Starterkit - Für Anfänger geeignet? Sinnvoll?

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    Ich habe 2 Böden, 2 Deckel und 6 Zargen. Smoker, Stockmeisel und einen Scleier einfachste Ausführung. Damit komme ich gut zurecht. Schleuder will ich nicht. Find es eh doof daß jeder eine Schleuder hat. Könnte man doch mit mehreren zusammen haben.
    In der Bucht hab ich das meiste günstig bekommen. Wenn ich mehr Völker hab werd ich sehen was noch fehlt.

    Wo kämen wir den hin wenn jeder fragt wo kämen wir den hin und keiner geht um nachzusehen wo wir hinkämen


  • Da ich noch ein blutiger Anfänger bin und mich aber trotzdem schonmal vorab informieren wollte, habe ich im Internet nach Imkereizubehör gesucht und würde gerne wissen, ob dieses als Starterkit bezeichnete Angebot für Anfänger geeignet und vom Preis her gerechtfertigt ist:


    Ich habe auch gerade erst seit einigen Wochen Bienen, bin also ebenfalls Anfänger. Als solcher habe ich mir als erstes gekauft:
    - Stockmeissel
    - Smoker (Edelstahl!)
    - Wabenzieher


    Beuten habe ich selbst gebaut. (Ok, Absperrgitter und Blechdeckel fehlen noch, aber immerhin haben auch meine selbstgebauten Böden Edelstahlgitter und eine Schublade.)
    Imkerhut mit Schleier sowie Handschuhe habe ich bisher geliehene benutzt.
    Als Rauchmaterial habe ich bisher morsches Obstbaumholz und getrockneten Rainfarn verwendet. (Was sind "Zündwürfel"?)


    Trafo für Edelstahldraht? Hm, ich habe auch Edelstahldraht verwendet. Zum Einlöten ein Autobatterieladegerät genommen, welches angeblich 12 V und ca. 2 A Strom fließen ließ. Das reichte nicht aus, um den Draht im ganzen Rähmchen ein einem Durchgang warm genug zu bekommen, habe es in zwei Hälften gemacht. Deshalb wundere ich mich, dass ein Einlöttrafo, den ein Imkerkollege sich frisch gekauft hat, auch nur 12 V aber 100 Watt (was über 8 A bedeuten würde) haben soll. Was nützen die 100 Watt, wenn bei 12 V einfach nicht mehr Strom fließen will?
    Ich habe hier schon ein Akkuladegerät aus dem Modellbaubereich liegen, das wird demnächst getestet. Da kann ich höhere Spannungen einstellen, dann fließt auch mehr Strom. Und den Strom kann ich begrenzen auf genau die Leistung, die ich brauche.
    Einlöttrafos mit 12 V halte ich für ...ähem... suboptimal. Und das wird mit 60 Euro angesetzt? Lächerlich! Wenn es billig sein muss, dann nimm einen Trafo aus einem Halogenbeleuchtungssystem oder einer Halogenleuchte. Oder das Autobatterieladegerät aus der Garage. Auch ein Netzteil von einem alten Laptop sollte gehen, denn die haben meist über 50 Watt. Selbst ein Netzteil aus einem Computer könnte man dafür umbauen.


    Mein Stockmeissel ist nicht so toll: die rote Farbe, die auf der einen Hälfte aufgebracht ist, splittert etwas ab. Aber egal, ich werde sie bei Gelegenheit halt komplett entfernen.
    Den Wabenzieher brauchst du mit Zanderrahmen vielleicht nicht, bei meinen DNM-Rähmchen sind die Ohren und die Oberträger halt etwas kümmerlich.


    Bei den Mittelwänden kannst du schon jetzt überlegen: es gibt normale ("seuchenfreie") Mittelwände und es gibt außerdem "rückstandsfreie", in denen also keine Rückstände von irgendwelchen Behandlungsmitteln sind. Was du mit dem Wachs der Mittelwände reinbringst bleibt da auch jahrelang. Falls du also irgendwann mal Bienenvölker in Bioqualität haben willst, solltest du evtl. jetzt schon auf das rückstandsfreie Wachs setzen.


    Grüße,
    Robert

  • Trafo für Edelstahldraht? Hm, ich habe auch Edelstahldraht verwendet. Zum Einlöten ein Autobatterieladegerät genommen, welches angeblich 12 V und ca. 2 A Strom fließen ließ. Das reichte nicht aus, um den Draht im ganzen Rähmchen ein einem Durchgang warm genug zu bekommen, habe es in zwei Hälften gemacht. Deshalb wundere ich mich, dass ein Einlöttrafo, den ein Imkerkollege sich frisch gekauft hat, auch nur 12 V aber 100 Watt (was über 8 A bedeuten würde) haben soll. Was nützen die 100 Watt, wenn bei 12 V einfach nicht mehr Strom fließen will?


    Ich habe einmal den ApiNord Wabendraht vermessen und den Draht in den EWG-Rähmchen DNM. Die Kaltwiderstände sind auf 1,4m 1,3Ohm bzw. 6,5Ohm, also stark voneinander abweichend. Der ApiNord Trafolöter für verzinnten Draht hat eine Leerlaufspannung von ca. 14V, die bei Belastung mit dem ApiNord-Draht auf ca. 13,2V zusammenbricht. Der bei EWG-Rähmchen fließende Strom beträgt ca. 1,8A bei 13,8V. Der beim ApiNord-Draht fließende Strom ist sehr hoch, kann aber mit dem Multimeter nicht gemessen werden, da der Draht in kürzester Zeit glutheiß wird und dadurch seinen Widerstand stark verändert. Ergebnis: Eine Spannungsquelle, die nur 2A liefern kann, ist für den verzinnten ApiNord-Draht ungeeignet - Der Draht bleibt zu kalt. Auch ein PC-Netzteil liefert an seinem 12V-Ausgang nicht genügend Strom. Der Draht in den EWG-Rähmchen wird vermutlich aus Edelstahl bestehen. Man kann mit dem ApiNord-Trafolöter Mittelwände gerade noch so einlöten (6s Lötdauer). Für solchen Draht ist ein Einlöttrafo mit einer Ausgangsspannung von 38V vorgesehen, also auch hier werden klar wesentlich höhere Ströme als 2A angenommen.
    Ich selbst verwende den Trafolöter für verzinnten Draht. Damit kann ich Mittelwände sowohl in Edelstahldraht als auch in verzinnten Eisendraht einlöten. Aufpassen muss man bei dem verzinnten Eisendraht bei Halbrähmchen. Das Einlöten ist bei Verwendung des verzinnten Drahts in Sekundenbruchteilen erledigt.
    Meine Empfehlung:Kauf dir den Trafolöter. Du hast damit zusätzlich auch einen hinreichenden Schutz gegen elektrischen Schlag. Falls du jemals erwägst, den verzinnten ApiNord-Draht zu verwenden, kauf dir den kleineren Trafolöter. Damit kannst du auch mit Edelstahldraht arbeiten, umgekehrt aber nicht.
    Gruß Ralph

  • Ich habe einmal den ApiNord Wabendraht vermessen und den Draht in den EWG-Rähmchen DNM. Die Kaltwiderstände sind auf 1,4m 1,3Ohm bzw. 6,5Ohm, also stark voneinander abweichend. Der ApiNord Trafolöter für verzinnten Draht hat eine Leerlaufspannung von ca. 14V, die bei Belastung mit dem ApiNord-Draht auf ca. 13,2V zusammenbricht. Der bei EWG-Rähmchen fließende Strom beträgt ca. 1,8A bei 13,8V. Der beim ApiNord-Draht fließende Strom ist sehr hoch, kann aber mit dem Multimeter nicht gemessen werden, da der Draht in kürzester Zeit glutheiß wird und dadurch seinen Widerstand stark verändert. Ergebnis: Eine Spannungsquelle, die nur 2A liefern kann, ist für den verzinnten ApiNord-Draht ungeeignet - Der Draht bleibt zu kalt.


    In meinem Fall hätte die Spannungsquelle mehr liefern können, der Drahtwiderstand war aber so hoch, dass eben nur knapp 2 A flossen (dieses Batterieladegerät hat eine Anzeige für den fließenden Strom).
    Bei meinem lokalen Imkereibedarfsdealer und bei flüchtigen Blicken in Onlinekataloge bekam ich den Eindruck, dass im wesentlichen zwei Trafos verkauft werden: ein normaler und einer für Edelstahldraht.
    Andererseits habe ich aber auch den Eindruck, dass es mehr als zwei Drahtsorten gibt. Und außerdem könnte ich mir vorstellen, dass ein quer gedrahteter Rahmen einen längeren Draht enthält als ein hochkant gedrahteter. Und ein Langstrothrahmen mehr Draht als ein DNM-Rahmen, von Dadant Bruträumen ganz zu schweigen.


    Alles das verleitet mich zu dem Fazit: ein einfacher Trafo, ohne Einstellmöglichkeit für Spannung und ohne einstellbare Begrenzung für den Strom, angesetzt mit einem Katalogwert von 60 Euro ist ein unschönes Ding und hat in einem Anfängerpaket nichts verloren. (Auch wenn ich mich korrigieren muss: dieser Trafo im Anfängerpaket soll für Edelstahl sein und hat deshalb wohl mehr als 12 V. Man ist trotzdem nicht flexibel damit und der Preis zu hoch.)
    Klar, wenn ein ein altgedienter Imker sich auf eine bestimmte Drahtung und eine bestimmte Drahtsorte festgelegt hat und dieser "Imkertrafo" zufällig passt - mag es ja genügen.


    Zitat

    Auch ein PC-Netzteil liefert an seinem 12V-Ausgang nicht genügend Strom.


    Ich bin die Woche nicht zuhause und kann weder nach meinen Netzteilen sehen noch Drähte durchmessen. Notebooknetzteile, einige Batterieladegeräte und auch Halogentrafos sind jedenfalls Optionen, die preiswerter zu haben sind und z.T. auch mehr Möglichkeiten bieten als der Trafo, den mein Imkerkollege für viel zu viel Geld als Imkerzubehör gekauft hat...


    Zitat


    Der Draht in den EWG-Rähmchen wird vermutlich aus Edelstahl bestehen. Man kann mit dem ApiNord-Trafolöter Mittelwände gerade noch so einlöten (6s Lötdauer). Für solchen Draht ist ein Einlöttrafo mit einer Ausgangsspannung von 38V vorgesehen, also auch hier werden klar wesentlich höhere Ströme als 2A angenommen.
    Ich selbst verwende den Trafolöter für verzinnten Draht. Damit kann ich Mittelwände sowohl in Edelstahldraht als auch in verzinnten Eisendraht einlöten. Aufpassen muss man bei dem verzinnten Eisendraht bei Halbrähmchen. Das Einlöten ist bei Verwendung des verzinnten Drahts in Sekundenbruchteilen erledigt.
    Meine Empfehlung:Kauf dir den Trafolöter. Du hast damit zusätzlich auch einen hinreichenden Schutz gegen elektrischen Schlag. Falls du jemals erwägst, den verzinnten ApiNord-Draht zu verwenden, kauf dir den kleineren Trafolöter. Damit kannst du auch mit Edelstahldraht arbeiten, umgekehrt aber nicht.


    Ok... du schreibst, dass er mit dem kleineren Trafolöter (der 12V hat) auch mit Edelstahldraht arbeiten könne, umgekehrt aber nicht. Umgekehrt (großer Trafo mit 38V) würde der verzinnte Draht zu heiß, ja. Aus eigener Erfahrung weiß ich aber auch: mit 12 V fließt nicht genug Strom, um ein Edelstahlgedrahtetes Rähmchen in einem Durchgang zu löten. Ein 12 V Trafo kostet bei H.m. so um die 36 Euro, bei B.w. um 51 Euro. Warum sollte man sowas kaufen?
    Einen simplen 12 V Halogentrafo gibt es für viel weniger, und selbst ein
    Batterieladegerät bekommt man für unter 30 Euro, dafür aber mit Stromanzeige. In der Preisklasse für den größeren Trafo lege ich lieber noch ein paar Euro drauf und kaufe ein einfaches Labornetzgerät, oder ein Akkuladegerät mit passenden Daten, wenn ich keine Lust zum Recylen von Notebooknetzteilen o.ä. habe...


    Eine tabellarische Übersicht über Rähmchendrähte und -drahtungen wäre klasse. Bei den Drähten z.B. Bezeichnung, Material, Dicke, Widerstand pro m, sinnvoller Spannungs- bzw. Strombereich.


    Grüße,
    Robert

  • Hallo Ben,


    ich habe diesen Sommer mit imkern angefangen. Meine Investitionen bis jetzt:


    Einfachbeute, Gesamtpreis 95 Euro
    (offener Boden mit Windel, 3 Zargen, einfacher Deckel ohne Dämmung oder Blech, habe ich ein Schrägdach aus übrigem Holz mit Dachpappe drauf gebastelt)


    Stockmeißel, Preis ca. 8 Euro
    (Wenn man irgendwo einen alten Schraubendreher und nen kleine Spachtel hat, kann man sich den sparen. Zumindest solange es bei einer Beute bleibt)


    Schlupfschleier, Preis: ca. 15 Euro
    (habe ich aber zugegebenermaßen bis jetzt noch nie benutzt... Aber für den Fall, dass sie doch mal bissig werden. Und zum Schwarmfang. )


    Smoker, Preis ca. 30 Euro
    (Nimm den großen, nicht den mit 8cm... Der kleine geht einfach zu oft aus. Nicht so schlimm, bei einer Beute, aber die paar Euronen sind wirklich nicht falsch angelegt)


    Besen, Preis genau 4,50 Euro
    (Gänsefeder würde reichen... Aber 4-5 Euro für nen Rosshaarbesen sind nicht die Welt und der Besen hält sicherlich länger und fliegt bei Wind nicht weg.)


    Insgesamt war ich also bei knapp über 150 Euro. Gefüttert wird/wurde mit Zuckerwasser 2/3 bzw. anfangs 1/1 über Tubberdose/aufgeschnittenem Tetrapack in aufgesetzter Leerzarge. Seit ich kürzlich zum zweiten mal in einen Finger gestochen wurde, habe ich noch dünne, kurze Ziegenlederhandschuhe besorgt. Überall anders dürfen sie gerne Stechen, aber am Finger ist es dann doch einfach ärgerlich. Absperrgitter habe ich keins. Meine Honigwaben werden aus dem Rähmchen geschnitten und in einer großen Kartoffelpresse aus Edelstahl mit eingelegtem Seihtuch gepresst. Es gibt sicher noch andere Arten, den Honig aus dem Wabenwerk zu gewinnen, aber die mit Entdeckelungsgeschirr und Schleuder ist sicherlich eine der teursten. Außer man kennt einen Imker, der die eigenen Waben kurz mitschleudert.... Einfach mal fragen.


    Ich hoffe, dass ich dich dadurch inspirieren konnte. 370 Euro für den Anfang... Knapp die Hälfte tut es auch.


    Grüße, Teila

    Bienen sind gar nicht so fleißig, wie ihnen immer nachgesagt wird. Sie können nur nicht langsamer fliegen. [Kin Hubbard]


  • ich habe diesen Sommer mit imkern angefangen. Meine Investitionen bis jetzt:
    [...]
    Insgesamt war ich also bei knapp über 150 Euro.


    Kann es sein, dass du die Kosten für Rähmchen unterschlagen hast?
    Auf Draht verzichtest du vermutlich ebenso wie auf Mittelwände. Ok, würde ich aber nicht jedem empfehlen. Und das Ausschleudern und Wiederverwenden von Honigwaben hat seine Vorteile.



    Zitat

    Gefüttert wird/wurde mit Zuckerwasser 2/3 bzw. anfangs 1/1 über Tubberdose/aufgeschnittenem Tetrapack in aufgesetzter Leerzarge.


    Ich habe erstmal Invertsirup gekauft. Ist etwas teurer als normaler Zucker, aber angeblich können ihn die Bienen besser verwerten, und weil bei mir die Zeit knapp wurde, wollte ich es ihnen einfach machen. Langfristig ist ein Ziel von mir Überwinterung der Bienen auf eigenem Honig. Ein Imker, von dem ich eines meiner beiden Völker habe, macht das seit Jahren und erntet trotzdem bis 40 kg Honig pro Volk... sein Garten liegt halt in besonders bienenfreundlicher Umgebung.



