Kunstschwarm bis wann?

  • Moin, summ,
    in meiner Gegend maximal bis genau jetzt (1. Augustwoche), und dann auch nur mit mindestens 2kg Gewicht und sofortiger Fütterung.
    Geht aber nur, wenn noch genug Pollen in den nächsten Wochen reinkommt, sie müssen unter allen Umständen auch genug fürs nächste Frühjahr einlagern.
    Hier hat's jetzt Springkraut und Goldrute und Phacelia, und ein noch grünes Senffeld weiß ich auch noch.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Kunstschwärme sind die Bienen die nicht gerade Brut sind!
    Nehmt 40.0001 Biene (Arbeiterinnen und eine Königin) und macht das wegen mir am Heiligen Abend bei 15°C in der Garage. Das wird funktionieren. Selbst wenn die bis März nicht fliegen können. Wenn NRJ da ist und wachsweiche Wärme gemacht werden kann, dann Bounty mitten im Winter.


    Hier aber steht die Frage aus Geiz - schade um die übrige Königin oder die unnützen Trachtbienen ... - oder aus Sorge wegen zu klein einzuwinternder Völker: Mit 3,5kg Jungbienen jedenfalls ist problemlos ein Staat zu machen. Mit 4 kg durchmischten ebenfalls. Wenn 10.001 Bienen in den Winter gehen kommen 5.001 auch wieder raus und mehr braucht man zum Überleben nicht. Eigentlich stellt sich die Frage, wann man einen Kunstschwarm machen kann, der selbst noch auf Überwinterungsstärke kommt und zwar gradeso. Und da ist Pollenangebot und vor allem das Wetter das Problem. Manch vergessenes Mini-Plus zeigt uns Anfang Dezember bienengefüllte Unterböden, wenn's einen langen sonnigen Herbst und irgendwo Tracht hatte. Täglich nur paar Grad weniger oder Regenwetter und das selbe Volk ist da schon trocken. Wenn man also auf Nummer sicher gehen will, dann schließt man planmäßige Völkerbildung - egal ob aus EWK-Auflösung oder Kunstschwärem - Mitte Juli ab. Von Monat zu Monat steig das Risiko, daß die Zeit nicht reicht. Vielleicht will man das mit kleinen Einheiten ja sogar riskieren. Ich will das nicht. Ich löse eher zu gute Kandidaten zugunsten der Nachbarn auf. Denn kriegen die Nachbarn je 'ne Schippe Bienen dazu, dann kommen die dort durch. Versuche ich die paar Schippen alleine durch zu bringen, dann kann das klappen. Je nach Jahr ...

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Henry,


    hab den Kunstschwarm in den Seerosenkörben gemacht. Die Dinger sind aber alles andere als dicht.:oops:
    Mir macht das ja nichts aus, wenn einige Bienen im Keller rumfliegen aber da es der Keller meiner Eltern ist...:oops:

  • Meine, Günther, sind es.


    Das ist das typische Japanerproblem.


    Hast Du auch wirklich die richtigen und vor allem heile genommen?

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Denn kriegen die Nachbarn je 'ne Schippe Bienen dazu, dann kommen die dort durch.


     
    Kann man das problemlos machen, Bienen von aufzulösenden Völkern anderen, schwächeren Völkern zufegen, ohne dass das Beisserei gibt?

    "Im normalen Leben wird es einem oft gar nicht bewußt, daß der Mensch überhaupt unendlich mehr empfängt, als er gibt, und daß Dankbarkeit das Leben erst reich macht" D. Bonhoeffer

  • Ja,


    genau das hat man mit den nackten Heidevölkern gemacht. Die wurden verschickt und nach der Ankunft sofort gefüttert und vor den Bienenstand ins Gras gefegt. Die Bienen - heimatlos und fremd in der Gegend - suchten Anschluß und bettelten sich ein. Die Königinnen mußten nicht gesucht werden, die verendeten im Gras. Die Völker des Bienenstandes wurden so maximal mit nicht erbrüteten unangenehmen Bienen verstärkt und das geht mit angenehmen Bienen ganz genauso.


    Brutscheunenbienen kann man schaufelweise und damit zielgenau dosiert vor die Zielvölker schütten. Die treffen dann keine Auswahl, sondern nehmen das erstbeste Flugloch und marschieren da rein.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Naja, meine Frau hat sie ausgesucht und mir mitgebracht, hätte die wohl selber aussuchen sollen.

    Ach, werden in Oberösterreich die Bräute der Kinder immernoch von den Eltern ausgesucht? Isse wenigstens hübsch? Oder schlau? Oder etwa beides?

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Miteinander,
    ach Henry, wenn doch die Ländereien so schön beieinander liegen...
    Ob ER hübsch oder schlau oder beides ist, fragst Du nicht?
    Zum Thema:
    Kunstschwärme kann man auch noch später machen.
    Mit Zuckerwasser gebaute Waben sind doch billiger als mit Honig gebaute (Gier).
    Was macht man denn sonst (außer vor die Fluglöcher schippen, was ja eher Grobimkerei ist) mit aufzulösenden Begattungsvölkern, Ablegern und Völkern?
    Und sogenannte Brutscheunen mit ausgelaufender Brut (weiß einer einen Namen dafür?) müssen ja auch noch verwertet werden.
    Die erwähnten nackten Heidevölker wurden ja meist noch zu Völkern aufgebaut, das nach der Heideblüte, in August/September.
    Nur solte man daran denken, jetzt mehr zu füttern, wenn man auf Mittelwänden/Anfangsstreifen einschlägt, da noch gebaut werden muss.
    Sonst verwendet man Leerwaben.
    Und das so langsam der Übergang zur Einfütterung kommt, sollte auch nicht vergessen wrden.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.