Milben kommen zurück?

  • Moin von der Förde


    Ich hab jetzt am WE mal unter die Völker ne Windel gepackt.
    Es sind 4 Schwarmvölker und zwei Ableger. Die Ableger stammen von meinem Patenimker,
    die Schwärme hab ich selber gefangen. Alles in Segeberger Beuten mit Drahtgitter.
    Die Windeln habe ich unter den Drahtgitterboden geschoben.


    Ergebniss
    Alle Völker <5 Varroen pro Tag (täglich geleert und 3 Tage gezählt)
    Aber ein Ableger hat 35 pro Tag. :eek::eek:


    Also bei 25°C 45 ml 60% AS aufs Schwammtuch und oben drauf gepackt.


    Varroenfall pro 12h
    500
    250
    180


    Auf der Windel liefen morgens 2 rausgeworfene Drohnen rum. Sie warm kaum zu erkennen, denn sie waren voll (!!) mit Varroen. Die Varroen auf der Windel lebten auch zum größten Teil.


    Nun zwei Fragen:
    1.) Je nachdem wie man rechnet sollten doch 2000-6000 Varroen in Volk sein. Nun sind aber erst ~1000 gefallen. War die Behandlung nicht erfolgreich?


    2.) Wenn gefallene Varuen sich wieder an Bienen heften können, muss man da nich irgendwelche Gegenmassnahmen ergreifen? Also ergendwas wo die Viecher reinfallen und nicht mehr rauskommen? Ameisen einladen?? Staubsauger? Ölteppiche?:confused:


    Gruß
    Cheese

    .. und es gibt doch ein Leben vor dem Tod! (Prediger 3,22)

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von heese () aus folgendem Grund: Tippfehlers

  • Hattest den Schieber auch bei der Behandlung drinen, I assume?


    Ja - aber es ist ein Eigenbau aus Papier welcher die Luftzirkulation durch den Gitterboden nicht behindert.


    d.h. von den erwarteten 2000-6000 Varroen werden dann wohl am Ende 1300 auf der Unterlage landen.
    Ich schätze die Ausbeute der Windel mal auf 60%. Damit sollte ich ca 2200 gekillt haben. nagut - das geht ja schonmal
    in die richtige Richtung. Heute abend nehme ich das Schwammtuch raus und dann wird weiter gezählt...


    Danke
    Heese

    .. und es gibt doch ein Leben vor dem Tod! (Prediger 3,22)

  • Zweizagig.


    Ich hatte bisher nichts davon gelesen, dass ich den Gitterboden abdichten muss. Ich dachte die Menge an AS machts?

    .. und es gibt doch ein Leben vor dem Tod! (Prediger 3,22)

  • AS verdampft und sinkt nach unten, bei dir damit direkt durch das Gitter raus. Damit erreichst du IMHO nie die notwendige Konzentration in der Stockluft und auch nicht über einen ausreichenden Zeitraum.


    cu

  • Vielen Dank für die Hinweise!


    D.H. ich sollte den Gitterboden von unten abdichten, und zwar so, dass die Milben durchfallen, das aber keine Bienen auf die Abdichtplatte gelangen. Richtig?


    Gruß
    Heese

    .. und es gibt doch ein Leben vor dem Tod! (Prediger 3,22)

  • gestern abend habe ich erneut behandelt:
    23°C, wieder 44ml 60% AS von oben. Alles genau wie vorher, nur dass es etwas kälter war und dass ich den Gitterboden fast geschlossen hatte.
    Nach 15 Min konnte ich noch normalen Flugbetrieb am voll geoffneten Flugloch beobachten. Ich bin dann nach hause gegangen.
    Heute morgen habe ich wieder nachgeschaut. bestimmt 1000 Varroen auf der Windel! Prima.
    Bestimmt 200 tote Bienen vor dem Flugloch und auf dem Boden vor der Beute !!!! aaaaahhh
    Ist das normal oder wars das jetzt? Da ich zur Arbeit musste habe ich nur kurz durch die Folie gelinst. Der obere Brutraum wirkte sehr sehr bienenarm.


    hab ich was falsch gemacht oder passiert das einfach mal so?


    gruß
    Heese

    .. und es gibt doch ein Leben vor dem Tod! (Prediger 3,22)

  • Heute morgen habe ich wieder nachgeschaut. bestimmt 1000 Varroen auf der Windel! Prima.

