Imker und BUND fordern Reform der Zulassungspraxis

  • Bienensterben durch Pestizide geht weiter. Imker und BUND fordern Reform der Zulassungspraxis


    Berlin (ots) - Zwei Jahre nach dem großen Bienensterben in Süddeutschland, bei dem etwa 20000 Bienenvölker durch das Insektizid Clothianidin getötet oder schwer geschädigt wurden, werden in der Landwirtschaft beim Raps-, Mais-, Gemüse- und Getreideanbau weiter bienengefährdende Pestizide eingesetzt. Nach Auffassung des Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbundes (DBIB) und des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) brachten die 2008 verordneten Maßnahmen zur Begrenzung der Gefährlichkeit von Schädlingsbekämpfungsmitteln für Bienen nicht das gewünschte Ergebnis. Die Verbände haben weiterhin vor allem das von der Firma Bayer CropScience hergestellte Clothianidin im Visier, das zur Gruppe der sogenannten Neonicotinoide gehört.


    Mehr: http://www.presseportal.de/pm/7666/1662084/bund
    Noch mehr: http://www.bund.net/fileadmin/…ben_hintergrundpapier.pdf


    Viele Grüße
    Bernhard

  • na ja das kann ein Schuß ins Knie geben.


    BAYER sagt doch selber, dass es z.B. in Zusammenhang mit den Clothianidinvergiftungen speziel in Italien bis heute noch immer nicht ganz ausgeschlossen sei, dass die Varroa mitschuld trägt.


    Siehe hier: http://www.cbgnetwork.org/3366.html


    Die BAYER Leute werden immer sagen mit "Ihren" Varroazieden wäre das Varroaproblem in den Griff zu bekommen und es gäbe keine Vergiftungen. Weil die Imker aber immer mehr OS AS usw einsetzen, haben sie Milben ohne Ende und keine PSM Probleme.


    Noch was: Bei der jetztigen Zulassungsprüfung wird die Varroa ja gänzlich ausgeschaltet mit dem Argument der Vergleichbarkeit


    und das entspricht absolut nicht der REALITÄT.


    Nur mal so als exemplarisches Beispeil wei das dann aussieht:
    JANI hat mal wegen MON 810 in einer Veranstaltung wegen GVO öffentlich gesagt, dass es da bei einer Prüfung bzgl. Maispollen sehr wohl "Effekte" gab, aber diese Völker hatten Varroa und desshalb gilt dieser Versuch nicht und kommt nicht zum Tragen!


    Jedes Imkerkind und so auch jeder Bienenforscher weiß aber, dass zu beginn der Maisblüte immer (mehr oder weniger) Varroen in einem normalen Volk sind!


    Das nennt man dann aber den Boden der REALITÄT verlassen


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Schönen Nachmittag, liebe Leut,
     
    apropo Maispollen, Methiocarb, meine Lieblingschemiekalie, rangiert mittlerweile an 4 oder 5ter Stelle von oben in der Rückstandsskala beim Wachs.
     
    Ich denke mal, daß fast jeder konvi. Mais mit Mesurol gebeizt wird.
     
    Wo die Pollenversorgung teils vom Mais kommt, könnt es sein, daß Völker draufgehen im Frühjahr, wenn sie zu brüten anfangen und an den kontaminierten Pollen gelangen, vermut ich mal.
     
    Gruß Simon

  • Hallo Simon,


    wieso vermuten, Maispollen taugt nix für Bienen zunächst mal schon ohne die PSM.


    Das ist ja einer der Gründe warum sie in BaWü jetzt diese vielen Blühflächen haben wollen bzw. die sind teilweise ja schon existent.


    Meine Befürchtungen sind jetzt die, was holen diese Pflanzen nun alles aus den Böden wo jahrelang Mais angebaut wurde?


    Wie gut ist dieser Pollen wirklich?


    Was ist da alles noch an PSM Rückständen von denen wir nix wissen?


    Jedenfalls ist es mal besser als Massen an reinem Maispollen


    Mais wird schon seit x Jahren mit Mesurol gebeizt! 10 Jahre sind es mindestens, wenn nicht sogar schon 15 Jahre. Zu mindest hier am Oberrhein.


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Wens reicht, wenns reicht toyota,
     
    ich kann mich noch an die rosarote Maissaat erinnern, wie ich im Lagerhaus gearbeitet habe und das ist über 30 Jahre her.
     
    Ob das jedoch damals Mesurol war, weiß ich nicht mehr, möglich ists jedoch.
     
    Und wenn man sich dann noch vorstellt, daß so mancher den guten alten Mais 20 Jahre an der selben Stelle anbaut.... dann gute Nacht....!:confused:
     
    Gruß Simon

  • siehste dachte mir schon dass es noch viel länger war!


    Man müßte das zeug eigentlich im Grundwasser finden?


    oder schaut da keiner hin?


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Hallo Helmut,
    lass Dir den Zahn gleich ziehen. Das Geld ist,
    Zitat: ...zur Verbesserung der Erzeugungs- und Vermarktungs*bedingungen für Bienenzuchterzeugnisse.
    Und nicht zu vergessen es gibt nur etwas aus der EU-Kasse wenn die Länder/Bundesländer das mit dem gleichen Betrag Ko-Finanzieren. Alles wie gehabt.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk