Warum überhaupt Ameisensäure?

  • @ Sambiene


    Ich habe nicht behauptet das zu wissen.


    Wie ich behandle habe ich beschrieben, was noch möglich ist auch.


    Auch ich bin nicht vor Verlusten gefeit, das ist mir schon klar, darum mache ich auch Risikostreuung mit mehreren Verfahren.
    Aber die Unsicherheiten von AS, die ich ebenfalls schon angeführt habe, sind für einen Ungeübten einfach nicht wirlich zu beherschen.


    Und doch wird so der gesamte Bestand behandelt.:confused:


    Lies Dir mal die Beiträge zum Thema durch, Du kannst Jahre zurück gehen, immer das Selbe.
    Und es werden noch viele bis zum Herbst folgen.

  • Arndt ,


    oh ja, mein Lieblingsargument....:roll:


    Das geht so weit, dass mein Imkerpate drei Tage, nachdem ich den ersten Schwarm eingeschlagen hatte, angefahren kam, ich nicht zu Hause war und er ohne Absprache und Nachfrage selbigen mit Bienenwohl behandelt hat.


    Das mache er immer so....


    Gut, dass ich doch nicht am Vortag dazu gekommen war, wie geplant mit Milchsäure zu behandeln - doppelt wär echt nicht nötig gewesen....


    Zum Thema Anfänger und AS halt ich mich mit Absicht zurück. Erfahrungen hab ich keine, schreib ich jetzt was, isses ja eh verkehrt und "bloß angelesen" aber gerade bei der Leserei hier im IF macht man sich dann schon seine Gedanken; da hast Du recht.


    Gute Nacht!


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Gute Frage, WARUM AS ?!


    Ich bin Anfänger und wie schon hier erwähnt ist genau das die Empfehlung der Institute (Varroa-Broschüre) und der Fachberater: angeblich die wirksamste Methode. Unsere Fachberaterin aus Bayreuth verwies auch auf folgende Seite, um den Zeitpunkt (Temp / Luftfeuchte) möglichst gut zu erwischen:
    http://www.am.rlp.de/Internet/…7393002c7003?OpenDocument


    Allerdings ändert sich (aus eigener Erfahrung) der Rückblick im Vergleich zur Prognose. Leider.


    Das Verfahren "komplette Brutentnahme" wurde auf diesjährigem Kulmbacher Imkertag von Dr. Bücheler (oder so ... denke der war aus Kirchhain) vorgestellt, eben auch mit dem deutlichen Hinweis, dass man jede Behandlung mit Medizin bzw. Säure kritisch überdenken soll und muss.


    Also scheint hier auch von Seiten der Institute ein Umdenken einzusetzen.


    In einem der letzten Infobriefe wurde auch eine Kombination empfohlen: AS kurz, Einfüttern, und dann ein Thymolpräparat auf Langzeit. Also Risikostreuung (gutes Wort!).


    Für einen Anfänger und (subjektiv für selbigen) für die Bienen ist die Komplette Brutentnahme ein grosser Eingriff. Stress. Was mach ich wann und wie und hab ich einen zweiten Standplatz? Das ist sooo einfach nämlich leider auch nicht.


    Da ist eine ASBehandl. in Anfängeraugen deutlich einfacher.


    Die komplette Brutentnahme gefällt mir im Prinzip sehr gut, nur so recht vollständig kapieren tu ichs auch noch nicht. Wurde die hier mal step by step erklärt mit anschl. Diskussions- bzw. Fragemöglichkeit?
    Wenn ja dann bitte Link, wenn nein wirds höchste Zeit, der nächste Juni kommt bestimmt ;-)))

  • ....

    Warum verwenden Anfänger AS? Mir ist das ein Rätsel.



    Warum ist dir das ein Rätsel?

    Du müsstest nur deinen eigenen Beitrag lesen und dann noch etwas nachdenken. Dann kannst Du dir die Antwort selbst geben!

