ich stehe gaaaanz am anfang :)

  • hallo leute,
    ich bin neu hier...deshalb erst mal ein herzliches dankeschön das es so ein forum gibt.
    ich habe so ziemlich keinerlei erfahrung und ahnung..
    ich komme aus hessen (gelnhausen) und habe ein supertolles gartengrundstück wo ich gerne bienen hinstellen würde.
    mein vater war hobbyimker d.h. ich hab hardware da.
    leider sind ihm viele völker eingegangen...
    das möchte ich jetzt aufgabeln und das letztendliche erbebniss nattürlich verbessern :)
    leider ist mein vater etwas sturr...d.h. er möchte mir weder tipps geben noch helfen. er gibt mir 100€ zum start und ankauf von bestückten waben.
    ich habe auch schon einen netten älteren herr aufgetrieben der mir vorzügliche bienen zum preis von 10€ pro bestückte wabe verkaufen möchte.
    ich habe viiiele leere kästen mit zander maß (9 waben pro zage).
    hier zu meiner ersten frage:
    aufgrund der jahreszeit und des begrenzten geldes wäre es schlauer 2 kästen à 5 bestückten waben + jeweils 4 leerwaben mit zwischenwänden einzubauen oder 1 kasten à 9 bestückten waben zu kaufen und aufzustellen? 1.eres hat mir mein vater geraten weil es seiner meinung nach sinnlos ist mit einem volk in den winter zu gehen...
    da ich keine ahnung habe wann ich genau welche arbeitsschritte im jahr machen soll könnte mir jemand kurz erklären was ich zu machen habe bzw. auf was ich achten muss? z.b. wann fängt man an einzufüttern/wann fängt man an die bienen mit ameisensäure zu behandeln usw.. eine link mit zutreffendem inhalt würd mir auch vollständig genügen..ich will hier ja keinen nötigen so lang zu schreiben bis man krämpfe in den fingern hat:wink:
    was muss ich sonst noch für den anfang wissen? ich habe schon gehört das das einflugsloch am besten einen halben meter über dem boden sein sollte und das man den einflugsschlitz mit einem kleinen brett oder sowas vergrößern kann bzw. so es den bienen leichter machen kann ins heim zu kommen:-D gibt es sonst noch was nützliches zu wissen?
    ich weiß das klingt jetzt doof und ich werd einem erfahrenen imker auch über die schultern schauen aber der ist gerade im krankenhaus und ausserdem ist es doch immer praktisch wenn man schon was weiß ;)
    also ich hab nicht vor meine tierchen zu quälen oder sie ins verderben laufen zu lassen..
    deswegen auch meine erste frage...


    ich bedanke mich schonmal im vorraus und hoffe, nein ich bete eigentlich schon das mir hier drauf jemand antwortet der nicht so viel fachbegriffe und abkürzungen nennt sondern einfach ganz normal für nicht so erfahrene leute verständliche sachen:lol::wink:


    viiielen dank :)



    grüssle


    lars



    ps: ich weiß ich habe eine grauenhafte rechtschreibung...dieses thema werd ich nach meinem bienen start anfangen...
    und iiiiirgendwann habe ich dann meine eigene kleine hobbyimkerei die nicht jeden winter stirbt :)

  • Hallo Lars,
    les im Winter erst mal viel Fachliteratur und dieses Forum!
    Dann kauf Dir im Frühjahr zwei, besser drei, Völker.
    Vorher besuch aber noch einen Grundlagenkurs.
    Der Start mit überwinterten Völkern ist zwar teurer, aber mit diesen kannst Du schon Ableger machen, vielleicht das Schwärmen kennenlernen, ersten Honig ernten.
    Jetzt würde ich nicht Völker kaufen, die nur Kosten durch Einfütterung und Varroabehandlung verursachen und bei denen man das Risiko der Überwinterung hat.
    Lieber warten.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Wenn Du im Moment noch keine Bienen hast, die versorgt werden müssen, kann ich nur raten, Dich einem Imkerverein anzuschliessen und erst einmal einen Grundkurs zu besuchen. Leih Dir ein paar Bücher (Vorschläge für Anfänger findest Du hier im Forum) und lerne über den Winter Theorie.


    In den allermeisten Vereinen wird Dir günstig zu Bienen verholfen, wenn Du einen Grundkurs besuchst.


    Die alten Beuten in denen die Bienen Deines Vaters verendet sind, müssen gründlichst gereinigt und desinfiziert werden.

  • Zitat

    ps: ich weiß ich habe eine grauenhafte rechtschreibung...dieses thema werd ich nach meinem bienen start anfangen...
    und iiiiirgendwann habe ich dann meine eigene kleine hobbyimkerei die nicht jeden winter stirbt


    Gut, lass die Rechtschreibung "bis nach den Bienen" liegen, aber mit der Groß- und Kleinschreibung, damit fange bitte schon mit Deinem nächsten Beitrag an ;-)