    Zitat

    Seit ich kürzlich zum zweiten mal in einen Finger gestochen wurde, habe ich noch dünne, kurze Ziegenlederhandschuhe besorgt. Überall anders dürfen sie gerne Stechen, aber am Finger ist es dann doch einfach ärgerlich. Absperrgitter habe ich keins. Meine Honigwaben werden aus dem Rähmchen geschnitten und in einer großen Kartoffelpresse aus Edelstahl mit eingelegtem Seihtuch gepresst. Es gibt sicher noch andere Arten, den Honig aus dem Wabenwerk zu gewinnen, aber die mit Entdeckelungsgeschirr und Schleuder ist sicherlich eine der teursten.


    Einspruch! Eine Edelstahlschleuder müsste man ab 300-400 Euro bekommen, zum Entdeckeln reicht eine Heißluftpistole für 15 Euro. Ist erstmal eine Investition, ok, hält aber viele Jahre. Und ständig schöne ausgebaute Honigwaben bei der Ernte zu vernichten erscheint mir auch nicht sparsam.


    Gerade die Zargen für die Hohenheimer Einfachbeute sind übrigens relativ leicht selbst zu bauen. Viele Baumärkte sägen einem das Holz auch kostenlos auf den Millimeter genau zu, man muss nur noch zusammenschrauben (wobei Winkelspanner und ein Akkubohrer/schrauber sehr nützlich sind).
    Ich bin allerdings auch noch auf der Suche nach der richtigen Holzquelle, weil mir die 18mm Leimholzplatten auf Dauer doch nicht das Wahre sind...


    Noch etwas zu diesem Starterpaket: Beim Absperrgitter steht nur etwas von "Metall". Ich persönlich werde zusehen, dass ich auch das in Edelstahl bekomme. Ok, normalerweise ist zur Zeit der Behandlung mit Säure kein Honigraum drauf und damit wohl auch kein Absperrgitter, aber ich bin mir sicher, dass es trotzdem irgendwann mal auch korrosiver Umgebung ausgesetzt sein wird.


    Weiß nicht, was das in dem Paket für ein "Hebelsprüher" ist, gibt vermutlich auch besseres. Einfach nur zum Wasser versprühen habe ich z.Zt. einen Drucksprüher (den man vorher aufpumpt). Für den Fall, dass ich irgendwann mal Milchsäure versprühe werde ich mir einen ohne Metalldüse suchen.


    Imkerblouse muss man über den Kopf ziehen, oder? Evtl ist man mit einer Imkerjacke (mit Reissverschluss) besser dran?



    Grüße,
    Robert



    Grüße,
    Robert

  • Für den ganz blutigen Anfänger gibt es viel wichtigere Fragen als ob das angebotene Starterset das billigste, das preiswerteste oder das günstigste ist.
    Wichtiger ist, was die Imkerkollegen in der Umgebung verwenden, was die häufigst verwendete Beutenform im örtlichen Verein/Verband ist, über welchen Händler die Nachbarimker bestellen und ihr gesamtes Material beschaffen (weil hier Preis zu Leistung passt und Qualität angeboten wird), auch das, an dem die Händler und /oder Hersteller nicht viel verdienen.
    Wer das ist und zu welchem Preis das in der jeweiligen Region zu bekommen ist, kann hier schwerlich gesagt werden, wenn man nur weiss, dass der Fragesteller in RLP wohnt.
    Deshalb der Rat, erst mal klären,


    -welche Beuteform regional am häufigsten verwendet wird
    -wo der örtliche Verein bestellt
    -ob der Verein bei Sammelbestellung z.B. für Anfängerkurse bestimmte Beuten bevorzugt und bessere Rabatte bekommt.

  • ...
    -welche Beuteform regional am häufigsten verwendet wird
    -wo der örtliche Verein bestellt
    -ob der Verein bei Sammelbestellung z.B. für Anfängerkurse bestimmte Beuten bevorzugt und bessere Rabatte bekommt.



    Das findest Du für einen Anfänger wichtig? Nur schön so, wie die anderen das schon immer machen?


    Warum soll jemand darauf Rücksicht nehmen, dass z.Bsp. im Anfängerkurs über eine bestimmte Beute gesprochen wir? Dann ist doch der Kurs falsch konzipiert!


    Wenn der Anfänger in Plastikbeutenland einen Kurs macht und doch lieber mit einer Dadantkiste sein Glück finden möchte? Pech gehabt?


    Es kann doch nicht die Aufgabe eines Anfängerlehrganges sein, Rezepte zu verteilen und darauf hinzuwirken, diese eins-zu-eins umzusetzen...


