Varroawarnung 2010

  • Moin, Moin aus Hamburg ,


    Folgende Zitate sollte man einfach in Ruhe auf sich wirken lassen :

    Soso, dementsprechend sind Bienenvölker für Dich also ein Verschleißgegenstand, den man dann wegschmeißt? Einmal benutzt, Honig geerntet und Schluß?


    Das ist nicht meine Auffassung von Bienenhaltung und so geht man auch nicht mit Tieren um. Man quetscht Bienen nicht aus wie eine Apfelsine und schmeißt den Rest dann weg. Das sind keine Abschreibungsobjekte, sondern Lebewesen für die man als Imker eine Verantwortung übernommen hat.
    Gruß, Klaus


    Klaus Maresch schrieb:

    da ich entdeckt habe, daß man von der Blödheit der Imker viel besser leben kann. Künftig werde ich jedes Jahr Kunstschwärme importieren und weiterverkaufen und auch nicht mehr danach fragen, ob jemand überhaupt dafür qualifiziert ist


    Grüße aus dem Norden
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Hallo Miteinander,
    es ist ja auch nicht gut für sein Geschäft,
    wenn jetzt alle Imker nur noch wenig Varroa-belastete Jungvölker und verjüngte (Kunstschwarm ist einfacher zu behandeln als Volk auf Waben) Altvölker in den Winter gehen.
    Im Varroazeitalter kann man halt nicht mehr die Völker ewig halten.
    Verjüngen ist angesagt.
    Und wo neues Leben entsteht, vergeht das alte Leben.
    Ich nehm nunmal lieber 90 und mehr % Jungvölker in den Winter, als mich mit vielen "Varroamutterschiffen" abzuplagen.
    Aber ich denke mir, Klaus wird als Berufsimker eine viel härtere Auslese bei seinen Völkern machen als ich, der doch als "Hobbyimker" manchmal zu sentimental bin.
    Mit hohem Jungvölkeranteil steh ich aber nicht schlecht dar, denke ich mal an die Heideimkerei.
    Die nahmen auch nur junge Völker mit in den Winter.
    Und welche Dynamik diein ihren Völkern haben, brauche ich wohl nicht zu erwähnen.
    Vorbild Natur: die Vorschwärme erhalten nur den Bestand, die Nachschwärme sorgen für Vermehrung.
    Daher verstehe ich Klaus´Einwand mit der hohen Ablegerquote nicht.
    Zumal noch Verluste und Auslese dazukommen.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Der Drohn vermutet, dass der Klaus noch nicht verstanden hat, dass er hier in Dem Imkerforum ist!!!!!!!!!!!!!!
    Der Drohn


    Doch, seine Sichtweise zum Forum hat er ja schon öfter bekundet. Er geht vermutlich davon aus , das unter den "ganzen schrägen Vögeln" ein Jynx torquilla nicht weiter auffällt. Wer sich mit Entomologie auseinandersetzt sollte immer auch ein wenig Ahnung von Ornithologie haben.:wink:
    Das hilft in vielen Lebensbereichen. Ich bin ja eher ein http://funfire.de/lustige/bilder-433-komischer-vogel.html.
    ......aber ich kann ganz gut damit leben. Ein jeder ist eben so wie er ist.Ist die Sorte erst bestimmt , lebt es sich auch leichter zusammen.


    Grüße aus dem Norden
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Wo habe ich denn geschrieben oder auch nur anklingen lassen, daß mit der gleichzeitigen Behandlung die Varroamilbe ausgerottet werden könnte? So ein hirnloser Quatsch! Die Milbe wird überleben, in welcher Beziehung zur Biene auch immer. Im Idealfall als Parasit, der seinen Wirt nicht weiter schädigt bzw. von ihm kontrolliert/unterdrückt wird.


    Mir geht es darum, daß innerhalb eines Zeitraums von sagen wir mal 4 Wochen alle Imker eines Gebietes mit einer zugelassenen und als zuverlässig bewiesenen Methode ihre Bienen behandeln, um den Schaden durch Reinvasion zu minimieren. Mir geht es darum, daß die Magnetisierer, Freunde der kosmischen Strahlung und sonstige Spinner, deren Ideen Reiner Schwarz beschrieben hat, aus dem Verkehr gezogen werden. Und ich möchte, daß Bilder wie ich sie im Frühjahr an einem mir benachbarten Bienenstand gemacht habe, wo verhungerte Bienen auf gammligen Waben inmitten von Wodkaflaschen und Müll, auch entsprechende Konsequenzen haben. Zumal wenn der Imker mehrfach schon derart aufgefallen ist.
    Oder daß es gar nicht erst zu Zuständen wie 2009 in Bornheim kommt, wo eines alten Imkers 25 Bienenvölker als Herd einer massiven Faulbrutinfektion identifiziert wurden. Der war noch nicht einmal in der Lage gewesen, bekannte klinische Symptome zu erkennen und behauptete von sich, noch nie Faulbrut und Varroa gehabt zu haben.
    Ich bin der Meinung, daß unsere Bienen genau den gleichen Schutz verdienen wie andere Haustiere. Und in solchen Fällen massiver und mehrfacher Vernachlässigung gehört eine solche Imkerei stillgelegt.


