Varroabekämpfung mit Apidea und Nassenheider Verdunster

  • Hallo, bei mir laufen seit 10 Tagen die Varroabehandlungen an allen Ständen mit 60%iger gekühlter AS via Nassenheider und Apidea Verdunster. Erstaunlicherweise mit sehr unterschiedlichen Zahlen, so daß ich mich langsam nach dem Verbleib der Milben frage.


    So fielen z.B. bei einem Volk etwa 2000 Milben, die umliegenden Nachbarn (jeweils 2 li & re) hatten kaum Befall, max. ein paar Hundert. Diese 5 Jungvölker haben die gleiche Entstehungsgeschichte aus Brutablegern im Frühjahr.


    Die anderen 38 Jungvölker dieses Standes und auch andere Stände zeigen noch weniger Varroaabfall. Brutbild und Vorräte sind gut, keine geschädigten Bienen (verkrüppelte Flügel o.ä.) erkennbar, es gibt auch keine Krabbler im Gras vor den Stöcken, geschweige denn rausgetragene abestorbene Puppen. Die Brutflächen sind geschlossen, nur die üblichen Lücken zum Heizen oder frühere Pollenzellen usw. Die Völker besetzen zwischen 8 - 12 Dadantwaben, sie sind ruhig und friedlich, ich kann fast ohne Rauch rangehen.


    Also - wo sind die verdammten Milben? Letztes Jahr um die Zeit sah es ganz anders aus...


    Gruß, Klaus


    Auf den Windeln unter dem Gitterboden liegen kaum Milben, bei täglicher Kontrolle trotz AS-Behandlung noch nicht einmal 10 Milben.

  • Hallo,
    wir sprechen uns in ein paar Wochen wieder !
    Ich erinnere an unsere Diskussion der letzten beiden Jahre.
    nassauer fragte , ob es möglich sein kann, daß die Milbe ihr Verhalten geändert hat.
    (Kürzere Entwicklung und Mehrfachbelegung)
    Von 0 auf zig tausend in kürzester Zeit.
    Dann gab es aber einen Herrn Maresch,der seinen Nachbarimkern Unfähigkeit vorwarf(siehe Zwangsbehandlung)
    und REINVASION !
    Ich hoffe, der Ein oder Andere erinnert sich
    Gruß
    Helmut

  • Erstaunlicherweise mit sehr unterschiedlichen Zahlen, so daß ich mich langsam nach dem Verbleib der Milben frage.


    Also - wo sind die verdammten Milben? Letztes Jahr um die Zeit sah es ganz anders aus...Auf den Windeln unter dem Gitterboden liegen kaum Milben, bei täglicher Kontrolle trotz AS-Behandlung noch nicht einmal 10 Milben.


    Moin , Moin Klaus ,
    vermutlich die klassischen Behandlungsfehler. Bist Du sicher, das Du alles richtig gemacht hast ? Diese Geschichten hat ein mir bekannter Imker aus dem nicht Hamburger Raum schon oft als Erklärung von unfähigen Imkern gehört die dann seine top behandelten Völker mit Reinvasion belastet haben. Die haben Stein und Bein geschworen, das bei Ihnen alles in Ordnung war. Er weiß natürlich genau, das die nichts oder eben alles falsch gemacht haben. Er wird sie aber alle überführen.


    Ich würde mich da jetzt nicht in Sicherheit wiegen. Du weißt ja :
    Übrigens:

    gibt es nichts anderes zu sagen wie zu der Herumexperimentiererei mit dem Ziel einer angeblichen Varroaresistenzentwicklung in Kleinstbeständen. Dazu ist der normale Freizeitimker nicht in der Lage und Varroa ist nach wie vor eine behandlungspflichtige Geschichte. Ich hoffe nur, daß diesen (in meinen Augen sind es Tierquäler) "Imkern" niemand Bienen verkauft. Ich jedenfalls nicht.
    Gruß, Klaus


    Außerdem :

    Nun, da fehlt zum Beispiel folgende Aussage von Dr. Rosenkranz:


    "Das System Varroa-Biene ist empfindlicher geworden, die Varroa wird virulenter." Das Bekämpfungskonzept funktioniere grundsätzlich, eine Optimierung sei aber notwendig. Nun wird darüber nachgedacht, die Bekämpfung per Allgemeinverfügung durch die Veterinärämter vorzuschreiben. "Dann können wir uns die Imker, die nichts machen, zur Brust nehmen." Ich hoffe da auf den letzten Satz. Gruß, Klaus


    Ich denke , es ist jetzt Zeit für optimierungen.


    Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Die Milbe muß in den Völkern sein.........oder hast Du irgendwo "besondere Bienen " gekauft.:roll:


    Gruß aus dem Norden
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Letztes Jahr um die Zeit sah es ganz anders aus...