    Beste Grüße
    Hartmut

  • Hallo Lars,


    Ich habe letztes Jahr im Oktober beschlossen, Bienen zu halten und begonnen, mich damit zu beschäftigen. Und ich bin glücklich, daß ich durch die Winterpause ein halbes Jahr Zeit hatte, Theorie zu lernen. Vielleicht hätte ich sonst als Ahnungsloser etwas überstürzt, was ich später bereut hätte. So aber konnte ich mich in Ruhe informieren und meinen Imkerweg finden.
    Ich habe die alten Kästen meines Onkels vernichtet (Hinterbehandler sind sowas von unpraktisch) und habe mich gegen das hier in der Region übliche Beutenmaß (Zander) entschieden, weil ich nicht den leichtesten Weg, sondern den mir am besten erscheinenden Weg gehen wollte. Natürlich sind die Anfangsinvestitionen so etwas teurer, aber mir war es lieber, für was Gutes mehr zu bezahlen, als mit billiger, weil üblicher Massenware zu starten, die sich nach wenigen Jahren als doch nicht so gut rausstellt (nur weil es fast jeder hat, muß es nicht unbedingt gut sein) und ich dann frustriert irgendwann alles hinwerfe und ein zweites Mal in ein besseres System investieren muß.
    Mein Rat: Nimm Dir Zeit bis zum Frühjahr! Lern die Theorie! Informiere Dich über alle Vor- und Nachteile! Glaube keinem Imker, denn bei zehn Imkern bekommst Du elf Meinungen! Suche Dir einen eigenen Weg, der Dich am meisten überzeugt! Und erst wenn Du tief in Dir überzeugt bist, das Richtige gefunden zu haben, dann fang an. Vorher nicht!


    Ich entschied mich für Dadant-Beuten, legte mich also auf eine Betriebsweise fest. Danach beim Imker-Anfängerkurs erklärte der Dozent, Zander-Maß sei hier in der Region das Übliche und Beste und deshalb sollte man als Anfänger doch hier bitte auch Zander nehmen. Dadant sei nur was für Besserwisser, die immer eine Extrawurst haben wollen. Daß Dadant weltweit (aus gutem Grund) am weitesten verbreitet ist und Zander nur ein eher süddeutsches Regionalmaß ist, verschwieg er wohlweislich.
    Jeder Krämer lobt seine Ware und für jeden Imker ist seine Betriebsweise die Beste. Daher nochmals: Frage viel, höre viel zu, aber bilde Dir eine eigene Meinung. Höre die Vorteile aber versuche auch die Nachteile herauszufinden, denn die gibt kaum ein Imker freiwillig zu.


    Natürlich, wenn man aus finanziellen Gründen gezwungen ist, in ein vorhandenes System einzusteigen, genügt das auch, um seine Erfahrungen zu sammeln, nur wird ein späterer Umstieg eben teuer. Zander hätte ich auch billig bekommen können, aber weil mich Dadant mehr überzeugte, legte ich mich (auch zum Wohl der Bienen) auf Dadant fest. Ich glaube auch nicht, daß ich diesen Schritt je bereuen werde.


    Liebe Grüße,


    Martin


  • hier zu meiner ersten frage:
    aufgrund der jahreszeit und des begrenzten geldes wäre es schlauer 2 kästen à 5 bestückten waben + jeweils 4 leerwaben mit zwischenwänden einzubauen oder 1 kasten à 9 bestückten waben zu kaufen und aufzustellen?


    Hallo James!


    Willkommen im Forum! Als Einstieg solltest du mit mehr als einem Volk starten. Ein Bienenvolk besteht aus bienenbesetzten Waben und hat jeweils eine eigene Königin. Selbst wenn der Kauf mit einem Preis pro Wabe abgerechnet wird - ein variables Zusammenstellen der gekauften Waben zu Völkern ist nicht möglich.


    Der Sommer 2010 ist für die Bienen vorbei. Jetzt im August laufen die Wintervorbereitungen. Ich bin bei meinen Völkern mit der ersten Säurebehandlung fertig und starte gerade das Einfüttern. Du solltest den Bienen jetzt nicht mehr Mittelwände zum Ausbauen geben, denn die werden bis zum Winter nicht mehr ausgebaut und ein erfolgreiches Überwintern auf Mittelwänden ist nicht möglich. Du schreibst von "Leerwaben". Sind das ausgebaute Waben aus den Altbeständen deines Vaters? Wenn sie aus eingegangenen Völkern stammen, sind sie stark mit Krankheitserregern belastet und sollten besser eingeschmolzen werden.


    Mach besser einen Festpreis pro Volk aus, i.d.R. 50 EUR für ein Herbstvolk oder 100 EUR für ein überwintertes Volk im Frühjahr. Mit einem Startbudget von 100 Euronen kannst du also im Kinzigtal zwei Herbstvölker oder ein Frühjahrsvolk kaufen. Besser wäre noch, im nächsten Mai ein paar Ableger oder Kunstschwärme günstig zu kaufen und dann bis zum August auf Überwinterungsstärke zu bringen, z.B. bei Imkerei Ullmann in Erlensee, bei Uwe Eichholz in Steinau (Bellings) oder bei Wolfgang Wagner in Schlüchtern (Niederzell).


    Ich wünsche dir viel Erfolg für deinen Start mit den Bienen und bei der Verwendung von Groß- und Kleinschreibung :wink:


    Gruß vom Sammler

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  • Hallo Lars,


    wir haben dieses Jahr im Mai mit dem Imkern angefangen. Ich würde dir auch empfehlen erst im kommenden Frühjahr zu beginnen. Besuche bis dahin einen Imkerlehrgang, lese Fachliteratur und melde dich beim örtlichen Imkerverein an. Die freuen sich in der Regel über Nachwuchs (so war´s zumindest bei uns). Im kommenden Frühjahr kannst du dann ganz entspannt mit dem Imkern anfangen und im Imkerverein wird auch mal ein Ableger oder Schwarm verschenkt (so war´s zumindest bei uns).


    Viele Grüße von Martina