    Das erzeugt nur eines: Imkerliche Kuzsichtigkeit!


    Aber Du schreibst ja zum Glück selbst:

    Nimm nicht alles ganz so ernst...

  • Wenn ich das für mich nicht wichtig gefunden hätte, hätte ich es nicht geschrieben.


    Beispiel1 Rähmchenmass: Deine Nachbarn haben eine Schleuder, die Für Rähmchenmass 1 tauglich ist, was empfielt Du dann zu Verwenden?
    Beispiel2 Futtermangel im Frühjahr: Dein Nachbar verwendet Zandermass, Du braucht dringend eine Futterwabe, weil dein Jungvolk sonst verhungert. Natürlich ist es dann von Nachteil, ein exotisches Mass zu verwenden.
    Beispiel 3 Zubehör: Der örtliche lokal Dealer hat Rähmchen und Mittelwände für Zander im Vorrat. Was empfiels Du zu verwenden?
    Beispiel 4 Spassfaktor: Nach 1 Jahr stellst Du fest, dass es Dir doch keinen Spass mehr macht, was verkauft sich dann an die Vereinsmitglieder wohl am ehesten?
    Beispiel 5 Ableger als Starter oder Jungvolk auf Waben: Schon, dass man schon eine Segeberger Beute gekauft hat, wenn man nun den Ableger auf unpassenden Waben vom Nachbar oder Verein geschenkt bekommen könnte.


    And so on

  • Wenn ich das für mich nicht wichtig gefunden hätte, hätte ich es nicht geschrieben.



    Ja, wenn es Dir wichtig war, dann ist gut wenn Du das dazu schreibst, dass das DEINE Kaufentscheidung beeinflusst hat. Ich kenne einige, die das auch so handhaben und wohl auch glücklich damit sind. Ich kenne aber auch andere, die sich darüber ärgern, dass sie sich haben dazu verleiten lassen, das für sie "falsche" System gekauft zu haben.
    Grundsätzlich würde ich das also niemandem empfehlen.


    Wenn ich mich daran orientiert hätte, müsste ich jetzt in Zander imkern und ich bin jetzt sehr sehr froh, dass ich keine Brutbeuten heben muß, weil ich bei Dadant eine Einraumbeute habe.


    Unsere Vereinsschleuder geht auch für dieses Maß, und wenn sie es nicht getan hätte, hätten wir uns solange umgesehen, bis wir jemanden gefunden hätten.
    Futtermangel im Frühjahr kann man auch mit eigenen Futterreserven oder Futterteig mit Honig überbrücken (wir sind bio und müssten dann zu einem anderen Bioimker fahren, wäre mir viel zu aufwändig und ich will auch keine fremden Waben in meinen Stöcken haben)
    Rähmchen und Mittelwände gibt es inzwischen online und sind in der Regel innerhalb weniger Tage lieferbar.
    Wenn es mir keinen Spaß mehr macht, setze ich falls im Verein niemand dafür Bedarf hat, eine Anzeige in die Zeitung, bzw. gebe das Angebot an unsere Imkerschule weiter, in der jährlich 150 bis 250 neue Leute die Ausbildung beginnen.
    Und wenn man einen Ableger geschenkt bekommt, kann man ihn auch umziehen.
    Ja, es ist vielleicht alles anders, aber sicher nicht schwerer oder leichter und jeder muss für sich entscheiden, wie er handeln möchte oder kann.


    Wir denken - glaube ich - einfach oft in Begrenzungen, anstatt in Möglichkeiten.


    Sinnvoll ist es, sich die verschiedenen Beutensysteme anzusehen, möglichst mit Leuten drüber zu sprechen, die damit arbeiten / Vorträge darüber zu hören, Kurse zu besuchen (ich hatte das Glück an einem Holzkurs für Beutenbau teilzunehmen, obwohl wir da gar keine gebaut haben), bevor man einkauft und sich selbst ein Bild zu machen, wie man die nächsten 10 oder 20 Jahre damit arbeiten möchte.
    Es ist die sinnvollste Investition für viele glückliche Stunden Imkern, in diesem Bereich genügend Zeit zu investieren.