    Hallo,
    zumindest hier in BW sah es im letzten Jahr anderst aus.
    Erste Behandlung kaum Milben, alles hat aufgeatment. Viele haben darauf hin Entwarnung gegeben und auf eine zweite AS Behandlung verzichtet. Vier Wochen später waren die meisten Völker mit rießigen Varrozahlen beim Überlebenskampf.
    Also nicht auf den ersten Augenschein vertrauen. Befallskontrolle und in vier Wochen zweite Behandlung.
    Ich rede von der Behandlung mit Verdunstern nicht von der 3-mal-7-Tage-Schwammtuchmethode.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Hallo Klaus,
    Zum Nachdenken:
    Du hast Ableger mit Brutwaben gemacht.
    Ich weiß, das dies gerne gemacht wird um die Milbenlast der Altvölker zu reduzieren.
    Aber mit dieser Erblast werden die Jungvölker nicht richtig fertig.
    Zu jeder Zeit steht die Milbenzahl in keinen Verhältnis zu der erst weniger werdenen Brut,
    zu dem sich aufbauenden neuen Brutflächen der jungen Königin.
    Mit der auslaufenden, aus den Altvölkern übernommenen Brut, kommen zuviel Milben in das Jungvolk.
    Zuviel Milben im Verhältnis zur neuen Brut.
    So entstehen in Jungvölkern Überpopulationen der Varroa, weil sie eine gute Vermehrungsgrundlage hat.
    Das mit den alten Brutwaben möglicherweise auch noch Krankheitskeinme mit in die Jungvölker geraten können, sei nur noch nebenbei erwähnt.
    Das mit der Brutwabenentnahme die Altvölker eine verbesserte Grundlage gegen die Varroa erhalten, bleibt unbestreitbar.
    Meine Vorschläge:
    Jungvölker aus Kunstschwärmen.
    Brutfreie Bienen lassen sich gut gegen die Milbe behandeln (z.B. mit Wärmebehandlung).
    Brutscheunen.
    Entlastung der Altvölker wie oben erwähnt.
    Aber kein Aufbau neuer Völker mit diesen Waben, sondern nach Auslaufen der Brut wieder Kunstschwärme.
    So hat man eine "Startpopulation" nahe Null; und keine unbekannte Anzahl der Milben in der Brut.
    Die Unterschiede bei der Anzahl der abgefallenen Varroen lässt sich meiner Meinung mit der unterschiedlichen Anzahl der Milben in der Brut bei Bildung der Ableger erklären.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Bienenfreunde!


    Zitat

    Mit der auslaufenden, aus den Altvölkern übernommenen Brut, kommen zuviel Milben in das Jungvolk.
    Zuviel Milben im Verhältnis zur neuen Brut.
    So entstehen in Jungvölkern Überpopulationen der Varroa, weil sie eine gute Vermehrungsgrundlage hat.
    Das mit den alten Brutwaben möglicherweise auch noch Krankheitskeinme mit in die Jungvölker geraten können, sei nur noch nebenbei erwähnt.


    Wenn im Winter die Restentmilbung ordentlich (meistens wird sie zu spät gemacht, sprich erst im Jänner) gemacht worden ist, woher sollten da vielen Milben bei der Wabenentnahme kommen? Da sind höchstens ein paar Milben dabei.


    Wo sollte bei Jungvölkern eine gute Vermehrungsgrundlage sein, wenn die Jungvolkbildung gleich einmal eine Brutpause beginnt. Da ist wohl in jedem Altvolk eine bessere Grundlage vorhanden.


    Welche Krankheitskeime werden denn da übertragen? Ist die Faulbrut am Stand, dann ist sie so wie so da und braucht nicht erst übertragen werden?



    Meine Beobachtung ist jedenfalls, dass die Milben bei der Behandlungs sehrwohl abfallen, die abgefallenen Milben aber nur sehr schwer zu erfassen sind, da sie durch Raubinsekten (Ameisen Ohrwürmer usw) verschleppt werden. Ich habe einmal gesehen, dass am Vortag während einer Behandlung noch massig Milben auf der Unterlage zu sehen waren, am nächsten Tag war keine einzige Milbe mehr da, alle sind geräubert worden. Also auf keinen Fall auf das Gemüll verlassen.



    MfG
    Honigmaul

  • Lothar : aber gehört es denn nicht zum kleinen Einmaleins, die Ableger nach Schlupf der Brutwaben und vor Verdeckelung der ersten eigenen Brut zu behandeln? Dann stellt sich das Problem doch nicht in diesem Maße.

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Lothar :
    Brutableger werden auch deshalb noch so gerne gemacht, um anschliessend verkauft zu werden. Somit ist man seine Altwaben günstig los. Ist leider so.


