warum Puderzucker in Teig?

  • Hallo,
     
    Ich habe dieses Jahr so wenig Honig, dass ich ihn nicht zur Futterteigherstellung verwenden möchte.
     
    Ich habe gerade ein Rezept zur Futterteigherstellung mit Invertsirup gefunden:
     
    Schritt 1
    Sirupherstellung:
    1kg Zucker + 400g Wasser +2g Ameisensäure 30 min kurz unter Siedetemperatur köcheln.
     
    Schritt 2
    Dann 3kg PUDERzucker in einem Behälter geben, am Boden festdrücken, und 1kg des hergestellten Sirups oben drauf geben.
    Ein paar Tage, fertig soll der Futterteig sein.
     
    Schritt 2 hört sich nach wenig körperlichem Arbeitsaufwand an.
     
    Kann mir jemand erklären, wieso man für die Sirupherstellung anscheinend Kristallzucker nehmen kann und für den 2. Schritt nur Puderzucker?
    Ist der Unterschied von Kristallzucker und Puderzucker nur die Mahlung?
    Löst sich der Puderzucker im 2. Schritt, oder vermsicht er sich nur im Sirup?
     
    Grüße Madm


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    Hallo Madm ,für Sirup wird der Zucker aufgelöst (wird dickflüssig ).
    Teig ist wie bei Muttern , Kuchenteig ( knetbar ).


    Mit imkerlichem
    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo Madm,


    nach diesem Rezept hergestellten Futterteig würde ich meinen Bienen auf keinen Fall zumuten. Bei 30 Minuten knapp unter dem Siedepunkt muss eine nicht zu unterschätzende Menge an HMF entstehen, die den armen Tieren keinesfalls gut tun kann.


    Wenn man sich`s unbedingt schwer machen will, unbedingt Futterteig benötigt, und nicht auf bewährten Futterteig aus dem Handel zurückgreifen möchte würde ich probieren ihn mit Invertsirup und Puderzucker anzurühren. Preislich ist das allerdings völliger Unsinn und eine reine ABM.


    Puderzucker ist vermahlener Kristallzucker, kann man mit einer guten Küchenmaschine zur Not auch selbst herstellen wenn man das Teil loswerden möchte.


    Viele Grüße


    Sigi

  • Hallo,


    HMF entstehen bei der thermischen Zersetzung von Zucker bzw. Kohlenhydraten, und der dürfte als spezifischer Anteil selbstverständlich in ausreichender Menge im Honig enthalten sein.
    HMF entstehen bereits in geringer Menge beim Süßen deines heißen Tees, du lebst aber nicht wie die Bienen zum größten Teil davon.


    Viele Grüße
    Sigi

  • HMF entstehen bereits in geringer Menge beim Süßen deines heißen Tees, du lebst aber nicht wie die Bienen zum größten Teil davon.


    Gilt das auch für Rübenzucker? In Wikipedia wird das nur für Fruchtzucker konkret behauptet. Unter welchen Bedingungen andere Kohlehydrate in HMF umgewandelt werden, wird dagegen nicht beschrieben. Weißt du da mehr und kannst du eine Quelle nennen?
    Gruß Ralph