    Adelheid (Bioimkerin aus Leidenschaft) - „Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt, der andere packt sie an und handelt.“ Dante Alighieri

  • Hallo Zauber.Maus,
    zu Deinen Punkten:
    Schleudern fassen bis zu einer bestimmten Rähmchenbreite und -höhe alle Maße, die kleiner als diese sind.
    Wo Zandermaß reingeht, geht auch Normalmaß.
    Aus hygenischen Gründen und Krankheitsvorbeugung sollte der Tausch von Waben unter Imkern unterbleiben.
    Futterwaben bekommen Ableger von Wirtschaftsvölkern, denen man ohnehin soviel Futter gibt, das eher was übrig bleibt als zu wenig vorhanden ist.
    "Mein" örtlicher Imkereibedarf hat so ziemlich alle Maße vorhanden, zumindest die gängisten Rähmchenmaße.
    Klar, Normalmaß ist immer vorrätig, auch für HBB.
    Auch dürfte heutzutage via Internet, hervorheben möchte ich den Imkermarkt hier im Forum, kein Problem sein,
    Völker auf exotischen Wabenmaßen, wie Zander, zu verkaufen.
    Auch wenn es schöner ist, seine Völker in der Nähe zu wissen, wenn man sie verkauft.
    Ach ja, sicherlich bekommt ein Anfänger über den Verein auch für den Beginn seiner Imkerei Kunstschwärme.
    Damit ist man unabhängig von Wabenmaßen (und auch Gesundheitszeugnis, nur nebenbei).
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • ...
    Beispiel1 Rähmchenmass: Deine Nachbarn haben eine Schleuder, die Für Rähmchenmass 1 tauglich ist, was empfielt Du dann zu Verwenden?


    Deine Nachbarn haben Schleudern. Die aus Mitte der 50er Jahre sind nicht nutzbar, weil Du keine LS-Waben (oder bzw. Dadant HRR) damit schleudern kannst. Und? Dann gehst Du zu demjenigen, der die letzten Jahre eine Edelstahlschleuder gekauft hat, da passen die in der Regel rein.


    Beispiel2 Futtermangel im Frühjahr: Dein Nachbar verwendet Zandermass, Du braucht dringend eine Futterwabe, weil dein Jungvolk sonst verhungert. Natürlich ist es dann von Nachteil, ein exotisches Mass zu verwenden.


    Das kann ich niemandem raten. Waben vom Nachbarn in die eigenen Völker umhängen? Was soll das. Ich muss so arbeiten, dass ich genügend eigene Futterwaben habe (oder zur Not nachfüttern, was mit den im Forum beschriebenen Methoden sehr gut funktioniert)! Das sollte jedem Anfänger im Kurs vermittelt werden, dass keine Waben fremder Herkunft in die eigenen Völker eingebracht werden.


    Beispiel 3 Zubehör: Der örtliche lokal Dealer hat Rähmchen und Mittelwände für Zander im Vorrat. Was empfiels Du zu verwenden?


    Wenn der örtliche lokale Händler nur MW im Zandemaß hat, dann ist es der falsche Händler. Jeder halbwegs "normale", gut arbeitende schickt Dir binnen kürzester Zeit Deine gewünschten MW zu. Außerdem hast Du in diesem Fall im Anfängerkurs nicht gut aufgepasst, sonst wärst Du nicht in die Lage gekommen "dringend" Mittelwände zu benötigen. Der kluge Imker plant vor, oder weiß, bei welchem Händler er gut und zuverlässig bedient wird.



    Beispiel 4 Spassfaktor: Nach 1 Jahr stellst Du fest, dass es Dir doch keinen Spass mehr macht, was verkauft sich dann an die Vereinsmitglieder wohl am ehesten?


    Ja, ist halt wie mit der Ehefrau... Wenn der Spaß nachlässt, hat Mann ein Problem.


    Beispiel 5 Ableger als Starter oder Jungvolk auf Waben: Schon, dass man schon eine Segeberger Beute gekauft hat, wenn man nun den Ableger auf unpassenden Waben vom Nachbar oder Verein geschenkt bekommen könnte.


    Nackter Schwarm / Kunstschwarm und der Anfänger wird glücklich werden!


    ---


    Keines Deiner 5 Beispiel beinhaltet einen einleuchtenden Grund, warum ein Anfänger alles so machen sollte, wie es im Verein "schon immer üblich" war und ist!