Varroatoleranzzucht

  • Die Belegstelle der Varroatoleranzzüchter in Hundeluft, Sachsen-Anhalt, soll gesetzlich geschützt werden.


    Ein Journalist mit flinker Zunge behauptet im Radio MDR, dort seien Drohnen aus varroaresistenten Bienenvölkern bereits im Einsatz.


    Hat die Zukunft in Sachsen-Anhalt schon begonnen?


    Wo bleibt der Niederrhein?


    http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/7562518.html


    Mit freundlichen Grüßen
    Rubikon
    ---
    Vertrauen ist gut, Varroakontrolle ist besser

  • Wo bleibt der Niederrhein?


     
    Varroatoleranz/-resistenzzüchter/-innen oder gar einer Belegstelle für drohnenresistente Varroen (:wink:) am Niederrhein kann ich hier:


    http://www.toleranzzucht.de/zu…amm/toleranzbelegstellen/


    ...nicht finden.


    Wozu ein Gesetz zum Schutz der Belegstelle gut sein soll, ist mir allerdings schleierhaft. Sowas kenne ich bisher nur von Gentechnikversuchen im Freiland, die derart gesetzlich unter Schutz gestellt werden - und deren Gegner über solche Gesetze gezielt kriminalisiert werden.


    Zur Belegstelle Hundeluft weitere Informationen:
    http://www.imkerverein-rosslau.de/html/belegstelle.html


    Weitere Informationen zur Toleranzzucht:
    http://www.toleranzzucht.de/


    Viele Grüße
    Bernhard
    Der Stein des Weisen, lieber Rubikon, umfasst der grüne Löwe mit seinen Klauen. Wenn Du das Gold schimmern siehst, bist Du angekommen und hast ihn gefunden, den Stein des Weisen. Eine Reise zu deinen eigenen Wurzeln ist notwendig. Sie ragen aber zum Himmel - das verwirrt manchmal.

  • Es ist nicht unüblich, Belegstellen vom Gesetzgeber per Verordnung unter Schutz zu stellen und so eine Eingriffsmöglichkeit etwa gegen das Einwandern nicht passender Völker im Flugkreis zu schaffen. Bei unserer Belegstelle auf Sylt sieht das etwa so aus: http://shvv.juris.de/shvv/vvsh-7824.3-0001.htm

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Ola,


    in dem Zusammenhang möchte ich auf auf einen ausgewogenen Artikel von Herrn Dr. Büchler hinweisen, aus der aktuellen Biene Nr 9. Der Artikel heisst : Auf der Suche nach der varroatoleranten Biene


    u.a. steht dort
    " Die größte Herausforderung besteht heute nicht mehr in der Auslese widerstandsfähiger Bienen, sondern in deren weitläufiger Verbreitung in den Imkereien."


    diese Textstelle ging mir runter wie Öl:
    "Solange die meisten Imkereien unbesehen zwei- oder dreimal hochwirksame Akarizide einsetzen wird zwar die Ausbreitung aggressiver Milben, aber eben nicht die Verbreitung widerstandsfähiger Bienen gefördert."


    Soweit ich das verstehe, bietet die AGT Königinnen und Belegstellen, jeder kann es versuchen sich von Milbenzucht (Zuchtziel : Überleben) auf Bienenzucht (Zuchtziel: Varroatoleranz) umzustellen.



    Gute Nacht

    "One of nature's biggest forces is exponential growth" (A.Einstein)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Atouba ()

  • Hallo Atouba !!


    ... by the way ...


    Wir haben uns da auch einiges zu Gemüte geführt ...
     
    ... unser Weg:
    Zuchtstoff der AGT direkt aus Kirchhain, angepaart auf einer Landbelegstelle mit Völkern einer anderen AGT Linie.
    Wenn wir den Belegstellenleiter noch dazu bekommen würden, die Drohnenvölker nicht zu behandeln, wäre das hervorragend.


