in den unteren Raum eine Brutwabe mit Pflegebienen einhängen, um die Flugbienen unten zu binden. Wenn der Honigraum aber andere Rähmchenmaße hat als der Brutraum, passen die Brutwaben nicht hinein.
    Andererseits ist das ZBA-Verfahren schon interessant. Für DNM sehe ich die folgende Möglichkeit:
    Als Honigraum werden stets mindestens 2 Halbzargen aufgesetzt; zumindest sollten in der Schwarmzeit mindestens 2 aufgesetzt sein. In den oberen beiden Halbzargen lässt man eine Position frei und setzt dort von vorherein eine Wabe mit Vollmaß ein, die über beide Halbzargen geht. Wenn man aus welchen Gründen auch immer die beiden Halbzargen getrennt entnehmen will (z.B. für die Durchsicht des Brutraums oder die Honigernte, ohne sich den Rücken zu verrenken), muss man vorher diese Wabe ziehen. Diesen Aufwand halte ich für vertretbar.
    Das ZBA-Verfahren sieht dann so aus:
    Der Honigraum wird insgesamt nach unten unter den Zwischenboden versetzt.
    Die Ganz-Honigwabe wird mit einer Ganz-Brutwabe mit ansitzenden Pflegebienen vertauscht.
    Nach der Wartezeit wird alles wieder rückgängig gemacht.
    Wenn ich nichts übersehen habe, lässt sich so das ZBA-Verfahren fast unverändert anwenden.
    Auf Betriebsweisen mit hohen Brutraumwaben lässt sich diese Vorgehensweise vermutlich leider nicht übertragen.
    Gruß Ralph

  • ....
    Auf Betriebsweisen mit hohen Brutraumwaben lässt sich diese Vorgehensweise vermutlich leider nicht übertragen.
    ...


    Hallo Ralph,
    über das Thema hab ich mir auch schon den Kopf "zerbrochen", ich habe 1,5 Zander im BR und 1/2 Zander im HR. Da müssen dann 3 halbe HR-Zargen mit ja einer Lücke unten drunter.... Schreck lass nach!


    Ein Versuch möchte ich nächstes Jahr starten mit einer Wabe aus dem Mini-Plus. somit entsteht gleich eine "ordentliche" Königin. Ich weis nur noch nicht wie ich den Adapter 1/2 Zander -> Mini+ mache, Leiste plus Gummie wahre ein Test wert...


    Ich bin auf die anderern Beiträge gespannt!!


    Viele Grüße
    Frank

    Hätten wir was getan, als noch Zeit war, bräuchten wir uns nicht vorzustellen, wie es wäre, wenn wir was getan hätten, als noch Zeit war.

  • Hallo Miteinander,
    ein Zwischenbodenableger ist halt eine Betriebsweise für Beuten mit einheitlichen Wabenmaß, besser -höhe,.
    Bei unterschiedlichen Wabenhöhen in Brut- und Honigraum hilft nur oben erwähnte Provisorien oder Wegnahme der Königin.
    Was noch geht, ist Untersetzen einer anderen Zarge in Brutraummaß, dann mit vorhandenen Leerwaben oder Mittelwänden oder Anfangsstreifen.
    Dann zusätzlich Schüttelbienen in diese Zarge, damit genügend Jungbienen vorhanden sind, was man ja auch bei Umsetzen der Königin in den nach unten gesetzten Honigraum im gleichen Wabenmaß machen sollte.
    Rückvereinigung geht bei den Provisiorien dann nur Wabenweise (was, wenn die Königin auf den Honigwaben weiterlegt? Das will man doch eigentlich verhindern mit unterschiedlichen Wabenhöhen, bebrütete Honigwaben und Honig daraus).
    Bei der Varriante Untersetzen eines Magazins in Brutwabenhöhe kann man dieses dort belassen, den alten Brutraum über den Honigräumen auslaufen lassen, später dann wegnehmen, bevor dieser verhonigt.
    Das wäre dann aber schon Dameré...
    Zu bedenken gebe ich mal, das in der einzigen mir bekannte Beschreibung einer solchen Betriebsweise mit unterschiedlichen Wabenhöhen von Bruder Adam, das Ausbrechen von Weiselzellen und die Wegnahme der Königin zur Schwarmverhinderung empfohlen wird.
    Vielleicht sollte man von dieser "Baukastenmethode" weggehen und sich mal mit der 2X9-Methode nach Golz befassen.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Ich hab auch 1,5 Zander und 1/2 im HR.


