Kein Brutraum vorhanden?

  • Hallo Zusammen,
     
    ich bin neu hier und möchte mitteilen das ich mich riesig freue, dass es dieses Forum gibt.
    Ich habe schon einige male hier meinen Feierabend verbracht und werde es mit Sicherheit noch öfters tun.
    Da ich seit Juni 2 Schwärme besitze und in meinen Beuten einlogiert habe, ist das Imkern noch ziemliches Neuland für mich. Daher bin ich für jeden Ratschlag und Tipp sehr dankbar.
     
    Also nun zum Thema, ich fütterte nach der Ameisensäurebehandlung ende Juli mit Zuckerwasser, nun habe ich bei einem Volk festgestellt, dass es nur auf einer Wabe (von insgeamt 10 Naturwabenbau) Brutfläche gibt. Alle anderen Waben haben von oben her Kränze aus verdeckelten Honig, Nektar und Pollen.
    Da ja nun die Königin Platz für die Winterbienenbrut benötigt, habe ich die Fütterung eben bei diesem Volk eingestellt.
    Bin ich da auf dem richtigen Weg, in der Hoffnung die Bienen verbrauchen einiges von ihrem Vorrat und schaffen Platz für Brut, oder muß ich in diesem Fall einen anderen Weg einschlagen?
     
    Für Tipps und Ratschläge zur Vorgehensweise bin ich sehr dankbar
     
    Viele Grüße Leonid

  • Hallo,
    willkommen im Forum. Wenn ich dich richtig verstanden habe, ist auf den brutfreien Waben Platz zum Stiften, aber die Königin stiftet dort nicht. In einem solchen Fall wird die Entnahme von Futterwaben nichts bringen.
    Wann war die letzte Tracht zu Ende?
    Wie groß ist die Brutfäche?
    Ist die Brutfläche mit Lücken durchsetzt?
    Befindet sich Drohnenbrut zwischen den Arbeiterzellen?
    Ist es überhaupt Arbeiterinnenbrut?
    Ist die Brut offen oder verdeckelt?
    Hast du Stifte oder die Königin gesehen?
    Gibt es Weiselzellen auf der Brutwabe?
    Wie hast du die Ameisensäurebehandlung durchgeführt?
    Wie war die Entwicklung des Volks vor der AS-Behandlung?
    Meine Vermutung: Möglicherweise ist die Königin geschädigt oder tot. Möglicherweise ist die Königin auch einfach überaltert. Möglicherweise bringt auch eine Reizung etwas. Dazu müsste man aber mehr über das Volk wissen.
    Gruß Ralph

  • Hallo,


    danke für die Antworten.


    @ AC Da ich dieses Jahr erst angefangen habe, besitze ich leider noch keine ausgebauten Leerwaben. Wäre aber denke ich sinnvoll so zu handeln.


    @ Kleingartendrohn Zum Glück lebt die Königin, denn frische jedoch wenige Stifte sind vorhanden. Nur sie hat halt kein Platz um ein ordentliches Brutnest zu gestalten, da alles mit Honigvorrat für den Winter, Pollen und Nektar vollgestopft ist. Ich lasse jetzt die Fütterung einfach aus und habe noch ein leeres Rähmchen reingehängt mit der Hoffnung das der Bautrupp ordentlich Vorrat verbraucht und gleich in eine frische weiße Wabe verwandelt. Wenn der Bienenbautrupp dabei zuviel verbraucht, muß ich eben wieder auffüttern.


    Für weitere Anregungen und Tipps bin ich offen und dankbar.


    Grüße Leonid

  • Hallo Leonid,


    eine andere Möglichkeit wäre, 2 Honigwaben zu schleudern und leer wieder reinzuhängen, damit die Kö weiterstiften kann.
    Evtl. beim Kollegen, wenn Du noch keine Schleuder hast.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Leonid,
    eine andere Möglichkeit wäre, 2 Honigwaben zu schleudern und leer wieder reinzuhängen, damit die Kö weiterstiften kann.
    Evtl. beim Kollegen, wenn Du noch keine Schleuder hast.


    Genau so. Ich würde jedoch 6 von den 10 Waben leer machen und gaaanz laaangsam wieder zufüttern, damit ein Trachtanreiz entsteht. 2 Brutwaben wären zu wenig. Vorsicht beim Schleudern wegen des Naturbaus! Die Waben brechen leicht! Nur mit niedriger Drehzahl schleudern! Vielleicht ist es günstig, die Waben nach dem Schleudern vor dem Zuhängen in Wasser zu tauchen, damit die Bienen die Reste umtragen.
    Gruß Ralph