• Hallo,


    der eine oder andere möchte gerne eine Rechnung haben. Diese fülle ich auch aus und weise immer die MwSt von 10,7% aus. Jetzt hat mein "Kunde" gesagt die Rechnung wäre Falsch da "MUSS" 19% rauf.


    Wie würdet Ihr in 2-3 Sätzen argumentieren, das 10,7% in diesem Fall richtig ist?


    Gruß
    Imker

  • Bist Du überhaupt Umsatzsteuerpflichtig? Die allermeisten Imker dürften wohl kaum der Ust unterliegen, können somit auch keine Ust ausweisen, sehr wohl aber eine Rechnung stellen. Du solltest Dich an einen Steuerberater wenden, der Landwirte und Gärtner in seiner Mandantschaft hat, der kann Dir kompetent Auskunft geben, vielleicht haben die auch der Landesverband Deines IV einen fähigen Typen, einfach mal fragen.

    "Im normalen Leben wird es einem oft gar nicht bewußt, daß der Mensch überhaupt unendlich mehr empfängt, als er gibt, und daß Dankbarkeit das Leben erst reich macht" D. Bonhoeffer

  • Hallo,


    Du bist im Sinne des Finanzamtes ein Landwirt und hast eine Urproduktion. Auf Produkte aus Urproduktion werden 10,7 % MwST erhoben. Da Du Umsätze unter 17.500,-€ hast must Dua auf einer rechung die MwSt ausweisen,aber nicht an das FA abführen. Dafür darfst Du auch keine Vorsteuer geltend machen. Der Wiederverkäufer darf den Honig nur mit 7% weiterverkaufen und kann die 10,7% in seiner Vorsteuer geltend machen.


    Gruß Micha

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von michah () aus folgendem Grund: Rechtschreibung

  • OK bin ich Landwirt.
    Aber mwst die ich einnehme muss doch auch abgeführt werden? klar selbst kann ich keine Vorsteuer abziehen bei Hobby oder ??

    Wo kämen wir den hin wenn jeder fragt wo kämen wir den hin und keiner geht um nachzusehen wo wir hinkämen

  • Abraxas,
    da Du unter 17.500,- € bist musst Du nichts abführen und darfst nur kassieren! Als Landwirt wirst Du vom Staat gefördert. Erst ab 30 Völkern wirst Du für das FA interessant. Ab 20 für die Berufsgenossenschaft.


    Gruß Micha

  • Wer nur Honig verkauft, der kann auf der Rechnung 10,7% USt ausweisen (Durchschnittsverfahren). Der Kunde, wenn er VoSt-berechtigt ist, kann sich diese 10,7% als VoSt ziehen. Der Imker muss die 10,7% USt NICHT ans FA abführen. Auch nicht, wenn er über € 17.500,. Umsatz kommt. Denn die 17.500 sind die Grenze bei Kleinunternehmer, die haben aber nichts mit uns Durchschnittsversteueren zu tun.


    Sollte der Honig weiterverarbeitet werden (z.B. zu Met) oder man Kosmetika zukauft und diese vertickt, dann ist das keine Urproduktion mehr und fällt somit auch nicht unter die Durchschnittsbesteuerung. Dann ist man wieder bei der Regelbesteuerung.
    Bleibt man unter einem Umsatz nach §19 UStG von € 17.500,- kann man die Kleinunternehmerregekung in Anspruch nehmen.
    In den Rechnungen darf dann keine USt ausgwiesen werden und der Kunde kann sich dann auch keine VoSt aus der Rechnung ziehen.
    Allerdings kann man optieren und auf die Kleinunternehmerregelung verzichten, dann muss man auf der Rechnung 19% USt (bei Met und Kosmetika) ausweisen, muss die USt allerdings an das FA abführen. Darf sich aber im gleichen Zuge die VoSt ziehen, z.B. beim Kauf der Kosmetika vom Großhändler.

    MFG


    Christian



    "Haben zwei Imker die gleiche Meinung, so hat mindestens einer keine Ahnung"

  • Abraxas,
    da Du unter 17.500,- € bist musst Du nichts abführen und darfst nur kassieren! Als Landwirt wirst Du vom Staat gefördert. Erst ab 30 Völkern wirst Du für das FA interessant. Ab 20 für die Berufsgenossenschaft.