    Eine Ameisensäurebehandlung ist die einfachste Methode für einen Anfänger.
    Brutentnahme erfordert doch schon eine erhebliche Erfahrung sonst ist es der fast sichere Tod eines Volkes. Dazu kommt, dass der Zeitaufwand erheblich höher ist.
    OS-Verdampfung erfordert zu allererst eine nicht unerhebliche Investition und stellt zudem auch wieder erhebliche Anforderungen an den Anwender was die Berücksichtigung von Volksstärke, Witterung, Brutzustand etc. anbetrifft.

    Also bleibt dem Anwender letztlich nur AS oder der Griff in das Arsenal der Chemiekonzerne.

    Das AS eine der unsichersten Behandlungsmethoden ist, halte ich übrigens für einen ausgemachten Unsinn!
    Natürlich muss ich dabei auch die Volksstärke einigermaßen beurteilen und die Witterung berücksichtigen. Das muss ich aber bei allen anderen Methoden, wie bei allen imkerlichen Arbeiten auch.
    Wer 6 mal behandelt bringt seine Völker mit jeder Methode um die Ecke. Wer so Plan- und Hirnlos vorgeht, wird mit allem was er tut Schiffbruch erleiden, das ist nun wirklich kein Argument!

  • Und Behandlung mit Milchsäure im Sommer bei Wirtschaftsvölkern ist auch nicht gerade intelligent. Schon mal was von Brutfreiheit gehört?
    Ich denke auch, Fangwabenverfahren setzt schon viel Wissen um den Biorhytmus der Bienen voraus und ist zeitaufwändig. Man braucht auch viel Material. Bei AS gibt es genügend Varianten, um die für sich selbst und den Bienen passende herauszufinden.
    Eine Varroabehandlung ohne Eingriff und Störung des Volkes gibt es NICHT! Leider!!

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • ein Eingriff ist immer nötig, auch wenn nur der Deckel geöffnet werden muss,
    Verdampfungen mit dem Umluftverfahren stören das Volk nicht, absolut nicht, ohne Nebenwirkungen.

    Varroatiger



    Ganz schön naiv, zu glauben, dass das Volk davon nicht gestört wird und dass Verdampfung frei von Nebenwirkungen ist.

    Kein Verfahren (vielleicht abgesehen von den wirkungsfreien) ist frei von Nebenwirkungen. Egal was du ins Volk schüttest, bläst, sprühst oder sonstwie einbringst, Du störst das Volk immer.



  • Was Du als Risikostreuung bezeichnest würde ich im besten Fall als Experimentieren bezeichnen. Deutlich sinnvoller ist es, sich mit einer Methode wirklich vertraut zu machen und dann auch konsequent danach behandeln.


    Wenn es eine sichere Methode gibt, seine Völker durch Reinvasion und Falschbehandlung zu gefährden, dann die, die Völker eines Standorts planlos auf verschiedene Weise und mit verschiedensten Mitteln zu traktieren.

  • Hi Leute,
    die sicherste Möglichkeit, keine Milben im Bienenkasten zu haben, ist KEINE Bienen in der Kiste zu haben.
    Was auf die Milben wirkt, hinterlässt auch in den Bienen eine Wirkung. Es ist nur eine Frage der Dosis. Egal ob AS oder Thymol - die Bienen sind erst mal total aus dem Häuschen, sicher nicht vor Begeisterung sondern weil es ihnen stinkt. Wenn MS die Milben verätzt - passiert den Bienen nicht das Selbe? Nur die überleben es (irgendwie). Über den Rest des Chemiebaukastens kann man genauso denken.
    Also SO WENIG WIE MÖGLICH - SO VIEL WIE NÖTIG. Nur - wo ist die Grenze???
    Knäcke

  • Warum verwenden Anfänger AS?

    Handgranaten sind einfacher zu bedienen als lasergesteuerte Fernlenkdrohnen.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder