Absperrgitter und Behandlung mit Ameisensäure 60%

  • Hallo,
     
    mich bewegt derzeit eine Frage: Ich überlege, während der Behandlung mit Ameisensäure (60%, Schwammtuch von oben) ein Absperrgitter (zwischen den beiden Brutraumzargen) im Volk zu lassen. Das Absperrgitter ist aus Metall. Nun fürchte ich, dass 1) das Gitter evtl. die Zirkulation im Volk stört udn 2) dass die AS das Gitter angreift (Korrosion). Hat jemand hierzu Erfahrnungen gemacht?
     
    Viele Grüße
     
    Alex

  • Das Gitter wird rosten und die Bienen wahnsinnig, weil sie daran gehindert sind, der Säure auszuweichen.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Alex,
    was machst Du mit einem Absperrgitter zwischen den Bruträumen?
    Jetzt um diese Jahreszeit brauchen die Bienen Raum zum Brüten.
    Willst Du die Königin aussondern?
    Oder Brutwaben freibekommen?
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo, wir hatten vor einigen Tagen einen "Kurs" zum Thema Varroa-Behandlung.
    Da wurde uns die bevorzugte zweizargige Einwinterung so präsentiert,
    dass bereits Mitte Juli die Königin in den unteren Brutraum geschickt werden solle,
    Absperrgitter drauf und die Brut darüber "auslaufen" lassen.


    Dann könne man leichter mit der Behandlung - am Besten von oben - beginnen.
    Ein verzinktes Gitter gibt dann wohl auch seinen Dampf zusätzlich ab.
    Darauf wurden wir leider nicht hingewiesen ...


    Lösung: "Plasteak" - Gitter verwenden ?


    Viele Grüße
    JR

    Wer an den Dingen seiner Stadt keinen Anteil nimmt, ist kein stummer Bürger, sondern ein schlechter Bürger (Perikles, griechischer Staatsmann, -490 bis -429)

  • Wie kompliziert. Ein Dadantimker hat auch nicht solche Möglichkeiten. Macht es einfach einfach. Schwammtuch - auf die Oberträger gelegt (wie ein BMW Zeichen [tm] by Henry) und fertig. Jeder Handgriff mehr ist einer zu viel.
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Hallo,


    vielen Dank für die Antworten. Die Methode ist im aktuellen Imkerfreund beschrieben (Wabenpflege, Wabentausch im Spätsommer). Ich machs weniger wegen dem Wabentausch, da ich mir erst einen Vorrat an Waben aufbauen muss. Wie ich es verstanden habe, funktioniert das so: Absperrgitter zwischen die Brutzargen, Kö nach oben. Zum Auslaufen der Brut in der unteren Zarge 3 Wochen warten, in dieser Zeit Einfütterung in kleineren Mengen (ein paar Kilo) und AS-Behandlung. Danach werden die Zargen getauscht und es wird richtig gefüttert (bei mir: Eimer). So kommt das Winterfutter in die obere Zarge und der Zehrweg für den Winter ist groß. Das würde mir auch zeitlich gut passen (Urlaub muss auch mal sein).


    Aber vielleicht geht es auch ohne diesen Mehraufwand und ohne das Abspergitter - die Probleme (Störung der Bienen, Korrosion des Gitters) sehe ich durchaus. Kann ich mich darauf verlassen, dass die Bienen das Brutnest nach unten verlagern (vielleicht auch angeregt durch die AS-Behandlung von oben)?


    Viele Grüße


    Alex

  • ... Jeder Handgriff mehr ist einer zu viel.

    Ich sehe Krähen in der Nähe, Rehe noch eher näher, ich weiß wie gut Sie zu mir sind, Mein Gott jetzt hat sie's, noch einmal wann ergrünt das Grün ...


    azwing : bei den Bienen kannst Du Dich auf garnichts verlassen! Nur darauf, daß die sehr viel selber besser können als Du denkst, daß Du's könntest. Ich empfehle Dir ganz ausdrücklich, die Zargenordnung genau so zu belassen wie sie ist und kein Gitter während der Einfütterung zu verwenden. Lediglich das Flugloch würde ich zur Seite hin einengen und dann schön langsam von heute an bis zum 3. Oktober in kleinen Gaben und kontinuierlich einfüttern. Den Rest machen die Bienen und Du machst lediglich eine Schwammtuchbehandlung ...

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Alex,
    die Honigkappe bzw. Futterkappe bestimmt den Sitz des Brutnestes.
    Da die Bienen brutnestfern ihre Vorräte lagern, in Magazinbeuten also oben, rückt das Brutnest von selbst nach unten.
    Im Frühjahr dann umgekehrt, mit schwindenden Vorräten rückt es wieder nach oben.
    Deshalb brauchst Du jetzt auch nicht Waben umschichten.
    Die untere Zarge wird, wenn sie leer ist, entfernt und gleichzeitig eine neue mit Leerwaben und Mittelwänden aufgesetzt.
    Mit Deiner Methode machst Du Dir mehr Arbeit als nötig.
    Das jetzt, wo langes Öffnen der Beute Räuberei bedeuten kann.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Alex,
    das Entfernen der unteren Zarge bezieht sich auf das Frühjahr, nicht auf jetzt.
    Habe ich vergessen, dazu zu schreiben.
    Jetzt verbleiben die Völker auf zwei Zargen.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Leute,


    ist zwar vielleicht völlig OT, aber ich wundere mich immer wieder welscher "Sch..." in unseren Kursen so gelehrt wird.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo Michael,


    deshalb kritisch bleiben und viiiiieeeeel hier Lesen!


    Ich hab keinen Kurs gemacht und bin froh über hier lesbare Inhalte. Eine nachvollziehbare, d.h. (bio-)logische Begründung untermauert mit Erfahrungen der Nutzer hier sind mir lieber als hingeworfener "Stoff", den man hinnehmen und nachahmen soll.


    wobei ich damit nicht ausdrücken will, dass es in allen Kursen so abläuft!!


    Ich hätte eine Teilnahme ohnehin nicht geregelt gekriegt.


    Viele Grüße!


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Imkerforum ... wo die Kurse aufhören ;)

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Hallo Marion,


    ich werde in mich gehen und sehr vieeeel lesen.
    Der Trend in Deutschland geht eindeutig hin zum Zweitbuch!

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo Marion,


    ich hab in meinem Imkerkurs in etwa dasselbe gehört. Ich habe es probiert, so zu machen, aber ich glaube, ich habe den Bienen riesiges Chaos beschert. Jetzt haben sie sich zwar wieder beruhigt, aber ich bin nicht sicher, ob es das wert war. Ich glaube auch, dass es mehr Sinn macht, im Frühjahr die dunklen Waben rauszunehmen. Die ein oder andere konnte ich jetzt auch so rausnehmen, da nicht mehr bebrütet, aber den Rest habe ich bei den übrigen Völkern drin gelassen. Das Chaos - es sind ziemlich starke Völker mit Unmengen Bienen - muss nicht wirklich sein.
    LG
    Maggy

    Man sollte sich nicht über Dinge aufregen, die man nicht ändern kann !