    Geh mal auf einen der Vorträge von Dr.Büchler "Gesunde Völkerführung" (ehemal. "Gesundheitsförderliche Völkerführung", ehemal. "Gesunde Winterbienen durch rechtzeitige Brutentnahme") ... dann wird da ein (für uns derzeit schlüssiges) Konzept draus.
    Eine varroastarke Biene die mit wenigen mechanischen Einflußnahmen (also ohne Medikamente / Säuren) auskommt.


    Hinweis:
    Es gibt auch einige (ungeschützte) Landbelegstellen die entsprechendes AGT Material haben.


    Gruß
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Grundsätzlich richtig,
    schon mal ein Ansatz, die Varrotolerante Belegstelle. Toleranz tut allen gut.
    Allerdings, um hier auch mal wieder ein Haar in der Suppe zu finden, hat es auch Folgen, wenn man über mehrere Jahre 1o.ooo,- € oder mehr in eine solche Belegstelle steckt. Der Landesverband muss dann eben wo anders sparen. Nicht, dass es jetzt gerade mich treffen würde, aber grundsätzlich ist die Jungimkerförderung, die jetzt so gelobt wird von wegen der Zunahme der Neuimker, diese Jungimkerförderung ist deutlich weniger geworden. Konnte man Anfangs noch mit einer einfachen Schleuder und zwei Beuten rechnen, fiel die diesjährige Förderung so aus: 1 x Beute DN - Bergwinkel, ohne Folie, ohne Deckel. Also eine keineswegs komplette Beute im falschen Format und viel zu schön, um sie draußen aufzustellen. Ich überlege gerade, ob ich die Zargen hochkant übereinander als Bücherregal ins Wohnzimmer stelle. Wenn Einigkeit darüber besteht, dass die Jungimkerförderung nicht entscheidend ist, aber vermutlich hilft, das größte Bienenproblem zu lösen ( Imkersterben, nicht Bienensterben ), dann wäre es schön, wenn beiden gegangen wäre, was aber bei der finanziellen Ausstattung unserer Landesorg. wohl nicht möglich ist.
    Viele Grüße
    Wolfgang, ziemlich tolerant

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Hallo !


    Grundsätzlich richtig,
    schon mal ein Ansatz, die Varrotolerante Belegstelle. Toleranz tut allen gut.
    Allerdings, um hier auch mal wieder ein Haar in der Suppe zu finden, hat es auch Folgen, wenn man über mehrere Jahre 1o.ooo,- € oder mehr in eine solche Belegstelle steckt. Der Landesverband muss dann eben wo anders sparen.


    Keine Ahnung wie das bei Euch gehandhabt wird, aber außer das die Belegstellen auf der Homepage des Landesverband vorgestellt werden hat dieser damit nichts .. aber auch garnichts zu tun.
    Alle Hessischen Belegstellen werden von Vereinen getragen. In unserem gibt es dafür eine Aufstellgebühr (1,5€) die gerade so kostendeckend ist. Das hessische BI in Kirchhain ist an div. Belegstellen beteiligt, das ist aber ein ganz anderer Pott.



    Nicht, dass es jetzt gerade mich treffen würde, aber grundsätzlich ist die Jungimkerförderung, die jetzt so gelobt wird von wegen der Zunahme der Neuimker, diese Jungimkerförderung ist deutlich weniger geworden. Konnte man Anfangs noch mit einer einfachen Schleuder und zwei Beuten rechnen, fiel die diesjährige Förderung so aus: 1 x Beute DN - Bergwinkel, ohne Folie, ohne Deckel. Also eine keineswegs komplette Beute im falschen Format und viel zu schön, um sie draußen aufzustellen. Ich überlege gerade, ob ich die Zargen hochkant übereinander als Bücherregal ins Wohnzimmer stelle. Wenn Einigkeit darüber besteht, dass die Jungimkerförderung nicht entscheidend ist, aber vermutlich hilft, das größte Bienenproblem zu lösen ( Imkersterben, nicht Bienensterben ), dann wäre es schön, wenn beiden gegangen wäre, was aber bei der finanziellen Ausstattung unserer Landesorg. wohl nicht möglich ist.