    Klaus : Wie lange hast du denn schon Bienen und wie intensiv beschäftigst du dich mit der Varroa?? Du fragst, wo die Milben sind? Und so mancher glaubt schon, die Milbe hätte ihr Verhalten geändert, andere meinen, die Milbe sei besiegt worden. Dem ist leider nicht so:
    Wir hatten einen langen, kalten Winter, nur einige wenige Völker brüteten durch. Durch die lange Brutpause wurden die Milben sehr geschwächt, starben oder wurden unfruchtbar. (Die Milbenfreiheit in Lappland bestätigt dies). Die korrekte Winterbehandlung trug ihr übriges dazu bei. Nun startete das Brutgeschäft sehr spät im Frühjahr, und gleichzeitig sehr massiv. Die Entwicklung der Brut lief der der Milbe davon. Gleichzeitig fielen früh Schwärme oder wurden Brutableger gemacht, also notgedrungen mit wenig Milben. Nur durchbrütende Völker und schlecht behandelte hatten einen erhöhten Milbenbesatz, den sie dann auch mitgaben bei der Vermehrung.

  • luxnigra : Ich beschäftige mich seit 30 Jahren mit Bienen und zwar so intensiv, wie man es in einer Imkerei macht, von der man leben will. Zur Zeit um die 100 Völker und etwa 150 MiniPlus, die jetzt aufgelöst und zu Kunstschwärmen für den eigenen Bedarf verarbeitet werden.


    Brutableger wurden bei mir noch nie verkauft und deswegen dafür auch nicht extra hergestellt. Da ich einen hohen Wachsumsatz habe und guten Gewissens sagen kann, daß in keinem meiner Völker eine Wabe ist, die vor 2009 ausgebaut wurde, müßte ich mir diesbezüglich auch keine Gedanken machen. Mittelwände sind seit diesem Jahr auf 5,2mm Zelldurchmesser.


    Die Bienen stehen verteilt auf 7 Ständen in und um Bonn.


    Dieses Jahr habe ich keine Hongernte gemacht sondern nur Vermehrung, um nach den Verlusten des Spätsommers 2009 wieder auf eine Völkerzahl zu kommen, wie sie mir vorschwebt.


    Vermehrung erfolgte wie es gerade ging, d.h. eigene Kunstschwärme , kontrolliertes Schwärmen, Teilen abgeschwärmter Völker usw. Brutpausen wurden für die Varroabehandlung genutzt, hier und da also mal eine AS-Behandlung.


    Übrigens lassen sich die Bienen von der AS nicht stören, sie brüten normal weiter, sammeln fleißig Pollen und verhalten sich wie gewohnt.


    Ich sehe im Gras keine verkrüppelten Bienen, keine herausgetragenen verstümmelten Puppen oder sonstige Schäden, die auf Varroa zurückzuführen sind. Hier und da (sehr sehr sporadisch) habe ich ein wenig Sackbrut in den Völkern und ein Volk hatte etwas stärker Kalkbrut im Frühjahr.


    Die Völker werden größtenteils auf Lindenhonig überwintern.


    Also - wo bleiben die Milben? Trotz aller Prophylaxe müßten schon ein paar mehr als 20, 30 da sein, wenn man von dem einen Ausreißer mal absieht.


    Hier laufen auch keine Anfängerfehler im Umgang mit der AS, die Verdünnung von 85 auf 60% stimmt, die Verdunstung funktioniert wie erwartet beim Nassenheider mit von der Außentemeperatur abhängigen variierenden Verdunstungsflächen. Am Morgen nach kalter Nacht sehr groß, am frühen Abend mit ausklingender Wärme recht klein. Die Abstände des Verdunstungsflieses von der Beutenwand stimmen auch und die Verdunstungsmenge ist auch so wie es der Hersteller und die Bieneninstitute empfehlen.


    Bei der heutigen Durchsicht habe ich auch drei drohnenbrütige Völker entdeckt, da habe ich mal die verdeckelte Brut komplett geöffnet und alle (sic!) Puppen herausgezogen. Nicht eine einzige Milbe!


    Also?


    Gruß, Klaus

  • Also? Gruß, Klaus


    Also was ?
    Alles gut ! :daumen: Wo ist Dein Problem ?
    Schluckst Du Kopfschmerztabletten wenn Du keine Kopfschmerzen hast und rennst zum Arzt um eine Begründung dafür zu bekommen ?
    Es ist doch das, was Du seit Jahren anstrebst. Dann haben wohl alle Übelimker in Deinem Umkreis (ohne Bienenführerschein) entweder keine Bienen mehr oder eben alles richtig gemacht.
    :roll:oder machst Du Dir sorgen über Deinen Umsatz mit Importbienen. Dieses Jahr keine Honigernte und im nächsten Jahr keinen Absatz von Importware. Na, vielleicht wird dann ja die Ernte gut.