    Zur Schwarmverhinderung, wenn ich denn eine mache, kommt für mich nur noch Kö weg in Frage, alles Andere hat bei mir nicht zum gewünschten Erfolg geführt. Kunstschwarm, Freiluftkunstschwarm,...
    Und der Honigertrag dieser Völker ist enorm, dazu kommt eine junge Kö, und ein neues Volk fürs nächstes Jahr, Verdeckelte WZ für Apideas als Reserve, alles nur Vorteile und ohne viel Klimbim.


    Auch ZBA war nicht berauschend. Und auf solche Basteleien würde ich mich nicht einlassen.
    Ich hätte die Möglichkeit, aus meinen "Kleinstzargen" mit dem halben Rähmchenmaß aus dem HR, welche ich zur Kö Zucht und überwinterung nutze, Brutwaben einzuhängen, tu es aber nicht.


    Eben weil bei mir der ZBA nicht zu dem gewünschten Ergebnis geführt hat. Außerdem ist so was alles andere als berauschend für die Bienen.

  • ....
    Eben weil bei mir der ZBA nicht zu dem gewünschten Ergebnis geführt hat.


     
    ZBA funktioniert nur bei Flugwetter, das musste ich dieses Jahr aber auch erst lernen, schmerzvoll mit 4 Schwärmen von 7 Völkern!

    Hätten wir was getan, als noch Zeit war, bräuchten wir uns nicht vorzustellen, wie es wäre, wenn wir was getan hätten, als noch Zeit war.

  • ...Rückvereinigung geht bei den Provisiorien dann nur Wabenweise


    Ich habe das nicht so ganz verstanden. Bei ZBA nach meinem Vorschlag erfolgt die Rückvereinigung in gleicher Weise wie die Trennung, nur umgekehrt:
    Ganz-Honigwabe und Ganz-Brutwabe wieder miteinander tauschen, Brutraum nach unten, Honigraum nach oben. Nichts wabenweise.
    Gruß Ralph

  • Hallo Ralph,
    was ist mit der Wabe oder den Waben, die Du mit der Königin in das Provisorium setzt?
    So zumindest kenne ich das Zwischenablegerverfahren:
    Königin mit Wabe in 0-Zarge, Wz ausbrechen in Bruträumen (bzw. Brutraum), nach einer Woche bzw, neun Tagen oben NZ ausbrechen und Vereinigung mit 0-Zarge.
    Statt der 0-Zarge geht auch der Honigraum, was bei unterschiedlichen Wabenhöhen halt zwei HR übereinander heißt.
    Letzte Möglichlichkeit habe ich ja erwähnt, weil ich die Frage so verstanden habe, das eine 0-Zarge im Brutwabenformat ja nicht möglich ist.
    Viele Grüße
    Lothar

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  • Hallo Ralph,
    ...
    Königin mit Wabe in 0-Zarge, ...


     
    Ich glaube das die Königin im orginal Brutraum bleibt und unten in Zarge 0 nur eine Brutwabe gehängt wird zum nachschaffen.


    Die Flugbienen verlassen den Brutraum uns sammeln sich im Honigraum (Z0) mit einer Brutwabe. Nach 9 Tagen wird die eine Brutwabe nach dem brechen der Nachschaffungszellen (auf dieser) zurückgehangen und der Turm wieder zurückgestapelt... Das ist ja der Vorteil das man die Kö nicht suchen muss. man trennt Flugbienen und Stockbienen und die Mädels können nicht Schwärmen.... oder hab ich da etwas falsch verstanden (kommt häufig vor :oops:)
    weiterer Vorteil, keine Stifte / Brut im Honigraum!
    Schönen Abend

    Hätten wir was getan, als noch Zeit war, bräuchten wir uns nicht vorzustellen, wie es wäre, wenn wir was getan hätten, als noch Zeit war.

  • Hallo Frank,
    stimmt, ich beschrieb die Varriante mit Königin, den Königinnenflugling.
    Viele Grüße
    Lothar

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