    In Hessen gibt es keine Honigschleudern oder Beuten oder sonstige Imkerhardware in irgendeiner Weise bezuschußt.
    Und das ist gut so !
    Fördert nur die Mitnahmementalität ... aber das hatten wir andernortes hier im IF schon (lass Dich da darüber aus und nict in diesem Faden).
    Außerdem: Es kommt auch aufs fordern darauf an, die anteiligen EU Mittel für die Imkerei, wurden von Deutschland noch nie komplett abgerufen - da engagier Dich mal in Deinem Verband für !


    Viele Grüße
    Wolfgang, ziemlich tolerant


     
    Tolle Einstellung:


    Lieber Imkerspielzeug als mögliche Varroatoleranz !!


    Kopfschütelnder
    Gruß
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Wenns überhaupt Haare gibt dann sehe ich die in den Methoden, zum Beispiel gefällt mir die Behandlung der Brutscheunen mit AS nicht, weil dann züchte ich wieder aggressive Milben...dumm rumsitzen und klug schnacken sei mein Ding. Dagegen arbeitet die AGT mit Nachdruck und langem Atem an dem Problem, dafür verdienen sie allen Respekt, dass das ganze nebenbei auch Geld kostet ist so banal wie Haare. Wenn die Früchte eine varroatolerante Biene sind, welchen Schatz hätte man dann gehoben?


    @ bienenkönig du hast die Haare schön ;)

    "One of nature's biggest forces is exponential growth" (A.Einstein)

  • Schön das es solche Projekte gibt und das die gefördert werden.
    Das sind aber nicht die einzigsten Bemühungen auf diesem Gebiet. Die Buckfastgemeinschaft arbeitet daran auch mit Nachdruck.
    Den Züchterpreis 2010 bekam ein Kollege der sich auf diesem Gebiet sehr einbringt.
    Fördermittel kriegen wir glaub ich nicht, wir halten ja die Buckfast:wink:


    beehead

    give bee`s a chance- all together now- give bee`s a chance


  • ... unser Weg:
    Zuchtstoff der AGT direkt aus Kirchhain, angepaart auf einer Landbelegstelle mit Völkern einer anderen AGT Linie.


    Hallo Bienenknecht,


    unser Weg ..:


    jedes Jahr neue Auswahl von Bienenköniginnen mit einem hohen Varroaindex auf der Seite
    http://www2.hu-berlin.de/biene…ch/Bienenzucht-Start.html
    --> Zuchtwerte -->Zuchtwertergebnisse für ausgewählte Königinnen -->Varroa-Index z.B "130"


    Kontakt zum Züchter, Bestellung unbegatteter Töchter von Königinnen mit hohem Varroa-Index, Standbegattung, Vergleichstest der so aufgebauten Wirtschaftvölker durch Milbenfallkontrolle und Einschränkung der Behandlung auf ein Minimum.


    Wir sollten aber den Ball flach halten und keine neue Sau durchs Dorf treiben. Bisher gibt es dort nur "in Richtung Varroatoleranz" gezüchtete Bienen und keine varroatoleranten.


    Mit freundlichen Grüßen
    Rubikon
    ---
    Vertrauen ist gut, Varroakontrolle ist besser

  • AG Varroatoleranz ;-)


    Es zählen nur die Völker,
    die überleben!


    Wenn es bergauf geht schwitzt der Drohn!
    Wenn es bergrunter geht schwitzt der Drohn!
    Wenn es geradeaus geht schwitzt der Drohn!


    Wenn nix geht,
    dann schwitzt der Drohn
    nicht mehr!


    Liebe Leut,
    so ist die Welt.


    Das Wichtigste ist doch,
    dass der Bien unsterblich ist!!!
    Und der Bien ist nicht duldsam!!!


    Duldsam währe die wahre Bedeutung von Toleranz!!!!!!!



    Der
    Drohn