    Gruß, Klaus

  • Klaus : Wunderbar. Dann schreib es doch einfach gleich so. Das Polemisieren und ewige Nabelschau sorgt doch immer wieder für Missverständnisse und Verstimmung. Und verhindert eine konstruktive Diskussion.

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Moin ,Moin Klaus ,
    geht doch. Bin auch ganz bei Dir. Weiter so :daumen:
    Bitte aber daran denken, das viele Wege nach Rom führen und das Leben "Veränderung "bedeutet. Wer sich zu sehr auf eine Sache konzentriert bekommt einen Tunnelblick.


    Gruß aus dem Norden
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)


  • Magnetisierer
    Freunde der kosmischen Strahlung
    sonstige Spinner


    1. Schritt: Aufbau eines gemeinsamen Feindbildes, keiner mag diese "Spinner".



    deren Ideen Reiner Schwarz beschrieben hat,


    2. Schritt: Rückversicherung und Referenzierung eines im Imkerforum anerkannten Mitglieds.



    wo verhungerte Bienen auf gammligen Waben inmitten von Wodkaflaschen und Müll
    Zumal wenn der Imker mehrfach schon derart aufgefallen ist.


    eines alten Imkers
    Faulbrutinfektion



    3. Schritt: Verweisen auf Einzelfälle. Den Schluß auf die generelle Situation überlässt Du dem nicht-aufmerksamen Leser.


    4. Schritt: Einbau der eigenen Meinung, die sich im rhetorischen Getümmel mit der Meinung des Anderen vermischen soll.



    Nicht schlecht, chapeau, für diese aus dem Handgelenk geschüttelte Meinungsmache.


    Jetzt mal eine oder zwei Fragen: Deutschland hat weltweit die beste Struktur für Ausbildung der Hobbyimker (der Berufsimker wie Dir sowieso) und diese Struktur wird ausgiebig genutzt. Überall sind die Kurse rammelvoll. Im Gegensatz zu der von Dir vertretenen Meinung sind darunter auch viele alte Imker. Die meisten ganz alten Imker sind durch ihre lebenslange Tätigkeit rund um die Bienen sowieso im engen Kontakt mit den Instituten. Ganz zu schweigen von ihrer imkerlichen Erfahrung, vor der ich mein Haupt neige!


    Meinst Du, es ist korrekt und richtig von Dir, von Einzelfällen auf alle anderen Imker zu schließen?


    Wie viele andere Berufsimker schließen sich mit Nennung seines Namens deinen Forderungen an? Wer?


    Freundliche Grüße
    Bernhard

  • Also dieses Stockwaagennetzwerk finde ich ja mal ganz genial - kriegen die Skandinavier das irgendwoher bezahlt? Vielleicht weiten die das mal weiter gen Süden aus ;-)) Würde mich gerne als Standort melden...keine Knete für eine eigene CAPAZ...


    Ich habe gerade mal über die Windelkontrolle mal geschaut wie der natürliche Totenfall ist. Bisher sind in zwei Tagen bei 5 Völkern gar nichts und bei einem 4 Stück gefallen...sieht mir also noch nicht sehr dramatisch aus wie ich finde. Ich will Anfang August die letzte Schleuderung machen und dann Auffüttern.


    Grüße
    Melanie

  • Moin , Moin aus Hamburg ,
    hier ein Schreiben aus dem Verteiler der Bienenistitutes Celle . Es wurde ausdrücklich gebeten, dieses an möglichst viele Imker weiterzuleiten.


    Gruß aus Hamburg


    Daniel

    Dateien

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Ich habe gerade mal über die Windelkontrolle mal geschaut wie der natürliche Totenfall ist. Bisher sind in zwei Tagen bei 5 Völkern gar nichts und bei einem 4 Stück gefallen...sieht mir also noch nicht sehr dramatisch aus wie ich finde.


    Ich habe heute wiedermal Drohenbrut entdeckelt und Milben darin gezählt. In der Drohnenbrut, die mitten auf den Waben im Brutnest sich befindet, konnte ich keine Milben entdecken.
    Aber auf dem Baurahmen, der bei mir außen hängt, da wimmelte es vor Milben.....

  • Die Demeters, und andere Strahlenanhänger wissen aber schon lange, dass aussen am Brutnest mehr Milben zu finden sind, als mittendrin. Hat was mit derWärme im Stock zu tun, und der Abneigung der Milbe gegen diese.

  • .... wissen aber schon lange, dass aussen am Brutnest mehr Milben zu finden sind, als mittendrin.


    Ja, das weiß ich auch schon lange und meine diesjährige "Drohnenbrutentdecklungs-Orgien" haben das auch wieder bestätigt. Wollte nur darauf aufmerksam machen, dass es wichtig ist, an den richtigen Stellen nach Milben zu suchen, um sich ein halbwegs reales Bild vom Befallsgrad zu machen.
    Auf den Windeln finde ich z.Z. fast keine Milben. Die sitzen alle noch in der Brut.