    Es ist egal wieviele Milben Du tötest. Wichtig ist allein wieviele überleben!

    Bestimmt 200 tote Bienen vor dem Flugloch und auf dem Boden vor der Beute !!!! aaaaahhh
    Ist das normal oder wars das jetzt?

    Das ist normal und das ist der Beweis, daß die Wirkkonzentration erreicht und an manchen Stellen überschritten wurde.


    44ml auf 2 Schwammtüchern über 2 Zargen bei verwindeltem Gitterboden ist genau richtig - 50ml bzw. 2*25ml - also 22 etwa aufgerundet - ist mein Maß.


    Erklär mir bitte, warum Du zwei AS-Schwammtuchbehandlungen entgegen jeder Empfehlung so kurz nacheinander machst! Willst nicht die Milben erst mal sterben lassen?

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Henry


    viene dank für die rasche Antwort!



    Erklär mir bitte, warum Du zwei AS-Schwammtuchbehandlungen entgegen jeder Empfehlung so kurz nacheinander machst! Willst nicht die Milben erst mal sterben lassen?


     
    Die erste Behandlung war am 19.07. - diese war am 22.07. macht vier Tage Abstand. Dies ist laut Bieneninstitut Celle die Empfehlung.


    Da ich aus meiner Sicht sehr viel Befall hatte und die letzte Behandlung wohl nicht gut gewirkt hatte schien mit das kürzeste Zeitspanne sinnvoll.


    Sorry - ich hätte die Zeitpunkte dazu schreiben sollen.


    Gruß
    Heese

    .. und es gibt doch ein Leben vor dem Tod! (Prediger 3,22)

  • dremalsieben ist einundzwanzig


    Deshalb läßt man den Bienen eine Woche zwischen den Behandlungen.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo zusammen, ich bin ziemlich neu in diesem Forum und habe mir bezüglich Milben alles durchgelesen um mir ein Bild von den Behandlungen in Deutschland zu machen.
    Da wir in Austria von der Milbe genauso wenig geschont bleiben wie Ihr im nördlichen Nachbarland somit habe ich jahrelang herrumgedocktert bis ich auf einen für mich optimalen Nenner gekommen bin.
    Nach dem Abschleudern entnehme ich zwei drittel bis dreiviertel (je nach Volksstärke) verdeckelte Brut, behandle mit der AS von oben in der halben normal vorgesehenen Menge und anschließend noch mittels Oxalsäureverdampfen, damit die offene Brut und die vohandenen Bienen ziemlich Varroarfrei sind.
    Nach zwei bis drei Wochen behandle ich nochmals mit Bienen Wohl und dann lasse ich die Völker bis Weihnachten in Ruhe.
    In den Weihnachtsfeiertagen verdampfe ich abermals Oxalsäure.
    Sobald ich merke dass die Hasel zu blühen beginnt bekommen die Bienchen noch einen kleinen Stoß Milchsäure (je nach Volksstärke) von Oben und somit rette ich mich über die ganze Saison.


    Das entnehmen der Brut im Herbst macht dem Volk in Bezug auf Stärke und dem Wegstarten im Frühjahr gar nichts, da es sich um Sommerbienen handelt die sowieso bald sterben müßten.
    Ich habe somit zwei Fliegen mit einer Klatsche erschalgen.
    1. die Varroar ist erheblich dezimiert und durch den enormen Aderlass brauche ich auch um einiges weniger an Futter.


    Ich habe von manchen schon gehört die dem Volk die ganze Brut entnehmen, dies ist meiner Meinung aber zu radikal.
    Dies wird von mir die dritte Saison praktiziert und die Völkrverluste halten sich somit in einem mir erdenklich
    zufriedenem Rahmen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von Andreas MIchael () aus folgendem Grund: nobody is perfekt