Realität oder nicht Zucht nach Singer

  • Hallo


    Habe mir gerade mal die Zuchtrichtlinien von Carnica Singer durch gelesen.
    Und wollte mal unsere Züchter im Forum fragen ob das realität ist oder nur Theorie?


    Macht ihr das auch habt ihr überhaupt so viel Völker oder machen das nur Imker die davon leben?
    http://www.carnica-singer.at/

    (Wenn die Macht der Liebe die Liebe zur Macht übersteigt, erst dann wird die Welt wissen, was Frieden heißt) Jimi Hendrix

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  • Jedenfalls "die machen es so"! Das Imkern unterscheidet sich sehr zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz. Allerdings gibt es an den Grundfesten der Zucht wenige Unterschiede. Eher zeigen sich diese in der Qualität und Quantität der Produkte wobei sich in der Qualität weder Österreicher noch Schweizer Imker verstecken müssen. Es geht allein um die Masse der Tracht, die oftmals in diesen Ländern bedingt durch die Gebirge nicht so vorhanden sind. So nun zur letztendlichen Antwort Ja es ist Realität aber jeder Imker hat seine eigene betriebswirtschaftliche Vorgehensweisen.:Biene:

  • Hallo Ruben,


    im Prinzip: "Ja"
    Jeder Züchter hat eine möglichst grosse Prüfgruppe, das kann ja theoretisch der ganze Bestand an Trach- und Zuchtvölkern sein, aus der er seine nachzuchtwürdigen Königinnen herausselektiert.
    Ein Jahr der Beobachtung ist ein "Muss"
    Die Mütter der diesjährigen Königinnen stammen also in der Regel aus 2008 oder älter.
    Wer also -wie vor einigen Tagen gelesen- "2010er vorgeprüfte Königinnen" anbietet, ist wohl eher aufs Geld aus als auf Qualität.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo Bienenfreunde!


    Ich bin da sehr skeptisch, was die Zucht betrifft.


    Drei Erkenntnisse lassen mich daran zweifeln:


    1. Ich habe vor mehreren Jahren von verschiedenen Züchtern mit besten Ruf Carnica-Reinzuchtköniginnen zugekauft, konnte aber keine wirklichen Unterschiede zu den eigenen Bienen feststellen.


    2. Sollte sich die Weitergabe des Erbgutes tatsächlich so verhalten, wie die Reinzüchter dies hinausposaunen, dann hätte auch ein umgekehrter Versuch ein dementsprechendes Ergebnis bringen müssen. Ich habe vom schlechtesten Volk, welches ich zur Verfügung hatte eine Zuchtserie erstellt. Demnach hätten die Nachzuchten schlechte Ergebnisse bringen müssen. Dies war aber nicht so, es waren, wie auch sonst bei der Zucht üblich, sehr gute bis sehr schlechte vorhanden, was die Honigleistung anbelangt. Bezüglich Sanftmut dürfte die Weitergabe der Erbanlagen besser funktionieren.


    3. Es ist mir auch ein Rätsel wie ein und die selbe Biene mit derartig verschiedenen Gegebenheiten zurecht kommen sollte. Zum Beispiel in extremen Frühtrachtgebieten muss die Biene sehr früh sehr volksstark werden. In Waldtrachtgebieten, wie bei uns im Alpenvorland ist es in bezug auf die Gesamtjahreshonigleistung eine frühe und rasante Entwicklung überhaupt nicht wichtig. Es ist vielmehr gut wenn sich das Volk langsam und stetig entwickelt und bei Beginn der Waldtracht, etwas Mitte/Ende Mai seine volle Stärke und Sammelmotivation hat und bis dorthin nicht in Schwarmstimmung gerät.



    Ein interessanter Beitrag ist unter folgendem Link zu finden:


    http://www.apisjungels.lu/page95.html



    MfG
    Honigmaul

  • honigmaul : Jungels und Guth sind sehr gute Kunden bei Singer. Soviel dazu.
    Zum Artikel von Jungels: Was passiert, auf lange Sicht, wenn alle Buckfast (oder eine andere Rasse) halten, weil sie soo gut ist, viel Honig bringt etc.? Wir erhalten wiederum Reinzucht, da es nichts mehr zu kreuzen gibt. DAS ist es, was die Buckfastzüchter nicht gelesen haben wollen, bei Bruder Adam, nämlich der Erhalt der lokalen Rassen. Denn nur mit der Kreuzung der lokalen Rassen kommt die Buckfast und andere Reinzuchten zur vollen Leistungsfähigkeit. Eigentlich müsste man eine Steuer erheben für jede verkaufte Königin, um damit einen Fonds zu speisen zum Erhalt der lokalen Rassen.

  • Wie kommst du auf das schmale Brett? :roll:



    Hehe, schmal ist gut
    Hier in meiner unmittelbaren Umgebung fliegen die Bienen von Jungels. Er hat hier einen Stand mit 8 Völkern. Seine Bienen haben lederfarbene Hinterleibsringen und sehr breite, graue Filzbinden, als ob es farbige Carnicas seien. Als ich mit ein paar versierten Züchtern zusammen war, diskutierten wir hierüber, da gab einer der Anwesenden an, zu wissen, dass die Imkerei Singer sehr viel nach Luxemburg exportiere, und zwar an beide Buckfastzüchter. Und ich selbst war zugegen, als Jungels eine C-Zuchtkönigin ersteigerte, und auf einem anderen Imkertreffen war ich dabei, als er die neue luxemburger C-Züchtervereinigung über den grünen Klee lobte. Warum nun soviel C-Blut in die luxemburger Buckfastzucht eingekreuzt wird, das weiss ich allerdings auch nicht. Es hängt wahrscheinlich mit dem Frühtrachtangebot und dem Brutverhalten zusammen.