    Ich drück Dir die Daumen.


    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Hallo Honigmal,
    Brutableger machst Du doch nicht unmittelbar nach der Winterbehandlung, sondern erst später im Jahr.
    Bis dahin hat sich der Restbestand der Milben doch bestimmt mit jedem Brutdurchgang verdoppelt.
    Nimm doch mal z.B. ein Brutbeginn Anfang Februar und machst Anfang Mai Brutableger.
    Bei 100 Milben zu Beginn kommst Du in diesen zwölf Wochen auf vier Brutdurchgänge = 200, = 400 = 800, = 1600 Milben.
    Wenn Du nur die Hälfte der Milben mit den Brutwaben in den Ableger verbringst, sind das schon 800 Milben zu Beginn.
    Dann rechne mal durch, wieviele Milben bis zur Einwinterung in diesen Ablegern sind.
    Einen Kunstschwarm oder Naturschwarm bekommst Du mit Behandlung auf viel viel weniger Milben.
    Fast Null (aber um dies zu ermitteln, müsste ich diese Abschwefeln und Auswaschen, was ich nicht will).
    Hallo Marcus,
    davon hat Klaus aber nichts geschrieben,
    ob und wie er die Brutableger behandelt, vor der jetzigen Behandlung.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Nee, um meinen KS-Umsatz mache ich mir überhaupt keine Sorgen, da werden noch genug Bienen an der Experimentierlust einzelner Imker sterben. Der Artikel Kunstschwarm wurde seit Januar 2010 in meinem Webshop über 10.000mal aufgerufen. Im September fliege ich nach Sizilien und bringe Buckfast-Zuchtmütter dorthin, um dann im zeitigen Frühjahr 2011 KS mit F1-Königin zu bekommen. Momentan ist mein Graphiker dabei und entwirft Anzeigen. Die Anzeige ist gewissermassen auch ein Beitrag in der Diskussion Carnica - Buckfast. Ein Beispiel ist hier:


    Mir geht es darum, daß ich letztes Jahr bei der Varroabehandlung im wesentlichen nichts anderes gemacht habe. Durch die Faulbrutsanierung ergab sich eben auch die Möglichkeit der rechtzeitigen Varroaprophylaxe und trotzdem hatte ich dann im Spätsommer bspw. an meinem Stand am Verteidigungsministerium massive Varroaschäden. Ich erinnere nur daran, daß dort von um die 30 Völkern nur 17 den Winter erlebten, die 2010 u.a. den Grundstock bildeten für die Vermehrung.


    Ich sehe das auch nicht als Entwarnung und werde auf jeden Fall in der ersten Septemberwoche eine weitere AS-Behandlung durchführen und wohl auch noch mal im Oktober. Dann komplett via Nassenheider, weil dessen Verdunstungsrate wirklich gut auch auf niedrige Außentemperaturen reagiert. Es fängt ja jetzt auch die Phase der Räuberei an, da werden in der Umgebung schwächere Kandidaten plattgemacht und von zwei Nachbarn weiß ich, daß sie bislang noch nichts gemacht haben.


    Ich mache morgen mal ein paar Bilder von den Windeln und den Behandlungsmethoden. Kann ja sein, daß sich da ein Fehler findet.


    Gruß, Klaus

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  • Hallo Lothar!


    Aus der Praxis kann ich nur sagen, dass die Rechnung nicht stimmt. Entweder starten die Völker mit viel weniger Milbenbelastung, bzw wird kolportiert, dass sich die Milben monatlich verdoppeln und nicht bei jedem Brutzyklus, was auch eine geringere Vermehrung bewirkt. Wahrscheinlich ist beides der Fall.


    Andererseits wird für einen Ableger (Völkervermehrung in 4 Schritten nach Dr. Liebig) nur eine Brutwabe entnommen, also ca 1/7 der Milbenbelastung. Das sind nie und nimmer 800 Milben.



    Zitat

    Dieses Jahr habe ich keine Hongernte gemacht sondern nur Vermehrung, um nach den Verlusten des Spätsommers 2009 wieder auf eine Völkerzahl zu kommen, wie sie mir vorschwebt.


    Warum schließt eine groß angelegte Völkervermehrung den Honigertrag aus, ausgenommen man will auf den 10-fachen Bestand kommen?


    Bei einer Verdoppelung des Bestandes, sprich von jedem Volk eine Brutwabe für einen Sammelbrutableger und dann wieder auf 10 Völker aufgeteilt, wird der Honigertrag meines Erachtens überhaupt nicht geschmälert.


    MfG
    Honigmaul