Waben auslecken lassen....

  • Ich habe jetzt zwei Kartons voll mit ausgeschleuderten Waben. Logischerweise auch mit kleinsten Honigresten drin.
    Jetzt habe ich gelesen, dass man die Waben zum Auslecken den Völkern zurückgeben sollte. Funktioniert das?

  • Ich frag mich bei der Gelegenheit, wie lange die geschleuderten Waben auf dem Volk belassen werden sollen. Ih will ja nicht, dass die den Honig dorthintragen, sondern nur saubere Waben für das Wabenlager über den Winter... und wenn man die Waben wieder abräumt, macht man das wie gehabt mit einer Bienenflucht?
    Fragen über Fragen
    Hannah

  • Honigwaben unter Brutraum stellen. Dann tragen die Süßen alles schön von unten nach oben ins Nest.:daumen:


    Das stimmt.:daumen:


    Nur....ich hebe ungern schwere Bruträume. Deshalb setze ich meine abgeschleuderten HR ca. 1-2 Tage über den Brutraum auf. Ist alles schön sauber ausgeschleckt, kommt die Bienenflucht zum Einsatz. :wink:


    Herzliche Grüße
    Regina

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)

  • das geht bei mir problemlos:


    Auf den Völkern ist jetzt der Futterdeckel (zum ruhigen Eimerfüttern und fürs Schwammtuch), darauf stelle ich morgen nach dem Schleudern auf die stärksten Völker (zwecks Beschäftigung) die geschleuderten Waben in 1-2 Honigräumen und räume das ganze nach 2 Nächten wieder ab.


    Durch den dazwischenliegenden Futterdeckel sind auf den leergeputzten waben dann nur wenig Bienen zu entfernen, bevor die sauberen und reparierten Honigwaben in den Wabenschrank kommen.
    Dort steht eine offene flasche mit Essigsäure auf dem Boden und die Waben sind nächsten Frühling tiptop.


    Das ganze klappt natürlich nur mit unbebrüteten Waben, sonst wird beim leerputzen gleich wieder bestiftet.

    Jedes Volk ist ein Unikat - behandle es auch so !

  • Ich nehm den Deckel weg, schlage die (dunkle) Folie ein wenig zurück, Leerzarge drauf, darin werden 4 oder 5 Honigwaben gehängt (mit gorßem Abstand).


    Darauf kommt nur eine durchsischtige Folie, die gegen wegwehen gesichert wird.


    Fertig.


    Durch das Licht, das in die obere Zarge kann, ist den Bienen klar, das diese nicht zum eigentlichen Volk gehört und tragen alles runter.
    Klappt aber nur, wenn man ein Dach über dem Kopf hat.


    Noch was: Darauf achten, das keine direkte Sonne rein scheint, sonst hast Du einen Sonnenwaschschmelzer.

  • Mir wurde eine einfache und wirkungsvolle Vorgehensweise gezeigt. Auf die Bruträume kommen (wieder) zwei Zargen und die Waben werden senkrecht reingestellt. Dann den Deckel drauf. So wird nichts eingetragen und alles sauber sowie ohne Räuberei ausgeleckt.

  • Ich hab das nach der Anleitung von Dr. Pia Aumeier gemacht (Absperrgitter - Leerzarge - Zarge mit ausgeschleuderten Honigwaben). Nach zwei Tagen sind die Waben wieder tip top. Echt Klasse, was die Damen da so leisten. Es sind auch nicht allzuviel Bienen drauf, so dass man die Waben sehr einfach wechseln kann.

  • Guten Morgen,


    etwas weiter oben habe ich vorgeschlagen, die Waben zum Auslecken senkrecht einzustellen. Das hat dieses Jahr nicht gut funktioniert - in vielen Waben wurde wieder Honig eingetragen. Also: ignoriert diesen Vorschlag.

  • Hallo,
    wenn ich mir das Bild von Pia Aumeiers Turm auf der Seite des IV Delbrück anschaue - vielen Dank für das Bild! - dann kommen doch einige Fragen. Hoffentlich wollt und könnt ihr sie beantworten.
    Löst so ein Turm nicht Räuberei aus?
    Warum 2 Leerzargen in der Mitte des Turmes?
    Kann der Boden ein Gitterboden sein?
    Können auch Waben aus dem Brutraum dabei sein?
    Was muss man besonders beachten?
    Gibt es mehrere Forumsteilnehmer mit Erfahrung?
    Vielen Dank im Voraus für euere Antworten!
    Mit freundlichen Grüßen
    Hans

  • Hans :
    Vll. kann ich etwas erhellen-
    Nein, keine Räuberei am "Turm von Pia" (der natürlich meiner ist - Dr. Aumeier imkert in Hohenheim-Einfach, nicht in Segebg. Plastik).
    2 Leerzargen, weil ich Rezepte auch gerne mal variiere. (Biologie & Biologen sind nämlich sehr variabel bzw. spieltriebig)
    Der Boden hat ein Gitter. Und das ist bis auf die Varroa-Behandlungszeiten und sporadischen V-Zählungen offen, auch bei -20°C.
    Da ich keine BR-Waben schleudere waren auch keine drin.
    Beachten sollte man die Windvorhersagen. ;-) Vor den Gewitterstürmen vor zwei Wochen habe ich die Beute wieder auf Normalmaß gebracht. Ich (1,79m hoch) kam gerade noch an den Deckel heran. Man hätte das Konstrukt natürlich auch abspannen können...


    Aufbau des Turms:


    7. HR
    6. HR
    5. HR
    4. leer (violett)
    3. leer (blau)
    2. HR
    1. BR


    Nach fünf Tagen waren die oberen drei HR leergeputzt, obwohl das Volk nicht das stärkste war. Aber die starken Völker haben einen Zwischenbodenableger mit Zuchtkös auf dem Dach und ich wollte den Ablegern nicht das Flugloch verlegen.


    Fragen? Gerne!


    MfG
    Hermann