  • Na C-Königinnen.
    Warum will niemand mehr Singer-Königinnen?

  • Hi Nigra,

    Zitat

    und auf einem anderen Imkertreffen war ich dabei, als er die neue luxemburger C-Züchtervereinigung über den grünen Klee lobte


    Gibts da ne Neue?
    Weisst Du da was, was wir nicht wissen?

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hehe, schmal ist gut
    Hier in meiner unmittelbaren Umgebung fliegen die Bienen von Jungels. Er hat hier einen Stand mit 8 Völkern. Seine Bienen haben lederfarbene Hinterleibsringen und sehr breite, graue Filzbinden, als ob es farbige Carnicas seien. Als ich mit ein paar versierten Züchtern zusammen war, diskutierten wir hierüber, da gab einer der Anwesenden an, zu wissen, dass die Imkerei Singer sehr viel nach Luxemburg exportiere, und zwar an beide Buckfastzüchter. Und ich selbst war zugegen, als Jungels eine C-Zuchtkönigin ersteigerte, und auf einem anderen Imkertreffen war ich dabei, als er die neue luxemburger C-Züchtervereinigung über den grünen Klee lobte. Warum nun soviel C-Blut in die luxemburger Buckfastzucht eingekreuzt wird, das weiss ich allerdings auch nicht. Es hängt wahrscheinlich mit dem Frühtrachtangebot und dem Brutverhalten zusammen.


    Sorry, lieber Lichtschwarzer, du spekulierst! Was du hier schreibst ist Hörensagen. Paul hatte Kontakte zu Singer jr. der wiederum mit dem Betrieb seiner Schwester nix am Hut hat. Dass Jungels und Guth C-Bienen haben, heisst noch langen nicht, dass sie "eingekreuzt" werden. Nur nach äußeren Merkmalen zu urteilen ist wiederum ein schmales Brett. Die Stammtafeln sind von beiden sind öffentlich.
    Darüber hinaus ist es ein immer noch weit verbreiteter Trugschluss, dass in Buckfast-Herkünfte ständig bodenständige Linien einfliessen. Das ist definitv NICHT so. Schau in die Stammtafeln! Kombinationszucht nach Adam ist was anderes als viele Carnica-Häuptlinge meinen!!
    Ausserdem, warum soll ein Buckfastzüchter nicht gut über andere Zuchtvereinigungen reden wenn sie ordentliche Arbeit leisten?


    Reiner

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Hehe, schmal ist gut
    Hier in meiner unmittelbaren Umgebung fliegen die Bienen von Jungels. Er hat hier einen Stand mit 8 Völkern. Seine Bienen haben lederfarbene Hinterleibsringen und sehr breite, graue Filzbinden, als ob es farbige Carnicas seien. Als ich mit ein paar versierten Züchtern zusammen war, diskutierten wir hierüber, da gab einer der Anwesenden an, zu wissen, dass die Imkerei Singer sehr viel nach Luxemburg exportiere, und zwar an beide Buckfastzüchter. Und ich selbst war zugegen, als Jungels eine C-Zuchtkönigin ersteigerte, und auf einem anderen Imkertreffen war ich dabei, als er die neue luxemburger C-Züchtervereinigung über den grünen Klee lobte. Warum nun soviel C-Blut in die luxemburger Buckfastzucht eingekreuzt wird, das weiss ich allerdings auch nicht. Es hängt wahrscheinlich mit dem Frühtrachtangebot und dem Brutverhalten zusammen.


    Meine Großmutter hieß Deutsch und der Mann von meiner Schwester heißt ebenfalls Deutsch ...... der Zusammenhang der Geschichte: keiner, denn meine Großmutter wurde in Gramatneusiedl geboren und mein Schwager in Mainz


    LG


    Thomas





    meine Großmutter

  • Moin, Mitimkers,
    Luxembourg ist mir nicht fern und ich kann bestimmt aus dem Nähkästchen plaudern.-
    Das sind private Dinge, Bankgeheimnis eben:-)
    Ich bemühe mich um eine "Zucht" der regionalen Eifelbiene, aber ich krieg meine Zweifel.


    >Die Königin gibt nicht das weiter, was die Bienen machen bezw. können.<
    Das schwirrt mir im Kopf herum.
    Habe ich auch woanders beschrieben.
    Die Königin ist austauschbar, aber sie macht nicht Naturbau oder bläst Weiselzellen an.
    Sie gibt nur inderekt Erbgut nach, aber nicht unbedingt Fähigkeiten.
    Das sind meine momentanen Gedanken dazu.
    Grüße, Udo

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • @Schwarzlux,
    ich wäre sehr, sehr vorsichtig im Verbreiten solcher Behauptungen über Jos und Paul, wenn ich an deren Temperament denke auweia......
    Ich könnte mir vorstellen, dass die beiden äußerst empfindlich reagieren werden (die haben beide einen hervorragenden Ruf), wenn sie derlei Behauptungen lesen.
    Übrigens, selbst Bruder Adam hielt eine stattliche Anzahl von C-Völkern, allein schon zum Vergleich.


    beehead

    give bee`s a chance- all together now- give bee`s a chance