    Gruß Micha


     
    Das stimmt so nicht ... !
    1. sind die 17.500,- beim Kleinunternehmer die Grenze, das hat aber, wie ich ersten Beitrag geschrieben habe, nicht mit der Durchschnittsbesteuerung zu tun ... Du kannst auch 3 Milliarden €uro Umsatz mit deinem Honig machen und überall 10,7% USt draufschreiben und trotzdem nicht ein Cent ans Finanzamt abführen.


    2. Sind die 30 Völker die Grenze bei der ESt. ESt und USt sind aber zwei ganz verschiedene Paare. Selbst ein Imker, der jährlich ein oder zwei Völker verkauft, unterliegt eigentlich der USt. Wobei hier wieder die 17.500,- und die Kleinunternehmerregelung zum Tragen kommen.

    MFG


    Christian



    "Haben zwei Imker die gleiche Meinung, so hat mindestens einer keine Ahnung"

  • Hallo Christian,


    Du machts es zu kompliziert.


    1) 17.500,-€ ist die Grenze bis zu der man sich um nichts kümmern muss!
    2) In dem Moment wo sich das FA für die EST interressiert verlangen die von Dir ein Buchführung mit der sie die MwSt prüfen können. Also sind 30 Völker auch eine Grenze bis zu der man sorgenfrei schaffen kann.
    3) Kommt man über diese Grenzen brauch mach Rat vom Steuerberater, der Ahnung von Imkerei hat!
    4) Sie können ohne Probleme auf einer rechung 10,7% MwST ausweisen, solange da wasvon Imkerei im Namen steht, damit das FA erkennt das ist ein Landwirt!


    Christian, mehr müssen dieLeute erstmal nicht wissen. Übrigens waren das sinngemäß die Worte als der Steuerberater seinen Vortrag beim Treffen 2009 hielt, bei dem Du auch dabei warst.


    Gruß Micha

  • Hallo Christian,


    Du machts es zu kompliziert.


    Ich habe nur gesagt, wie es korrekt ist. Das Steuerrecht leicht ist, ist eine Märr ;-)
     


    4) Sie können ohne Probleme auf einer rechung 10,7% MwST ausweisen, solange da wasvon Imkerei im Namen steht, damit das FA erkennt das ist ein Landwirt!


    Und das timmt halt nicht ... Wenn Du Met oder Kosmetika verkufst und dort 10,7% USt drauf schreibst, dann gibts Ärger vom FA und man muss die 19% nachversteuern. Egal ob Landwirt oder nicht, denn dann ist man Händler und kein Landwirt mehr.



    Christian, mehr müssen dieLeute erstmal nicht wissen. Übrigens waren das sinngemäß die Worte als der Steuerberater seinen Vortrag beim Treffen 2009 hielt, bei dem Du auch dabei warst.


    Gruß Micha


    An die Worte kann ich micht nicht mehr erinnern, schon zu lange her ;-)

    MFG


    Christian



    "Haben zwei Imker die gleiche Meinung, so hat mindestens einer keine Ahnung"

  • Hallo,


    da haben einige ja den thread durcheinander gebracht.
    Ich werd einfach sagen, das ich Landwirt bin und somit die 10,7% seine Richtigkeit haben( wg Urprodukt).


    Von Imkerei steht auf der Rechnung nichts, allerdings steht da X Gläser Frühtracht a 500g zu XY Euro.


    Denke das ist io so.


    Gruß und Danke

  • Denke das ist io so.


    wenn Du sicher gehen willst, fragst Du Dein Finanzamt, die MÜSSEN Dir die richtige Auskunft geben.
    Lg Adelheid

    Adelheid (Bioimkerin aus Leidenschaft) - „Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt, der andere packt sie an und handelt.“ Dante Alighieri

  • Hallo Leute,


    Zitat

    wenn Du sicher gehen willst, fragst Du Dein Finanzamt, die MÜSSEN Dir die richtige Auskunft geben.
    Lg Adelheid


    Genau das habe ich getan.
    Und dann von meinem Steuerberater gegenlesen lassen.
    Danach haben beide, also Behörde und freischaffender Steuerkünstler erklärt, ich solle auf meinen Rechnungen keine Steuern ausweisen.Zur Erklärung notfalls den Satz dazu schreiben:
    "Nach §19 USTG kein Umsatzsteuer-Ausweis, da Kleinunternehmer"
    Und ob ihrs glaubt oder nicht, genau daran werde ich mich halten.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-